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E_1948_Zeitung_Nr.052

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AUTOMOBIL REVUE int-, _ \ r ME SEITE DER BETRIEBSKOSTENPROBLEME Wann rentieren zwei Wagen ? Die Betriebskosten von zwei mit Wechselnummer gefahrenen Personenwagen Dieses nachstehend behandelte Problem wurde durch einen Leser aufgeworfen. Wenn es auch nicht jedermann angeht, so ist es interessant genug, um einmal ausführlich besprochen zir werden. Red. Mancher Automobilist muss jährlich beträchtliche Fahrstrecken zurücklegen und aus bestimmten Gründen einen grösseren Wagen verwenden, wobei jedoch häufig die zur Verfügung stehenden Plätze nicht ausgenützt sind. Solche Fahrer haben sich bestimmt schon gefragt, ob nicht die Verwendung eines kleineren Wagens neben dem grösseren Fahrzeug rationeller wäre und unter welchen Voraussetzungen dies zutreffen könnte. Um diese Frage zu beleuchten, ist der Versuch unternommen worden, die approximativen Betriebskosten für einen bestimmten Fall durchzurechnen. Es sei angenommen, die jährliche Fahrstrecke betrage 30 000 km, an Fahrzeugen stehe ein grosser Amerikaner mit 21 PS, Katalogpreis Fr. 17 400.—, Benzinverbrauch 19—21 Liter per 100 km (im Verlauf der Benützung ansteigend), und dazu ein Kleinwagen von 3 PS, Katalogpreis Fr. 5250.— und einem Treibstoffverbrauch von 7—8 Litern zur Verfügung. Für den grossen Wagen werden 150 000 km und für den Kleinwagen 80 000 km Gesamtfahrstrecke (Lebensdauer) angenommen. Diese Verhältnisse dürften praktisch zutreffen. Die einzelnen Kostenfaktoren können selbstverständlich davon abweichen. Als Amortisationsgrundlage ist eine nach der jährlichen Fahrleistung abgestufte, im übrigen vom Restwert berechnete Quote verwendet. Es ist weiterhin angenommen, dass das kleinere Fahrzeug unter Wechselnummer mit dem grösseren zirkuliert, so dass nur auf dem grösseren Steuer und Haftpflichtversicherung bezahlt werden müssen. Dagegen benötigen beide einen eigenen Einstellraum, welcher für den Grossen mit Fr. 30.— und für den Kleinen mit Fr. 25.— monatlich berechnet ist. Eine Kaskoversicherung ist nur für den grösseren Wagen eingesetzt; sie umschliesst Reifen- und Feuerschäden. Als Standort der Fahrzeuge ist Bern gewählt. Für Standorte in andern Kantonen ergeben sich Aenderungen aus der Art der Steuerberechnung, der Gebühren und Garagemieten etc.; diese Beträge weichen aber gesamthaft von den in Rechnung gestellten nur wenig ab. Die Reparaturkosten auf dem grösseren Fahrzeug sind mit der Hälfte * auf dem kleineren mit % des Ankaufswertes veranschlagt, wobei nach 100 000, bzw 60 000 km Fahrleistung eine Generalrevision angesetzt worden ist. Die entsprechenden momentanen Mehrkosten erscheinen in der Aufstellung. In der Tabelle sind nun die Zahlen beider Fahrzeuge einander gegenübergestellt. Beginnend mit einer jährlichen Fahrstrecke von 5000 km in Abständen von je 5000 zu 5000 bis zur maximalen Leistung von 30 000 km, sind für eine Betriebsdauer von 1—10 Jahren fünf Vergleichspositionen berechnet. Es ist unschwer, festzustellen, dass die Betriebskosten beider Fahrzeuge erheblich differieren. Dabei ist allerdings zu beachten, dass beim Kleinwagen die entsprechenden Posten für Steuer und Versicherungen fehlen. Beim grossen Wagen zeigt sich, dass die Betriebskosten im Laufe der Zeit bis auf rund die Hälfte der Anfangskosten herabsinken. Dies ist verständlich, wird doch bei