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E_1948_Zeitung_Nr.055

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10 AUTOMOBIL REVUE

10 AUTOMOBIL REVUE Mimrocn, 29. DEZEMBER 194« - Nr. 55 • tenden Kopfe auf dem Gebiete der Forschung und der Technik, um Doppelspurigkeiten nach Möglichkeit auszuschalten. Welches auch immer die unmittelbare Reaktion auf die Verschmelzung dieser beiden Produktionspotentiale sein möge, so werde sie zweifellos als eine kühne und geschickte Aktion in die Geschichte eingehen als eine Aktion, die in einem kritischen Augenblick durchgeführt wurde und deren Vorteile für das Automobilwesen und die ganze Nation sich vielleicht erst in einem Jahrzehnt richtig beurteilen lassen. Mr. R. F. Hanks, der Vizepräsident der Nuffield Organisation, hat denn auch der persönlichen Ueberzeugung Ausdruck gegeben, dass wenigstens fünf Jahre vergehen dürften, bis sich der Plan auszuwirken beginnt. Das Gesetz, das den Bau von Nnr-Autostrassen vorsieht, dürfte in absehbarer Zeit in Kraft treten. Bei keiner einzigen Gruppe des Parlaments ist es ernstlich auf Widerstand gestossen, und nicht einmal die Radfahrer und Fussgänger, die sich doch in der Regel zu Worte melden, wenn sie ihre Rechte auf die Strassen seiner Majestät irgendwie tangiert fühlen, haben sich geregt. Bislang galt es ja als selbstverständlich, dass die Strassen jedermann zugänglich sind. Und waren sie da und dort zu schmal oder z. B. für schwere Lastwagen nicht befahrbar, dann lag es an den lokalen Behörden, beim Transportministerium die Bewilligung zur Sperrung dieser Strassen für gewisse Kategorien von Benutzern nachzusuchen. Der Bau von Verkehrsadern, die ausschliesslich dem Motorfahrzeug dienen, bedeutet eine radikale Abkehr von der bisherigen Tradition, und man nahm es daher als sicher an, dass die Gesetzesvorlage vor dem Unterhaus eine Kontroverse auslösen würde. Doch nichts von alledem. Es wurden gegen die « Bill » nur verhältnismässig geringe Einwände erhoben, wovon einer die Tatsache betraf, dass das Gesetz die Möglichkeit der Zerschneidung von Landstücken ausdrücklich vorsieht, was in Farmerkreisen Missbilligung hervorrief. Es war im übrigen für die Automobilisten ziemlich überraschend, feststellen zu müssen, dass Vorsorge getroffen werden soll, um an bestimmten Punkten einer Nur- Autostrasse einem Landwirt zu gestatten, seine Viehherde von der einen auf die andere Seite zu treiben, und es steht zu hoffen, man werde einen Weg finden, um diese Ausnahmebestimmung auszumerzen, wenn nötig durch den Bau von Unterführungen. Wahrscheinlich wird die letzte Lesung der Vorlage im Unterhaus noch im alten oder dann sogleich im neuen Jahr stattfinden, so dass sie nach dem Passieren des Oberhauses und nach der Gutheissung durch dieses noch vor dem Frühjahr Gesetzeskraft erhalten könnte. Die belgische Fachzeitschrift « Auto Magazine » hat in der Rubrik « Meinungen und Ratschläge» ihrer November-Ausgabe der Zuschrift eines Schweizer Automobilisten Raum gewährt, darin dieser auf die grosse Gefahr hinweist, welche das Verhalten belgischer Autotouristen vor allem auf unsern Alpenstrassen, aber auch auf jenen des Flachlandes, für die allgemeine Verkehrssicherheit bedeutet. Da es sich hier um ein Problem handelt, das uns im vergangenen Sommer immer wieder beschäftigte, mag es von Interesse sein, wenn wir die teilweise sehr scharfe Kritik, der das belgische Blatt seine Spalten öffnete, auch an dieser Stelle wiedergeben. Es mag hiebe! von nicht ganz nebensächlicher Bedeutung sein, daran zu erinnern, dass Belgien keine Fahrprüfung für