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E_1948_Zeitung_Nr.055

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH. S% DEZEMBER 1948 - Nr. 55 STRASSENVERKEHR Verkehrsführung und Verkehrserziehung in Bern Im Zuge ihres Kampfes zur Hebung der Verkehrsdisziplin hat die Polizei der Stadt Bern In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in einer ganzen Reihe von Strassen und auf verschiedenen Plätzen weitere Markierungen durch Aufmalen von Zeichen auf der Fahrbahn angebracht. Sie richten sich sowohl an den « fliessenden » wie auch an den « ruhenden » Verkehr mit dem Ziel, die Verkehrsabwicklung in bestimmte, geordnete Bahnen zu lenken. Die Aktion der Berner Verkehrspolizei ist bereits seit geraumer Zeit im Gange, und sie ist mit ihren neuesten Vorkehrungen noch nicht abgeschlossen. Der « Hauptangriff » auf die Verkehrsteilnehmer ist dem Vernehmen nach für das Frühjahr 1949 geplant. Zur Zeit befindet sich die Aktion im wesentlichen im Stadium der Vorbereitung, weshalb bis heute erst der kleinere Teil des Programmes verwirklicht werden konnte. Als wichtigste Stationen auf dem von der Polizei eingeschlagenen Weg sind vorläufig zu nennen: Schaffung von vermehrtem Parkpia t z. Auf einer Anzahl Plätzen wurde neuer Parkraum geschaffen. Damit ist gleichzeitig auch eine klare (wenn auch manchenorts nicht restlos befriedigende) Führung des .Verkehrs erreicht worden, was sich in einer Steigerung der Verkehrssicherheit auswirkt, von welcher nicht zuletzt der Fussgänger wohl der Hauptnutzniesser sein dürfte. Aufmalung von Sicherheitslinien auf der Fahrbahn. An besonders neuralgischen Strassenkreuzungen des stadtbernischen Strassennetzes drängte sich als unaufschiebbare Massnahme die Anbringung von Sicherheitslinien auf der Fahrbahn auf. Damit ist vor allem eine bessere Führung des nach links abbiegenden Verkehrsstromes angestrebt und erreicht worden. Markierung von Parkfeldern. Die Schaffung von vermehrtem Parkraum hat nur dann einen Sinn, wenn eine Möglichkeit zweckmassiger Ausnützung geschaffen wird. Diese lässt sich nur erreichen durch Verhinderung von Platzverschwendung auf dem zur Verfügung stehenden Raum. Die zuständigen Organe haben bald einmal erkannt, dass sich diese Forderung nur dadurch realisieren lässt, dass man jedem einzelnen parkierenden Fahrzeug einen genau abgegrenzten Platz zur Verfügung stellt Nur auf diese Weise lässt sich die Beanspruchung zu grossen Raums durch ungenaues Parkieren einzelner Fahrzeuge verhüten, eine Unsitte, die bei mehrfacher Wiederholung zu einer Platzverschwendung in der Grössenordnung einiger Fahrzeuge führen muss. Besondere Schwierigkeiten ergaben sich für die Strassen der Innenstadt, wo längsparkiert wird und sich infolgedessen eine derartige Unterteilung des zur Verfügung stehenden Parkraumes in einzelne Felder nicht bewerkstelligen lässt. Man musste sich hier mit einer gesamthaften Umgrenzung des Parkplatzes begnügen. Wichtig erscheint in diesem Fall in erster Linie die Begrenzung der Parkfläche nach aussen, d. h. gegen die Fahrbahn hin. Dadurch hofft man, das immer wieder beobachtete undisziplinierte « Kreuz- und Querstellen » der Fahrzeuge in den Strassen bekämpfen zu können, obschon es eigentlich an und für sich schon ein Gebot des Anstandes wäre, das Fahrzeug ordentlich in die Reihe der parkierten Wagen