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E_1949_Zeitung_Nr.003

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12 AUTOMOBIL REVUE

12 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 19. JANDAR 1949 - Nr. 3 Benzinpumpen Ersatzteile liefert ab Lager: Ausstemme tat* verkauft Sannnofstrana 1' Sende« w« Ersatzteile* NetunQriieaoai 3OJ32. Tel. S84O7« U30LSELEY Vergaser J.H. KELLER AG. vormals SPORTCAR AG. ZÜRICH Parko-Tip Nr. 4 Auch im Winter will das Kühlsystem gepflegt sein. Nur in einem sauberen, einwandfreien Kühler kommt der eingefüllte Frostschutz zur vollen Wirkung. PARKO-RADIATOR-CLEANER AND RUST PREVENTOR ist das idealste Mittel dazu. Verlangen Sie PARKO bei Ihrem Garagisten oder wenn nicht erhältlich beim Generalvertreter Ed. Steiner AG., Bern Laupcnstnsse 9-.1l. Tel (031) 2 35 45/2 58 22 Das stabilisiert« Mineralöl der Weltrekorde! Gen.-Vertr. f. d. Schweiz: J.Schnyder, St Niklausstr.54, Solothum Lager in Basel SCHNEE-PNEUS Lastwagen PW 32X6 7.50-20 6.00-16 34X7 9.00-20 4.25-17 40X8 11.00-20 6.50-20 14.00-20 Volles Ausleuchten der angedrehten Kurv« Automatische Betätigung mit der Steuerung Verbessert die Sicht bei Nebel und schlechter Witterung, sowie beim Kreuzen mit anderen Fahrzeugen. Nach den Bestimmungen des Eldg. Polizeldep. darf die „GEMO" (auch ohne Nebel) als dritte Lampe eingeschaltet bleiben. Oaher stark verminderte Unfatlgefahr. Prospekte und Auskünfte durch die Vertreter oder den Fabrikanten: Gebr. Mohn, WeinfeWen, Td. (072) 5108» INDIA-PNEU Quellenstrasse 27 ZÜRICH Telephon (051)279211 und (051)277805 Der neue SINGER 8 PS 1949 demnächst lieferbar Technik, Qualität, Eleganz, Schnelligkeit, Geräumigkeit und Sparsamkeit sind die hauptsächlichst«« Merkmale dieses Wagens Eine Probefahrt wird Sie von der technischen Vollendung überzeugen Generalvertretung für die Schweiz: HAUSER-AUTOMOBILES, ZÜRICH Talacker 30, Telephon 23 4618 (Noch einige Kantonsvertretungen abzugeben) HELVETIA FEUER ST. GALLEN

Nr. 3 II. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 19. Januar 1949 PLATZ FDR KLEINIGKEITEN. Die Instrumente sind in der Mille des Armaturenbrettes zusammengefasst. Darunter befindet sich ein breites Ablegebrett. AR.NEUWAGENBESCHREIBUNGEN Seit seiner Einführung im Jahre 1931 gehört der Hillman-Minx zur Kategorie der zuverlässigen, betriebsbilligen Familienwagen, und er besitzt im Rahmen seiner Preiskategorie alle jene bekannten Eigenschaften, denen die englischen Automobile ihren Ruf als Qualitätsfahrzeuge verdanke». Im Laufe ihrer Weiterentwicklung wurden die neuen Modelle jeweils unter Vermeidung revolutionärer Neuerungen in Einzelheiten verbessert und auf diese Weise dem jeweiligen Stand der Technik angepasst, wobei aber immer nur bereits erprobte Konstruktionselemente Verwendung fanden. Diese evolutionäre Entwicklung war es gerade, die dem Hillman-Minx einen stetig wachsenden Käuferkreis sicherte, so dass er mit der Zeit fast in allen Ländern der Welt bekannt wurde. Die Notwendigkeit, den grössten Teil der Produktion zu exportieren, veranlasste die Rootes-Gruppe, deren kleinster Wagen er