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E_1949_Zeitung_Nr.003

E_1949_Zeitung_Nr.003

Nur scheinbar günstiges

Nur scheinbar günstiges Bild. Wenn auch die endgültigen Ziffern der französischen Automobilproduktion des vergangenen Jahres zur Zeit noch nicht vorliegen, so ist doch als sicher anzusehen, dass der Voranschlag von 200 000 Fahrzeugen nahezu erreicht und damit der Ausstoss des Jahres 1947 um mehr als 60 000 Wagen überschritten werden wird. Man schätzt die Dezember-Produktion auf rund 20 000 Fahrzeuge, so dass sich also für die vergangenen vier Jahre folgende Entwicklung der Automobilerzeugung ergibt: Vergleichsweise sei hinzugefügt, dass die französische Automobilindustrie im Jahre 1938 im ganzen 227 000 Fahrzeuge herstellte, davon über 80 % Personenwagen. Dieses nicht ungünstige Fazit der Produktion des vergangenen Jahres wird dadurch ergänzt, dass ca. 58 000 Personenwagen (1947 = Si5 000) und 18 400 Camions (23 500) exportiert wurden und dass die französische Automobilhandelsbilanz für 1948 mit einem Devisenüberschuss abschliesst, der (zum Kurs von ungefähr 314) einen Betrag von etwa 70 Mill. Dollar ausmacht. Und doch ist das Bild, wenn man es genau betrachtet, trügerisch. Die Zuteilungen an Stahlblech, dem wichtigsten Halbfabrikat für die Automobilindustrie, sollen im laufenden Jahr nur 123 000 t (pro Monat etwa 1500 t mehr als 1948) betragen. Diese Mengen reichen zur Not für die Herstellung von 170 000 Personenwagen, anstatt der im Vorprogramm vorgesehenen 207 000, während statt der veranschlagten 93 000 Nutzfahrzeuge höchstens 78 500 fabriziert werden könnten. Aber selbst wenn die Stahl- und Eisenzuteilungen im Laufe der nächsten Monate wesentlich erhöht werden könnten, würde der notorische Pneumangel jede Intensivierung der Automobilproduktion hemmen, wurden doch 1948 lediglich 4 Millionen Decken und 3,96 Millionen Schläuche fabriziert. FRANKREICH Die französische Automobilindustrie an der Jahreswende (Von unserem Pariser Korrespondenten) Jahr Gesamtproduktion davon Pers wagen 1945 34 625 S 194« 96 062 32 1947 137,377 48 1948 T98 000 *) SO •) Vorläufig geschätzt. Exportstruktur und ausländische Konkurrenz. Den Kern des Problems bildet nach wie vor die Divergenz zwischen französischem Export und der Versorgung des Binnenmarktes. Die französische Automobilindustrie ist gezwungen, ihre Exporte zu forcieren, um als eine der wichtigsten Ausfuhrindustrien dem Stabilisierungsfonds der Bank von Frankreich möglichst viele Devisen zuzuführen. Aber die Verkaufspreise sind infolge der Preiserhöhungen der letzten 12 Monate an der Grenze des exportpolitisch Möglichen angelangt Der Absatz französischer Wagen im Ausland wird mit ganz wenigen Ausnahmen dadurch erschwert, dass aus verschiedenen Gründen eine wesentliche Steigerung der Qualität ausgeschlossen war und die Konkurrenz des Auslandes sich stärker bemerkbar macht. Der Mangel an modernen Werkzeugmaschinen und die Knappheit an Edelstahlen wirken sich unvorteilhaft auf die Qualität der Produktion aus. Auch quantitativ ist Frankreich im Rückstand. England hat 1948 mehr als 500 000 Wagen, d. h. 150 % mehr als Frankreich, produziert, und selbstverständlich auch ein entsprechend höheres Kontingent an modernen Wagen exportiert. Die wiedererstarkende Leistungsfähigkeit Italiens und neuerdings auch Deutschlands macht sich am Weltmarkt Insbesondere im Absatz jener Kleinwagen bemerkbar, auf