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E_1949_Zeitung_Nr.008

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12 AUTOMOBIL REVUE

12 AUTOMOBIL REVUE WTTWOCH, 2$. FEBRUAR 19*9 - Nr. 8 Die vollkommene Anpassung an die Erfordernisse des modernen Strassenverkehrs Champion 14 PS Commander und Land-Cruiser 19 PS sofort oder kurzfristig lieferbar IMPORTEURE: Basel: Erpag Erdölprodukte AG., Dufourstrasse 25. Bern: P Glauser, Autogarage Burgernziel, Muristrasse 64. Zürich: ßinelli & Ehrsam AG., Automobile, Stampfenbachstrasse 48—56. VERTRETER: Aarau: H. Bruggisser, Automobile. Buchs: O. Blaser, Autogarage. Glarus: Carl Enz, Garage. Hergiswil: Waldstätter-Garage, C. Sieber. Herisau: Garage Wilen, A. Müller. Kreuzungen: K. Siegwart, Autogaroge. Luzern: Koch Panorama Luzern Aktiengesellschaft. Nidau/Biel: Garage Paoluzzo & Co. Ölten: Ring-Garage, G. Frey & von Feibert. Pruntrut: Garage Montavon. St. Gallen: E. W Bodenmann, Adlerberg- Garage. Sargans: Garage D. Joly. Schaffhausen: A. Richter, S f eiggarage. Sehüpfheim: Adler-Garage, E. Enzmann. Sursee: Central-Garage, L. Müller. Weinfelden: Platz-Garage, W. Kropf. Willisau: Rölli & Albisser, Garage. Wie Sie den Minor auch prüfen; immer werden Sie feststellen, dass er eine Fülle interessanter technischer Lösungen aufweist. Darum ist er auch ausserordentlich wirtschaftlich. 4-Platzer-Limousine ab Fr. 5950.— Station-Wagon ab Fr. 6750.- Die Hydro-Kupplung bezahlt sich selbst! Sie verunmoglicht jedes falsche Einkuppeln und garantiert ihnen 0 sicheres und rasches Anfahren in jeder Lage 0 vereinfachtes Starten am Berg 0 kein schädliches und unangenehmes .. «Rupfen» mehr 0 keine durchgebrannte Kupplung, keine Schäden an Getriebe, Kardangelenk and Differential mehr 0- ob einer oder mehrere Fahrer den Wagen benutzen, automatisch immer das gleiche, weiche Einkuppeln 0 keine Wartung, keine Unterhaltskosten 0 Amortisation innert kürzester Frisf Preis; fr.96.— (ohne Montage) ^ y - * • '• 100% Garantie bei fachmännischer Montierung. C. Winkelmann, Aarburg, Tel. (062) 7 35 07 Minör-Verkauf, Bern, Tel. (031) 4 06 61 Garage Hardwald AG., Birsfelden, Tel. (061) 3 77 99 Gebr. Brost, Luzern, Tel. (041) 2 16 13 E. Rihs, St. Gallen, Tel. (071) 2 53 33 Scherrer & Co., Winterthur, Tel. (052) 2 50 00 Gebr. Bärtschi, Worblaufen, Tel. (031) 4 82 82 Minor-Verkauf, Zürich 1, Tel. (051) 32 48 84 MINOR-VERKAUF, AARAU Buchserstrasse 73, Tel. (064) 21455 Werkstätte Safenwil, Tel. (062) 72241 RAYON-VERTRETUNGEN: Jan S.A., Lausanne, Tel.(021)44511 W. Heussler, Fribourg, Tel. (037) 2 20 29 E. Ehrensperger & Sohn, Genf, Tel. (022) 4 W 24 R. Rufer, Neuchätel, Tel. (038) 5 29 tt M. Perey, Renens, Tel. (021) 4 M 60 Ledag S.A., Lugano, Tel. (091) 2 18 81 X - Verlangen verlangen 5 Sie Offerte enterte «nd und unverDmäl unverbindliche Vory"'s'' Ohne Veränderung an Motor oder Kupp- führung bei der Generalvertretung: AS WAG AG., ZÜRICH-ENGE Freigutstrasse 9, Telephon (051) 27 72 25 Regional-Einboustellen sind in der ganzen Schwelx tu* grossere Garagen zu übergeben Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! Gen.