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E_1948_Zeitung_Nr.052

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24 AUTOMOBIL REVUE

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AUTOMOBIL REVUE Nr. 52 — IV. BLATT BERN, 8. Dezember 1948 INTERNATIONALE STRASSENVERKEHRSPROBLEME Der Stand der Verhandlungen über eine neue Strassenverkehrskonvention Am 1. Dezember hat die Arbeitsgruppe « Strassenverkehr » des europäischen Transportkomitees der UNO ihre vierte Session abgeschlossen. Wenn es bei deren Beginn noch so aussah, als ob die Schwierigkeiten, zu einer neuen Weltkonvention des Strassenverkehrs zu gelangen, grösser wären denn je, so haben besonders die unermüdlichen Bemühungen des Präsidenten Rumpier (Frankreich) dazu geführt, dass nun endlich ein ziemlich vollständiger Vorentwurf zu einer internationalen Konvention vorliegt. Ganz besonders gelang es, die Tragweite einer solchen Uebereinkunft klarer zu umschreiben. Hierüber wurden vorwiegend von den Engländern und Amerikanern sehr ausgiebige Gehegt darin eine Erleichterung, insbesondere in solchen Staaten, die bisher noch den internationalen Fahrzeugausweis gefordert haben. Aehnlich verhält es sich mit dem internationalen Führerausweis, der nur noch an Fahrer in solchen Staaten ausgegeben würde, die keine nationalen Ausweise kennen (z.B. Belgien). Die in Aussicht genommenen Anhänge werden folgende Gebiete betreffen: Technische Mindestanforderungen für die Fahrzeuge (Bremsbedingungen, allgemeine Ausrüstung der Fahrzeuge, Richtungsanzeiger, Rückspiegel, ferner Beleuchtung, Bereifung usw.), Art und Weise der Gestaltung der Nationalitäts- und WEITERE ENTWÜRFE FOR STRASSENSIGNALE IN DER INT. SIGNALORDNUNG Zur Ergänzung und in teilweiser Abänderung der in < A. R. > Nr. 50 veröffentlichten neuen Verkehrssignale, wie sie die im Wurf liegende Internationale Signalverordnung vorsieht, seien hier einige weitere Signal-Entwürfe wiedergegeben. Oas abgeänderte Vor* fahrverbots-Signal. Endgültige Form des Signals für c steiles Gefälle >. spräche geführt. Es war manchmal keineswegs leicht, die stark auseinandergehenden Meinungen einander anzunähern und erhebliche Missverständnisse klarzustellen. In einem ersten Artikel wurde schliesslich festgelegt, dass jeder Staat frei sei, gesetzliche Vorschriften bezüglich der Benützung seiner Strassen aufzustellen, doch sollen die Vertragsstaaten den Verkehr auf jenen Strassen, die dem internationalen Verkehr dienen, nach den in der Konvention festgelegten Bedingungen zulassen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Verhandlungen soll die Konvention selbst nur allgemeine Vorschriften umfassen. Der Wortlaut dürfte so generell gehalten sein, dass tatsächlich alle Staaten, nicht nur solche des europäischen Kontinents, ihre Zustimmung geben können. Indessen wird daran gedacht, regionale, bzw. kontinentale Reglemente aufzustellen, die in verschiedener Hinsicht weiter gehen als die Weltkonvention. Schliesslich werden technische Anhänge beigefügt. Allgemein ist die Erkenntnis vorhanden, dass technische Einzelheiten zum vornherein nicht auf längere Dauer festgelegt werden können. Deshalb soll für die Revision der Anhänge auch ein besonderes Verfahren vorgesehen werden, das die Möglichkeit bietet, in Expertenkonferenzen periodisch zu überprüfen, inwieweit die technische Entwicklung Abänderungen oder Ergänzungen erfordert. Ein zweites Kapitel des Entwurfes versucht, allgemeingültige Verkehrsregeln aufzustellen, die im grossen und ganzen den bereits bei uns bekannten Vorschriften entsprechen. Weitere Abschnitte legen die Formalitäten bezüglich der Immatrikulation der Fahrzeuge, der Ausweise usw. fest. Wie bereits früher gemeldet, soll dahin gewirkt werden, dass grundsätzlich überall für ein ausländisches Fahrzeug die nationalen Ausweise anerkannt werden. Es bleibt jedoch möglicherweise einem Vertragsstaat freigestellt, statt der eigentlichen Immatrikulationspapiere die Vorweisung von Zolldokumenten, wie « Carnet de passage » oder « Tryptik •, zu verlangen. Da ein solches Dokument ohnehin für die Grenzübertritte erforderlich