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E_1949_Zeitung_Nr.008

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20 AUTOMOBIL REVUE

20 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 23. FEBRUAR 1949 - Nr. 8 ZU MIETEN GESUCHT für ca. 6 Monafe 6-Tonnen-Diesel-Kipper Offerten an Julius Steiner, Autotransporte, Kaltbrnnn (St. Gallen). 72777(8 4 PL, 7—12 PS, in neuwertigem Zustand, aus Privathand. Cabriolet bevorzugt. Sofortige Abnahme gegen Barzahlung. — Offerten unter Chiffre 72779 an die Automobil Revue, Bern. (8 Offerten an Julius Steiner, Autotransporte, Kaltbrunn (St. Gallen). 72776(8 Lastwagen oder Lastwagenchassis 4—4,5 t Ladegewicht, feste Brücke 4,5—5 m X 2,10— 2,20 m. Neueres Modell. — Offerten sind zu richten unter Chiffre 72841 an die Automobil Revue, Bern. (8 Typ G 4 oder G 5, Wirz-Kipper, auf Abbruch. Offerten unter Chiffre 24245 an die Automobil Revue, Bern. SAURER- LASTWAGEN 2J4—3 Tonnen der sich eignet für Einbau von GR-Saurer-Diesel- Motor. Brücke u. Führersitz müssen in einwandfreiem Zustand sein. Offerten unter Chiffre 72899 an die Automobil Revue. BeTn. 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Irl-Itl*. 23. Febr. 1945 %ürfteAa&a*ifif&4# dki jdufom0$0-/&vue Auf Glimmersuche ans Rote Meer 1000 km auf Pisten, 200 km in weglosem Gelände in einem alten Lastwagen Nachdem unsere geologische Expedition bisher ohne Resultat verlaufen ist, kann ich verraten, wo ich in den letzten zwei Wochen « verschollen » war: 500 km nördlich von Asmara, der Hauptstadt Eritreas, zwischen den beiden Vulkankegeln Tebbo Cale und Adarit, unweit eines Punktes an der Rotmeerküste, die auf genauen Karten mit « Mersa Deresa » bezeichnet wird. Ich nahm an einer Expedition in einem alten V-8-Ford-Lastwagen teil, mit zwei Italienern und sechs Eingeborenen, von welchen der eine Besitzer und Chauffeur war. Die ganze Fahrt kostete etwa hundert Pfund oder tausend Franken. Was Wir suchten? Glimmerplatten, wie sie heute die Atomindustrie und die Elektroindustrie im allgemeinen dringend sucht, Glimmer als eines der stärksten Isolationsmaterialien. Wir basierten uns auf Aussagen eines alten Arabers aus dem Jemen, der vor Jahren in der genannten Gegend eine Kamelladung Glimmerplatten geholt haben will. Wir fanden wohl Platten, nicht aber Glimmer, sondern Gips, unter vulkanischer Hitze auskristallisiert aus Rotmeer-Sedimentgestein, das Vulkankegel durchbrochen hatten, deren Eisenschlacken weite Zonen am Roten Meer bedecken. Wir stiessen aber auch auf stark goldhaltige- Trümmer und Sande. Sie wären abbauwürdig, aber leider ist kein -Wasser (zum Auswaschen) vorhanden. Wir führten unser Trinkwasser für zwei Wochen in Eisenfässern mit, denn wir wussten, dass wir nur längs der Gebirgskette, die die Ebene vor dem Roten Meer vom Hochland des Innern trennt, in einigen versandeten Flussläufen in zwei Meter Tiefe etwas Wasser finden würden. Ausser Wasser hatten wir natürlich unsern ganzen Benzinvorrat und die nötigen Nahrungsmittel mit. Jagdgewehre und Munition verhalfen uns zu einigen Braten (Gazellen und Hasen). Die Zone, die wir durchreisten, ist die Heimat des Kudu, einer Riesenantilope von 1,70 m Schulterhöhe und bis zu 300 kg Gewicht, mit riesigen spiraligen Hörnern. Wir sahen diese Tiere in der Ferne fliehen, begleitet von einigen Straussen. Des Nachts schliefen wir