einzufügen und damit nach Möglichkeit Störungen des « fliessenden » Verkehrs zu vei-meiden. Polizeikommissär Kessi ist vom Ergebnis der bisherigen Markierungen durchaus befriedigt. Und auf Grund eigener Beobachtungen darf ihm ohne weiteres beigepflichtet werden, wenn er mit Genugtuung feststellt, dass seit Einführung dieser Massnahmen in den Strassen Berns bedeutend mehr Ordnung, vor allem auch unter den parkierten Fahrzeugen, herrscht ^ erkehrsunfälle und Fahrzeugbestand im Kanton Zürich Die Novemberziffern. Wie das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich mitteilt, wurden im November 1948 im Gebiet des Kantons Zürich total 528 Unfälle (gegenüber 529 im gleichen Monat 1947) gemeldet 209 (212) Personen erlitten dabei Verletzungen, die in 10 (8) Fällen zum Tode führten. Von der Gesamtzahl der Unfälle ereigneten sich 397 (400) in der Stadt Zürich, 28 (39) in Winterthur und 103 (90) auf den übrigen Strassen des Kantons. Auch was die Zahl der Verletzten anbelangt, ergibt sich ein analoges Bild: sie ist in den beiden Städten, verglichen mit dem November vorigen Jahres, zurückgegangen, in Zürich von 152 auf 136, in Winterthur von 19 auf 16, hat aber im Gebiet des übrigen Kantons von 41 auf 57 zugenommen. Lässt sich das Fazit der November-Unfallstatistik somit in die Feststellung zusammenfassen, dass sich die Kurve gegenüber dem gleichen Monat 1947 nicht weiter erhöht hat, mit Ausnahme allerdings der Todesopfer, so ist dagegen innerhalb desselben Jahres der Motorfahrzeugbestand des Kantons um volle 18 % angewachsen. Registrierte er im November 1947 ein Total von 29 675 Vehikeln (nämlich 24120 Motorwagen, 4573 Motorräder und 982 Anhänger), so vermehrte es sich bis Ende November 1948 auf 35 023, wobei die Zusammensetzung folgendes Bild zeigte: 28 596 Motorwagen, 5225 Motorräder und 1202 Anhänger. Währenddem sich somit der Bestand um 535d Einheiten erweitert hat, ist für den Berichtsmonat die Unfallziffer, abgesehen von der Zahl der Todesopfer, praktisch gleichgeblieben. Soviel Genugtuung diese Bilanz an sich auch hervorrufen mag, so wird man daraus doch nicht ohne weiteres allgemeingültige Schlüsse ziehen dürfen. Immerhin verdient die Tatsache Beachtung, dass in den elf Monaten Schnappschüsse von der Protestfahrt der Poscmcwer, die kürzlich (vgl- letzte Nummer der «A. *.>) über die Berninastrasse nach 5t. Moritz führte und gegen die Tarifpolitik der KliäKsehen Bahnen wie gegen die von diesen angestrebte Schliessung der Julierstrasse während dieses Winters gerichtet war. Im Oberengodin schloss sich dieser Aktion auch die dortige Bevölkerung an. Die etwa 30 Autos zählende Kolonne demonstrierte mit mancherlei Plakaten an den Wagen gegen die engstirnige Verkehrspolftik der Bahnen. cSiamo Svizzeri anche noil> («Auch wir sind Schweizer») reklamiert die Aufschrift auf dem Auto links, |ene auf dem Jeep rechts aussen wendet sich gegen die prohibitiven Tarife der Rhätischen Bahn, deren Höhe den Puschlavern die Benützung der Berninabahn praktisch verunmöglich!. Und die Forderung, welche das Plakat auf dem minieren Bild dem Betrachter zuruft, spricht für sich selbst. Umsonst ist sie übrigens nicht erhoben worden: entgegen dem Ersuchen der Rhät. Bahn hat, wie gemeldet, der Bündner Regierungsrat beschlossen, dass die Julierstrasse als einzige auch im Winter fahrbare Nord-Süd