Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.055

E_1948_Zeitung_Nr.055

AUTOMOBIL REVUE ni i i

AUTOMOBIL REVUE ni i i wtn.n. CT. IIIVMAJM^H 1941 - Nr. 55 ?-•' ^/*£ Seif über 30 Jahren ist SOLEX führend in allen Fragen des Vergaserbaues Auch heute sind SOLEX-Vergaser führend in Bezug auf Einsparung im Benzinverbrauch unter Wahrung der Leistung des Fahrzeuges. Zudem ist jeder Vergaser mit einem Bistarter ausgerüstet, der auch im kältesten Winter einen sofortigen Start erlaubt HENRI BACKMANN THERMOVOLT Dies ist die letzte Neuheit auf dem Gebiete des praktischen Autozubehörs. So einfach der Artikel ist, und so billig auch, leistet er doch ausgezeichnete Dienste, indem er die Temparatur Ihrer Hände während des Fahrens auf einer angenehmen Temparatur hält (ca. 37°) Ihr Garagist baut Ihnen innert kurzer Zeit einen THERMOVOLT ein, und Sie freuen sich den ganzen Winter an dieser wirklich bäumigen Anschaffung. HENRI BACHMANN SOLEX BIENNE • GENEVE • ZÜRICH BIENNE - G ENEVE -ZÜRICH MAXIM Kennen Sie MAXIM schon ?? Nein ?? Also, MAXIM ist dar ideale Kühlwasserwärmer für jeden Wagen. Er wird in kurzer Zeit vom Garagisten eingebaut, und hält, wenn er angeschlossen Ist, mit minimalem Stromverbrauch das Kühlwasser ihres Motors immer auf einer angenehmen Temparatur. Dies verhütet alle Frostschäden, wie Risse in Block und Kühler. Wenden auch Sie den MAXIM anl zeigen dem Kenner, dass VAUXHALL nur ganze Arbeit leistet und in ihm die Erfahrungen zweier Kontinente stecken. Die Türen X.B. sind überdurchschnittlich gross dimensioniert. 74 cm breit — erleichtern sie das Ein- und Aussteigen enorm. Vergleichen Sie mit andern kleinen Wagen I Sorgt<lge Montag«. Fertigstellung und peinlich» Kontrolle durch qualifiziert« •chwralzerlscrt* Arbeitskraft» In unserer modarnea Fabrik in Biet. Routinierte Automobinsten schätzen zudem seine neue Lenkrad-Schaltung, das neue geräuschlose Getriebe, das fabelhafte Beschleunigungsvermögen, die robuste Strapazierfähigkeit, die selbsttragende Ganzstahi-Karrosserie, die unabhängige Vorderrad-Aufhängung mit Torsionsstab- Federung, seine weichen hydraulischen Bremsen und die luxuriöse Ausstattung bei grosser Geräumigkeit. Lassen Sie sich dutzende weiterer Vorzüge bei einer Probefahrt genau erklären, es lohnt sichl VAUXHALL 6 Zyl. 12 PS Fr. 9900,- + WUST VAUXHAU. 4 Zylinder 7 PS Fr. =85O.- * WUST mit Lederpolsterung HENRI BACH MANN BIENNE • GENEVE -ZÜRICH EUREKA EUREKA nennt sich die Heizung mit der kleinen, platzsparenden und doch klassischen Form, die Heizung mitdergrossen Wärmeabgabe, die zudem noch in der Hauptsache nach unten gerichtet ist. Dies aus dem einfachen Grunde, weil die Wärme automatisch steigt. Somit haben Sie mit einer gewöhnlichen Heizung immer kalte Füsse. Also: nur EUREKA wählen. HENRI BACHMANN BIENNE • G ENEVE-ZÜRICH FIX-O-TOIT Einfach zu montieren, ohne die leiseste Spur beim Wegnehmen zu hinterlassen, ist dieser Skiträger etwas vom Besten, was in dieser Beziehung schon auf den Markt gebracht wurde Sie haben keine Löcher zu bohren, keine Haken zu befestigen, der FIX-O-TOIT hält einfach und gut Zudem können Sie ihn auch als Kofferträger benutzen, indem Sie statt den Skis Querbrettchen einlegen. Merken Sie sich. FIX-O-TOIT. • Glassclear verhindert das Anlaufen der Scheiben an Motorfahrzeugen • Glassclear hilft dem Automobilisten Unfälle verhüten Klare Sicht! • Glassclear ist einfach und praktisch im Gebrauch • Glassclear ist bei richtiger Anwendung mehrere Monate verwendbar • Glassclear ist nicht lagerempfindlich Preis Fr. 3.