-Vertr. f.d. Schweiz: J. Schnyder, SL Niklausstr. 54, Solothurn Lager in Basel ÜNISCÖPE (asst alle KontroUlnstrwmenle direkt tatder Slchtlinte des Fahrers rusammen und •»• möglich« ein« zuverlässige Ablesung, oh*« den Book aas der Fahrrichtung lenken M mOssen. Die schmalen seitUcnen Karosseriapfosten und eine ungewcihnlich breite, ge> wölbte Windschutzscheibe ehne Mute»- strebe bilden tusammen «R der neuartige» Anordnung der Instrument« die Ideale Voraussetzung für vollkommene Fahrzeug. Beherrschung. Die In der Lichtstärke regulierbare Beleuchtung der -SkalS) ist eines der «telen typischen NasH-OateO* iwr CrhStHMtg der FafcrttahariMtt. equeme Anordnung rosste Sicherheit inimaler Kraftaufwand Zu beziehen bei Ihrem Garagisten oder durch OffiZielU Vertretungen den-Wettfnf en: F. Knlblehler, Gange Lugano t Garage BoOmm & Co. AG. Basel: Krähenbuhl & Co„ Hardstrasse 21 Luzern-Kriens: Uenhard & Bossort AG, Bern r Gebr. Hänni AG, Langgasstrasse 99 Kriens Biel/Nldau: A. Burger, Schulgasse 4« Nldau Neuchätel: A. Segessemann Ws Buchs (SO): A. Sulser, Garage Oensingen: A. Ackermann, Garage Cham: J. Dogwüer, Sinserstrasse Rheinfelden: Gebr. Grell, Kaiserstrasse 493 Chur: M. Comminot, Masanserstrasse 63 Romanshorn« Alb. Mutier, Garage Heivetia Oelemont: Le Ticle S.A., routede Bäte St.Gallen: W.Zolliitofer, Notkerstrasse 15 Frauenfeld: Martin BQhrsr, Kreui-Garage Schaffhausen: Kd. Moser, Garage Tivoli Fribourg: Oaler freres, Garage Capitole Stein am Rhein I U. Rickenmann, Garage Geneve: DesJacques &Maillart), 4, rueduLac Schönenwerd: Paul Kaufmann, Garage Grenchen: Hermann Fasler, Garage Tageiswangen t Gebr. Markwalder, Garage Lausannes R. Mettraux, Garage Red Star & A. Winterthur: H. Kunz, Kreuz-Garage NASH «Airflyte. 600 14JP* Fr. 14 90a- Schnellgang .,.. . 390.- Radio . . ., ...» . 620, Matratze für Einerben . 120.- NASH .Airflyte- Ambassador 20 Ps Inkl. Schnellgang Fr. 18 30O.- Radio 52a. Matratze für Einerbett ., 120.- Brantschen & Co., Zürich Rämistrasse 31 Telephon (051) 341722

Nr. 8 III. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 23. Februar 1949 Die viertürige Limousine Vauxhatl Velox besitzt als äusserliches Kennzeichen noch immer die traditionellen verchromten Einbuchtungen auf der Motorhaube. Dieses Bild zeigt die grosse Windschutzscheibe. «ARs-LAAGSTRECKENPRÜFUNGEN VAUXHALL SECHSZYLINDER Ein Viersitzer mit bescheidenen Aussendimeneionen und einem elastischen, kräftigen Sechszylindermotor — Hohe Fahrleistung, aber niedriger Treibstoffverbrauch Punkto Beschleunigung und Bergsteigefähigkeit erreicht der Vauxhall-6-Zyl. das Niveau von manchen modernen Amerikaner Wagen mit Motoren von 15 bis 20 Steuer-PS. Die normale Reisegeschwindigkeit wird in keiner Weise vom Motor diktiert, sondern liegt auf unseren Ueberlandstrassen dort, wo es die Verkehrsverhältnisse und der Fahrer haben wollen, mit anderen Worten irgendwo zwischen 60 und 105 km/h (korrigierter Zähler). Ein Druck aufs Gaspedal genügt, um in wenigen Sekunden eine dreistellige Zahl zu erreichen. Im direkten Gang