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E_1948_Zeitung_Nr.047

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IS AUTOMOBIL REVUE

IS AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH. 3. k'i»ill: 1948 - Nr. 47 vo» 72,3 Milliarden Dollar, wobei 79 014 020 Personenwagen im Wert von 53,4 Milliarden und 17 857 486 Lastwagen und Cars im Wert von 18,9 Milliarden Dollar hergestellt wurden. An der Weltproduktion des vergangenen Jahres, die sich nach der gleichen Quelle auf 5 744 697 Fahrzeuge (wovon 4 125 844 Personenwagen, 1 578 599 Lastwagen und 40 254 Gesellschaftswagen) belief, war die amerikanische Industrie, die 1947 einen Ausstoss von 4 797 820 Vehikeln (3 558 178 Personenwagen, 1 207 532 Lastwagen und 32110 Cars) verzeichnete, zu rund 83 % beteiligt. Der Verkaufswert dieser Produktion wird mit 5 672 518 000 Dollar angegeben. Bei den Personenwagen am meisten gefragt waren 1947 viertürige Limousinen, die mit 1 745 100 Einheiten 49 % der Erzeugung ausmachten, währenddem weitere 40,9 % (1 455 097) zweitürige Limousinen und Coupes betrafen. Im Vergleich zu 1940 hat sich das Verhältnis ziemlich genau umgekehrt, indem damals der zweiten Fahrzeuggruppe der Vorzug gegeben wurde (54,2 % gegen 41,9 %). Die Station-Wagons figurieren in der Produktionsbilanz 1947 mit 79 638 Stück. Mit einen Beweis dafür, dass die Industrie die gewaltige Nachfrage bei weitem nicht zu befriedigen in der Läge war, darf man darin erblicken, dass « nur » 4 046 363 Fahrzeuge (3 167 231 Personenwagen und 879 132 Lastwagen und Busse) neu in den Verkehr gesetzt wurden gegen 4 371 863 im Jahre 1941. Hand in Hand damit geht eine fortschreitende Ueberalterung des amerikanischen Fahrzeugparks. Standen am Vorabend des Kriegseintritts der USA nur 17 % aller Automobile zehn Jahre und mehr im Betrieb, während 60 % zwei bis neun und 23 % weniger als zwei Jahre alt waren, so befanden sich 1947 bereits 42 % sämtlicher Fahrzeuge seit einem vollen Jahrzehnt im Verkehr; lediglich bei 13 % handelte es sich um Modelle der Nachkriegszeit. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei den Lastwagen. Das durchschnittliche Alter der Personenwagen in den USA betrug in der Berichtsperiode 8,9 Jahre gegen 5,5 vor dem JCrieg und jenes der Lastwagen 8,1 Jahre gegen 5,6 im Jahre 1941. Dem Neuwagenmanko ist es auch zuzuschreiben, wenn sich die mittlere Lebensdauer der Fahrzeuge in den letzten 20 Jahren verdoppelt und deren Kilometerleistung sogar mehr als verdreifacht hat. Denn während ein Auto, das 1925, bzw. 1935 auf den Friedhof wanderte, erst 6,5, bzw. 8,3 Jahre lang seinen Dienst versehen und dabei rund 41 000, bzw. 92 000 km auf dem Zähler hatte, so standen die im Jahre 1946 ausrangierten Vehikel immerhin 12,75 Jahre im Verkehr und wiesen im Durchschnitt Fahrleistungen von rund 140 000 km auf. Die Verkäufe von Ersatzteilen und Zubehör für den Inlandbedarf erreichten 1947 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar, was gegenüber dem Vorjahr 34,1 % bedeutet. eine Steigerung von Export — Import. Ca. 11 % cter Fahrzeugproduktion, d. h. 266 795 Personenwagen, 263 347 Lastwagen und 4238 Autocars (total 534 380 Fahrzeuge) wurden 1947 exportiert. Hauptabnehmer war Südamerika mit 169 076 Einheiten vor Mittelamerika mit 121 541, Europa mit 105 288, Afrika mit 63 