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E_1949_Zeitung_Nr.007

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18 AUTOMOBIL REVUE

18 AUTOMOBIL REVUE rnrnroai, I«. remoAS m» - Nr. 1 USA «Kalter Gummi> in den USA (Von unserem New-Yorker Korrespondenten) Am 31. Januar meldete eine New-Yorker Zeitschrift, dass eine Reihe von Privatgesellschaften grösstes Interesse daran zeige, die der amerikanischen Regierung gehörenden Fabriken zur Herstellung von synthetischem Kautschuk zu übernehmen. Der Wert dieser Fabriken beläuft sich auf rund 700 Millionen Dollar. Schon vor einem Jahre waren Uebernahmeverhandlungen eingeleitet worden, wobei damals jedoch die Regierung den Stein ins Rollen gebracht hatte. Die Verhandlungen scheiterten vor allem daran, dass die Privatindustrie befürchtete, synthetischer Kautschuk könne jederzeit von ausländischem Naturkautschuk unterboten werden. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen geht unmittelbar darauf zurück, dass im Laufe des letzten Jahres ein Umschwung in der synthetischen Kautschukproduktion stattgefunden hat. Von privater ebenso wie von Regierungsseite sind Versuche durchgeführt worden, eine neue Art von synthetischem Kautschuk, den sogenannten « kalten Gummi», herzustellen, Versuche, die über Erwarten befriedigende Resultate geliefert haben. Eine Folge hiervon besteht darin, dass schon jetzt die Hälfte der Regierungsfabriken auf die Erzeugung dieses kalten Gummis umgestellt werden. Ebenso ist die Privatindustrie daran, in steigendem Masse die Umstellung auf die Produktion von kaltem Gummi vorzunehmen. Kalter Gummi unterscheidet sich von dem bisher in den USA fabrizierten synthetischen Kautschuk Buna S (GR-S) vor allem durch seine besseren chemischen und physikalischen Eigenschaften. Die Abnutzung von Reifen ist wesentlich geringer als bei jenem. Die aus diesem Material hergestellten Reifen erwärmen sich auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht stärker als Reifen aus Naturkautschuk, während das Heisslaufen bisher einer der Hauptmängel synthetischer Kautschuks war. An Elastizität nimmt kalter Gummi den Vergleich mit Naturkautschuk auf. Für die Industrie ergeben sich insofern günstige Aussichten, als trotz der besseren Eigenschaften des kalten Gummis sein Preis selbst heute, im Anfangsstadium der Produktion, unter jenem des Naturkautschuks liegt; ein. Pfund kostet heute 18 K Cents, ein Pfund Naturgummi 22 '4 Cents. Allerdings ist zwar der Preis von Naturkautschuk alles andere als stabil, und er könnte in nächster Zukunft wesentlich hinuntergehen; umgekehrt rechnet aber die Industrie damit, dass es ihr gelingen wird, durch Rationalisierung und grössere Produktion auch den Preis von kaltem Gummi noch stark zu senken. Die besseren Eigenschaften des kalten Gummis hängen mit der Molekularstruktur zusammen. Die sogenannten Kaltverfahren bewirken, dass' die Moleküle regelmässiger angeordnet stoid als bei den übrigen synthetischen Kautschukarten. Buna S (GR-S) wird bei einer Temperatur von rund 50" C polymerisiert; infolge technischer Schwierigkeiten war es bis vor kurzem nicht möglich, die Polymerisierung bei tieferen Temperaturen vorzunehmen, ohne dass sich die Herstellung derart verlangsamte, dass der ganze Prozess unrentabel wurde. Heute wird bei einer' Temperatur von nur 5 Grad Celsius die Mischung von 70 Teilen Butadien (das entweder aus Petroleum oder aus Alkohol gewonnen wird) und 30 Teilen Styren (im wesentlichen einem Kohlenderivat) mit einer Seife « eniulgiert > und dann mit Hilfe eines Katalysators zur Reaktion gebracht. Nun ist der Ausdruck « kalter Gummi » insofern irreführend,, als mftn ihn in recht ungenauer Weise auf verschiedene