Verbindung nach wie vor offengeholten werde. Januar—November die prozentuale Vermehrung der Unfälle jene des Bestandes nur im April (mit 21,2 gegen 13 %), im Mai (mit 18,4 gegen 16,5) und im August (mit 16,5 gegen 16,3 %) übertraf. In allen übrigen Monaten dagegen war die relative Zunahme der Unfallziffem geringer als jene der Bestandeszahlen. GRENZVERKEHR Für die Vereinheitlichung der Zolldokumente Der unlängst in Genf vereinigte kleine Expertenausschuss der Arbeitsgruppe für Zollformalitäten, der mit der Prüfung der Typenformulare für die vorübergehende Einfuhr von Motorfahrzeugen sowie verwandter Dokumente beauftragt ist, regt in seinen Empfehlungen die einheitliche Verwendung folgender Dokumente im internationalen Strassenverkehr an: Grenzpassierscheinbeft für Motorfahrzeuge. Als Muster diente der Arbeitsgruppe der Entwurf für ein gemeinsames « Carnet » AIT-FIA, ebenso auch das gegenwärtig von jeder dieser beiden Organisationen herausgegebene Papier. Nach Ansicht der Arbeitsgruppe dürfte ein einziges Zolldokument für den privaten Touristenverkehr wie für die Nutzfahrzeuge vollauf genügen. Im übrigen ändert sich an der allgemeinen Gestaltung des bekannten und von den Zollverwaltungen aller Länder anerkannten Dokumentes nichts; nach wie vor bleibt auch das Französische die einzige offizielle Sprache hiefür. Triptyk für Motorfahrzeuge. Mit Rücksicht darauf, dass das Triptyk den Uebertritt eines Motorfahrzeugs in ein einizxges anderes Land gestattet, empfiehlt die Arbeitsgruppe auch dieses Dokument, dessen hauptsächlichste Angaben ähnlich gehalten sind wie jene auf den « Volets • des Grenzpassierscheinheftes. Eine Standardisierung des Formats erschien nicht als angezeigt, abgesehen von der Festlegung der Höchstlänge. Löschungsbescheinigung. Einmütig haben die Experten die Nützlichkeit eines einheitlichen Dokuments für die Löschung der Papiere zur vorübergehenden Einfuhr eines Motorfahrzeugs anerkannt und dafür ein Muster ausgearbeitet, dessen internationale Einführung sie vorschlagen. STRASSENBAV Der Strassenban im Budget des Kantons Zürich für 1949 Im Voranschlag des Kantons Zürich für das nächste Jahr, den der Kantonsrat inzwischen gutgeheissen hat, sind die Gesamteinnahmen des Strassenverkehrsamtes, die in der Rechnung pro 1947 mit Fr. 8 582 514 ausgewiesen worden waren, auf Fr. 9 339 500 beziffert. Vor allem wird aus den Verkehrssteuern für Motorfahrzeuge ein Betrag von 7,5 Mill. Fr. erwartet, also gut Fr. 800 000 mehr als im Vorjahr. Dazu sollen Fr. 550 000 aus dem Fahrradverkehr kommen und die Staats- und Schreibgebühren sowie die Prüfungsgebühren für Motorfahrzeuge sind mit nahezu 1,3 MilL Fr. eingestellt. Unter den budgetierten Ausgaben von Fr. 8 571 900 figurieren 5,9 Mill. Fr. als Einlage in den Fonds zur Verbesserung der Hauptverkehrsstrassen. Eine leichte Erhöhung auf insgesamt Fr. 1 675 000 erfahren auch die Staatsbeiträge an die Städte Zürich und Winterthur. Die Kosten der Verwaltung werden sich somit, einschliesslich- der Anschaffung von Kontrollschildern, auf nahezu eine Million Franken beziffern. Angesichts des gesteigerten Motorfahrzeugverkehrs rechnet das Budget aber auch mit einem grösseren Anteil aus der indirekten Fiskalbelastung, wird doch ein Benzinzollanteil von 1,4 Mill. Fr. erwartet, während 1947 diese Quelle nur Fr. 934 749 abgeworfen