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E_1948_Zeitung_Nr.047

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16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 3. NOVEMBER 19*8 - Nr. 47 Motor- RISSE Bestes USA.- Produkt D.K.W. Briner, J. Zürich 23 Limmatquai 92 Tel. 051 241 900 ACHTUNG! Getriebe-Revisionen in 2 Tagen Fr. 200.— Offerten unter Chiffre 708471 an die Automobil Revue. Bern. (47 ZUVERKAUFEN Drehscheibe für Auto Tragkraft 5 Tonnen, Durchmesser 470 cm, Preis Fr. 2500.— 88733 Auskünfte und Besichtigung bei Firma A. W. Rieke, Friesenbergstr. 99, Zürich. OFA 24764 Z jr^ 1OOO Verwendungsmöglichkeiten der Bleichen aus engl. Sperrbalonen, absolut gas-, staub- und wasserdicht, hitze- und kältebeständig, prakt, unzerreissbar, sehr handl. ausgezeichnet für Picnic unri Autodecken kurantfi Grossen 6X5, 5X5, 5X3,5 m. Fr. 6.60 per m 2 und auf alle gew. Masse. Verlangen Sie bemusterte Offertp Hiirrh ZUMA GmbH/50, Zürich 4 Hohlstr. 117 Tel. 2310 94 ZU VERKAUFEN 5 mLastwagen Brücke in sehr gutem Zustande. Max Hugelshofer, Transporte u. Reiseunternehm., Frauenfeld, Tel. 7 12 23. Seltene Occasion! ZU VERKAUFEN wegen Anschaffung eines grösseren Wagens 88857 Renault 1946, 5 PS, 4tür., schwarz, mit neuer Schweizer Spritzung, in mech. einwandfreiem Zustand, 5—8fach bereift, mit allem Zubehör. Bei baldiger Wegnahme billig. Standort des Wagens Aarau. P 27611 On Anfrag, an Dr. P.Willi, Wangen b. Ölten. Telephon (062) 5 46 88. und Zylinderkopf ohne jeden Betriebs^ Original-Ersatzteile CfH^ElHOLET Personen- und Lastwagen Best assortiertes Lager Auch Unfallteile Kompressoren Eine Konstruktion in W - Form gewährleistet ruhigen Gang, gute Leistung, lange Lebensdauer Gruppen automatischer Kompressoren 2 Zylinder 4 Zylinder 6 Zylinder 3 a 800 m3/Std. von 14 ä 95 PS Rieh. Filsinger Ing. & Cie. "Aarau , , .- ACAR AG., Zürich Offiz. Ersatzteil-Verkaufsstelle General Motors Seehofstrasse 15, Telephon (051) 32 68 28/29 u. 32 78 49 Lausanne, 5, avenue Ruchonnet, Tel. (021) 3 25 67 Luftdruckinstallationen, Sandstrahlgebläse, pneumatische Förderanlagen Offizieller Vertreter für die neuen Benzinsäulen «ERIE» MARKSA S.A., LA CHAUX-DE-FONDS Ronde 4bis Telephon (039) 21160

AUTOMOBIL REVUE Nr. 47 — III. BLATT BERN, 3. November 1948 Neuer Querschnitt durch die französische Automobilindustrie Als erste Fachzeitschrift Europas hat die « Automobil Revue » die Entwicklung der Produktion der grössten, nach dem Waffenstillstand nationalisierten französischen Automobilfabrik mit der Sachlichkeit, aber auch mit der unparteiischen Kritik verfolgt, die einem neutralen Blatt geziemt. Mit um so grösserer Genugtuung darf Ihr Korrespondent jetzt die befriedigenden Eindrücke schildern, die er von einer Pressebesichtigung der modernisierten Anlagen der Regie Nationale des Usines Renault in Boulogne- Billancourt anlässlich des Pariser Herbstsalons- Zu sammeln vprmnr>Vite. Bedarf und Prnniiktinn. Die Renault-Werke vermochten schon 194'. unter weit schwierigeren materiellen Bedingungen als heute mit insgesamt 44 174 Fahrzeugen nahezu ein Drittel der französischen Automobilproduktion auf sich zu vereinigen und dabei mit 12,1 Mrd. fFr. 79,3 % der auf Vorkriegswert umgerechneten Umsätze zu tätigen. Nach den Schätzungen der Werkleitung verfügen die französischen Strassentransportunternehmer zur Zeit über höchstens 290 000 Lastwagen, davon 60 000 neue. Könnte man die 230 000 überalterten Nutzfahrzeuge durch solche neuer Bauart ersetzen, so Hessen sich allein durch diese Modernisierung der französischen Strassentransportbasis 138 000 m s Benzin und 11,5 Millionen Liter Oel, d. h. etwa V 12 des