ist, Signal für < Schleudergefahr >. Das Signal für t Bauarbeiten >. Nummernschilder, der Identifikation (Motor und Chassis), der Ausweise sowie Mindestbedingungen für Fahrräder und schliesslich den wohl umfangreichsten Anhang für eine Signalordnung. Eine Frage für sich bildet der separate Anhang für die Fahrzeugdimensionen, Höchstgewichte und Achsbelastungen. Diese Angelegenheit hat wahrscheinlich derzeit noch am wenigsten endgültige Gestalt angenommen, besonders was die Zahlen anbetrifft. Hier gehen die Meinungen noch, ziemlich weit auseinander. Es hat den Anschein, als ob Frankreich hier am höchsten zu gehen beabsichtige.'' Die übrigen 11 europäischen Staaten, wohl mit Ausnahme Deutschlands und teilweise Italiens, werden, mit Rücksicht auf ihre Strassen, diesen hohen Tonnagen kaum zustimmen können. Deshalb nimmt man eine generelle Klausel in Aussicht, die es Man kann feststellen, dass praktisch dem Rechtsvortritt in den USA keine Bedeutung zukommt; die Durchgangsstrasse besitzt eben das Vortrittsrecht. Kreuzen sich zwei Durchgangsstrassen, so wird ohne grosse Komplizierung eben auf der einen das Stop-Zeichen aufgestellt, und der Fahrer auf dieser Strasse weiss ganz eindeutig, dass er vor der Einmündung einen Sicherheitshalt einschalten muss. Natürlich gibt es noch sehr uneinheitliche Regelungen. So kommt es vor, dass neben dem optischen Traffic-Signal auch noch Stop-Signale stehen. In diesem Fall gilt der Go-and-Stop- Verkehr, wenn das Signal im Betrieb steht. Man ist bestrebt, diese, gelegentlichen Unebenheiten mit der Zeit auszugleichen. Grossen Wert misst man der Beleuchtung der Stop-Signale bei. Wo es nicht möglich ist, eine Lampe anzubringen, wird die Verwendung reflektierender Stoffe empfohlen. Wenig Einheitlichkeit herrscht auch in bezug auf die Farbe der Signale. Im Osten gilt gelb als Grundfarbe, im Westen rot. Ost und West haben sich in den USA noch nicht über gelb oder rot einigen können! Viele Signale sind jedem Vertragsstaat ermöglicht, die Oeffnung bestimmter Strassenzüge für so grosse und schwere Fahrzeuge zurückzustellen, bis der technische Ausbau der Strassen, Brücken usw. dies tatsächlich zulässt. Die Schweiz wird voraussichtlich so lange zuwarten müssen, bis die geplanten grossen Durchgangsstrassen — in der Hauptsache das sog. Fernverkehrsstrassenkreuz — einmal ausgebaut sein werden, worüber leider noch viele Jahre verstreichen dürften. Unserem Land kam in dieser Session die Ehre zu, im kleinen Redaktionsausschuss vertreten zu sein. Dieser viel Geduld und Ausdauer erheischenden Aufgabe unterzog sich Fürsprecher Plumez von der Eidg. Polizeiabteilung. Im Gesamtkomitee wurde er assistiert von Dr. Raaflaub, der die Delegation auch in technischen Ausschüssen vertrat. Zeitweise wurde die Delegation ferner ergänzt durch Fürsprecher Moser vom Eidg. Amt für Verkehr. Die AIT/FIA war vertreten durch die Herren R. Ossipow, Dutoit und Sparrow (AAA). An der Session, wovon hier die Rede ist, haben sich 13 Staaten beteiligt. Die zunehmende Bedeutung dieser Verhandlungen geht auch daraus hervor, dass sich z.B. die USA durch Direktor Kelly vom Staatsdepartement in Washington vertreten liessen, dem zuständigen Manne der amerikanischen Behörden auf diesem Gebiet. —b. Ueber die italienischen Karosseriefabriken, die auf allen internationalen Ausstellungen so grosse Anerkennung ernteten, ist eine Krise hereingebrochen, die sich ständig verschärft. Den Hauptgrund dafür bildet die ausserordentlich hohe Steuerbelastung der Luxuskarosserien. Der Inlandsmarkt, der im Gebiete der Sport- und Spezialkarosserien dem Sättigungspunkt ohnehin ziemlich nahekommt, nimmt unter diesen Umständen jetzt kaum noch neue Fabrikate auf. Wohl erfreuen sich die Karosserien der italienischen Firmen im Ausland ihrer ruhigen und gediegenen Eleganz wegen grösser Beliebtheit, aber der Käufer entscheidet sich sehr häufig schliesslich für einen amerikanischen Wagen, der auch nicht teurer ist als die italienische Spezialkaros- Wahrenddem sich die Produktionsstatistiken der italienischen Automobilindustrie im Vergleich zum Vorjahr in ansteigender Kurve beweeen, bleibt