wird eine sehr hohe Bergsteigefähigkeit geboten; die Steigung aus dem Simmental nach Saanenmöser, die an manchen Stellen 10 % erreicht, wurde mit einer Besetzung von fünf teilweise schweren Insassen ohne ein einziges Schalten in ruhigem Tempo gänzlich im dritten Gang bewältigt. Aber auch im Stadtverkehr kann man das Tempo bis weit hinunter fallen lassen, ohne dass man den Schalthebel berühren muss. Der zweite Gang ist wesentlich mehr untersetzt als der direkte, so dass man ihn normalerweise nicht höher als bis zu 60 bis 65 km/h verwendet; für rasche Spurts im Stadtverkehr und Beschleunigen - nach engen Kurven auf Bergstrassen eignet er sich ausgezeichnet. Mit dem ersten Gang machten wir praktisch keine Bekanntschaft. Er wird mit Zwischengas geschaltet. Neu wurde am Vauxhall die Lenkradschaltung eingeführt, die sich für Dreiganggetriebe immer einfacher verwirklichen lässt als für Vierganggetriebe, wo zusammen mit dem Rückwärtsgang drei statt zwei Ebenen der Schalthebelstellung nötig sind. Zwischen dem zweiten und dritten Gang arbeitet die Synchronisierung tadellos und recht rasch; trotz des kurzen Schalthebels ist nur ein geringer Kraftaufwand notwendig. Während der ersten Prüfperiode trat einige Male ein Klemmen im Gestänge auf; im zweiten Test war dieser Mangel nicht mehr vorhanden. Wohl das auffälligste Bedienungsmerkmal ist die Weichheit und Leichtigkeit, mit der alle Manipulationen vor sich gehen. Bremse, Kupplung, Lenkung und Getriebe verlangen keine bewusste Aufmerksamkeit von seiten des Fahrers, der sich dadurch ganz auf die Beobachtung der Verkehrsverhältnisse verlegen kann. Mit weniger als drei Umdrehungen bei einem Wendekreis von rund 12 m kann die Uebersetzung der Lenkung als ziemlich direkt bezeichnet werden; trotzdem lässt sie, wie oben erwähnt, keine Wünsche an leichteren Gang, auch in Haarnadelkurven und beim Parkieren, offen. Solange die Hinterräder gut am Boden haften, was besonders mit belasteten Hintersitzen der Fall ist, zeigt sich die Lenkung als « stabil» (Untersteuern) und verleiht dem Fahrer besonders in rasch genommenen übersichtlichen Kurven ein berechtigtes Sicherheitsgefühl. Auf welligen und bombierten Strassen sowie bei plötzlich auftretenden Seitenwindstössen, wie sie manchmal beim Verlassen eines durch Wald führenden Strassenstückes auftreten, könnte man sich bei hohen Tempi einen kleineren Bedarf an Lenkkorrekturen vorstellen. Der Rücklauf nach Kurven ist genügend stark. Mit dem kleinen Lenkraddurchmesser befreundet man sich rasch; er wirkt sich günstig auf den Raumbedarf des Fahrers beim Manöverieren aus. Infolge der Strassenverhältnisse bestand keine Möglichkeit, ausgedehnte Bremsversuche, insbesondere über das allfällige Nachlassen der Bremswirkung nach wiederholtem Betätigen, zu Die Konzeption, die der Fabrikant des Vauxhall Velox diesem neuen Modell des englischen Zweiges von General Motors zugrunde legte, lässt sich mit wenigen Worten umschreiben: Ein Viersitzer mit möglichst kleinen Aussendimensionen, aber mit einem sehr reichlich bemessenen, elastischen