französischen Jahresverbrauchs an Treib- und Schmierstoffen und ausserdem mindestens 40 000 t Material für die Herstellung von Ersatzteilen alter Modelle einsparen. Die erweiterte Produktionskapazität der Renault-Werke ist heute noch nicht voll ausgenutzt und die Erzeugung des neuen 4-PS-Kleinwagens mit Heckmotor z. B. erreicht zur Zeit erst 150 Fahrzeuge pro Tag. Sie soll und kann aber bis Ende des Jahres auf ca. 300 Einheiten gesteigert werden. Eine Senkung der Gestehungskosten, gleichermassen unerlässlich für den Binnenmarkt wie für den Export, lässf siph solange nicht verwirklichen, als die derzeitigen Typen nicht in weit grösseren Serien als bisher fabriziert werden können. Teilweise rühren diese zu hohen Gestehungskosten allerdings auch von den übertriebenen Preiserhöhungen für Rohstoffe und industrielle Halbzeugprodukte her. Es sei in diesem Zusammenhang nur daran erinnert, dass die Kohlenpreise und Stromtarife nach dem neuerlichen Aufschlag vom 1. Oktober bereits auf dem Index 2000 (1938 = 100) angelangt sind, während die Indices der Automobilpreise noch nicht einmal auf 1400 stehen und die Kaufkraft im Durchschnitt höchstens auf das Zehnfache des Vorkriegsniveaus gestiegen ist. Zwischen der Kauffähigkeit einerseits und den Gestehungskosten anderseits klafft somit eine derart erhebliche Differenz, dass trotz der immer noch wachsenden Nachfrage, insbesondere nach Personenwagen, zwangsläufig der Punkt erreicht werden muss, wo die Preissteigerung, genau wie jetzt schon im Export, auch am Inlandsmarkt absatzhemmend wirken kann. Die Regie Renault hat das Problem in jeder Hinsicht erkannt und sucht durch Senkung der Gestehungskosten den Weg für einen Preisabbau freizubekommen. FRANKREICH Regie Renault als Beispiel (Von unserem Pariser Korrespondenten) Das technische Rüstzeug. Im Laufe des Jahres 1947 haben die Renault- Werke daher vor allem ihre technische Ausrüstung verbessert und den Erfordernissen einer modernen Serienfabrikation angepasst. 1944 überschritt das Durchschnittsalter des maschinellen Inventars noch 20 Jahre. Seit 1. Januar 1945 wurden 4300 neue Maschinen installiert; die Fliessbänder besitzen jetzt eine Totallänge von 10 km und sind insbesondere durch mechanische Förderbänder vervollständigt worden, j Die Strosse der neuen Pressen im Stanzwerk für die Karosserien des Renault 4 PS. beitsvorgänge in einem einzigen Arbeitsprozess und sorgen für den automatischen Transport jedes Stücks von Etappe zu Etappe. Sie bohren, fräsen, schärfen und adjustieren in einem ununterbrochenen Rhythmus. Nach der Auffassung der Werkleitung stellt diese technische Neuerung die Renault-Werke mit an die Spitze aller europäischen Automobilfabriken und ist geeignet, die Fabrikation standardisierter Bestandteile mit steigender Produktion auch ständig zu verbilligen. Unsere Bilder gewähren einen Begriff vom Schema dieser Arbeitsvorgänge. Die Neueinrichtungen erforderten eine Kapitalinvestition von nicht weniger als 2,745 Mrd. fFr., aber es trifft nicht zu, dass Renault diese Investierung nur deswegen vornehmen konnte, weil hierzu der Staat die nötigen Mittel vorstreckte. Eines hat die Werkleitung fertiggebracht: Sie fabriziert in jeder Hinsicht brauchbare Fahrzeuge; sie hat in den beiden letzten Jahren ihr Budget einschliesslich früherer Verlustvorträge ausgleichen können und arbeitet zur Zeit mit Gewinn. Diese Ergebnisse auf finanziellem Gebiet zu betonen, rechtfertigt sich deshalb, weil sie im nationalisierten Sektor bis jetzt einmalig sind. 17 grosse und 30 Inittlere Pressen dienen jetzt der Beschleunigung des Produktionsrhythmus im grossen Blech-Stanzwerk. Am