hatte. Die Ausgaben des Tiefbauamtes figurieren mit 16,7 Mill. Fr. oder mit 4 Mill. Fr. mehr als im Voranschlag für 1948. Ihnen stehen Einnahmen von 9,1 Mill. Fr. gegenüber. Dabei stellt eine Entnahme von Fr. 8 539 000 aus dem erwähnten Fonds die Hauptfinanzquelle dar. Hatte der Kanton Zürich letztes Jahr nur knapp 3,5 Mill. Fr. für den Neubau, den Ausbau und die Korrektionen von Hauptverkehrsstrassen und Strassen I.Klasse aufgewendet, so sollen nun dafür 8 Mill. Fr. oder 3 Mill. Fr. mehr als heuer bereitgestellt werden. Ferner sind wiederum 2 MilL Fr. für den Fahrbahnunterhalt vorgesehen. Vom Tiefbauamt sollen die beiden Städte für den Bau und Unterhalt von Strassen I. und II. Klasse mit 1,7 Mill. Fr. wesentlich höhere Beiträge erhalten. Ebenso stehen den Gemeinden Staatsbeiträge von Fr. 920 000 in Aussicht Beförderungen bei den Stabsoffizieren der Motortransporttruppe auf 31. Dezember 1948 Zu Obersten die Oberstleutnants: 99 Feigel Charles, Thoune; 01 Bräm Fritz, Zürich.« Zu Oberstleutnants die Majore: 04 Tissot Frederic, Leysin; 05 Gaegauf Hugo, Zürich; 05 Tschupp Albert, Wetzikon (ZH); 06 Besmer Arnold, Glattbrugg. Zu Majoren die Hauptleute: 07 Zumstein Andreas, Hünibach; 09 Maag Max, Dübendorf; 09 Schelling Eugen, Zollikon; 09 Steimer Hermann, Strasse Bonveret—villeneuve. Zahlreich sind die Automobilisten und Autocars, die von Montreux über Villeneuve nach Bouveret—StGingolph—Evian fahren, aber sie können nicht den kurzen Weg dem See entlang benutzen, sondern sie müssen über Noville— Porte du Scex (Vouvry) fahren, was einen erheblichen Umweg bedeutet Es hat sich nun ein Komitee gebildet, das sich für den Ausbau der Verbindung am See zur Fahrstrasse einsetzt -r. iWasen i.E.; 10 Moser Ernst, Bern. trief« über allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen Sie sind möglichst kurz zu fassen «nd an die Redaktien der «Automobil Revue», treitenroinstr. 97, Bern, zu senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name and Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Automobilist und Hilfsmotorrad Der Automobilist in der Schweiz erspart sich meistens ein akustisches Signal, wenn sich Fussgänger oder Radfahrer vor ihm auf der Strasse befinden, denn er rechnet damit, dass das Geräusch seines Wagens von diesen gehört werde. Einen Sonderfall bilden'freilich spielende Kinder oder als Schwerhörige gekennzeichnete Personen. Einen solchen Sonderfall bildet auch der Radfahrer, der sich die Mühe des Tretens durch einen Hilfsmotor erleichtert hat Man erkennt ihn daran, dass sein Rad hinten eine Motorradnummer trägt und dass er allen übrigen Radfahrern vorfährt. Dieser Umstand trägt aber viel zu seiner Gefährdung bei Mancher Automobilist übersieht den Hilfsmotor, wenn er vorfahren will, und gibt daher kein Signal. Dem Schreibenden ist es schon wiederholt passiert, dass er wegeh des eigenen Motorgeräusches den gleichzeitig auch vorfahrenden Wagen überhörte und beim Ausbiegen beinahe gestreift wurde. Im Falle eines Unglücks würde der Automobilist, der das Signalgeben unterlassen hat, zum mindesten als mitschuldig erklärt Im eigenen und im Interesse der zahlreichen Hilfsmotörler sei deshalb den Automobilisten folgender Rat gegeben! Achten Sie bitte auf die Fahrräder mit Hilfsmotor und hupen Sie beim Vorfahren, denn der Hilfsmotorfahrer hört Ihren Wagen nicht