deren Förderung die französische Industrie besonderen Wert legt. Nicht zuletzt aber hängt über dem Absatz der gesamten französischen Autoindustrie das Damoklesschwert der USA-Konkurrenz. Die französische Produktion ist und bleibt dagegen so lange gehemmt, als man ihr nicht die Freiheit zurückgibt, so viele Wagen wie sie produziert, auch am Inlandsmarkt abzusetzen. So zwingt denn eine irregeleitete dirigierte Wirtschaft seit über vier Jahren den inländischen Strassenbenützer dazu, seinen ' Bedarf am « Occasionsmarkt» zu decken, der nichts anderes ist als ein offiziell geduldeter Schwarzhandel in mehr oder weniger gebrauchsfähigen Fahrzeugen. Wer sich in Frankreich einen neuen Wagen kaufen will, muss ein umständliches Verfahren über sich ergehen lassen, und dieses Repartierungs- und Kontingentierungssystem gibt ständig Anlass zu Reklamationen. Wir haben bereits früher einmal darauf hingewiesen, dass über 80 ausländische Journalisten, die bei der französischen Regierung akkreditiert sind (darunter auch ihr Korrespondent) seit zwei Jahren vergeblich auf die Gewährung eines solchen Bezugsscheins warten, wiewohl sie offiziell zu der bevorzugten Klasse der «Prioritäre • zählen. Nicht besser ergeht es den Aerzten und den Anwälten. Das Gros der im Inland verfügbaren Wagen geht an die Staatsverwaltungen. Der auch im Ausland Aufsehen erregende Bericht des französischen • Obersten Rechnungshofes» A' IW "OBIL REVUE HITTWOCH, 19. JANUAR 1949 - Nr. 3 rOr dl« Jahn 1946 und 1S47 hat gezeigt, welcher unglaubliche und sinnlose Aufwand an neuen Automobilen in den verschiedenen Zivil- und Militärbehörden getrieben wurde. Vergebens wehren sich die Strassenbenützer gegen diese Irrwege einer überlebten Planwirtschaft, vergebens protestierten bisher auch die Abgeordneten im Parlament oder vor dem « Conseil Sup6rieur des Transports » gegen die Unzulänglichkeiten eines Systems, das nicht mehr in die moderne Wirtschaft passt. Der französische Binnenmarkt wäre längst wieder frei, wenn nicht immer wieder durch neue Rückfälle in den Dirigismus die Bewegungsfreiheit der Industrie und damit auch des Strassenverkehrs eingeengt hätte. So aber wurde der gesamte Automobilverkehr durch das Bezugscheinsystem und die Rationierung der Pneu- und Treibstoffzuteilungen, mit allen ihren bekannten Folgen, methodisch heruntergewirtschaftet Was nützt unter diesen Umständen der Entwurf neuer Prototypen, was nützt die Veranstaltung repräsentativer Autosalons, die nur zum « Sehen » und nicht zum « Kaufen » bestimmt sind? Glaubt man wirklich, dass neue Kleinwagen, die zwischen 200 000 und 300 000 fFr. kosten, als das «Fahrzeug des kleinen Mannes » USA Im Anschluss an die kürzlich in der « AR » veröffentlichten Stellungnahmen zum Abblendeproblem wird uns aus New York geschrieben: Drei grosse amerikanische Organisationen (der Automobile Club of New York, der National Safety Council und der National Highway Research Board) haben übereinstimmend festgestellt, dass rund 60 % der amerikanischen Autofahrer nicht daran denken, beim Begegnen eines anderen Fahrzeugs ihre Scheinwerfer abzublenden. Die absolut und relativ hohe Zahl von tödlichen Unfällen während der Nachtstunden wird in erster Linie auf diesen Mißstand zurückgeführt. Als vor einigen Monaten die Versicherungsgesellschaften gezwungen waren, ihre Prämien zu erhöhen, taten sie das ausdrücklich unter Hinweis auf die vielen Unfälle bei Nachtfahrten, die