im Freien auf Feldbetten um ein Lagerfeuer, das die eingeborene Begleitmannschaft aus trockenem Akazienholz entfachten. Das Feuer hielt auch die schwarze Hyäne fern, die eine Vorliebe für Autopneus hat, sofern sie sie findet... In der Steppe jagten Chamäleons die Insekten und verschwanden immer wieder in Felsspalten, während dann und wann ein Skarabäus (Pillendreher) aus einem kleinen Sandtrichter auftauchte. Im Gebiet, das wir durchfuhren, besonders in (Sonderbericht von Hans Leuenberger) der Niederung zwischen Hochland und Meeresküste, sind seit drei Jahren keine Weissen mehr gereist. Die eingeborenen Stämme führen dort ein autonomes Leben, besonders der arabische Stamm der Raschaiden, Kamelzüchter, die sonderbarerweise matriarchalisch organisiert sind. Wenn wir uns ihren 1 schwarzen Zelten näherten, ungeachtet ob bei Tag oder des Nachts, kamen zuerst die Frauen heraus, während die Männer demütig im Hintergrund blieben. Die erste Frage war immer: « Habt ihr Kaffee? » Auch Tabak und Seife wurde erfragt, und gerne gab man uns für eine Handvoll Kaffee und einig* Zigaretten ein Zicken aus der Herde, das wir am Feuer rösteten. Die Raschaiden sind im sudanesischen Grenzgebiet als Schmuggler bekannt, wo sie auf ihren schnellen Reitkamelen mit Leichtigkeit entkommen, wenn die Grenzpolizei sie sichten sollte. In den Bergen nördlich von Keren stiessen wir auf einen anderen sonderbaren Stamm, die « Ad Schek », die sich als Nachkommen Mohammeds bezeichnen, ein Volk von Heiligen. Sie waren gerade im Begriff, mit ihren Ziegenherden in die Ebene hinunter zu wändern, wo jetzt die Steigungsregen am Gebirgsrand einsetzen. Die Männer, die die Kamele/führten, sangen fortwährend Suren des Korans, was die Mitglieder anderer Stämme, die ihr Gebiet bewohnen, beeindrucken sollte. Diese Stämme geben den « Äd Scheks » Geschenke, vor allem Ziegen, damit diese • Heiligen » auch ein wenig für sie beten und Allah um Erfüllung gewisser vorgetragener Wünsche ersuchen Nord-Eritrea, das wir aufsuchten, gehört zu, den verkehrstechnisch am wenigsten erschlossenen Gebieten. In den Niederungen ist es fast nur Kamelkarawanen zugänglich, und in den Gebirgen und auf dem Tafelland («Rora») herrscht als Transpprttier das Maultier vor, wenn nicht überhaupt nur Träger in Frage kommen. Wir hatten Gabre, einen Mann vom Stamme der Bileni, als Chauffeur gewählt, weil er der einzige Mensch ist, der heute auf den meist verschwundenen Autopisten Bescheid weiss. Er fährt alle Monate einmal nach Carora an der eritreischsudanesischen Grenze, unweit der Meeresküste, wo er viele kleine Aufträge übernimmt, bis er seinen alten Ford-Lastwagen mit 2% Tonnen beladen hat. Er erspart so den Einheimischen den langen Karawanenweg nach Keren, dem Marktort für ganz Nord-Eritrea. Er bezahlt jährlich eine Autosteuer von rund 350 Fr., darf aber mit der Schmalspurbahn, die Keren mit Asmara und Massaua und im Osten mit Agordat verbindet, nicht in Konkurrenz treten. Das bedeutet, dass Ihm nur eine einzige Piste — also nicht einmal eine Strasse — offen bleibt. Jede seiner Fahrten ist eine Expedition; und so war es auch mit unserer Reise. Mit Ausnahme der Strecken, die über Bergpässe führten, sahen wir kaum viel mehr als Spuren, die durch grosse Steine markiert sind, um dann wieder viele Kilometer durch versandete Flussbetten zu fahren, in denen