Automobilisten kennt. «Eine beträchtliche Zahl belgischer Automobilisten hat dieses Jahr die Schweiz besucht. Da sie just in dem Augenblick bei uns weilten, als uns die britischen Touristen ,im Stiche* liessen, haben die Belgier unsere Fremdenverkehrsstatistik in sehr günstiger Weise beeinflusst. Die schweizerische Hotellerie schätzte sich glücklich, die Belgier so zahlreich bei sich zu Gaste zu sehen, um so mehr, als viele Schweizer ihre Ferien in Holland und Italien verbrachten. So waren denn die Belgier wirklich willkommen. Wo man sie indessen bedeutend weniger Personenwagen oder Nutzfahrzeug — das ist hier die Frage wie überall, so haben auch in England kleine Unternehmer und Gewerbetreibende mit nur einem Wagen diesem eine zweifache Aufgabe zugewiesen: An Werktagen dienen sie dem Warentransport, zu anderer Zeit der Personenbeförderung und dem Vergnügen. Bisher wurden geschlossene Personenwagen, die durch Hilfseinrichtungen, namentlich durch Umwandlung des rückwärtigen Abteils, ihrer Zweckbestimmung als Lieferwagen angepasst worden waren, oder offene, wie Zweisitzer oder Jeeps in die Nutzwagenkategorie eingereiht, womit ihnen — und dies ist der springende Punkt — ein Anrecht auf das weitaus reichlicher fliessende rote Benzin zustand, dessen Verwendung in Personenwagen unter schwere Strafe gestellt ist. Erst unlängst wieder wurde ein Automobilist, dessen Tank roten statt des weissen Benzins enthielt, zu einer Busse von nicht weniger als 100 Pfund (1700 Fr.) verdonnert und ihm überdies die Fahrbewilligung für die Dauer von 12 Monaten entzogen. Man rückt hier dem Schwarzen (angeblich schon überwundenen) Markt mit drakonischer Strenge zu Leibe. All diesen Umwandlungskünsten wird nun ein Riegel geschoben. Vom 1. Dezember gelten alle mit Seitenfenstern versehenen Fahrzeuge oder solche mit verblendbaren Fenstern ausnahmlos als Personenwagen, wohingegen Vehikel mit festen, fensterlosen Seiten- und Rückwänden (Lieferwagen) allein als Nutzfahrzeuge taxiert werden. Man kann die Bestürzung des « kleinen Mannes > verstehen, der nunmehr für Geschäftsu n d Privatzwecke nur mehr 240 « weisse » Kilometer pro Monat zugemessen erhält. Freilich haben ihm die Behörden eine Verlängerung seiner gegenwärtigen Verkehrsbewilligung bis zum 1. Februar 1949 gewährt, so dass wenigstens das Weihnachtsgeschäft nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Als unerv/artete Folge der neuen Bestimmungen stellte sich ein gewaltiger Preissturz in transformablen (dual-purpose) Fahrzeugen ein, die zuvor (des Benzinsegens wegen) äusserst begehrt waren und nun zu Ladenhütern werden. Rot oder weiss? That was the question! Belgische Automobilisten in der Schweiz schätzte, das war auf den schweizerischen Strassen, zumal in den Bergen, wo gewisse Mindestkenntnisse in bezug auf die Fahrkunst vorausgesetzt werden müssen. Denn es sind entschieden zwei Paar Stiefel, ob man auf den Strassen des Flachlandes dahinflitzt oder die Alpen traversiert. Das Befahren der Pässe. Die unzähligen Schleifen unserer Alpenstrassen mit ihren tausend Kehren stellen den ausländischen Touristen vor Schwierigkeiten, die er in der Regel nicht erwartet und bei denen er es daher oftmals mit der Angst zu tun bekommt. Wie oft konnte ich letzten Sommer diese zwei Kategorien belgischer Automobilisten beobachten: Schweisstriefend, mit erschreckter und bleicher Miene die einen, während die andern allzu kühn den Gotthard und andere Pässe hinanjagten. Wie oft bin ich auf halber Höhe stillstehenden Wagen begegnet, deren Fahrer ratlos, den englischen Schlüssel in den schmutzigen Händen, die