auf das rücksichtslose Verhalten von Fahrern zurückzuführen sind, die nicht abblenden. Als nahezu ebenso gefährlich wie diese Gruppe werden andere Fahrer angesehen, die erst mit abgeblendeten Lichtern fahren, dann aber, wenn der entgegenkommende Wagen nicht abblendet, Vergeltung üben wollen und nun ihrerseits auf Vollicht umschalten. Wenn beide Parteien geblendet werden, ist die Gefahr eines Unfalls natürlich entsprechend höher. Immer wieder taucht die Frage des polarisierten Lichtes auf. In einer öffentlichen Diskussion, die Mitte Dezember 1948 stattfand, standen sich die Ansichten der Industrie und der Fahrer xa Tausenden Im Inland abgesetzt werden können? Gibt man sich etwa der Illusion hin, das« Preise von 1000 Dollar oder 4000 Schweizer Franken für einen Kleinstwagen (ohne Transportkosten und Zolltaxen) auf die Dauer für den ausländischen Interessenten einen Anreiz bieten? Die grosse Ausnahme — der 4-PS-Renault- Heckwagen — bestätigt nur die Regel. Die Regie Renault hat mit staatlicher Unterstützung ihre Produktion konzentrieren und rationalisieren, ihre Gestehungskosten herabsetzen und ihren Absatz auch im Ausland steigern können. Auf lange Sicht kann aber auch dieses grösste französische Automobilwerk nur dann mit Gewinn arbeiten, wenn seine Wagen den gewaltig aufgestauten Inlandsbedarf zu decken vermögen. So kommen wir denn bei dieser Jahresbetrachtung zu dem logischen Schluss, dass sich Frankreich am Beginn einer Periode allgemeiner Preisdeflation, die notwendigerweise mit einer Schwächung der Kaufkraft der breiten Masse verbunden ist, auch im Automobilsektor, sobald als möglich zu einer planmässigen Steigerung seiner Produktion und damit seines Inlandangebots an neuen Wagen entschliessen muss, wenn es zur wirklichen Prosperität der Automobilindustrie gelangen will. Dr. W. Bg. Das Abblendproblem in den USA. nach wie vor diametral gegenüber. Tatsächlich hat die Industrie bisher nichts getan, um das Blendproblem aus der Welt zu schaffen. Gegen das polarisierte Licht setzt sie sich mit der Begründung zur Wehr, dass hierdurch Kosten entständen, die sich auf 30 bis 80 Dollar pro Auto belaufen. Demgegenüber wenden die Verbraucher ein, dass allein die Chromverzierungen an einem Wagen ebensoviel kosten, ohne die Sicherheit zu erhöhen. Ferner erklärt die Industrie, polarisiertes Licht nütze nur dann, wenn alle Fahrer es hätten. Das Gegenargument hierauf lautet, dass ähnliche Verbesserungen der Sicherheit stets allmählich durchgeführt worden seien. Als beispielsweise Sicherheitsglas für die Scheiben verlangt wurde, rüstete man zunächst alle neuen Wagen mit diesem Glas aus; erst Jahre später wurden Gesetze erlassen, die auch die Besitzer von Altwagen zwangen, zu diesem Glas überzugehen. (Anmerkung: Wahrscheinlich wird man ähnlich auch bei der obligatorischen Einführung von Richtungszeigern verfahren, die der Staat New York erst ab 1. Januar 1950 für obligatorisch erklärt, die heute aber schon bei einer steigenden Anzahl von neuen Modellen mitgeliefert werden.) Mr. J. R. Crossley, der Vizepräsident des New-Yorker Automobilclubs, hat jedenfalls angekündigt, dass er den Kampf für die allgemeine Einführung des polarisierten Lichtes trotz des unverminderten Widerstandes der In- I dustrie fortführen werde. Ernst Behrendt Am vorteilhaftesten kaufen Sie eine €ll=ra@ilül PAUL LINDT, BERN Murtenstr. 