- per Stück Verlangen Sie bei Ihrem Garagisfen das vorzügliche Schweizer Produkt! AnJriebsgelenk- Fabrikation! Kurt Birnstihl AG., St. Gallen „Hardy Telephon (071) 2 84 54 VERKAUF — SEBVKE — ERSATZTIIU AADORF Eugen Kuckstuhl, Garage AARAU Fritz Glaus t Co., Hohlgossgarnge AlTDOKF Kielmann * Musch GmbH., Cenlralgarage »ADEN Barine leoni BASEL Agenco Americaine Automobil« S. A. BIEL Garage Probst, Freiesir. 7 BRUGG CHUR Walter Obrist, Garage L. Dosch, Grand Garage GLARUS GRENCHEN Zentralgarage Ryffel, I. Schielly-KyfM G. Brändii, Garoge LIESTAl LUZERN Blank AG. Zai & Co., Automobile ÖLTEN Max Moser & Cie. PFÄFFIKOK/Zch.1 i. KWui, Aulogorogo «APPERSWIl O. Pfennioger HEIDEN Gebr. Zimmerti, Autogarage RDTI/Zch. SCHAFFHAUSEN Garage O. Naef / E. Zollinger, Seefeld-Garage E. Rampinelti, City-Garage SITTEN FeKx Gagliardi, Garage du Rhone SOLOTHURN E. Kvpferschmid & O. Müller, Garage WeissensteSu ST. GALLEN WEINFELDEN Hch. Grünenfelder I. Ammonn-Grünert, Aatogarage WINTERTHU« Euloeh-Garage AG. ZUG ZÜRICH Iten, Automobile Slrehler, Jauch t Cie. HENRI BACHMANN BtENME - 6ENEVE -ZÜRICH Gewebe Scheiben (ei.jnes Fabrikat) sofort in jeder Ausführung BR1NER J., ZÜRICH 23 051 Tel. 241.900 Limnalouai 92 ZU VERKAUFEN Harelli-Priilbank 6 und 12 Volt, sowie hydraulischer 71741(55 Scherenlin Preis sehr eunstie. Keller AG., Basel. Telephon (061) 2 8900. Frontantrieb Montieren Sie auf Ihren Wagen die neue Frostschutzscheibe Royal Dieses ausgezeichnete Modell erlaubt Ihrwn eine ungestört« Sicht Vertrieb durch alle CitroSn-Yartreter und Garagen

AUTOMOBIL REVUE Nr. 55 — II. BLATT BERN, 29. Dezember 1948 Wer vor etwa einem Jahre von Berlin aus in die sowjetische Besetzungszone fahren wollte, sei es mit Lastwagen oder mit Personenwagen, brauchte ausser dem Bündel ortsüblicher Papiere vor allem den Propusk, eine russisch geschriebene und kunstvoll gestempelte Bescheinigung, die der Petent — wenn er Glück hatte — DEUTSCHLAND Blockierter Automobilverkehr Berliner Impressionen jenen Volkswagen, die mit drahtlosen Empfangsund Sendegeräten ausgestattet sind und zu den modernsten Requisiten der Berliner Polizei gehören. Was jetzt die Avus bevölkert, sind mit Holz beladene Handwagen, auf denen sich diese oder jene Familie für drei Tage Wärme in die Stube karrt. Blockadebrecher Auto. Und noch ein anderes Feld ist dem Lastwagen, bis zu einem gewissen Grade auch dem Personenwagen, vorbehalten. Es ist die Arbeit des Blockadebrechers. Da die grossen Ausfallstrassen durch Schlagbäume und mehrfache Postenketten hinreichend abgedichtet und die Ausfallstrassen zweiter Ordnung durch Aushebung von Quergräben oder durch andere Hindernisse unpassierbar gemacht worden sind, bleiben als mögliche Löcher im Netz nur die aus Westberlin in die Zone führenden Feldwege und die kaum völlig zu sperrenden Uebergänge von den Westsektoren zum Ostsektor. Was sich da abspielt, ist ein Verkehr über die Hinterhöfe. Es gibt manche Fabrik und manchen Häuserblock, einen und dessen Hintereingang im anderen Sektor liegt. Oft genug stehen an solchen Punkten auch Polizeibeamte, aber diese Leute sind schliesslich auch Menschen, die ein paar Zigaretten oder einen wärmenden Schluck wohl zu würdigen wissen. Bei den Strassenkontrollen gilt es, den richtigen Augenblick abzupassen; wenn sie mit drei oder vier Fahrzeugen gleichzeitig beschäftigt sind und — glücklicher Zufall — wütende Auseinandersetzungen mit den Fahrern haben, kann man einen raschen Durchbruch riskieren. Das Risiko ist hoch, und die Transportkosten demzufolge auch; im schlimmsten Falle werden Ladung und Fahrzeug