einer jährlichen Fahrstrecke von z. B. nur 5000 km der Zeitpunkt einer Generalrevision überhaupt nicht erreicht. Selbst bei 10 000 km liegt sie noch ausserhalb unserer Rechnung, dagegen begegnen wir einem entsprechenden Posten in der dritten Kolonne waagrecht unter dem 8. Betriebsjahr. Haben die Reparaturkosten bei kleiner jährlicher Fahrleistung nur wenig Einfluss auf die Totalkosten, so wirkt sich dafür die Amortisationsquote um so wirksamer aus. Beim Kleinfahrzeug sind die jährlichen Zahlen wesentlich kleiner. Das Jahr der Generalrevision ist aber auch hier deutlich erkennbar. Und nun zum Zweck unserer Untersuchung. Soll die Haltung eines zweiten Fahrzeuges rationell sein, so> dürfen die Gesamtkosten beider Fahrzeuge die Totalkosten des grösseren Wagens bei 30 000 km Jahresleistung zum mindesten nicht überschreiten. Die Verwendung eines zweiten Wagens wird um so wirtschaftlicher, je grösser die Differenz dieser beiden Posten ist. In der Kolonne 5000/25 000 (die erste Zahl für den Grossen, die zweite für den Kleinen) bewegen sich sowohl die einzelnen Jahresergebnisse als auch der Durchschnitt aus den drei Betriebsjahren und ebenfalls der spezifische Kilometerpreis (Rappen pro km) unter dem entsprechenden Wert für das grössere Fahrzeug allein. Bei 10 000, bzw. 20 000 km liegen die Verhältnisse noch ähnlich. Bei 15 000 und 15 000 km, also bei gleicher Fahrleistung beider Wagen, nähern sich die Additionswerte schon stark den Einzelwerten des grössern Wagens. Der wirtschaftliche Gewinn ist also nur noch unbedeutend und würde an sich die Indienststellung eines zweiten Fahrzeuges kaum noch rechtfertigen. Bei 20 000, bzw. 10 000 km lohnt sich die Verwendung nebeneinander nur noch im zweiten, dritten und fünften Betriebsjahr. Das heisst, nur noch dann, wenn der grössere Wagen schon einigermassen amortisiert ist. Wie bei der vorhergehenden Position ist jedoch der Gewinn so gering, dass die Investition für den kleineren Wagen wohl kaum mehr vorgenommen würde. Es sei hier nochmals betont, dass diese Beurteilung ausschliesslich nach kostenmässigen Gesichtspunkten erfolgt. Alle weiteren Ueberlegungen, die zu einem andern Resultat führen könnten, die aber nichts mit den kostenmässigen Aufwendungen zu tun haben, dürfen hier nicht berücksichtigt werden. Selbstverständlich spielen sie aber im konkreten Falle eine nicht minder gewichtige Rolle. Dies nur nebenbei. Würde man die Relation 2000 km für den grossen Wagen und 28 000 km für den Kleinwagen durchrechnen, so würde sich erweisen, äass das Resultat- wieder ungünstiger wird, indem die hohen Amortisationskosten für den Fohneug *""•!•- Ä 1 - durch- «p./km quote Fahrkm. , 2 ^ - 4 S. i. 7. t. ». 10. schnitt Grosser 20% 5000 7160 6440 5460 5230 4600 4340 4160 4430 3850 3770 4940 99 Wogen 25% 10000 9000 8060 6830 6780 6050 5710 5520 S490 5530 5910 6490 65 30% 15000 11100 9140 8010 7390 6990 «770 s6740 8510 6460 6270 7740 52 35% 20000 13000 10530 9270 8590 8150 11300 7660 9780 49 35% 25000 14000 11840 10740 9950 11320 9680 11260 ^5 35% 30000 14910 12800 12080 13740 11300 12970 43 Kleiner 20% 5000 1790 1490 1340 1210 1150 1370 880 870 900 980 1200 24 Wogen 25% 10000 2450 2160 1970 1860 1880 1860 1870 1900 1990 20 unter 30% 15000 3160 2910 2830 2830 3140 2970 20 Wechsel- 35% 20000 3780 3650 3550 3840 3710 19 nummer 35% 25000 4560 4820 5580 4990 20 G. K. 5000 25000 11720 11260 11040 11340 38 10000 20000 12780 11710 10380 10620 