darstellt, bei den neuen Modellen die bisher immer etwas konservativ gehaltenen Karosserien mehr dem internationalen Geschmack anzupassen, der bekanntlich heute mehr als je von der amerikanischen Autömobilindustrie beeinflusst wird. Zugleich wurde die bisher starre Vorderachse durch eine Einzelradaufhängung bewährter Konstruktion mit Dreiecklenkern und Schraubenfeder ersetzt, während das ganze Triebwerk praktisch unverändert, vom früheren Modell übernommen werden konnte. MINX 1949. Die gebogene Weitsicht - Windschutzscheibe, die breite Motorhaube und die einfache Frontgestaltung bieten zusammen ein harmonisches Bild. Wie aus den Bildern dieser Beschreibung hervorgeht, hatten die Karosseriespezialisten des Rootes-Konzerns beim Entwurf der Hillman- Aufbauten eine glückliche Hand. Die über die volle Breite ausgebauten Karosserien mit den in die Seitenwände einbezogenen, im Profil nur noch angedeuteten Kotflügeln wirken durch ihre raffiniert einfache Linienführung sehr elegant, so dass sich unwillkürlich ein Vergleich mit den mehrfach teureren Spitzenprodukten der italienischen Karosserieindustrie, die in dieser Grössenkategorie bekanntlich Ausserordentliches leistet, aufdrängt. Besonders erfreulich ist jedoch die Tatsache, dass neben dem ästhetischen auch ein technischer Fortschritt zu verzeichnen ist, was leider KNEE ACTION A LA BRITANNIQUE. Der Minx ist nunmehr mit der normalen Einzelradaufhängung (Trapez-Doppeldreiecklenker und Schraubenfeder) ausgerüstet. DER HI LLMAN MINX 1949 EIN ELEGANTES CABRIOLET. Die Englander haben im Bau von kleinen, gutgeformten und bequemen Cabriolets sehr grosse Forlschritte gemacht, die das neue Minx-Cabriolet. hier mit versenktem Verdeck abgebildet, zeigt. Drei neue, geräumigere und elegantere Karosseriemodelle — Vordere Einzelradaufhängung heute nicht von jedem neuen Modell gesagt werden kann. Der neue Hillman ist nicht nur beträchtlich geräumiger, sondern auch leichter als sein Vorgänger, denn die viertürige Limousine bleibt noch unterhalb der 900-kg-Grenze, und die neue, unabhängige Vorderradaufhängung mit um 25 mm vergrößerter Spurweite dürfte zaterteilt; der vordere Teil der beiden Vorderfenster kann zum zugfreien Entlüften des Wageninneren ausgeschwenkt werden; der hintere Teil der Hinterfenster ist fest, dafür lässt sich der vordere Teil vollständig in die Türe versenken. Die Polster sind mit Wollstoff überzogen und an den Kantern, die dem Verschleiss am EIN GUTGEFORMTER KLEINWAGEN. Im neuen Hillman Minx haben die Karosseure von Rootes die schwierige Aufgabe gelöst, einen geräumigen Kleinwagen gut zu proportionieren und ihm fliessende, abgewogene Linien zu geben. sammen mit der 6,5 em niedrigeren Karosserie, die nun breiter als hoch ist, eine fühlbare Verbesserung der Fahreigenschaften zur Folge haben. Drei Karosserietypen. Es werden eine viertürige Limousine, ein zweitüriges, vierplätziges Cabriolet und später noch ein « Estate-Car » genannter Kombinationswagen gebaut. Wie schon die bisherigen Modelle seit 1936, sind auch die neuen Karosserien selbsttragend, wobei aber gegenüber der früheren Konstruktion eine > Aenderung zur Erreichung einer grösseren Steifigkeit vorgenommen wurde, wie sie die vordere Einzelradaufhängung verlangt. Zwei über die ganze Länge kastenförmige Längsträger sind mit dem Karosserieboden und dem Karosseriegerippe zu einer Einheit verschweisst, und bei der Limousine wird das Ganzstahldach zur Versteifung des Aufbaus herangezogen. Ein Schiebedach wird wie bei vielen andern englischen Fabrikaten nicht mehr eingebaut. Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse tragen die geschweifte Windschutzscheibe und das sehr breite, ebenfalls geschweifte Rückfenster bei. Gegenüber den vielfach überladenen Kühlerverkleidungen überseeischer Provenienz wirkt die Front des neuen Hillman mit den in stumpfem Winkel zulaufenden waagrechten Zierstreben sehr ruhig. Die Motorhaube lässt sich nach hinten aufklappen und gibt beidseits des Motors genügend Raum frei, so dass alle Aggregate, die der Wartung bedürfen, gut zugänglich sind. Auch die 12-Volt-Batterie wird beim Oeffnen der Haube freigelegt. Die grössere Geräumigkeit der Karosserie ist an den Vordersitzen am augenfälligsten, da an dieser Stelle gegenüber der früheren Ausführung rund 11 cm gewonnen wurden. An Stelle der Einzelsitze wird nun eine durchgehende Sitzbank eingebaut. Der Handbremshebel befindet sich auf der Lenkradseite zwischen Türe und Sitzpolster, wo er gut zugänglich ist und das Ein- und Aussteigen nicht behindert. Unterhalb des zentral angeordneten einfachen Instrumentenbrettes befindet sich ein Handschuhkasten, in den gegen Aufpreis ein passender Radio eingebaut werden kann. Sehr praktisch ist auch das beidseits des Instrumen- ;tenbrettes über die ganze Breite ausgebaute Ablegebrett für kleinere Gepäckstücke. Auf Wunsch ist auch eine Heiz- und Defrosteranlage lieferbar, die sich harmonisch an das Instrumentenbrett anfügt. Alle vier Seitenfenster sind un- stärksten unterliegen, durch breite Lederverstarkungen geschützt Die für ein Fahrzeug dieser Preiskategorie recht reichhaltige Ausstattung umfasst auch eine Sonnenblende, Aschenbecher für Vorder- und Hintersitze und elektrische Innenbeleuchtung. Das Ein- und Aussteigen wird durch eingebaute Federklinken erleichtert, die die Türen im ganz geöffneten Zustand festhalten. Diese öffnen sich alle nach vorn, und die Scharniere sind versenkt eingebaut und von aussen nicht sichtbar. Der schon bei den bisherigen Hillman-Typen recht geräumige Gepäckraum konnte nochmals vergrössert werden. Das Reserverad liegt waagrecht, in einem besonderen Abteil, ebenfalls unter dem abschliessbaren Kofferraumdeckel. Das neue Cabriolet wird unter den Anhängern dieser Karosserieart zweifellos grossen Anklang finden, um so mehr, als seit dem Ausfall der deutschen Fabrikate in dieser Stärkeklasse ein ausgesprochener Mangel an solchen Typen herrscht. Im Gegensatz zur Limousine ist dieses zweitürig und mit Lederausschlag versehen. Dank den grossen, weit nach hinten gezogenen Seitenfenstern haben auch die rückwärtigen Passagiere bei geschlossenem Verdeck eine gute Sicht. Das Verdeck kann entweder ganz geöffnet oder zur Hälfte zurückgerollt