synthetische Kautschuktypen anwendet, die nur das eine gemeinsam haben: dass sie bei Temperaturen hergestellt werden, die weit unter der Erzeugungstemperatur des bisher üblichen synthetischen Gummis liegen. Der « kalte Gummi», der bei 5 Grad Celsius gewonnen wird, ist identisch mit jenem, den man schon heute bei der Produktion von synthetischen Reifen verwendet. Ab^r da festzustehen scheint, dass die Eigenschaften von synthetischem Kautschuk sich verbessern, je tiefer seine Herstellungstemperatur liegt, sind die Fabriken seit langem dazu übergegangen, diese noch wesentlich weiter zu senken. Als besonders erfolgreich sollen sich bisher drei Versuchsreihen erwiesen haben, die bei Temperaturen von minus .10, minus 18 und minus 40 Grad Celsius durchgeführt wurden, doch hat man Einzelheiten darüber noch nicht erfahren. Diese «tiefkalten » Gummiarten sind bisher im Handel noch nicht erhältlich; vielleicht werden sie es auch in absehbarer Zeit nicht sein, mit Ausnahme von Bereifungen für Spezialzwecke, z.B. von Armeefahrzeugen für die Ver-, wendung in der Arktis. Dagegen dürfte. der-bei 5° Celsius hergestellte kalte Gummi den üblichen synthetischen Kautschuk in kürzester Zeit verdrängen. Wie schnell die Umstellung erfolgt, ist daraus ersichtlich, dass die Reconstruction^ Finance Corporation beschlossen hat, in acht ä&f Regierung gehörenden Werken für synthe^feche^f Kautschuk die jährliche Produktion an kaltem UMSTEUUNGSPROBLEME — DURCH EIS GELOST Beim Uebergong vom Oisvrolel-Modell 1948 auf d«n diesjährigen Typ mussten wegen der neuen Karowerleformen die bisher verwendeten Riesen-Karosseriepressen durch neue Maschinen ersetzt werden. Die Demontage der auf dem Bild gezeigten (O-Tonnenpresse wurde durch eine geschickte Idee erleichtert: Neben die Säule der Presse schichtete man ein« grosse Anzahl von Eisblöcken auf, auf die sich die Maschine longsam senkte. Infolge des Drucks schmolzen die Eisblöck« allmählich weg, bis das grosse Gußstück sanft die gewünschte horizontale Lage erreicht hotte. Gummi von 21 000 auf 183 000 t zu steigern, ein Produktionsziel, das noch in diesem Jahre erreicht werden solL Die privaten Gummifabriken haben ebenfalls eine erhebliche Expansion ihrer Produktion an kaltem Gummi entweder eingeleitet oder bereits vorgenommen. Während diese Entwicklung zur Erhöhung der Verkehrssischerheit und zur Verhütung von vorzeitigem Verschleiss beiträgt, wird sie womöglich noch weiterreichende Folgen in militärischer Hinsicht zeitigen. Bisher war die synthetische Kautschukproduktion durch private Fabriken nie recht in Schwung gekommen, und die Regierung musste auf gesetzlichem Wege eine Mindestproduktion und -Verwendung erzwingen, um einer möglichen Wiederholung der Gummikrise des zweiten Weltkrieges vorzubeugen. Ein derartiger offizieller Druck dürfte in Zukunft nicht mehr im gleichen Masse notwendig sein. Da kalter Gummi keinen « Ersatz» mehr verkörpert, sondern ausgezeichnete Eigenschaften besitzt, und da er durchaus konkurrenzfähig mit Naturkautschuk zu sein scheint, bedarf die Industrie keines besonderen Ansporns mehr... Ernst Behrendt. USA Summende Trennungslinien Immerfort neue Methoden- werden in den USA angewandt, von denen man sich eine Steigerung der Verkehrssicherheit ^verspricht. Neuerdings führt man auf den grossen AutostrasBen Versuche mit weissen Fahrbahn-Trennungslinien durch, deren Ueberfahren ein für das Ohr deutlich vernehmbares Warnungszeichen auslöst. Das geschieht so, dass man zur Markierung der Fahrbahntrennung einen Zementstreifen in den Strassenbelag c einbaut >, dessen Oberfläche nach einem besondern Verfahren aufgerauht wird. Sobald nun ein Automobilist aus seiner Fahrbahn « ausbricht» und den Zementstreifen berührt, dringt ein Summton an sein Ohr, der ihm die Gefahr zum Bewusstsein bringt, in die er sich begibt. Dem zur Verwendung gelangenden Zement-Aufrauhungsverfahren wohnt zur Nachtzeit ausserdem der Vorteil inne, dass die Trennungslinie, sobald das Licht der Scheinwerfer auf sie fällt, reflektierend wirkt. Zahnräder und andere Getriebeteile für eurpp, und omerik. Fahr» •.euae fabrizieren alsSpeziqlitöt fiebr. Grill, Rhiinfilden Abt. Zahnradfabrik & Auto* Bestandteile Kalseretr. 