herannahen. Wenn er im unslück- «Der Julier muss offen bleiben» MILITÄRISCHES BRIEFE DER LESER AIV DIE A.R. liehen Augenblick zum Ueberholen ausbiegt, kann es sonst zu einer Kollision kommen. Der Schreibende kennt als gelegentlicher Autolenker die grossen Anforderungen, die der heutige Verkehr an den Automobilisten stellt. Dennoch ist es vom Standpunkt der Verkehrssicherheit aus unbedingt notwendig, dass auch dieses Problem zur Sprache gebracht wird. br. Kleine Bitte an die Garagisten Schon oft habe ich mich gefragt — und mit mir wohl viele Kollegen vom Volant — weshalb manche Garagen dem Waschen und Schmieren eines Wagens so wenig Aufmerksamkeit schenken. Mit dem Wasserstrahl wird vielfach derart umgegangen, dass von unten her das Innere der Motorverschalung verschmutzt wird, dass Wasser zur Batterie, zum Verteiler oder Vergaser gelangt Warum nicht diese empfindlichen Teile vor dem Waschen mit einem Lappen oder, wie es bei rühmlichen Ausnahmen geschieht, mit einem wasserdichten Tuch abdecken? Zum Abtrocknen mit dem Hirschleder werden leider oft schmutzige Leder verwendet. Dass man die Radscheiben und untern Wagenteile nicht mit dem gleichen Leder abreiben sollte wie die grossen Flächen der Türen usw., um hier Kratzer durch Spuren von Sand zu verhüten, scheint vielen Wagenwaschern zu entgehen. Und was nützt das Schmieren, wenn Sand und Staub mitsamt dem Fett tn die Schmierstellen gepresst werden? Muss sich da nicht eine Schmirgelmasse bilden und muss man sich noch wundern, weshalb trotz regelmässigem Schmieren eine Lagerstelle recht bald Spiel aufweist? Dabei wäre es so einfach, vor dem Schmieren die Schmiernippel mit Putzfäden abzureiben! Ein erfolgreicher Garageinhaber machte es dagegen in solchen Dingen anders. Er sagte mir: Zum Waschen und Schmieren nehme ich immer einen meiner besten Leute. Nicht nur ist es wichtig, dass mein Kunde während Jahren einen säubern und gutlaufenden Wagen besitzt, mein Wagenwascher sieht bei seiner Arbeit jeweils auch noch nach, ob irgendwelche Schäden, Risse, Spiel in Lagerstellen, Rost etc. vorhanden sind, denn man gewahrt sie nie so gut wie gerade nach dem Waschen. Den Kunden dann darauf aufmerksam machen und die Schäden im Anfangsstadium beheben, das ist Dienst an ihm, und darin liegt eigentlich das Geheimnis meines Geschäftserfolges. -er. Was meinen Sie dazu ? Am 14. Dezember hatte ich in Langenthai geschäftlich zu tun. Da ich bei meinem Kunden nicht gut parkieren konnte — enge Strasse, parkierende Wagen bilden ein Verkehrshindernis —, stellte ich meinen Wagen auf einen günstigen Platz in der Nähe des Volkshauses. Wie ich nach anderthalb Stunden zurückkam, traute ich meinen Augen nicht Ein Rudel Kinder, man verzeihe den Ausdruck, hatte sich um meinen Wagen (Modell 48) getummelt, war darauf herumgeklettert und hatte ihn stark beschädigt. Motorhaube, Kotflügel, Türen usw. sind arg zerkratzt. Handgrosse Kratzer von Schuhen finden sich überall, dazu strichartige Spuren von 30 und mehr Zentimeter Länge, sogar Löcher etc. Die Kinder müssen, wie aus den Spuren deutlich geschlossen werden kann, sogar auf die Kotflügel hinaufgeklettert sein. Der Schaden beträgt gegen 200 Fr., wenn nicht mehr. Ich frage andere Automobilisten: Ist man in solchen Fällen eigentlich völlig rechtlos? Bei Bagatellsachen haften jeweils die Eltern, z. B. wenn