werden, was dem Fahrzeug das Aussehen eines Coupes de ville verleiht. Der später lieferbare «Estate car» mit aufklappbarer Rückwand besitzt ebenfalls einen Ganzstahlaufbau. Bei nach vorn geklappten Rücksitzen wird ein Laderaum von 2,5 m 3 frei. LEICHTERER EINSTIEG. . Die Türscharniere sind von 'Fixierklinken unterstützt, die die Türen in offener Stellung festhalten. Technische Einzelheiten. Die technische Spezifikation des Minx darf im wesentlichen als bekannt vorausgesetzt werden, so dass wir uns auf die neuen Merkmale beschränken können. Zu diesen gehört in erster Linie die unabhängige Vorderradfederung. Die Vorderräder schwingen an je zwei leicht nach hinten zeigenden Dreiecklenkern, die ihrerseits an einem starren, kastenförmigen Querträger angelenkt sind. Als Federelemente dienen zwei etwa zur Hälfte in einem zylinderförmigen Preßstück eingelassene Schraubenfedern, die sich auf den unteren, etwas längeren Dreiecklenker abstützen. Im Gegensatz zu der heute vielfach verwendeten Gummilagerung sind die Dreiecklenker in Stahlbüchsen gelagert und mit Schmiernippeln versehen, wodurch eine H I LLMAN Technische MINX Dateni MOTOR: Vierzylinder in Linie, 63x95 mm, 1184,5 cm', 6,04 Steuer-PS, max. Leistung 35 PS bei 4100 T/min, max. Drehmoment 7,5 mkg bei 2400 T/min, spei. Leistung 29,6 PS/Liter, seitengesteuert, Verdichtung 6.3:1, abnehmbarer Zylinderkopf aus Grauguss, Kurbeiwelle dreifach gelagert, geschlitzte Leichtmetallkoiben mit 2 Kompressions- und 1 Oelabstreifring, Druckumlaufschmierung, Oelinhalt 4 Liter, Solex-Fallstromvergaser, mech. AC-Benzinpumpe, Batteriezündung 12 V, 51 Ah, 14-mm-Kerzen Champion L10, Wasserkühlung durch Thermosiphon, Kühlwasserinhalt 9 Liter. KRAFTÜBERTRAGUNG: Einplatten-Trockenkupplung, Vierganggetriebe mit drei synchronisierten Gängen (mit Sperring), Lenkradschaltung, Uebersetzungsverhältnisse, 4. Gang 5,22:1, 3. Gang 779:1, 2. Gang 12,9:1, 1. Gang 18,63:1, Rückwärtsgang 24,84:1, offene Kardanwelle, spezialverzahnter Hinterachsantrieb, halbschwebende Hinterachse. FAHRGESTELL: Selbsttragende Ganzstahl-Karosserie, vorn Einzelradfederung mit Dreiecklenkern und Schraubenfeder, hinten Starrachse an Halbelliplikfedern, Torsionsstabilisator hinten, 4 hydr. doppelwirkende Armstrong-Stossdämpfer, hydr. Lockheed- Vierradbremse mit 2 Primärbacken pro Vorderrad, Trommeldurchmesser 203 mm, Belagfläche 608 cm' Burman-Lenkgetriebe mit veränderlichem UebersetzuncisVerhältnis, Benzintankinhalt 33 Liier, Bereifung 5,00—16. ABMESSUNGEN UND GEWICHT: Radstand 2362 mm, Spurweite vorn 1235 mm, hinten 1232 mm, Bodenfreiheit 178 mm, kleinster Drehkreisdurchmesser 10 m, Gewicht trocken 899 kg, aufgefüllt »34 kg. FAHRLEISTUNGSDATEN: leistungsgewicht trocken 257 kg/PS, aufgefüllt 26,7 kg PS. aufgefüllt mif 2 Personen 31 kg/PS, spez. Hubvolumen trocken 1320 Liter/ Tonne, Luftdrucksatz im 4. Gang theor. 1310 Liter/km, spez. Luftdrucksatz 1455 Liter/Tonnen-km, spez. Bremsfläche 676 cm'/Tonne. GESCHWINDIGKEITS-DREHZAHLVERHÄLTNIS (theoretisch) Drehzahl 1. Gang 2. Gang'3. Gang 4. Gang geschwl T/min -a. km/h ca. km/h. ea. km/h ca. km/h m/s