492 . Tel. (teil 67\ 00 JEEP N«u« Vorderladern . . . . . . . Mau« Hinterladern »r. »O— Fr. SS- S.A.R.E.S., Lausann* - Cm Ville 1393 ZU VERKAUFEN 1 Lastwagen Fargo 2 Tonnen, 16 PS, Occasion, neu gespritzt, mit hydr. Bremsen, in verkehrsbereitem Zustand. Gebr. Zimmerli, Automobile, Reiden. Telephon 833 66. ZUVERKAUFEN Bai 10 Stück Ermässigung Saurer-Lastwagen mit Dieselmotor, 5 Tonnen, Wirz-Kipper, neu generalrevidiert, in tadellosem Zustand, erstklassige Bereifung. Lieferantengarantie. 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Nr. 7 - MITTWOCH, 16. FEBRUAR 1949 AUTOMOBIL REVUE Rekordproduktionspläne bei Buiek Wie Generaldirektor Ivan L. Wiles erklärt hat, hofft Buick, im laufenden Jahre die 1941 erzielte Hekordproduktion von 316 250 Wagen zu übertreffen;. 1948 waren 275 504 Wagen hergestellt worden. Die Lage der Werke ist insofern günstig, als die laufend eingehenden Bestellungen immer noch die Produktion übersteigen. E.B. Amerikanische Ausstellungen Der «New York Times » zufolge hat das Interesse, das die Oeffentlichkeit der General-Motors-Ausstellung entgegengebracht hat, zur Anbahnung von Verhandlungen zwischen allen amerikanischen Werken geführt, die auf die Veranstaltung einer Gesamtausstellung der amerikanischen Autoindustrie hinauslaufen. Als Daten werden Herbst 1949 und Frühjahr 1950 genannt. -*- Die General - Motors - Ausstellung « Transportation ünlimited» wird vom 8. bis zum 15. April in Detroit wiederholt •x. AMERIKALEIDOSKOP Ein Taxameter-Modell von Kaiser Die Kaiser-Frazer Corporation hat die Herstellung von Taxametern aufgenommen und ein Modell auf den Markt gebracht, das im wesentliche» eine Adaptierung des viertürigen 1949 Kaiser Special für den Taxameterdienst darstellt. Neu ist der schwerere Sechszylindermotor; ferner ist der Wagen durch Einbau von stärkeren Stpßstangen, einer massiveren Kupplung usw, eher für den städtischen Kurzstreckenverkehr geeignet. E. B. Radios in Taxi In New York City ist ein interessanter Gerichtsentscheid gefällt worden, der dem Fahrgast, nicht dem Taxameterchauffeur, das Recht zuspricht, die Auswahl des Kadioprogramms zu bestimmen, Zwischen einem Chauffeur und seinem Fahrgast war ein Streit darüber entbrannt, welches Radioprogramm eingestellt werden sollte. Beide Parteien beschlossen, den Streit, dem grundsätzliche Bedeutung zukommt, auf gerichtlichem Wege schlichten zu lassen. Die Begründung hebt hervor, dass dem Passagier nicht zugemutet werden dürfe, « hilflos • dazusitzen und die Lieblingsprogramme des Chauffeurs über sich ergehen zu lassen. E. B. -Tor weiteren Lohnkämpfen in der Autoindustrie ? Die grossen Gewerkschaften der Automobflarbeiter verfolgen mit gespanntem Interesse die Entwicklung des inneramerikanischen Automarktes, da hiervon die Stärke ihrer Position bei den im Laufe dieses Jahres zu erwartenden Lohnkämpfen abhängen wird. Nur bei General Motors dürfte es zu keinen neuen Lohnverhandluhgen kommen, da der im Vorjahre abgeschlossene Vertrag zwischen "der Gesellschaft und der UAW (United Auto Workers) den Arbeitern automatisch eine Erhöhung des Stundenlohns um 3 Cent ab 29, Mai 1949 zusichert. Am 15. Juni erlischt der Vertrag zwischen der UAW und Chrysler und, ungefähr