Sechszylindermotor; mit anderen Worten ein «Kleinwagen» mit der Beschleunigung und der weichen Fahrweise des Amerikaners. Dass diese Formel für viele schweizerische Bedürfnisse besonders geeignet ist, braucht wohi nicht mehr hervorgehoben zu werden. Verwirklicht wurde diese Absicht dadurch, dass der Vauxhall 1949, dessen selbsttragende Karosserie und Aufhängung eine weiterentwickelte Ausführung des bisherigen Vierzylindermotors darstellt, nunmehr nicht nur mit dieser Maschine der Anderthalbliterklasse allein, sondern auch mit einem Sechszylindermotor von fast 2,3 Liter Hubvolumen erhältlich ist. Dieses neue Sechszylindermodell, dessen teilweise verstärkte, der höheren Motorleistung angepasste Bauweise bei seinem Erscheinen ausführlich beschrieben wurde, liegt diesem Prüfungsbericht zugrunde. Der Wagen, ein ohne Voranzeige aus dem täglichen Dienst genommenes Servicefahrzeug, wurde in zwei Etappen, einmal bei einem Kilometerstand von rund 4000 sowie erneut bei etwa 9000 km während längerer Zeit geprüft. Zur Zeit durfte dieser Vauxhall der preisgünstigste Sechszylinder auf dem Schweizer Markt sein. Obwohl die Zylinderzahl im Zeitalter der elastischen Motoraufhängung und der sauberen Auswuchtverfahren an Bedeutung stark verloren hat, schätzt man schon bei der ersten Bekanntschaft den weichen, elastischen Lauf der obengesteuerten Maschine, die ausser einem schwachen gelegentlichen Hämmern im Ventilantrieb keinerlei Unarten zeigt und bis an die obere Montage des Benzinverbrauch-Messapparates im Vauxhall. Der Sechszylindermotor erwies sich als bemerkenswert sparsam für seine Grosse. Grenze ihres Drehzahlbereichs den Gang des Drosselmotors nicht verliert. Die Fahrleistungen, insbesondere der Verwendungsbereich und die Bergsteigefähigkeit des 3. Ganges sowie die Beschleunigung, zeigen deutlich, dass das üblicherweise als Maßstab verwendete Leistungsgewicht (Wagengewicht in kg dividiert durch maximale Bremsleistung des Motors in PS) zur Beurteilung des Verhaltens auf der Strasse nicht ausreicht, da es nur die Eigenschaften bei hohen Drehzahlen berücksichtigt. Ebenso wichtig ist auch das sogenannte spezifische Hubvolumen in Liter pro Tonne Wagengewicht, das erfahrungsgemäss auch bei kleinen Wagen 2 Liter pro 1000 kg Leergewicht nicht unterschreiten soll, wenn eine mühelos erreichbare, hohe Fahrleistung angestrebt wird. Da der Vauxhall-6-Zylinder; der leer nur wenig mehr als 1000 kg wiegt, über 2275 cm 5 Hubvolumen verfügt, ist diese Grenze mehr als erreicht. Das Leistungsgewicht ist absichtlich nicht besonders günstig gehalten, da man die Reserve an Hubvolumen dazu verwendet hat, einen ziemlich langsam drehenden, wenig belasteten Motor zu konstruieren, ferner die Hinterachsübersetzung so zu wählen, dass trotz eines Getriebes mit nur drei Gängen im direkten Gang bei niederer Ge- schwmdigkeit gute Beschleunigung, bei hohem Tempo aber weder übermässige Drehzahl noch Kolbengeschwindigkeit auftreten sollten. Diese Faktoren wirken sich unmittelbar in den Fahrleistungen aus, dürften aber auch auf die Lebensdauer und die Störungsfreiheit des Motors einen günstigen Einfluss haben. MOTOK: 11,5? Steuer-PS, & Zyt. in Linie, 69,5x100 mm, Hubvolumen 2275 cm', 55,5 Brems-PS bei 3300 T/min, man. Drehmoment 14,6 mkg bei 1200 T/min, spez. Leistung 24,2 PS/Liter bzw. 7,4 PS pro Liter und pro 1000 Touren, Verdichtung 675:1. Hängende Ventile, Kipphebel und Stoßstangen, ein Zenith-Vergaser 30 VIG-5, Fallstrom mit mech. Choke, mech. A. C.