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E_1949_Zeitung_Nr.008

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Der unsichtbare

Der unsichtbare Begleiter Es war kalt und feucht, ein dunkler, trostloser Herbstabend, Wir kamen von Süden her Über die Gotthardstrasse gefahren. Vermischt mit Schnee, peitschte der Regen flach gegen die Scheibe, und der Nebel umschloss uns dicht und zäh. Das Auto kletterte mühsam durch die vielen Kurven. Die begegnenden Wagen sahen wie Phantome aus, dunkle Flecke in einem milchigen Grau, die auftauchten und wieder verschwanden, wesenlos, unwirklich und schattenhaft. Es war fast unheimlich, wie sich diese modernen Maschinen in mittelalterliche Spukgsstalten verwandelten. In den Kehren der ffremolaschlucht wurde es Nacht Die Finsternis kam von einer Minute zur andern. Aber die Scheinwerfer vermochten sie nicht zu durchdringen wie sonst, der undurchsichtige Nebelbrei warf das Licht scharf zurück. So mussten wir vorsichtig den Wehrsteinen nachschleichen, die einzig noch sichtbar geblieben waren. Auf der Höhe schneite es dicht und in grossen Flokken. Nun tappten wir vollends im Ungewissen. Beim Hospiz hielten wir an. Wir wollten uns wärmen, etwas Heisses trinken. Als wir in der Wirtsstube sassen, meinte der Freund: «Bleiben wir doch heute abend hier, wir könnten uns diese halsbrecherische Fahrt durch die Nacht wirklich ersparen.» Ich liess mich gerne überreden, denn diese noch über 100 km weite Heimfahrt lockte mich tatsächlich nicht mehr. Ich stellte den Wagen ein. Wir assen und plauderten. Es mochte 10 Uhr vorbei sein, als wir das Geräusch eines herannahenden Automobils hörten. Es hielt an. Der Motor verstummte. Wir blickten gegen die Türe. Es ging nicht lange, da traten die neuen Gäste, ein Herr und eine Dame, samt Wind und Schnee, ein. Bald kamen wir ins Gespräch. Die Plauderei drehte sich um das schlechte Wetter, um Motoren, um Herkunft und Ziel. « Ursprünglich hatten wir die Absicht, heute bis Mailand zu fahren», sagte der späte Gast. In fragendem Ton setzte er hinzu: « Sie würden es wohl vorsichtiger finden, wenn wir hier blieben? » « Wenn Sie Zeit haben, sicher! » Auch die Frau mischte sich jetzt ins Gespräch: «Nein, nicht weiterfahren, das war schrecklich genug. » « Meine Frau sieht heute abend Gespenster », lachte der Mann etwas gezwungen. « Die Schattenspiele der Scheinwerfer, die Bewegungen des Nebels haben sie nervös gemacht. » «Du musst selbst sagen», entgegnete sie, « dass es unheimlich war. Diese Schatten, wie du es nennst, hatten etwas fast Körperliches an sich. Man konnte sie beinahe greifen. Und hast du selbst nicht auch einmal erschreckt nach hinten geblickt, um zu sehen, ob nicht noch ein stummer Mitfahrer im Wagen sässe? » « Nur weil du so steif und fest es behauptet hast. Auf jeden Fall sass niemand hinten. » Die beiden verstummten eine Weile. Dann meinte der Ankömmling: «Man hört so viel Grausliches und Verworrenes von sogenannten übernatürlichen Phänomenen. Ich glaube nicht daran. Ich bin Ingenieur, in meiner Welt gibt es so etwas nicht, und ich finde, wir haben auch sonst noch Rätsel genug auf unserem Lebensweg zu lösen. Kennen Sie vielleicht die Geschichte von der wunderbaren Rettung zweier Automobilisten? Die Zeitungen schrieben davon. Da sahen zwei in der Nacht plötzlich einen flügelschlagenden, schattenhaften Engel, der vor ihnen herflog. Nun, sie'wollten sich nicht ins Bockhorn jagen lassen; sie fuhren langsam, fuhren rasch, legten unvermutete Kurven ein, immer war dieser Engel da. Was war los? Sie starrten gebannt auf die Erscheinung, die wahrlich übernatürlich genug wirkte. Schliesslich waren sie mit ihren Nerven am Ende. Sie hielten an, und Eine Erzählung von Alfred Graber. •was fanden sie? Einen harmlosen Falter, der irgendwie hinter die Glasscheibe des Scheinwerfers gekommen war. Der Schmetterling vollführte im Lichtkegel seine Kapriolen, die ins