11370 38 15000 15000 ,14260 12050 10840 10220 10130 11500 38 20000 10000 15450 12690 11240 10450 10030 13160 »530 11750 39 25000 5000 15790 13330 12080 11160 12470 11050 12950 43 grösseren Wagen sich stark belastend auf den Gesamtbetrieb auswirken. Der spezifische Preis steigt hier wieder an. Abgesehen davon erschiene es überhaupt fraglich, ob die Haltung des grösseren Fahrzeuges unter diesen Umständen noch gerechtfertigt sei, wenn es nur noch relativ selten benützt wird. Aus dem Verlauf der spezifischen Kosten ersieht man, dass ein Optimum besteht. Es wird sich zwischen den Positionen 5000/25 000 und 10 000/20 000 finden. Bei massiger Benützung des grossen und nicht allzu intensiver Verwendung des kleinen Wagens wird das beste Resultat erzielt werden können. Die Tabelle gibt aber auch in anderer Beziehung einen nützlichen Anhaltspunkt. Nehmen wir an, es stellt sich die Frage, ob es wirtschaftlich ist, neben einem Wagen, der z. B. 75 000 km zurückgelegt hat und bei welchem man nun die bald .zu erwartenden Reparaturen scheut, einen ebenfalls gebrauchten Kleinwagen mit 20 000 km in Verkehr zu setzen, so gibt uns die Kolonne 3 den Wert von 6990 und die Kolonne 9 den entsprechenden von 2910 an, wenn beide Wagen gleichmässig in Anspruch genommen werden sollen. Die Gesamtkosten beider Fahrzeuge ergeben Fr. 9990.— gegenüber dem Einzelwert von 11 300.—. Es sei nochmals betont, dass es sich hier bloss um einen Anhaltspunkt handelt. In der Praxis müssten für zwei konkrete Fahrzeuge die entsprechenden Zahlen nach den jeweiligen Verhältnissen berechnet werden. Immerhin zeigt die Tabelle in summarischer Art doch, wo ein Gewinn durch Verwendung zweier Fahrzeuge nebeneinander realisierbar wäre und wo nicht. Zum Schluss noch ein Wort allgemeiner Natur. Betrachtet man die Zahlen für den grösseren Wagen, so beginnt der jährliche Unterhalt mit Fr. 7160.—, um bei einer Jahresleistung von 30 000 km auf Fr. 14 000.— zu steigen. Beim Kleinwagen beginnt der Betrag für Betriebskosten, wobei erst noch Steuern und Versicherungen nicht einbezogen sind, mit Fr. 1790.—, um auf Fr. 4560.— anzuwachsen. Summieren wir beispielsweise die Jahresbetreffnisse der Kolonne 3, also bei einer Jahresleistung von 15 000 km, einem Ansatz, der im Durchschnitt etwa den schweizerischen Verhältnissen entsprechen dürfte, so erhalten wir für die 10 Betriebsjahre den Betrag von rund Fr 77 500.— wahrlich ein nettes Sümmchen, für welches man schon ein recht passables Einfamilienhaus erstellen könnte. Was dabei die öffentliche Hand von diesem Vermögen für sich einsteckt, davon wollen wir gar nicht reden. Zweifellos ist der Betrieb eines Automobils eine recht teure Sache geworden, und es heisst. unter den gegenwärtigen Verhältnissen erst recht, sich möglichst rationell einzurichten, will man unangenehme Ueberraschungen vermeiden. -gg- Parko-Tip Nr. 2 Haben Sie Schmutzflecken auf Ihrem Waaenpolster oder Innenausstattung ? Schaffen Sie sich noch heute ein Bidon Parko Fabrik-Cleaner an. Sie werden von seiner Wirkung überrascht sein. Verlangen Sie Parko bei ihrem Garagisten oder, wenn nicht erhältlich, beim General-Vertreter Ed. Steiner AG., Bern Uupenstr. 9-TI Tel. (031) 2 35 45/2 58 22 i»iEL£i Neue. PNEUS für Motorrad Lastwagen und Traktoren am Lager Reparaturen werden fachmännisch ausgeführt. Sämtliche Grossen und diverse Marken, Comtnerund Winterprofit. 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