beschlagnahmt. Ersatzteil-Note. Damit sind die Sorgen des Automobilisten bei weitem noch nicht erschöpft. Ein gebrochenes Ventil oder ein beschädigtes Kardangelenk können, weil Ersatzteile nicht zu haben sind, ein Fahrzeug für Monate ausser Betrieb setzen. dessen Vordereinfahrt in demBüchsen, Bolzen und anderes Kleinzeug, früher für ein paar Pfennige überall zu haben, müssen heute in Handarbeit hergestellt und meist aus dem vollen gedreht werden. In diesen Dingen kann auch der schwarze Verkehr aus der Ostzone nicht helfen; die geringfügige Ersatzteilproduktion, die in der Ostzone wieder in Gang gekommen war, ist durch die Gegenblockade des Westens und damit durch den Wegfall der Stahllieferungen fast völlig in Stillstand geraten. Das ist das Bild eines großstädtischen Kraftverkehrs um die Mitte des 20. Jahrhunderts. In einer soeben veröffentlichten Erklärung weist die Nuffield Organisation auf die verschiedenartige Interpretation hin, die der Ankündigung gegeben wurde, wonach Nuffield und Austin inskünftig zusammenarbeiten werden, um eine grösstmögliche Standardisierung und Reduktion der Kosten zu erzielen. Aus jener Ankündigung wurden Schlussfolgerungen gezogen, die in mehr denn einem Falle auf Irrtum beruhen. In der neuesten Erklärung heisst es u. a., die Tatsachen seien vielmehr die, dass die Industrie heute auf weite Sicht planen müsse. Niemand sei aber im Augenblick imstande, klar vorauszusehen, wann die Steigerung der Lebenskosten ein Ende finde. Die Preise für Rohmaterialien und Fertigprodukte zögen alle paar Wochen aufs neue an, und zwar immer dann, wenn einzelnen Gruppen der Arbeiterschaft Lohnerhöhungen zugestanden würden. Alles in allem mache die Kostenerhöhung eine gewaltige Summe aus, die sich ihrerseits auf die Fähigkeit der britischen Fabrikanten auswirke, auf Ueberseemärkten zu annehmbaren Preisen zu konkurrieren. Anderseits vertreten die leitenden Organe der Nuffield- und Austin-Werke die Auffassung, dass diese Exporte für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes von entscheidender Bedeutung sind. Sie erblicken daher eine praktische Methode für die Erzielung einer Preisreduktion oder doch wenigstens einer Preisstabilisierung in der Zusammenarbeit all ihrer lei- -s- ENGLAND Londoner Brief Ein Plan der Autoindustrie, der die Standardisierung der Produktion anslrebt — Die Zusammenarbeit zwischen Nuffield und Austin — Geringe Opposition gegen die Vorlage über den Bau von Nur-Autostrassen (Von unserem engl. D. N.-Korrespondenten) Stört- und Landepisten auf dem Luftbrücken-Flugplatz Tempelhof in Berlin. Alle drei Minuten landet oder erhebt sich hier ein Flugzeug in die Luft. Jeeps lotsen die Maschinen genau an die Stelle, wo die Lastwagen, in Kolonne aufgestellt, warten. Für das Entladen eines ganzen Flugzeugs werden nicht mehr als acht Minuten benotigt, zumal für jedes davon zehn Mann bereitstehen. Vom Flugplatz führen die Lastwagen, durchwegs Armeefahrzeuge, die Waren nach den Lagerhäusern in der Stadt. bei seinem sechsten Besuch nach vierstündigem Warten von der sog. sowjetischen Zentralkommandantur erhalten konnte. Immerhin, das waren, trotz aller Papierbarrieren und der Unzahl von meist sehr unerfreulichen Kontrollen, noch goldene Zeiten. Als man aber im März die « Ausplünderung Berlins • durch den Westen entdeckte, als ganz plötzlich die Eisenbahnschwellen auf der Interzonenstrecke und die Träger der Strassenbrücke über die Elbe verfaulten, da wurde auch der Kraftverkehr in die Aktion « zur Erleichterung und Ordnung des Verkehrs» einbezogen; die