Nase in den Motor steckten. Der Gedanke, dass der Kühler kochen könnte, kam ihnen, so naheliegend und logisch er war, nicht. Man darf eben nicht vergessen, dass die Luft auf 2000 m Höhe wesentlich dünner ist als in Belgien. Sofern nun die breiten amerikanischen Wagen unmittelbar am Strassenrand angehalten werden, stören solche Zwischenfälle niemanden. Unglücklicherweise ist es indessen meistens so, dass sie ausgerechnet in der Strassenmitte abgestellt sind und damit den Verkehr in beiden Richtungen blockieren. Mehr als einen dieser Wagen habe ich rückwärts an den Strassenrand manövriert, dieweil der Besitzer von der Strasse aus zusah, zitternd vor Furcht und dankbar zugleich, wobei er vor lauter Erregung oftmals nicht ein einziges Wort des Dankes hervorbrachte, obwohl es ihm zuvorderst auf den läppen lag. Der übliche Rat, eine Viertelstunde zuzuwarten, bis der Motor etwas abgekühlt sei, erwies sich in jedem einzelnen Falle als wirksam. Gefährliche Abfahrt. Recht eigentlich zu einer öffentlichen Gefahr aber werden diese Unbesorgtheit und dieser Mangel an gründlichem Wissen bei der Talfahrt. Hier ist es immer und unter allen Umständen nötig, in den zweiten Gang herunterzuschalten. Der Gebrauch der Bremsen erweist sich als sogut wie unwirksam; nur in den Kurven ist er mitunter erforderlich. Hier liegt das ganze Geheimnis, und hier ist auch der Grund dafür zu suchen, weshalb die Bremsen der Belgier Wagen ständig nach Ueberhitzung riechen, wogegen jene der Schweizer Wagen nichts von Erwärmung zeigen. Die belgischen Automobilisten bewerkstelligen die Abfahrt in der Regel im direkten Gang und bedienen sich der Bremsen nur, um das Tempo zu verlangsamen. Das ist Unsinn und führt zu Katastrophen. Vor Kurven überholt man nicht! Aber auch in ebenem, offenem Gelände schlägt ein Schweizer Automobilist jedesmal ein Kreuz, wenn er einem belgischen Kollegen begegnet. Man gestatte mir, zu erklären, warum. Einmal halten die grossen Limousinen mit dem B-Schild nie die rechte Strassenseite ein. Was in der Gegenrichtung auch immer daherkomme: sie bleiben hartnäckig in der Strassenmitte. Die belgischen Automobilisten überholen bis zum allerletzten Augenblick alles, was vor ihnen herfährt und ohne auf Fahrzeuge Rücksicht zu nehmen, die ihnen entgegenkommen. Man hat sich daher in schweizerischen Automobilistenkreisen geschworen, einem Belgier die Strasse immer freizugeben, um Unfälle zu vermeiden. Auf langen Geraden hat dieses Rezept seine Wirkung. In den Kurven jedoch wird es wertlos. Denn bei den belgischen Automobilisten ist es üblich, alles, was sich in ihrem Blickfeld befindet, zu überholen, und das selbst in den Kurven. Für die Insassen ist das gleichbedeutend mit Selbstmord. Ja noch mehr. Es kommt einem regelrechten Attentat auf jegliche Verkehrssicherheit oder einem Mordversuch gleich, begangen in völliger Sorglosigkeit und Gleichgültigkeit. Wir schätzen die Belgier sehr, die unser Land aufsuchen, um hier ihre Ferien zu verbringen. Aber wir beginnen — offen gestanden —, sie auf unsern Strassen zu fürchten und sogar zu verwünschen. Das ist's, was mich veranlasst, an meine belgischen Kameraden vom Lenkrad durch eine ihrer Zeitschriften diese Zeilen zu richten. Mögen sie auf diesem Wege vernehmen, was ein einfacher Schweizer Tourist ihnen in ihrem höchst eigenen Interesse zu sagen hat. » AUTO-HILFSDIENST BRüN&CiB. AG., Kettenfabrik, NEBEKON (Luzern) Wolldecken aus USA-Bestand grau. Grosse 140X190. zu Fr. 18.