sichtbarsten sind indessen die Fortschritte in den Werkstätten, worin sich die Serienfabrikation des neuen 4-PS-Wagens vollzieht. Hier hat das Unternehmen im ganzen 775 neue Werkzeugmaschinen in Dienst genommen. Die 29 Spezialtransfermaschinen bewältigen vielfältige Arder sich in entsprechender Senkung der Gestehungskosten auswirkt. Hauptsorge der Werkleitung bleibt die Intensivierung der Fabrikation des neuen 4-PS-Wagens. Am 1. Oktober betrug der Produktionsstandard 150; er wird am 1. November auf 175, am 1. Dezember auf 200 und zu Beginn des nächsten Jahres auf 300 pro Tag steigen. Zu Beginn dieses Sommers wurden die ersten Serien des neuen Renault-4-PS nach den USA verfrachtet. Man rechnete bei den Auslandsvertretungen damit, dass die Nachfrage auf dem amerikanischen Kontinent höchstens 1000 Stück pro Monat erreichen würde. Allein im September liefen indessen über 3200 Bestellungen aus den USA ein, so dass nicht einmal die derzeitige Gesamtproduktion die bisherige Nachfrage zu decken vermöchte. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der « Dollarexporte » müssen die Werke daher zur Zeit die Belieferung anderer europäischer und ausseuropäischer Märkte auf etwa i/s des tatsächlichen Bedarfs beschränken Generaldirektor Lefaucheux zieht die Bilanz. (y 2 %) auf die Autobusse entfielen, von denen Beim traditionellen Pressebankett, das dieje rund die Hälfte als öffentliche Transportmittel eingesetzt waren, bzw. in abgelegenen Regie in der zweiten Salonwoche veranstaltete, konnte Generaldirektor Lefaucheux sowohl auf Gegenden der Beförderung von Schulkindern (rund 5 Millionen täglich) dienten. Weitaus am das bisher Erreichte wie auf das noch zu Erstrebende hinweisen. Den Pressevertretern bot sich Gelegenheit, einen Einblick in die Rationalisierung des Betriebs zu gewinnen und sich selbst davon zu überzeugen, dass die neuen Transferbänder einen Arbeitsvorgang, der vordem 5 Minuten erforderte, jetzt automatisch in 30 Sekunden ausführen und also allein in diesem Sektor einen Zeitgewinn von 90 % erzielen, Soeben wurden die Produktionszahlen für den Monat September 1948 bekanntgegeben, die einen anschaulichen Begriff von der Steigerung der deutschen Automobilproduktion in den Monaten nach Durchführung der Währungsreform vermitteln. Die nachfolgende Zusammenstellung zeigt das Gesamtbild, das einen Vergleich zwischen der Produktion in den Monaten Januar bis August 1948 und im September ermöglicht. Die beträchtliche Produktionserhöhung erforderte nur einen geringen Mehreinsatz von Arbeitskräften. Das Auto in den USA im Lichte der Statistik Bestandesziffern. Das vom amerikanischen Verband der Automobilfabrikanten in 28. Auflage herausgegebene, auf Ende 1947 abgeschlossene Tabellenwerk « Automobile Facts and Figures • vermittelt wiederum einen aufschlussreichen Querschnitt durch die Automobilindustrie und -Wirtschaft in jenem Teile der Welt, darin an der letzten Jahreswende mehr als 70 % aller auf unserm Planeten immatrikulierten Motorfahrzeuge in Betrieb standen. Das Total sämtlicher privaten sowie im Dienst der Oeffentlichkeit stehenden Fahrzeuge belief sich in den 49 Staaten der Union in jenem Zeitpunkt auf 37 883 265, wovon 30 877 066 (81,5%) auf die Personenwagen, 6 817 423 (18 %) auf die Lastwagen und 188 767 stärksten motorisiert ist Kalifornien, auf dessen Territorium 3 527 128 Fahrzeuge, d. h. nahezu ein Zehntel des Gesamtbestandes, stationiert sind. Es folgen New York mit 2 923 408 und Pennsylvanien mit 2 392 881 Automobilen aller Kategorien, wogegen in Nevada die Motorisierung bisher am langsamsten fortgeschritten ist: nur 58 743 Vehikel sind es, die in