alten Propuske wurden als ungültig erklärt und neue ausgefertigt, aber nicht mehr für die Fahrzeughalter aus den Westsektoren Berlins. Doch dieses Netz hatte noch viele Maschen. Der Strassenverkehr zwischen der Ostzone und dem Ostsektor lief noch einigermassen ungestört, und noch gab es zwischen den Westsektoren und dem Ostsektor keine Grenzformalitäten und Polizeikontrollen. Auch der reine Lokalverkehr blieb verhältnismässig lebendig. Im Juli, als die Luftbrücke die einzige Verbindung Berlins mit dem Westen geworden war, sank der Berliner Motorfahrzeugverkehr bis auf geringe Reste in sich zusammen. Zwar erlaubten die vor Beginn der Blockade nach Berlin geschafften Treibstoffmengen noch einen Verkehr, der über das Mass des absolut lebenswichtigen noch um ein Geringes hinausging; aber diese Vorräte erschöpften sich, und was britische Lancaster-Maschinen an Treibstoff nach Berlin flogen, deckte in der Tat nur die dringendsten Bedürfnisse. Die Benzinzuteilung musste auf ganz bestimmte Verbraucherkreise beschränkt werden. Lebensmittelverteilung, öffentliche Dienste, Presse und Nachrichtenwesen sowie das Gesundheitswesen gehören zu ihnen. Vor rätselhafter Grosse ist nach wie vor der Schwarze Markt, der nichts unterlässt, die überlegene Leistungsfähigkeit der freien Wirtschaft zu demonstrieren und Benzin in beträchtlichen Mengen zu liefern weiss. Nichts wäre übrigens falscher als der Glaube, der nicht blockierte Ostsektor verfüge über hinreichende Mengen an Treibstoffen. Zwar haben die Russen — entgegen dem Potsdamer Abkommen — die Erzeugung von synthetischem Benzin im Leuna-Werk, jetzt einer Sowjet-Aktiengesellschaft, wieder aufgenommen, aber offenbar ist der Durst der Besatzung und der Ostzone so stark, dass für den Ostsektor nicht allzu viel mehr übrig bleibt. Auch hier sind die Treibstoffzuteilungen erheblich herabgesetzt worden, und schon ein flüchtiger Blick auf das Strassenbild zeigt den Rückgang des Kraftverkehrs. Verödete Berliner Strassen. Wer heute mit dem Wagen am frühen Morgen etwa von Wannsee über die Avus ins Zentrum von Berlin fährt, wird von einem Gefühl der Verlassenheit befallen. Wenn es hoch kommt, begegnen ihm zehn Wagen, und von diesen mag die Hälfte aus den Jeeps der Military Police und deutschen Polizeiwagen bestehen, Leer und dunkel ist auch der Kurfürstendamm. In früheren Zeiten konnte er kaum die Fülle der Wagen fassen. Noch vor einem Jahr konnte man glauben, die alten Zeiten kehrten allmählich wieder; die Strassenlampen leuchteten, die Schaufenster der eleganten Läden waren hell, und die Verkehrspolizei begann wieder, sich Sorge um diesen stark belebten Winkel zu machen. Heute ist es dort von 8 Uhr an dunkel. Gelegentlich blitzt die Taschenlampe eines Passanten auf, und in langen Abständen bewegt sich ein Scheinwerferpaar vorbei. Dennoch aber gibt es bestimmte Leistungen, für die das Auto ganz unentbehrlich geblieben ist. Dicht und meisterhaft organisiert, ist der Verkehr von und zu den drei grossen Endpunkten der Luftbrücke, den Flugplätzen in Gatow, Tempelhof und Tegel. Die 4000 Tonnen, die im Tagesdurchschnitt nach Berlin geflogen werden, beschäftigen eine Flotte von vielen hundert Lastwagen. Berücksichtigt man, dass in normalen Zeiten mehr als 20 Güterbahnhöfe neben den höchst leistungsfähigen Binnenhäfen den Güterumschlag der Stadt bewältigten, so lässt sich leicht vorstellen, welche ausserordentliche Bedeutung dem Lastwagen bei der Konzentration des Umschlages auf nur drei Punkte zukommt. Zusammenarbeit der • grossen Sechs ». Die Nachricht, wonach die