339, Asien mit 63 132 und Ozeanien mit 12 004 Vehikeln. Der Wert dieser Ausfuhr belief sich auf rund 765 Millionen Dollar, d. h. mehr als das Doppelte des Vorjahres. Die Einfuhr trat praktisch überhaupt nicht in Erscheinung, wurden doch lediglich 1456 neue und 646 gebrauchte Personenwagen und 22 Lastwagen, total 2124 Fahrzeuge importiert. Im Dienste des Automobils, lies von Industrie, Handel, Service, Tankstellen, ferner von Transportunternehmen (als Lastwagen-, Car- und Taxichatiffeure) etc. stehen nicht weniger als 8,9 Millionen Personen, und man nimmt an, dass rund ein Fünftel des gesamten Nationaleinkommens in die Taschen von Leuten fliesst, die in der Autoindustrie und den ihr verwandten Betrieben tätig sind. Verdiente 1941 rund eine Million Arbeiter ihr tägliches Brot in der Auto-, Ersatzteil-, Zubehör-, Gummi- und Petroleumindustrie, so sind es heute 350 000 mehr, und schätzungsweise weitere 600 000 Personen finden ihr Auskommen bei den Rohmateriallieferanten. Dass der Faktor Automobil für den Fiskus auch in den USA eine äusserst ergiebige Einnahmequelle darstellt, darüber referierten Von den Aktionären und Automobilhändlern, die eine Reihe von Prozessen gegen Tucker angestrengt haben, ist neuerdings eine weitere Anschuldigung erhoben worden. Seinerzeit führte Tucker das .erste Modell seines neuen Wagens vor, und es gelang ihm, auf Grund dieses Modelles weiteres Betriebskapital aufzubringen. Die Kläger wollen nunmehr den Nachweis leisten, dass der erste Tucker-Wagen in Wirklichkeit ein umgebauter Oldsmobile, Modell 1942, sei. Ferner sollen für seine « Maschine Nr. 589 » (den Tucker-Motor) noch nicht einmal brauchbare Pläne vorgelegen haben; In seiner Verteidigung setzt sich Preston Tucker vor allem gegen die Anklagen zur Wehr, die die Brauchbarkeit seiner Maschine in Zweifel ziehen. Die Kläger rechnen kaum mehr damit, dass sich Tucker von seiner Finanzkrise erhole. Sie glauben, Tucker werde sein Versprechen nicht halten können, noch vor Ablauf des Jahres eine Fabrik mit 35 000 Arbeitern zu -betreiben, die «Facts and Figures» an Hand eines detaillierten Zahlenmaterials. In Form von Registriergebühren der einzelnen Bundesstaaten, Treibstoffsteuern, Brücken-, Tunnel- und Fährentaxen etc. knöpfte besagter Fiskus den Automobilbesitzern im Jahre 1947 die Summe von 3 Milliarden und 68 Millionen Dollar ab, von denen nur 2 Milliarden und 566 Millionen, d. h. rd. fünf Sechstel für Unterhalt und Ausbau auf die Strassen zurückflössen, während der restliche Sechstel für andere Zwecke in der Staatskasse verschwand. Eine ganze Reihe von Staaten fand es durchaus in Ordnung, für motorfahrzeugfremde Zwecke bis zu 45 % der von den Automobilisten erlegten Sondersteuern abzuzweigen, wogegen in andern Staaten wieder die ausschliessliche Verwendung dieser Steuern für den Bau von Strassen und deren Unterhalt gesetzlich geregelt ist. Abschliessend beleuchtet die Publikation der Automobile Manufacturers Association die Bedeutung: der Bahntransporte, als deren Auftraggeber die Autoindustrie und deren zugewandte Orte direkt oder der Motorfahrzeugverkehr indirekt zeichnen. Sie kommt dabei zum Schluss, dass diese Auftraggeber ,im Jahre 1947 für den Transport von Motorfahrzeugen, Ersatzteilen, Reifen, Treibstoff und Schmiermitteln, Eisen und Stahl, Kohle, Rohgummi, Zement