-Benzinpumpe, Druckumlaufschmierung, A. C.-Bypass-Oelfilter, Batteriezündung Lucas 12 V 53 Ah, Wasserkühlung mit geschlossenem Kreislauf, Pumpe, Ventilator, Thermostat. KRAFTÜBERTRAGUNG: Einplatten-Trockenkupphmg Borg & Beck, Dreiganggetriebe mit 2 geräuscharmen und synchronisierten Gängen, Lenkradschaltung, Übersetzungsverhältnisse 1. Gang 14,1 :1, 2. Gang 6,76:1, 3. Gang 4,125:1, Hardy-Spicer-Kardanwelte, Hinterachsantrieb spiralverzahnt 8/33. FAHRGESTELL: Selbsttragende, gesehweisste Ganzstahlkarosserie, vorn Einzelradaufhängung mit je 1 Längslenker und Torsionsstab, und zusätzlicher Schraubenfeder, hintere Starrachse mit Halbelliptik federn, hydr. Stossdämpfer vorn and hinten. FAHRZEUG, TREIBSTOFF, PRÜFUNG. Limousine, Modell 1949, mit Heizung und Radio. Motor-Nr. LP 2502, Chassis-Nr. LIP 1795. Kilometerstand zu Beginn der Prüfungen 4370 bzw. 8800. Fahrstrecke insgesamt 1900 km, Mittelland und Voralpen, Treibstoff: Bleibenzin mit einheimischen Komponenten. Prüfung: November, Dezember 1948, Januar 1949. GEWICHT UND MASSENVERTEILUNG Trocken Aufgefüllt Aufgef. + 2 Pers. | 150 kg; Aufgef. + 4 Pers. I 300 kg 1040 1091 1241 1391 18,9 19,8 22,2 25,3 Gewichte- Verteilung vorn/hinten in% 54/* 53/47 52/48 49/51 EICHEN DES GESCHWINDIGKEITSMESSERS Zähler km/h 20 40 60 80 100 120 Wirkl. km/h 19 39 57 76 95 114 Kilometerzähler (Reifen 80%): 1 km Zähler = 9t5 m, ähler zeigt '/,% zuviel an. BESCHLEUNIGUNG Belastung 150 kg (2 Personen) In den Gängen 20 - 50 km/h 4,9 See 7,4 • 35—65 km/h 5,9 sec 9,3 sc 50—80 km/h 8,6 sec 10,4 se 65—95 km/h — 12,6 set 80—110 km/h — 18,9 se Die Fahrweise bei hohen und niedrigen Geschwindigkeiten lässt deutlich erkennen, dass der Vauxhall vor allem für den Liebhaber eines bequemen, im mittleren Bereich angenehmen Wagens geschaffen worden ist. Die Federung schluckt den grössten Teil der Unebenheiten auf schlechten Strassen, und auf guter Oberfläche gleitet der Wagen bis gegen sein Maximum sanft und ohne Erschütterung wie ein grosser Amerikaner dahin. Das will nicht heissen, dass bei forscherer Fahrweise nicht genügende Sicherheit geboten würde; nach eingehender Bekanntschaft mit den Eigenheiten, die bei einem eher weich gefederten, komfortablen Gebrauchsfahrzeug mit kleinen Dimensionen meist vorhanden sind, lassen sich erstaunlich hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erzielen. Scharfes Kurvenfahren zeigt keine übermässige Neigung des Aufbaus, wenngleich sie angesichts der Vorderradaufhängung durch Längslenker in Verbindung mit einem nicht übertrieben tiefen Schwerpunkt vorhanden sein muss. Nickschwingungen und Wiegebewegungen werden besonders auf den Vordersitzen kaum verspürt; bei hohen Geschwindigkeiten sind sie für die Passagiere der hinteren Sitze etwas stärker fühlbar. Hauptkennzahlen 11,6 Steuer-PS, 55,5 Brems-PS, 4 Sitze, Verbrauch 10—11 Liter auf 100 km, Gewicht fahrbereit 1091 kg, Leistungsgewicht fahrbereit 19,8 kg/PS, Höchstgeschwindigkeit 119 km/h, Preis der viertürigen Limousine Fr. 9900.