17, Tel. 2 62 22 OCCAS1ON Sie erhalten bei uns nur Fahrzeuge, die für diese Marke eine Empfehlung sind. Offiziell« Citroen-Vertretung Der Service-Boy aus Holz für Garagen, Service- und Tankstellen 170 cm hoch. Wetterbeständig! Baster Blickfänger und Bereitschaftsmelder. Beidsoitige Wirkung! 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Nr. 3 - MITTWOCH, W. JANUAR 194« AUTOMOBIL REVUE KURZMELDUNGEN AUS ALLER WELT DEUTSCHLAND Volkswagenprodnktion 1948 nnd Planung für 1949 Mit- seiner Produktion von 19 220 Wagen im letzten Jahr hat das Volkswagenwerk den 1947er Ausstoss von 8940 Stück um über 10 000 Einheiten gesteigert und bringt heute monatlich 2500 Wagen heraus. Für 1949 ist eine Produktion von 40 000 Volkswagen vorgesehen. Der Export nach den bisherigen Bezugsländern soll weiter ausgebaut und auf neue Länder ausgedehnt, und es sollen alle Ausstellungen des laufenden Jahres, einschliesslich der New-Yorker Automobilausstellung, beschickt werden. Anfang 1949 war das Werk noch immer auf ungefähr 9 bis 10 Monate ausverkauft, doch konnte die im Herbst verhängte Annahmesperre für neue Aufträge wieder aufgehoben werden. W. F. Bayerischer Januskopf Zu unserer Veröffentlichung in Nr. 2 über das Ueberhandnehmen von Polizeischikanen in deutschen Ländern, Bezirken und Gemeinden schreibt uns unser Sd.-Korrespondent: « Leider haben die deutschen demokratischen Behörden der Gegenwart vom einzigen Guten des Hitler-Systems, der Förderung des Strassenverkehrs, nichts, gar nichts übernommen. In Bayern z. B. herrscht totales Durcheinander. Da hatte eben die Staatsregierung die ausländische Presse zu einer Rundfahrt in Autos eingeladen, es gab nette Empfänge, gastliche Bewirtungen, es gab Reden..., und auf der anderen Seite kämpfen der ADAC und mit ihm die Presse und Verkehrsinteressenten für Freiheit im Strassenverkehr, die immer wieder behördlich sabotiert wird. In Bayern wimmelte es von Stoppfallen. Sie wurden so willkürlich geschaffen, dass auf eine Eingabe hin der Justizminister die Staatsanwälte anwies, ja keine Strafbefehle mehr ohne Geschwindigkeitsangabe zu erlassen. Auf der einen Seite zeigt sich die Münchener Regierung an der Auto-Touristik hochinteressiert, wie die erwähnte Einladung der ausländischen Journalisten beweist, und auf der anderen Seite übertreffen sich Behörden an Kleinlichkeiten. Fulda im Staate Hessen bestrafte einen bekannten Automobilisten, weil er im Nebel nahe einer Parkverbotstafel, die nicht zu erkennen war, eine Zeit von nicht mehr als drei Minuten parkierte, um sich nach dem Weiterfahrtweg zu erkundigen; und ein ebensostarkes Stück leistete sich die nordbayerische Stadt Münchberg (zwischen Bayreuth und Hof): Dort wohnt der Nestor der Autokonstrukteure, Dr. ing. August Horch. Neuordnung de« Versicherungswesens Die private -Unfallversicherung für Motor- Er hatte am 12. Oktober des Vorjahres seinen fahrzeughalter lag bisher in Italien sehr, im 80. Geburtstag. Di« deutsche Presse und derargen, und die meisten Fälle lassen sich nur Rundfunk hatten darüber schon vorher berichtet durch gerichtliche Auseinandersetzung klären. Selbstverständlich gab's eine Flut von Glückwünschen. Ich selbst durfte als ADAC-Präsidial- Kommission gegründet, welche Vertreter des Diesen Zustand will man jetzt beseitigen. Beim Industrie- und Handelsministerium wurde eine mitglied Dr. Horch die Ehrenurkunde des Clubs Justiz- und des Transportministeriums, des überbringen. Ueber dem "Haustor von Dr. Horch