— per Stück, per Nachnahme. (P 11221 Gl) 89118 Bei Nichtkonvenieren Geld retour. K. Franc, Rapperswil (St. Gallen). Kilometerzähler Sollten Ihre Kilometerzähler u. Kontroll- Apparate seriös und sachgemäss instandgestellt werden, so anvertrauen Sie diese nur der ersten Spezial-Werkstätie A. Kusterer, Zürich 8 Zimmergasse 9 Tel. 32 29 49 Sämtliche Ersatzteile am Lager. 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Nr. 55 - MITTWOCH, 29. DEZEMBER 1948 AUTOMOBIL REVUE 11 BELGIEN KURZMELDUNGEN AUS ALLER WELT 68 Marken am Salon von Brüssel. Am internationalen Brüsseler Automobilsalon, der vom 22. Januar bis 2. Februar 1949 seine Pforten geöffnet hält, werden 68 Personenwagenmarken aus neun Ländern vertreten sein, nämlich: England (24 Marken): Alvis, Armstrong- Siddeley, Austin, Anglia, Bentley, Healey, Hillraan, H. R. G., Humber, Jaguar, Jowett, M. G., Morris, Riley, Rolls Royce, Rover, engl. Ford, Singer, Standard, Sunbeam, Triumph, Vanguard, Vauxhall und Wolseley. USA (20 Marken): Buick, Cadillac, Chevrolet, Crosmobile, Chrysler, De Soto, Dodge, Frazer, Ford, Hudson, Kaiser, Lincoln, Mercury, Nash, Oldsmobile, Packard, Plymouth, Pontiac, Studebaker, Willys Overland. Frankreich (11 Marken): Citroen, Delage, Delahaye, franz. Ford, Hotchkiss, Panhard, Peugeot, Rovin, Talbot, Renault, Simca. Italien (4 Marken): Alfa Romeo, Caproni, Fiat, Lancia. Tschechoslowakei (3 Marken): Minor, Skoda, Tatra. Deutsehland (3 Marken): BMW, Opel, Volkswagen. Schweden: Volvo. Holland: Gatso. Belgien: Imperia. DEUTSCHLAND Benzinzuteilung wird herabgesetzt; Die Vorsitzenden des Zwei-Mächte-Kontrollamtes äusserten ihre Besorgnis über den grossen Verbrauch von Benzin und Oel in der Bizone, der nach ihrer Ansicht weit über das notwendige Mass hinausgehe. Sie seien gezwungen, von den deutschen Behörden schärfste Massnahmen gegen die Vergeudung der Treibstoffe zu fordern, solange Steuerzahler der Besetzungsmächte für deren Lieferungen nach der Bizone aufkommen müssen. Im ersten Quartal 1949 wird die Benzinzuteilung der Bizone um 7,6 % herabgesetzt, und weitere Kürzungen sind angedroht. Deutsche Automobiloroduktion November 1948. Im November 1948 wurden im c Vereinigten Wirtschaftsgebiet » insgesamt 8429 Personen-, Liefer- und Lastwagen, Omnibusse und Traktoren produziert gegenüber 8046 im Oktober. Die Steigerung der Produktion hat sich nur in verlangsamtem Tempo fortgesetzt. Die höchsten Stückzahlen registrierten bei den Personenwagen der Volkswagen mit 2403 Einheiten (gegen 2154 im Oktober), Opel Olympia mit 860 (gegen 845) und Daimler-Benz-170-V mit 768 (gegen 754); Bei den Lastwagen stand der Opel- Blitz-l,5-t mit 869 Einheiten (gegen 828 im Oktober) bei weitem an der Spitze. Der Opel Kapitän erscheint in der Produktionsstatistik mit 84 Stück und der eben erst angelaufene Ford- Taunus mit einer solchen von 55 Einheiten. ENGLAND Produktions- und EXDortziffern. Die britische Automobilproduktion belief sich im Oktober pro Woche auf durchschnittlich 6500 Personenwagen und 4000 Lastwagen. Ungefähr 19 000 Personenwagen und 7000 Nutzfahrzeuge wurden für den Export reserviert, wobei sich die Vereinigten Staaten von Nordamerika wiederum als beste Abnehmer erwiesen; sie führten 2690 britische Personenwagen ein. Mehr Oel-Kaffinerien. Im Unterhaus vernahm man aus dem Munde des Brennstoffministers, dass zur Zeit in England vier Oelraffinerien im Entstehen begriffen sind, die gestatten werden, die zukünftige Kapazität in der britischen Oelraffinierung auf 9 l A Mill. t pro Jahr zu steigern. Ueber die Verwirklichung weiterer Pläne schweben zur Zeit Verhandlungen. Gelangen sie alle zur Ausführung, dann wird England in etwa vier Jahren in der Lage sein, jährlich 20 