— ohne WUSt. Vom Stillstand mit Durchschalten 0 — 50 km/h (1. und 2. Gang) 6,7 sec 0 — 80 km/h (1. und 2. Gang 15 2 sec 0 —100 km/h (1. bis 3. Gang)' 24,9 sec i. « A. R. »-PRÜFUNGSBERICHT Nr. 13 Nachkriegsserie VAUXHALL SECHSZYLINDER Hydr. rmsbremse Vauxhali-Lockheed, Bremsfläch« 685 cm*. Handbremse mech., Lenkung Burman-Douglas, ReifengrSsse 5.25—16. ABMESSUNGEN: Radstand 248,3 cm, Spurweite vorn 1287 cm, hinten 127 cm, Länge 418,1 cm. Breite 157,5 cm, Höhe IM cm, Bodenfreiheit 179 mm. THEORETISCHE GESCHWINDIGKEITS-DREHZAHL- VERHÄLTNISSE Kolben- Drehzahl Geschwindigkeit in km h geschwind. T/min I.Gang 2. Gang 3. Gang in m/sec a 1000 87 16,1 »,? 3,3 b 1200 10,4 19,3 35,9 4,0 e 3300 28,7 53,1 98,8 11,0 d 4000 34,8 64,4 119,9 13,3 b = max. Drehmoment, c = max. Leistung, d « Höchstdrehzahl nach Fabrikangabe. FAHRLEISTUNGSDATEN: Spez. Hubvolumen leer (1033 km), 2,2 Liter pro Tonne, Luftdurchsatz im 3. Gang 2295 Liter pro km, spezifischer Luftdurchsatz 2220 Liter pro Tonnenkilometer. Messergebnisse Messungen durch geeichte, teilweise registrierende Spezkrünstrumente LENKUNG Lenkraddrehungen von Anschlag zu Anschlag: 23 Wendekreisdurchmesser linkst 11,9 m Wendekreisdurchmesser rechts: 12,2 m 1" o -4 C0.X Technische Daten l. Gang 2. Gang 3. Gang 12 bei «0 10 bei 80 HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT Mittel aus 8 Messungen 119 km/h Beste Messungen 121 km/h. GESCHWINDIGKEITEN IN DEN GÄNGEN 1. Gang 30 ffi 2. Gang 60 TREIBSTOFFVERBRAUCH Belastung: 100 kg Durchschn.- Ge «^ind - Gelände geschwind. «» Strassen km/h km/h Fahrweise 45 Ebene, gute Strassen, langsam 5i 80 Ebene, gute Stras- 65 Angaben für den Unterhalt BERGSTEIGFÄHIGKEIT Belastung 2 Personen (150 kg) % bei km/h % bei km/h 100 in« 31 bei 20 16 bei 40 12 bei 40 sen, flüssig Ebene, Voralpen, gute Strassen, rasch Ebene, gute Strossen, Vollgas, wo möglich Verbrauch in Liter auf 100 km 8,6 9,8 11,3 12,9 BREMSVERZOGERUNG Maximale Verzögerung nach Tapley .wischen 60 und 40 km/h, gute Betonstrasse: 88% INHALT DER TANKS: Benzintank 45 Liter, Kühler 4 Liter, Moloröl 6 Liter, SAE 20, Getriebe 1 Liter SAE 90, Hinterachse 2 Liter SAE 140 E. P. MOTOR: Ventilspiel warm Einlass 0,15 mm, Auspuff 0,4 mm, Zündgrundeinstellung 2 vor OTP, Elektrodenabstand der Zündkerzen 07 bis 0,75 mm, Unterbrecherkontaktabstand 0,3 mm, Kerzen AC FV 9 RXDER: Vorspur 0,8 bis 2,5 mm an Felge in Nabenhöhe bei Belastung der Vordersitze von 150 kg, Sturz %\ Vorlauf 9° 34, Reifendruck vorn 1,8 atü, hinten 2,1 ati. Da die Limousine nur vier Fenster hat, kann die hintere Türe breit gehallen sein. An der Basis ist sie dagegen infolge des kurzen Radstandes ziemlich schmal. machen. Für die Bedürfnisse auch eines schnellen Fahrers waren die Bremsen