gleichzeitig, jener zwischen den Autoarbeitern und Hudson. Die neuen Verhandlungen werden nur ein Vorspiel zu der (rossen Auseinandersetzung zwischen der UAW .und Ford am 15. Juli bilden. Sollte die Nachfrage nach Wagen auch nur um ein geringes Die Weltproduktion' der Erdölraffinerien erreichte 1948 einen Rekord von 1 435 310 000 IAT tern pro Tag. Diese Leistung (die Zahlen für Russland, die darin enthalten sind, mussten geschätzt werden) überstieg das Vorjahrestotal um ca. 150 Mill. Liter pro Tag, d.h. um 11,7 %. Die Raffinerien der Vereinigten Staaten übertrafen alle früheren Ergebnisse, indem sie 882 360 000 Liter pro Tag verarbeiteten, d. h. 75 520 000 Liter täglich mehr als im Jahre 1947. In den übrigen Ländern betrug die Raffination durchschnittlich 462 330 000 Liter täglich (ohne Russland), was gegenüber 1947 einer Zunahme um 16,7 % entspricht. Sie erklärt sich hauptsächlich aus der Wiederherstellung der im Kriege zerstörten Anlagen in Europa und im indonesischen Gebiet, dann aber auch aus der ständigen Erweiterung der Produktionsgebiete im Karibischen und Fersischen Golf. Die Raffination im Karibischen und Persischen Golf wuchs 1948 um 14 310 000 Liter, bzw. um 16 690 000 Liter pro Tag an. Diese beiden grossen Gebiete verarbeiteten zusammen ungefähr y K Milliarde Liter Erdöl, anders ausgedrückt etwa die Hälfte der ganzen nichtamerikanischen Produktion (ausser Russland) und ca. 16,5 % der Weltproduktion. Der wachsende Nachkriegsbedarf an Petroleum in Westeuropa Hess den Entschluss reifen, Kosten der 1949er-Modelles 400 Millionen Dollar Die Kosten der neuen Maschinen, Gebäude usw., die für die Umstellung auf 1949er-Modelle notwendig waren, haben, einer Schätzung der AMA zufolge, rund 400 Millionen Dollar betra- die Raffination im Verbrauchsgebiet selbst noch gen. Nahezu 100 Millionen entfallen auf die weiter zu steigern. Zur Erreichung dieses Zieles neuen Ford-Modelle; Chryslers Kosten betragen unternahmen die Marshall-Plan-Länder grosse 90 Millionen, der neue Chevrolet kostete 50 Millionen, die neue Oldsmobile-Anlage 10 Milliostellen und zu vergrössern. Hand in Hand er- Anstrengungen, um ihre Anlagen wiederherzunen; hinzu kommen die Umstellungen bei Studebaker, Nash und anderen. Nicht eingeschlossen 59 300 000 Liter pro Tag, also um 51,6 % gegenhöhte sich die Raffinationsleistung 1948 auf sind die Kosten der neuen Packard-Modelle, die über dem Stand 1947 und 43,4 Millionen Liter Mitte 1949 herauskommen dürften. E. B. im Jahre 1938. nachlassen und sollte die Industrie, wie Öles Kaiser bereits fetan bat, zu auch nur vorübergehenden Kündigungen schreiten, so würde der Druck auf den Arbeitsmarkt die Stellung der Arbeiter stark verschlechtern. Dasselbe Ergebnis dürfte eintreten, wenn >die Versorgung der Autoindustrie mit Stahl ^weiterhin uribefriedigend bleibt; Ford beispielsweise rechnet mit Produktionsschwierigkeiten oder -Stockungen auf Grund unzureichender Materiallieferungen. Grossere bei der Gestaltung neuer amerikanischer Automodelle jetzt an seinem «Sättigungspunkt» angelangt. Seiner Ansicht nach hat das Publikum die «glatten Modelle, die alle gleich aussehen, satt»; in Zukunft würden die Fabriken dazu übergeben, nicht nur Modelle herzustellen, die sich von jenen der anderen Fabriken erheblich unterscheiden, sondern auch die Modelle einer einzigen Marke so zu differenzieren, dass sie dem individuellen Geschmack besser entsprechen. . E. B. Die Weltproduktion der Erdölraffinerien 1947/1948 Weltproduktion der Erdölraffinerien (teilweise geschätzt) • 1948 1947 gj>s> in Mill. in Mill. Ja«*" Liier Liter iJ5 Vereinigte Staaten 882,36 806,84 Ü,4 Kanada 38,63 34,02 13,6 Kolumbien 2,23 2,07 7,7 Niederländ.