Mill. t Oel zu raffinieren gegen 1 l A Mill. t im Jahre 1947. ITALIEN UeberDrofung der Fuhrerausweise. Das italienische Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, wonach alle von italienischen Behörden egebenen Führerausweise in der Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 1949 überprüft werden sollen, mit Ausnahme jener, die nach dem 1. Januar 1947 zur Ausgabe gelangten. Diese Massnahme geht auf Anregungen der Automobilverbände, in erster Linie des « Automobile Club d'Italia », zurück. Während des Krieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit sind eine Menge von Leuten in rechtoder unrechtmässiger Weise in den Besitz von Führerausweisen gelangt, ohne dass sie die hiefür erforderlichen Voraussetzungen erfüllten. Vor allem trifft das auf die vielen Militärausweise zu, die besonders in der zweiten Phase des Krieges ausgegeben wurden. Nach dem Waffenstillstand verschwanden Tausende von Blanko-Ausweisen, die offenbar durchwegs unrechtmässige Verwendung gefunden haben. Später, als die alliierten Besetzungstruppen in grossem Ausmass italienisches Fahrpersonal heranzogen, kam es wiederum — wenn auch in geringerem Umfange — zur Ausgabe von Fahrausweisen, die von den italienischen Behörden nicht kontrolliert werden konnten. Und schliesslich besitzt heute ein erhebliches Kontingent von Fahrern Ausweise, die für eine andere Fahrzeugkategorie gültig sind; Tausende fahren nämlich mit einem Personenwagenausweis einen Lastwagen. Es gibt gegenwartig in Italien schätzungsweise etwa 380 000—400 000 Personen, die einen Führerausweis ihr eigen nennen. Bei der bevorstehenden Ueberprüfung werden, wie man zumindest in den Kreisen des italienischen Auto- mobil-Clubs hört, fast 20 % aller dieser Dokumente als ungültig erklärt werden müssen. Das ist ein überraschend hoher Prozentsatz, der jedoch die Notwendigkeit der Ueberprüfung schon aus reinen Sicherheitsgründen nur um so deutlicher unterstreicht. Dennoch lässt sich die Vermutung nicht ganz von der Hand weisen, dass es auch der Fiskus verstehen wird, diese Aktion zu einem neuen Beutezug gegen das Automobil auszugestalten, denn die Erneuerung von 70 000 bis 80 000 Ausweisen bedeutete für ihn eine hübsche Nebeneinnahme. Lpk ÖSTERREICH Reingewinne bei Chrysler und General Motors. Vor der Produktionsaufnahme des Steyr-Fiat. In den ersten neun Monaten 1948 erzielte die Nach Abschluss der Verhandlungen zwischen Chrysler Corporation einen Reingewinn von 59 den Steyr-Werken und Fiat soll bereits mit Beginn des nächsten Jahres im Werk Steyr der Zuchen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz be- Mill. Dollar, gegenüber 47,8 Mill. Dollar im gleisammenbau des 1100er Steyr-Fiat aufgenommen zifferte sich auf 1069 Milliarden Dollar, verglichen mit 989 Millionen Dollar in der entspre- werden. Wohl bestehen noch gewisse Hindernisse formaler Natur, welche die Kompensation betreffen, doch wird mit einer baldigen Bereinichenden Periode 1947. gung dieser Fragen gerechnet. Für das kommende Jahr soll der österreichische Markt 2000 ser Zahlen erklärte der Generaldirektor der Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe die- Exemplare dieses Modells erhalten. Der Preis Chrysler Corp., K. T. Keller, dass die Vorbereitungen für die auf Anfang 1949 zu erwartenden wird derzeit noch geheimgehalten, doch verlautet, er solle sich zwischen 20 und 24 000 Schilling bewegen. gewendet würden, weiter fortschreiten. neuen Modelle, wofür rund 75 Mill. Dollar auf- Die österreichischen Semperit-Gummiwerke Die General Motors Corp. schliesst das dritte melden eine neuerliche