ein Schüler ungewollt eine Fensterscheibe zerbricht Geht aber der Schaden in die Hunderte von Franken, dann heisst es: Nichts zu machen! Im vorliegenden Falle konnte ich die kleinen Missetäter zwar ermitteln, und Nachbarn wollten sogar wissen, dass ihnen die Mutter vom Fenster aus zugeschaut hätte! Hätte ich die Kinder auf frischer Tat ertappt, sie wären bestimmt nicht bloss mit einer Strafpredigt davongekommen, aber dann wäre ich wohl eingeklagt worden. Was bleibt mir schon anderes übrig, als den Schaden selbst zu tragen? Jene Gegend aber werde Ich meiden oder zumindest nie mehr in der Nähe des Volkshauses parkieren! ar. «Die Jugend weiss es besser» Die ältere Autlergeneration erinnert sich gewiss lächelnd an die Hupenkonzerte, welche unsere Strassen ehemals mit ohrenbetäubendem Lärm erfüllten und konstatiert, dass sich auch, mit einigen Ausnahmen, der wachsende Verkehr viel geräuschloser bewältigen lässt Jedoch: eines schickt sich nicht für alle. Noch haben wir keine Radarfühler an unseren Autos, und hie und da, besonders auf schmalen, unübersichtlichen Bergstrassen ist es unerlässlich, ja sogar gesetzlich vorgeschrieben, sein Herannahen durch Hupensignale zu avisieren. An einem schönen Sonntag genoss ich mit meiner Familie wieder einmal die Bergwelt; am Steuer unseres Wagens sass ein junger Mann, der kurz vorher auf das hupenfreie Fahren « vereidigt worden war. Rassig ging es aufwärts. Als alter Praktiker riet ich dem .schneidigen Lenker vor einer völlig unübersichtlichen Kurve ein deutliches, kurzes Signal zu geben. « Man hupt jetzt nicht mehr! » war die Antwort, also zog ich mich wieder in die Rolle des Mitfahrers zurück. Doch mit des Geschickes Mächten ...! Plötzlich glitt um den Felsvorsprung herum lautlos ein anderer Wagen. Ein .frontaler Zusammenstoss schien unvermeidlich. Der Entgegenkommende riss seinen Wagen bis hart an den ungeschützten, abgrondseitigen Strassenrand; mein Lenker schoss — der einzige Ausweg, der ihm blieb — in den rechten Strassengraben. Resultat: eine zerbeulte Stoßstange, ein eingedrückter Kotflügel, ein zersplitterter Scheinwerfer. Dazu Verlust der NichtschadensfaliprSmie, 100 Franken Kasko-Selbstbehalt und Heimfahrt mit einer Kriegstrophäe! Aber eben: « Die Jugend welss es besser! > V. M.

Mr. 55 - MITTWOCH, 29. UKZKMUEH 1141 AUTOMOBIL REVUE Ausgezeichnetes Motorschmiermittel • verhindert Zylinder- und Ventilabnützung • erleichtert das Starten, auch bei grösster Kalt« • erhöht die Fahreigenschaften und die Motorkraft M A RO U E DE POS EE Sw?ss waten ppecision! Di« Riley-Wagen verdanken ihr* aussergewöhnlichen Eigenschaften zu einem guten Teil den Erfahrungen, welche die Riley-Werke während des Krieges mit der präzisionsweisen Herstellung von Flugzeugmotoren gemacht haben. Sie dürfen darum von diesen Wagen mit Recht vieles verlangen, vor allem dann, wenn Sie einen Gebrauchswagen mit ausgesprochen sportlichem Einschlag suchen. In Charakter und Form sind diese Fahrzeuge die würdigen Nach« kommen von Vollblutschöpfungen. Die Riley-Wagen sind nun mit 1 ^-Liter-Motor von 55 Brems-PS und mit 2^-Liter-Motor von 100 Brems-PS sofort ab Lager lieferbar. Verdampft nicht und schätzt gegen Rost. Fr. 18.