stets ausreichend; auf sehr holpriger Strasse und leerem Hinterabteil bei sehr hohen Geschwindigkeiten' ist etwas Zurückhaltung geboten, da dann nicht immer genügender Kontakt zwischen Hinterrädern und Strasse vorhanden ist. Beim scharfen Bremsen im Gebiet aus über 80 km/h traten in der letzten Prüfungsphase einige Vibrationen auf, die sich durch Geräusche bemerkbar machten. Besondere Beachtung wurde der Vergasung gewidmet, die tatsächlich einige ungewöhnliche Resultate erzielt Vergaser mit Beschleunigerpumpen pflegen sich bei voller Ausnützung der Motorleistung und ungehemmtem Gaspedaldruck als recht gefrässig zu erweisen. Wie die Verbrauchszahlen deutlich zeigen, wurde aber auch bei Durchschnittsgeschwindigkeiten, die vom Besitzer eines solchen Wagens kaum je verlangt werden, keineswegs übermässig viel Treibstoff konsumiert. Wie anlässlich von Versuchen bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten und gleichmassiger Fahrweise festgestellt werden konnte, ergeben günstige Vergasung, geringer Fahrzeugleistungsbedarf und kleine Hinterachsuntersetzung zusammen einen grundsätzlich tief liegenden Verbrauch. Die vom Hersteller geltend gemachte Sparsamkeit des Mehrphasenvergasers besonders bei Teillast hat sich somit als Tatsache erwiesen. An Elastizität wurde dabei nichts eingebüsst; auch mit unserem Wintertreibstoff war kein einziges Loch im gesamten Drehzahlbereich festzustellen. Während der Motor bei niedrigen Aussentemperaturen eine gewisse Zeit bis zum Erreichen einer normalen Betriebstemperatur verlangt (ein Kühlwasserthermometer sowie eine regulierbare Kühlerjalousie fehlen, wie heute leider bei sehr vielen Wagen), verfügt er über ein einwandfreies Kaltstartvermögen. Nur selten ist der Choke ganz herauszuziehen, was auch bei den tiefsten, in diesem Winter registrierten Temperaturen ein sofortiges Anspringen gewährleistet. Trotz übermässiger Belastung der Batterie durch häufige Nachtfahrten und dauernder Verwendung der gegen Mehrpreis erhältlichen, im Prüfwagen montierten Zubehöraggregate, nämlich der Heizung und des Radios, war die Verwendung der Andrehkurbel nie notwendig, was insofern geschätzt wurde, als eine solche Kurbel vom Fabrikanten des Vauxhall als entbehrlich angesehen und nicht mehr geliefert wird, ein Vorgehen, das schon verschiedene amerikanische Firmen eingeschlagen haben. Die Kühlung des Motors dürfte wohl auch schwierigen Verhältnissen genügen, denn der Kreislauf des Kühlwassers ist geschlossen, das Kühlmittel wird unter einem auf 0,2 atü begrenzten Ueberdruck gehalten und siedet somit (auf Meereshöhe) erst etwa bei 105° C. In den Raumverhaltnissen entspricht die Karosserie etwa dem letzt jährigen Vierzylindermodeil, ist also als Viersitzer zu betrachten. Es ist möglich, wenn auch nicht vorgesehen und bequem, auf den Hintersitzen drei Personen im Notfall unterzubringen. Die durchgehender Sitzbänke sind anatomisch richtig dimensioniert: die Verstellung der Vordersitze erfolgt sehr leicht und rasch durch einen stabilen Hebel unter dem linken Sitz. Die Innenbreite auf der