und Asphalt für den Strassenund Brückenbau etc. —* alles in allem rund 4 Millionen Wagenladungen — an die Bahnen für Frachtkosten nicht weniger als 653 Millionen Dollar zu entrichten hatten. Neue Komplikationen im «Fall Tucker» 1000 Wagen pro Tag herausbringt. Das Kapital von 17 Millionen Dollar .betrachten sie zum grossen Teil als verloren; heute seien nur'noch 8 Millionen vorhanden, von denen* 4 Millionen aus Vertreterwechseln bestehen. Und diese 4 Millionen sollen gerettet werden. Nunmehr haben sich die Kläger an die Regierung gewendet und ihr vorgeschlagen, die Tucker-Werke durch Rüstungsaufträge wieder auf die Beine zu bringen. Wenn 1. Rüstungsaufträge vorliegen, 2. die Schuldner aus den durch diese Aufträge erzielten Gewinnen zum Teil befriedigt werden, 3. die jetzige Direktion durch eine andere ersetzt wird und 4. die Fabrikation von Wagen erst nebenbei betrieben, dann ständig intensiviert wird, kann man nach Ansicht der Kläger vielleicht die Geburt des in Großserie gebauten Tucker-Wagens doch noch erleben, bevor die gegenwärtige Hochkonjunktur auf dem amerikanischen Automobilmarkt abgeklungen ist. E. B. TAGENGEN Die J. It. U. tagt... Internationaler Strassenlransport-Kongress in Paris- (Von unserem Spezialkorrespondenten) Bei Anlass der Jahresversammlung der « Föderation Nationale des Transport Routiers » trafen sich in Paris die Delegierten Italiens, Ungarns, Frankreichs, Belgiens, der Schweiz, Oesterreichs, Grosbritanniens, Dänemarks, Schwedens und der Niederlande sowie die Vertreter der Verkehrsabteilung der UNO, der Union Roütiere Internationale, der FIA und der Internationalen Handelskammer zur diesjährigen IRU-Tagung. Die Schweiz war durch Dr. Meyer vom TAG (Bern), vertreten. Nach den Ansprachen des holländischen Vorsitzenden Spat und der Delegierten der einzelnen Verbände wurden eine Reihe von Resolutionen gefasst, worin es u. a. heisst, die «International Road Union » setze sich dafür ein, dass in enger Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisa tionön des Strassentransports bei den zuständigen Regierungen und Behörden, insbesondere bei der «Europäischen Wirtschaftskommission » in Genf auch weiterhin für die Freiheit der Strassentransporte auf internationalem Gebiet gekämpft werde. Diese Freiheit solle sich insbesondere auf den freien Autocarverkehr zwischen den Ländern, auf die Freiheit des Transithandels und der Warenlieferung im eigenen Lande und auf die Befreiung von allen unnötigen Fiskallasten beziehen, mit denen heute noch der Strassentransport in vielen Ländern belegt werde. Im weiteren sollen die europäischen Regierungen aufgefordert werden, den Bau von Autostrassen und damit die Entwicklung des Strassenverkehrs mit allen Mitteln zu fördern, zum Abschluss entsprechender Zollabkommen zu schreiten und überhaupt diejenigen Ziele beschleunigt zu erreichen, die bereits durch die « Arbeitsgruppe Strasse » in der europäischen Wirtschaftskommission umrissen wurden. Schliesslich werde die IRU, immer in engster Zusammenarbeit mit den nationalen Strassenverkehrsverbänden, jeden Versuch unterstützen, der dazu angetan sei, den Strassenverkehr auf gleiche Stufe mit allen anderen Verkehrsmitteln zu stellen. Wenn auch die Kommissionssitzungen der Oeffentlichkeit nicht zugänglich waren, so geht doch aus dieser Resolution