Steigerung der Produktion in der zweiten Hälfte des Jahres 1948, wo- Mill. Dollar ab, währenddem er sich für die Quartal 1949 mit einem Reingewinn von 120 mit die Erzeugungsziffern des Jahres 1937 bereits ersten neun Monate des Jahres auf 327 MilL übertroffen sind. Dollar beziffert. Für 1947 lauteten die entsprechenden Zahlen auf 75 Mill. Dollar für das 3. Quartal und auf 213 Mill. Dollar für die Zeitspanne Januar bis Ende USA September. Autoimporte weit Über Vorkriegsstand. Die in den USA nach wie vor bestehende Knappheit an Personenwagen spiegelt sich auch in den Einfuhrziffern für ausländische Wagen wider. Wie das Statistische Büro bekanntgibt, gelangten in den ersten acht Monaten 1948 über 16 000 Personenwagen zur Einfuhr, eine Zahl, worin sich ein enormer Anstieg gegenüber 1947 offenbart, dessen Importe lediglich mit 1453 Einheiten zu Buch standen. Im Jahre 1939 führten die Vereinigten Staaten gar nur etwa 300 Wagen ein. Von den 16 046 Personenwagen, die von Januar bis Ende August 1948 aus dem Ausland bezogen wurden, stammten über England. Erste Internationale Automobilausstellunr in New York. Wie soeben bekanntgegeben worden ist, soll die erste Internationale Automobilausstellung in New York im Februar 1949 stattfinden und einen « vollständigen Ueberblick über sämtliche nach den USA importierten Automobile und Motorräder bieten ». E. B. lieber 40 Millionen Wagen im Verkehr. Nach einer Schätzung der « Automotive Industries », die sich auf die letzten von den Behörden erhältlichen Zahlen stützt, dürften auf Ende 1943 in den USA insgesamt 40 700 000 Automobile in Betrieb stehen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um rund 2,9 Mill. Fahrzeuge oder 7,8 %. Dieses Total liegt um sechs" Millionen Einheiten höher als der Höchstbestand des letzten Vorkriegs Jahres mit 34 Mill. Wagen. Für das Ende des laufenden Jahres veranschlagt die erwähnte Fachzeitschrift die Gesamtziffer der Personenwagen auf 32,8 Mill. Stück, was gegenüber 1947 einer Zunahme um 7,7 % entspricht. In bezug auf die Lastwagen und Autobusse ermitteln die « Automotive Industries » den Bestand Ende 1948 auf 7,3 Mill. Einheiten (+7,9%). TSCHECHOSLOWAKEI Auto-Club sammelt Altmetall usw Im offiziellen Organ des tschechoslowakischen Automobilclubs ist am 15. Dezember ein Aufruf erschienen, der sich an alle Ortsgruppen des Clubs und alle Motorfahrzeughalter der Republik wendet, um sie zu einer Sammelaktion für Abfall und Altmaterial aufzufordern. Die Aktion beginnt mit dem Tage der Veröffentlichung und endet am 31. Januar 1949. Gesam- sollen werden: Alle Arten von Metall, ins- 15 000 ausmelt besondere Buntmetalle, alte Kanister, unbrauchbar gewordenes Werkzeug und selbstredend alte Pneus oder auch nur deren Teile. Die ganze Aktion ist als « Geschenk der Kraftfahrer zum Beginn des Fünfjahrplanes» aufgezogen. Jene Ortsgruppe, die am meisten Material zusammenbringt — wobei das Gewicht des gesammelten Materials auf den Kopf der Mitglieder berechnet wird —, erhält als Prämie ein 125-cm'-Motorrad. Jede Ortsgruppe hat der Zentrale in Prag alle 14 Tage Bericht über den Fortgang der Sammelaktion zu erstatten. Die kompetenten Stellen versprechen sich von diesem Unternehmen offenbar eine Erhöhung und Beschleunigung der Erzeugung. Die Aktion erinnert sehr an die Zeit des sog. Protektorates, in der die Deutschen — mit geringem Erfolg — ähnliche Versuche mar-hten. F. W K. ARMSTRONG SIÜDELEY In Art und Klasse über der Masse Unterschlung-Chusls. Vorderrader unabhängig abgefedert mit Torslontstibeo. 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