Automobil-Clubs, des Touring-Clubs, des Institutes für Internationales Privatrecht und ver- an ländlich gelegener Strasse hängt eine elektrische Türlampe. Aber während ich drinnen schiedener grosser Versicherungsgesellschaften dem Jubilar die Ehrenurkunde - überreichte, schlich aussen ums Haus ein Polizeimann, notierte die Nummern der Wagen, und die Polizeibehörde Münchberg beging die Schamlosigkeit, die parkierenden Gäste zu bestrafen, weil sie ihre Fahrzeuge « unbeleuchtet geparkt» hatten. Solange sich in den Münchener Ministerien nicht ein Mann findet, der mit Tatkraft und in Klarheit darüber, dass die Zeit der Automobilistenverfolgung vorbei sein und der motorisierte Strassenverkehr im Interesse von Wirtschaft und Volkswohl gefördert werden muss, Taktlosigkeit ä la Münchberg verbietet, solange wird Bayern kein Land für ausländische Automobilisten sein. Videant consules! »' ENGLAND Austin bereitet die 19ö0er-Modelle vor Mit der Gestaltung der äussern Formgebung der I950er-Austin-Modelle ist der bekannte Zeichner Raymond Loewy beauftragt worden, der die Nachkriegs-Karosserien der Studebaker- Typen schuf. Billigere Wagen ? Kaum! Viscount Nuffield, der zu Jahresbeginn auf seiner Reise nach Australien in Kapstadt eintraf, gab der Auffassung Ausdruck, dass eine Preissenkung für britische Personenwagen unwahrscheinlich sei, um so mehr als auch die Löhne, die für die heutigen Preise in erster Linie verantwortlich sind, kaum eine Herabsetzung erfahren werden. In diesem Zusammenhang wies Nuffield darauf hin, dass er die Produktion verdoppeln könnte, wenn er über die nötige Stahlzuteilung verfügen würde. HOLLAND DKW-Fabrikation in Holland? Eine neue holländische Gesellschaft, die «Nederlandsche Automobilfabrik», zieht den Bau von DKW-Personenwagen in Erwägung, wobei sie selber sich mit der Fabrikation von Fahrgestell und Karosserie zu befassen gedenkt, während über die Lieferung der Motoren mit den Motosacoche-Werken in Genf kürzlich Verhandlungen aufgenommen wurden. ITALIEN umfasst/ Zur Diskussion steht die Entschädigungspflicht gegenüber Dritten, die durch Verkehrsunfälle geschädigt werden. Zur Lösung dieses Problems stehen für Italien zwei Wege offen: 1. Die obligatorische Versicherung für den Fahrzeughalter; 2. Die Schaffung eines Garantiefonds, der durch jährliche Beiträge der Fahrzeughalter gespiesen wird. Aus diesem Fonds sollen dann alle durch das Verschulden eines t fondsversicherten » Fahrers sowie andere zu Schaden gekommene entschädigt werden, bei denen sich der schuldige Fahrzeuglenker nicht ermitteln lässt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich Italien der obligatorischen Versicherung zuwenden und damit einen Weg beschreiten, wie er international heute allgemein üblich ist. Die Versicherungssumme für Automobile soll 5 Millionen Lire (für eine verunfallte Person oder für ein Unfallereignis? Red.) nicht überschreiten, doch stehen die Prämien noch nicht endgültig fest So sehr diese Initiative vom sozialen und juristischen Standpunkt aus zu begrüssen ist, darf man doch nicht übersehen, dass das italienische Automobilwesen bereits enorme Fiskallasten trägt. Allerdings ist heute schon etwa die Hälfte der italienischen Automobilisten auf privater Basis haftpflichtversichert. Lpk ÖSTERREICH Jahresrückblick über die österreichische Motorfahrzeugindustrie Nach dem bisher vorliegenden, noch nicht restlos vollständigen Ziffernmaterial hat die