wir immer wieder stecken blieben. Zwei gelochte Blechdächer halfen uns aber immer wieder heraus. Ein schwerer Sack enthielt ungefähr alles, was auf so einer Reise in Brüche gehen mochte, besonders Bolzen, Federn und Motorenteile, allerdings schon gebrauchte « Ersatzteile ». Unser Ford war eigentlich schon kein Ford mehr, sondern eine Kombination aus mindestens vier Wagen: etwas Fiat, ein wenig Ansaldo und sogar ein Stück Mercedes... Wir hatten so schwer geladen, dass man dies bei uns in der Schweiz als mindestens zweimal überladen bezeichnen würde. Stundenlang fuhren wir in sandiger Steppe und Wüste, wobei die Räder im kleinsten Gang nur schwer eingriffen und oft leer mahlten. So wie die Eingeborenen hier mit Motoren umspringen, würden wir nie zu fahren wagen. Einige unserer Pneus waren mit Schrauben und «Kontermuttern» zusammengehalten. Besonders von Hyänen angefressene Stellen zeigten eine ganze Sammlung dieser Doppelschrauben, mit denen ein Stück aus einem anderen Pneu aufgeschraubt war... Wir fuhren sehr oft durch Gestrüpp mit bis zu vier Zentimeter langen stahlharten Dornen (die übrigens das Kamel ohne weiteres mit den Zweigen frisst!) und hatten nie" eine Pneupanne. Was durch einen Kamelhals geht, scheint auch einem Autoreifen nichts anhaben zu können. Wenn wir im sandbeladenen Khamsin, dem Wüstensand aus dem Osten, einer Kamelkarawane begegneten, die im Tag 20 bis 30 km zurücklegt, nahmen wir gerne die Schwerarbeit auf uns, die mit der Autoreise verbunden war. Denn wir rechneten aus, dass wir für dieselbe Expedition mit Kamelen über einen Monat gebraucht hätten. Hier wird einem die ungeheure Bedeutung des Automobils so recht bewusst. « Zivilisation ist Transport > sagt irgendwo der englische Kolonialschriftsteller Rudyard Kipling, Hier, wo zwei Transportmittel einander begegneten, deren eines nun Jahrtausende ablöst, wird uns dies Wort doppelt klar. Aber die Eingeborenen auf unserem Lastwagen gehören noch der alten Zeit an. Die koptischen Christen und die f Mohammedaner konnten sich nicht entschlipssen, einen Hasen zu essen, den wir getötet' hatten, weil Kopten und Mohammedaner dem Tier auf andere Weise den Gnadenstoss versetzen als wir... Ueber etwa hundert Kilometer hinter Keren führte uns die Reise durch eine Landschaft von Affenbrotbäumen (Baobab), die riesige Ausmasse erreichen. Die Hänge sind mit Boswellia bewachsen, einem Baum mit papierartig sich lösender gelber Rinde, aus der ein Harz quillt, das hier zur Erzeugung'von Weihrauch verwendet wird. Der Leiter unserer Expedition, ein Italiener aus Maitand, entdeckt unter dem Schmuck einer Raschaida-Frau alte italienische Silbermünzen. Die Raschaida-Frauen tragen als Mohammedanerinnen den Gesichtsschleier, der aber mit Perlmutter aus dem Roten Meer bestickt ist. Unter den Raschaiden herrscht das Matriarchat, also Frauenherrschaft. Meist blieben wir auch dann stecken, wenn wir aus den sandigen Flgssbetten herauszukommen trachteten. Links ist das Lochblech sichtbar. Zwei solcher Bleche ermöglichen das < Aussanden >. Unweit des Roti unsere Zelte oten Meeres, am Fusse des cAdam-Tores>, wie der letzte Bergzug vor der Küste genannt wird, schlagen wir für zwei Tage auf. Die fast 70 km breite Tiefebene längs des Meeres ist jetzt Wüste. Die vertrockneten Gräser grünen nur kurz nach einigen Regerifällen im Winter auf.