-Westindien 121,14 110,97 9,2 Keine weiteren Preiserhöhungen ? Wie aus Detroit berichtet wird, denkt im Augenblick keines der Automobilwerke daran, die Autopreise 1949 noch weiter zu erhöhen — eine Mitteilung, die noch vor wenigen Monaten unglaubhaft erschienen wäre. Der Grund liegt darin, dass das Publikum angesichts der hohen Preise beginnt, eine abwartende Haltung einzunehmen und die Käufe hinauszuzögern; ferner würden bei den scharfen Abzahlungsbeschränkungen die einzelnen Raten zu gross, wenn es noch zu weiteren Preiserhöhungen käme. — Anfang Februar 1949 rechnete die amerikanische Automobilindustrie mit einer Gesamterzeugung von 6 Millionen Fahrzeugen im Jahre 1949. E. B. Buick verdreifacht Dynaflow-Produktion Die Buick-Werke haben angekündigt, dass die Produktion von Dynaflow-Kraftübertragungen, die gegenwärtig 450 Einheiten pro Tag beträgt, bis zum März 1949 auf 1350 Einheiten gesteigert werden soll. Bei den 1948er-Modellen hatte nur die Roadmaster-Serie den Dynaflow; bei den 1949er-Modellen wird er auch, und zwar wahlweise, in der Super • Serie verwendet. Nicht entschieden ist bisher die Frage, ob Supers mit Dynaflow auch, zum Export gelangen sollen; bekanntlich wurden die etwas schwereren Roadmaster-Modelle mit Dynaflow nicht exportiert, da im Ausland keine Reparaturwerkstätten vorhanden sind. Mit der Erweiterung der Fabrikanlagen von Buick ist wenigstens theoretisch eine Jahresproduktion von 550 000 Wagen möglich geworden, In diesem Jahre rechnet man mit einer Erzeugung von rund 280 000 Stück, d. h. nur 12 000 mehr als im Vorjahre. Eine Produktionserhöhung hängt im wesentlichen davon ab, wieviel Stahlblech erhältlich ist. E. B. Venezuela 14,31 10,65 34,3 Trinidad 11,29 10,97 2,9 Total Karibien 148,97 134,66 10,6 Mexiko 21,62 20,99 3,0 Mehr Komfort für Lastwagenchauffeure Argentinien 15,42 13,04 18,3 Peru 4,77 4,61 3,4 Die amerikanische Industrie bemüht sich Uebriges Lateinamerika 4,13 2,86 44,4 neuerdings, den Lastwagenchauffeuren die Ausübung ihres Berufes zu erleichtern und damit Total westliche Hemisphäre 233,54 210,18 11,1 Frankreich 25,43 15,90 60,0 gleichzeitig T— und vor allem — die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Systematisch werden Grosbritannien 13,20 8,11 62,7 Italien 6,36 4,77 33,3 Versuche unternommen, um die Federung zu Holland 4,77 3,33 42,9 verbessern, Vibrationen abzuschwächen, die Restl. Marshall-Plan-Länder 9,54 7,00 36,4 Fensterflächen zu vergrössern, für eine bessere Total Marsh.-Plan-Länder 59,30 39,11 51,5 Gruppierung" und Beleuchtung der Instrumente zu sorgen, Heizungs- und Klimaanlagen zu installieren und vor allem den Lärm zu vermin- Uebr. Europa (ohne Russl.) 16,22 16,06 1,0 Total Europa (ohne Russl.) 75,52 55,17 36,9 dern, der hauptsächlich zur Ermüdung der Nordairika 7,00 5,24 33,3 Chauffeure und damit zu Unfällen beiträgt. Naher Osten 4,94 14,47 65,9Einige der neuen Modelle, die für den Zweimannbetrieb eingerichtet sind, besitzen sogar Bahrein 23,37 20,03 16,7 Arabien 19,71 17,01 15,9ein Bett für den Fahrer, der nicht am Steuer Iran 72,34 61,69 17,3 sitzt, und ein andere* Modell hat eine elektrische Total Persischer Gol* , 115,42 98,73 16,9 Heizplatte, damit sich der Chauffeur unterwegs Indonesien u. Brit Bomeo 21,30 8,43 152,8 Kaffee kochen kann. Von besonderer Bedeutung Uebrifer Ferner Osten 4,61 3,97 16,0sind diese Verbesserungen angesichts der Tatsache, dass nach einer soeben veröffentlichten Total nichtaraerik. Raffinat 462,33 396,19 16,7 (ohne Russland) Schätzung, am Ende des Jahres 1949 in den USA Russland ' 90,62 82,19 10,37 250 000 Lastwagen in Verkehr stehen werden. Total nichtamerik. Raffinat 552,95 478,38 15,6 Total Weltprodüktion 9 1435,31 1285,22 11,7 E.B. S£c>rip5^£&e