österreichische Kraftfahrzeugindustrie im Jahre 1948 neuerdings einen Produktionsanstieg zu melden. Während im Jahre 1947 6590 Fahrzeuge die Fabriken verliessen, ist diese Zahl im abgelaufenen Jahr auf fast 11 600 gestiegen, also um 84%. Auch gegenüber dem letzten Friedensjahr von 1937 .zeigt sich in dieser Stückzahl eine Zunahme um 25%. Wertmässig liegen zwar die Verhältnisse weniger günstig, da die stärksten Erhöhungen bei den Motorrädern und Traktoren eingetreten sind (7000 Motorräder im Jahre 1948 gegen 4300 anno 1947 und 4000 Traktoren gegenüber 324). Auf dem Gebiete der Lastwagen ist anderseits ein Rückgang von 1480 Stück im Jahre 1947 auf etwas über 500 zu verzeichnen, dessen Ursache vor allem darin gesucht werden muss, dass die Produktion des Steyr-Benzin-Lastwagens in den ersten Monaten des Jahres eingestellt wurde, währenddem AUSSTELLUNGEN Liste der Autornobilsalona schrumpft weiter zusammen Wie uns das < Bureau Permanent > in Pari* erklärt, haben Amsterdam und Posen nunmehr endgültig auf die Veranstaltung ihrer Automobilsalons im Jahre 1949 verzichtet, so dass also, nach Italien, nunmehr zwei weitere Länder aus dem vorläufigen Terminkalender gestrichen werden müssen. Dagegen ist es wahrscheinlich, dass sich sowohl Spanien als auch Portugal zur Veranstaltung von Automobilsalons bereit erklären. bg. die Erzeugung des neuen Diesel-Typs erst nach längerer Pause aufgenommen werden konnte. Der starke Anstieg bei den Traktoren erklärt sich aus der Serienerzeugung des Steyr-Diesel-Traktors. Personenwagen wurden auch im abgelaufenen Jahre nur einige wenige (im Porsche-Werk) produziert, die in der Zusammenstellung noch nicht berücksichtigt sind. Durch Umbau und Wiederherstellung gelangten in diesem Sektor ca. 2000 Fahrzeuge wieder in den Verkehr. RUSSLAND Aus der russischen Automobilindustrie Kenner der sowjetischen Autoindustrie nehmen an, dass diese im Jahre 1950 neben 440 000 Nutzfahrzeugen auch 65 000 Personenwagen herausbringen werde. Ein russischer Arbeiter, der sich einen Wagen zu erstehen wünscht, muss vorerst einen Sparbatzen in der Höhe von vier Monatslöhnen beiseitelegen. So bald er über soviel Erspartes verfügt, hat er diesen Obolus dem Verkaufschef des Motorfahrzeugministeriums und der Traktorindustrie abzuliefern. Sofern er in der Hauptsadt wohnt, hat er dann die Chance, bereits vier Tage später im Besitz des Fahrzeugs zu sein. USA Um die New Yorker « Automobilausstellung » Die vor einigen Wochen auch in der « AR » veröffentlichte Notiz über eine Ausstellung europäischer Wagen in New York hat vielfach zu der irrigen Auffassung Anlass gegeben, als bestehe die Absicht, dort eine Art von internationalem Automobilsalon zu organisieren. Wie wir von zuständiger Seite in Paris erfahren, handelt es sich lediglich um eine Privatveranstaltung beschränkten Ausmasses, die vom 5.—10. Februar in der < Armory Hall» in Lexington, Avenue New York, stattfindet und von einem New Yorker Autofachmann durchgeführt wird. Bis jetzt sollen Austin, Hillman und noch eine dritte englische Firma, ferner Renault, Fiat und zwei tschechische Marken ihre Teilnahme erklärt haben. Es scheint, dass seitens des « Bureau Permanent des Constructeurs Automobiles > in Paris, dem die Aufsicht über die Automobilsalons zusteht, kein Einspruch gegen diese Privatausstellung erhoben wurde. Dr. W. Bg. 1949 der neueste, überzeugende Schritt einer konsequenten Entwicklung ! Kiihlerreuleans, KLhlerdecken für jeden Wagen Verdeck« und Ca brioletverdecke aller Arten Polsterüberzüge in jeder Ausführung Bodenteppich« AUTOSATTLEREI HANS KOHLER, ZÜRICH 8, s^i**. aw. T* 340155 in mehr als zehn'Ihriger, zXhez und unentwegter Pionierarbeit haben NASH Motors die selbsttragende Bauweise geschaffen und zu einer bisher unerreichten Vollkommenheit entwickelt. NASH Konstrukteure haben damit den Weg au Ueberwindung eines 'oten Punktes in der Entwick hing des amerikanischen Automob-Ts gebahnt und der praktischen Anwendung modernster technische) Erkenntnisse die Tore geöffnet. Die von Grund auf neue Formgebung der Modelle 1949 büdet — in einer für NASH charakteristisch konsequenien Durchfuhrung — die letzte Phase in der Entwicklung eines lang TOT dem Kriege gefassten Planes. Sicherheit, Leistaag, Fannlgeuehaftes and Kernfort kaben beim NASH «JUrilyte » eiaea so koken Stand erreicht, dass sich daraus eiae eigentlich« Revision des bisherigen Xaaickt «he* Amte*i©büe ergebe* wird. . dl« Ton innen herauf entwickelt«, modernste Spitzenleistung amerikanischer Ingenieurknnst i Chom: Chur: Baden/Wcttingeni Batelt Berni Biel/Nidaet Buchs (St. Gallen): Delsbergi Frauonfeldi Freiburgi Genf. Grenchent Lausannei F. Knibiehler, Garage lugano: Kr8henbühl & Co., Hordstr. 21 luzern/Kriens: Gebr. Hönnl AG., lönpgaßstr. 95 Neuenburg i A. Burgar, Schalgasse 4, Nldou A. Sulser, Garage Oensingent i. Dogwiler, Sinserstrasse Rheinfelden: M. Comminot, Masonserstr. 62 Romanshorns Le Ticle S. A., rte de Böle St. Gallen: Martin Bohrer, Kreuz-Garage Schaffhausent Daler freres, Grand Garage Capltole Schönenwerdi Desjacques & Maillard, rue du tae 4—6 Stein o. Rheini Hermann Fasler, Garage Tagelswangem R. Mettroux, Garage Red Star S. A.. Winlerthuri AUTOMOBILWERKE Badenerstrasse 313 Offizielle Vertretungen: Die selbsttragende Konstruktion der Karosserie ermöglicht eine ungewöhnlich tiefe Schwerpunklage und unfibertreffbare Strasserthaltung. Die Spiralfederong aller 4 Räder in Verbindung mit der selbsttragenden Bauweise ist das Grundelement eines bisher für unmöglich gehaltenen fahrkomfortes. Das « Uniscope » ersetzt das konventionelle Instrumentenbrett und trägt wie die ungewöhnlich breite, gewölbte Windschutzscheibe ohne Mittelstrebe zur weiteren Erhöhung der Fahrsicherheit bei Das NASH « Weather-Eye » System ist die erste automatische Frischluft-, Heizungs- und Defroster- Aniage und eine typische NASH-Eirungenschaft von einzigartiger, vielseitiger Wirkung. Die NÄSH-Doppelbett-Vorrichtnrtg eröffnet nicht nur dem Auto-Tourismus, sondern auch der beruflichen Verwendung des Automobils ganz neuartige Möglichkeiten. Leistung und Wirtschaftlichkeit der NASH-Automobile führten 1948 zu neuen Sparsamkeit*- und Leistungsrekorden in U.S.A. und werden in den neuen « Airflyte »- Modellen durch den « Uniflo-Iet »- Spezialvergtser weiter verbessert FRANZ AG. 1949 Garage Bodmer & Co. AG. Lienhard & Bossert AG., Kriens JL. Segessemann fils, Grand Garage du Prebarreau A. Ackermann, Garage Gebr. Grell, Kaiserstrasse 492 Albert Müller, Garage Helvetia W. Zollikofer, Notkerstrasss 157 Kd. Moser, Garage Tivoli Paul Kaufmann, Garage U. Rickenmann, Garage Gebr Markwalder, Garage H. Kunz, Kreuz-Garage Geiselweidstr. 37 ZÜRICH Telephon (051) 27 27 55 LU LLI 550X16 4 Ply 550X17 4 Ply 600X16 4 Ply 600X17 4 Ply 650X16 4 Ply 650X16 6 Piy 650X15 4 Ply In Pneufragen zum Fachmann: «Pneu Matter hörn» Blöchlinger