deutlich hervor, dass sich die Strasse und ihre Transportmittel jetzt endlich ihrer eigenen Bedeutung im europäischen Verkehr und beim Wiederaufbau der kontinentalen Wirtschaft bewusst werden tind dass man auch an höherer Stelle erkannt h?.t, wie wichtig die Entwicklung des Automobils für die Zukunft Europas geworden ist. Im Zusammenhang mit den von der technischen und der touristischen Kommissionen der FIA gefaxten Resolution, gewinnt daher die Pariser IRU- Tagung eine besondere Bedeutung. AUarr'in.sis wird es zur Erreichung der angestrebten Ziele nötig sein, dass einzelne Regierungen, wie ?.. *?. die französische, etwas mehr Verständnis für die Interessen des Strassentransports aufbri'v;i und ihre « Einseitigkeit» in bezug auf die, Förderung des Verkehrs auf der Schiene.-ablegt. 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Nr. 47 - MITTWOCH, 3. NOVEMBER 19i8 AUTOMOBIL REVUE FÜR DIE WINTERBEREITSTELLUNG Prüfungen aus.' Bereit sein ist wichtig!' Die zweckmassige WinterausrGstung hilft schützt bewahrt Unfälle wegen ungenügender Sicht oder mangelnder Gleitsicherheit verhüten die Wageninsassen gegen jede Unbill der Witterung das Fahrzeug vor kostspieligen Frost- und Rostschäden Bereit sein heisst gefeit sein! Wir führen und montieren in einer Spezialabteilung alles Nötige für die Fahrsicherheit im Winter: Frostschutzscheiben Nebellampen Schneeketten Schneereifen für die Behaglichkeit im Winter> Wagenheizungen Klima-Anlagen Reisedecken für den Wogtnschutz im Winters Kühlerdecken Kühler-Rouleaux Federschurzhüllen Frostschutzmittel usw. IHR BESTER MITARBEIT Qeschäftsleute f\t*%te I Zeit ist Geld ! I Sie werden zu jeder Stunde angerufen, bei Tag linri hfii Nacht Eine ungehemmte Verkehrsmöglichkeit ist wichtig für Sie, Wählen Sie deshalb den FIAT 500" B ! Durch frühzeitige Vorsorge sichern Sie sich die Vorteile prompter Bedienung und reicher Auswahl. Denken Sie auch beizeiten an den Ölwechsel und eine gründliche Wagenkontrolle! G E NERÄ LV E RT R ET UN G::! G H-RY S LE R.'•?• f I^MÖ U TH < ,v t± S T A N D A R D - VAN, G Ü ARD ' 7*f Ü M'P H A -V W SEIN KLEINES FORMAT SEINE GESCHWINDIGKEIT SEINE WENDIGKEIT SEINE KONSTRUKTION ermöglicht ein leichtes Parken Iässt Sie täglich Stunden gewinnen sichert Ihnen ein leichtes Steuern garantiert Ihnen Sicherheit und Bequemlichkeit Schonen Sie;;'. die empfindlichsten Organe Ihres Lastwagen -Motors durch LUBRI-GAS, denn es belegt Zylinderwand, Kolben und Ventile mit einem zähen, unverbrennbareri Oelfilm! Es gibt „Camel-Cars" mit einer Leistung von 100000km -ohne Revision. Der Amerikaner tankt LUBRI-GAS seit 31 Jahren! Hier ein Schweizer Zeugnis unter.vielen anderen: I I Lubri-Gas auf 500 I Treibstoff l-l« Kanne Fr. 8.— 5-1-Kanne Fr.37.50 in Garagen Der FIAT 500" B ist der ideale Wagen für die Stadt: Sie haben ihn stets zur Hand, auch bei grösstem Verkehr. Er erspart Ihnen ZEIT GELD MÜHE Generalvertretung für die Schweiz: SACAF, route de Lyon 108, GENF Vertreter und Untervertreter in allen wichtigsten Ortschaften ... unsere alten Lastwagen laufen mit LUBRI-GAS viel weicher, ruhiger^ und ziehen besser. Beim Dieselwagen, bei dem wir immer mit starken Verrussungen > zu kämpfen hatten, ist der Russansatz' dank LUBRI-GAS viel geringer... '' , N. von Muhltntn GmbH. • Effingerstrass« 75« Bern • Telephon 2 76 66