- (5) für die 3-Lit.r-Kanne Gleiches Produkt wie früher GlysanHn M. ESCHLER, URANIA-ACCESSOIRES, ZÜRICH Telephon (051) 26 46 44 Car-Heizungen LIEFERBAR SOFORT B. DOLDER ÖLTEN ANHÄNGER ein- und mehrachsig, in Stahl und Leichtmetall, haben sich seil mehr als 25 Jahren im In- und Ausland bewährt JOH.KÜUPP Konstruktionswerkstatla SL Gallen Tel. (071) 2 62 76 AUTOSATTLEREI empfiehlt sich bestens für alle vorkommenden Arbeiten . Neupolstern - Anfertigung Ton Oeberziigen - Knhlerboussen etc. Kurze Lieferfristen. E. BANGERTER, BURGDORF Telephon 9C J S.K.F.-Universal- Schlauchbinder Typen B und N mir Band sind wieder lieferbar Äusserst praktische und bestens bewährte Ausführung Generalvertretung für die Schweiz: E. KUUS-HAEBERLIN, USTER Tefenhon (051) 86 96 OS Keine Unfälle mehr wegen mangelnder Seitensicht. Vollsten dige Frostverhiitung durch yitesse-Scheiben-Frostschutz Ein gleiches Produkt bewahrte sich in den Winterfeldzügen in Russland. Einfache Anwendung. Flasche, ausreichend bei Normalverbrauch für eine Wintersaison, Fr. 6.— plus Wust und Porti. : Daniel Dürr. fiams (St. Rallen). Generalvertretung für die Schweiz: J. & E. Waeny, Grand Garag«, Wabern-Bern Telephon 5 26 22 Aargau und unterer Teil Solothurru Paul Kaufmann, Schönenword. Amriswitt A. Roth & Söhne. Basel: Henri Hurter, Schanzenstr. 13. Biel: E. Rieder, Ob. Quai 32. ta Chaux-de-Fondsi Paul Ruclcsfubl, 21a, rue Leopold-Robert. Flawili Garage Steinemann. Genevet Montcholsy S. A., 68-70, rue Montchoisy. Schaffhausen: W. Fischer, Spitalstrasse 5. St. Gallen; Franz Klaiber, Strrnackerstr. 1. Solothurni Fritz Weber, Bahnhofplatz. Tessint P Mazzuchelli, Lugano. Thuni W. de Berti, Kasernenstrasse 1. Waadt und Wallis: Majestic S.A., 45. avenua da Morges. Yverdoni Gribi & Leuba. Zürich: J. H. Keller AG., Bannhofstr. 1. An die Automobil- und Lastwagenbesitzer... ...etwas, das Sie ganz besonders interessiert! WUSSteil Sie SChOn : dass selbst mit dem besten Carteröl die oberen Teile des Motors nicht geschmiert ^ werden... . dass das gegenwärtige Benzin Bleirückstände *% hinterlässt, welche das Metall angreifen... . dass die obern Motorenteile bei jedem Fahrzeug ^ die grössten Unterhaltsspesen verschlingen... , dass diese Kosten durch das Fehlen jeglicher Schmierung von Zylindern, Kolbenköpfen, Seg- 1% menten und Ventilen entstehen... ; dass sich der Start und das Laufen bei Kälte « vernichtend » für Ihren Motor... und Ihr ty Portemonnaie auswirken... J WUSStei) Sie SChOll: dass das beste Mittel zur Beseitigung- obiger Nachteile neuerdings wieder zu ^ Ihrer Verfügung steht... f Es beisst: Wissen Sie und ist das weltberühmte, amerikanische Obenschmieröl, das sich seit 35 Jahren bewährt! Beziehen Sie es bei Ihrem Garagisten, oder wir geben Ihnen die Adresse des in Ihrem Gebiete liegenden Depositärs an. Wenn Sie einen Versuch mit FIREZONE-MONITOR gemacht haben und die bessere Leistung des Motors sowie seinen tadellosen Zustand feststellen, wenn Sie bemerken, dass die Benzinersparnis allein schon mehrere Male die Kosten von FIREZONE deckt, dann wie Tausende, die es erfuhren, dass einzig ist in seinem Wert und seinen Wirkungen! Alle, die vor dem Kriege FIREZONE verwendeten, können Ihnen dies bestätigen! Verlangen Sie bei Ihrem Garagisten unverzüglich die automatische Masskanne. Er kann Ihnen kein gleichwertiges Produkt anbieten. Für alle Auskünfte wenden sie sich an: S.A. d'Agences commerciales-Lausanne Konzessionär für die Schweiz der G. S. Miller Co. Ltd., New York