diesem an DEUTSCHLAND Direktor Lefaucheux hielt sich aber nicht bei Betrachtungen auf, die nur sein eigenes Werk angehen. Er erwartet von einer Freigabe des Automobilhandels am französischen Binnenmarkt — wie er sich in den an dieser Stelle bereits besprochenen neuen Massnahmen zaghaft andeutet —, so lange nichts, als die französische Autoindustrie ihren Fabrikationsrhythmus nicht durch vermehrte Zuteilungen an Eisen und Stahl, aber auch an anderen Materialien, und insbesondere an Bereifungen, zu steigern vermögen. « Ich bin sicher», so sagte Lefaucheux, « dass, wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse unser Planen stören, wir unsere Produktion, die heute schon das Vorkriegsniveau überschritten hat, noch weiter steigern können, dass wir auf diese Weise zu einer Senkung unserer Gestehungskosten gelangen und dem französischen Automobil in der Welt jenen Platz sichern werden, auf den es Anspruch hat. » Deutsche Automobilproduktion Produktion in Stuck Jan.—Aug. Sept. Volkswagen ' 10 111 2 153 Opel-Olympia 2 280 773 Daimler-Benz-170 V 1776 536 Ford-Taunus-Lieferwagen 3 30 Gutbrod-0,75-t-Lieferwägen 300 120 Vidal-0,75-t-Lief erwägen 1594 455 Opel-« Blitz «-1,5-t-Lastwagena 3 602 774 Daimler-Benz-3-t-Lastwagen 2 400 355 Ford-4-Zylinder-3-t-Lastwagen 2n 568 319 Ford-V-8-3-t-Lastwaßen 2 077 285 USA Lasst Zahlen sprechen Dr. W. Bg. Eine weitere, nach anderen Gesichtspunkten gegliederte Tabelle veranschaulicht die nach Durchführung der Währungsreform und Aufhebung der Bewirtschaftung eingetretene Produktionssteigerung in der Bizone. Es wurden produziert: 1948 Fahrzeugart 1946 1947 I. II. DX Quartal Personenwagen 9 962 9 541 4199 5 373 8 307 Liefer- u. Lastw. 12 691 12 768 4394 4 605 8 011 Omnibusse 232 326 74 116 148 Obusse 12 85 16 17 33 Ind.-Traktoren 423 193 185 191 572 Landw.-Traktoren 1 698 1 983 564 795 1 117 Insgesamt 25 018 24 896 9432 11 097 18 188 Von den 18 188 Fahrzeugen, welche das III. Quartal 1948 (Monate Juli—September nach der Währungsreform) verzeichnet, wurden produziert: im Juli 5439 Stück; im August 5297 Stück (Rückgang infolge der 14tägigen Betriebsferien im Volkwagenwerk); im September 7452 Stück. W. F. Fläche sechstgrössten Staat der USA die Verkehrswege bevölkern. Während dieser gleiche Staat, der iii bezug auf seine Einwohnerzahl — absolut gesehen — das Schlusslicht aller Bundesstaaten bildet, mit einem Personenwagen auf 3,1 Einwohner die grösste Fahrzeugdichte aufweist, trifft es im Staate Mississippi je ein Vehikel auf 8,7 Bewohner; der Durchschnitt für die USA liegt bei 4,7. In diesem Zusammenhang mag es auch von Interesse sein, einiges über den Umfang des Fahrzeugparks in den amerikanischen Millionenstädten zu erfahren. Sowohl bei den Personenwagen wie bei den Nutzfahrzeugen figuriert New York mit 743 208, bzw. 126 157 Einheiten mit Vorsprung an der Spitze. Die nächsten Ränge nehmen bei den Personenwagen Chicago (538 491), Los Angeles (517 036) und Detroit (452 260), bei den Nutzfahrzeugen dagegen Lo» Angeles (71333), Detroit (58 135) und Philadelphia (49 133) ein. In welchem Masse in der neuen Welt das Automobil Allgemeingut geworden ist, geht daraus hervor, dass 49 % aller Personen, die das 16. Altersjahr hinter sich haben, d.h. nicht weniger als 50,6 Millionen, einen Führerausweis besitzen. Die Automobilproduktion der Vereinigten Staaten betrug von 1900 bis 1947 insgesamt 96 871506 Fahrzeuge im Wert Links: Ein Arbeiter bedient die Maschine, die aus dem Rohblock das Motorgehäuse fix und fertig fräst, bohrt und adjustiert. Rechts: Neue Transfer-Maschinen für die Herstellung der 4-PS-Moto- -•>n in einem einzigen Arbeitsgang.