die Erzeugung der Karosserie- (Schluss von Seite 1) Auf der linken Seife der Darstellung die mit dem Slop-Signal gesicherte Einmündung einer Nebenstrasse mit dem Stop-Yorsignal. In der Milte Sicherheitslinien und auf der Seite die gebräuchlichsten Warnungstafeln. Eine solche Häufung von Signalen kommt zwar in Wirklichkeit wenig vor. Alle Signalschilder der Zeichnung sind in erner Grundfarbe mit schwarzen ymbolen oder Aufschriften ausgeführt. f ITALIEN Schlechte Aussichten für die Karosserieindustrie BEISPIEL EINER STRASSENSIGNAU- SATION fabriken erheblich hinter jener des vergangenen Jahres zurück. In den ersten neun Monaten 1948 wurden in Italien 1000 Personenwagen- und 1750 Lastwagenkarosserien gebaut, dieweil in der gleichen Zeit des Vorjahres 3950 Lastwagenund 1850 Personenwagenkarosserien die Werke verliessen. Daraus ergibt sich ein Produktionsrückgang von 40, bzw. 50 %. Alle 28 Karosseriewerke Italiens sind von der Krise betroffen. In ihrer Struktur weichen diese Unternehmungen stark voneinander ab, und die Branche umfasst die ganze Stufenleiter vom handwerklichen Kleinstbetrieb mit einer Belegschaft von fünf Leuten bis zum Grossbetrieb, wie z. B. den Firmen Viberti oder Pinin Farina. Natürlich sind auch die Fabrikationsprogramme der einzelnen Firmen sehr verschieden. Beschäftigen sich die Kleinstfirmen meist mit dem Bau von Sport- und Rennwagenkarosserien, die selten in mehr als drei Exemplaren hergestellt werden, so bringt Pinin Farina seine Spezialkarosserien für die Fiat- und Lancia- 1100er und 1500er-Modelle in Serienproduktion heraus. Schliesslich bleibt eine andere grosse Kategorie, an deren Spitze die Viberti steht, die fast ausschliesslich Karosserien für Industriefahrzeuge und Autopullmans, teilweise unter Berücksichtigung sehr individueller Wünsche, herstellt. Ausser Fiat, das bei weitem die grössten Fabrikanlagen besitzt, lassen heute fast alle anderen Automobilfirmen ihre Last- und Gesellschaftswagenkarosserien von den Karosserieunternehmen ausführen, eine Spezialisierung und Arbeitsteilung, die sich gerade bei Lastwagen und Omnibussen kostenmässig sehr günstig ausgewirkt hat. Da diese beiden Kategorien auch von den neuerlichen Steuererhöhungen nicht betroffen werden, scheint der Karosseriebau in diesem Sektor noch die relativ besten Zukunftsaussichten zu bieten. Spezialkarosserie: 70 •/« arbeitsintensiv. Bei der normalen italienischen Serienkarosserie, wie sie z. B. in Mirafiori für die Fiat-500-, 1100- und 1500-Modelle serienmässig hergestellt wird, entfallen etwas mehr als 60 % auf Material- und fixe Produktionskosten und nur knapp 40 % auf Arbeitskosten. Vor dem Kriege lag der Lohnanteil auf nur 28 bis 32 %. An den Gestehungskosten einer Spezialkarosserie für Personenwagen dagegen, die immerhin in Serien von 100 bis 1000 Stück herausgebracht werden, beziffert sich gegenwärtig der Anteil der Arbeitslöhne auf durchschnittlich 70 %. Aber lediglich diese Vielfalt der Versuche, die Gründlichkeit der Vorstudien und die individuelle Linienführung, so argumentieren die Italiener, habe ihnen ihre dominierende Stellung im Karosseriebau geschaffen. Lpk Vortrittsrecht und Stop-Strassen in den Vereinigten Staaten aber weder rot noch gelb, sondern in der Grundfarbe weiss oder schwarz, mit schwarzer oder weisser Schrift « Stop ». Im ganzen Lande ist nur etwas einheitlich, die achteckige Form des Stop-Zeichen s. Vieles mag in den Vereinigten Staaten nach unsern peinlich genauen europäischen Begriffen ungeregelt scheinen, aber die Hauptsache kann nicht bestritten werden: Die Stop-Strasse ist eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen des nordamerikanischen Strassenverkehrs. Sie funktioniert und trägt wesentlich dazu bei, dass die Zahl der Strassenverkehrsunfälle bei dem riesigen Verkehr nicht grösser ist. Mit grSssler Gewissenhaftigkeit werden alle Strasseneinmündungen in durchgehende Strossen mit dem Stop-Gebot gesichert. Manchmal ist eine Stop- Linie wie hier vorhanden, manchmal steht nur das Signal. Vorsignal zu einem Slop-Signal. Man sieht daraus, welche Bedeutung dem Stop-Gebot zugemessen wird.