Riesenhafte vergrössert auf der Strasse, an Hauswänden und Böschungen ihr Schattenspiel' trieben. Dass das Auto in diesem Augenblick ausgerechnet vor einer eingestürzten Brücke stand, halte ich für die Erfindung eines Zeitungsmannes, der die Geschichte zur Sensation; aufbauschen wollte. So schnell rettet ein Schmetterling Menschen nicht. Im. übrigen gibt es von dieser Geschichte auch noch eine Fassung mit der Eisenbahn. Muss ich betonen, dass sie ebenso erbaulich endet? Der Falter sass in der Laterne der Lokomotive und rettete den Zug vor dem Sturz in den Abgrund. » Mein Freund schüttelte den Kopf. c Es ist leicht, merkwürdige Vorkommnisse an Hand solcher Beispiele lächerlich zu machen. Es gibt aber noch genug unerklärliche Begebenheiten. Wie oft reisten wir doch schon bei Nacht allein mit dem Wagen über Land, und plötzlich hatten wir das Gefühl: Jetzt ist einer da, neben dir, hinter dir, und wir wissen nicht, was er will, was er ist. Vielleicht ist es ein toter Freund, vielleicht ein Warner, vielleicht das Schicksal, vielleicht unser zweites Ich, vielleicht auch der Tod. Wer kann es sagen? Diese Erlebnisse gibt es; viele Leute haben solche Begegnungen gehabt. Ich kann sie auch von mir aus bestätigen, und ich glaube daran. Ich glaube nur, dass sie uns nicht mit irgendwelcher Gespensterfurcht erfüllen sollten, nein, sie sind etwas ganz anderes: Zeichen einer Welt, die für uns nicht fassbar ist, die aber nichtsdestoweniger existiert. Ich möchte, weil wir schon hier zusammensitzen, eine Geschichte erzählen, die ich selbst erlebt habe, die in diesen Rahmen passt, und für deren Wahrheit ich einstehen kann. Es ist ausserdem eine Autogeschichte: Es sind jetzt gute acht Jahre her. Ich war damals ganz unabhängig, hatte etwas Geld und befand mich — so merkwürdig es auch klingen mag — allein mit meinem kleinen Auto auf einer Spanienreise. Ich fuhr immer gerade dorthin, wohin es mich lockte; die Entfernungen spielten keine Rolle. Ich reiste so ziemlich durch ganz Spanien auf meinen Autoreifen, nicht nur das bekannte, übliche Spanien, nein, auch durch das den Fremden unbekanntere, abseitigere und darum um so ursprünglichere Spanien. Im Südzipfel der Halbinsel unten dachte ich aber dann doch endlich an die Heimkehr. Über Sevilla und Cordoba bummelte ich nordwärts nach Madrid und dann weiter über Salamanca, Burgos und Saragossa nach Barcelona. Dort nahm ich wieder etwas Fühlung mit dem, was wir unsere moderne Welt und Zeit nennen. Dann besuchte ich zum Abschied noch den Montserrat, auf dem die Gralsburg gestanden haben soll, und als ich mir in der Nacht darauf die Heimreise ernstlich überlegte, stiess ich in meinem Reiseführer auf eine Schilderung von Granada. Dabei wurde mir bewusst, dass ich Granada auf meinen Streifereien vergessen hatte, und ich bildete mir ein, dass ich Spanien nicht verlassen dürfe, ohne Granada gesehen zu haben. Zeit hatte ich freilich nicht mehr viel, ich musste mich also zu einer grösseren sportlichen Leistung aufraffen und wettete, mangels eines andern Partners, mit mir selbst, dass ich die Strecke Barcelona—Granada — was so beiläufig etwas über 1000 km sind — an einem Tage zurücklegen werde. Ich brach um vier Uhr in der Frühe auf und liess laufen, was der kleine Wagen hergab. Er hielt sich prächtig. Die Hauptstrassen sind breit, und wo sie dazu noch gut sind, konnte ich mit höchster Geschwindigkeit fahren. Damals hatte man gerade die neuen Kurven ausgebaut, in die sich die Wagen so prächtig einschmiegen, wie die AU lU-MAUAZIN Bobsleighs in ihre Rennpisten. Das war für mich herrlich, und ich sang mit dem Motor ein Loblied auf Spanien um die Wette, wenn verschiedene schlechte Strassenpartien mich auch wirklich durch und durch rüttelten. Dazu musste man damals auf der Hauptstrasse Barcelona— Valencia stellenweise Flussbette durchqueren, da es keine Brücken gab, ein Experiment, das sich nur bei trockener Witterung mit Erfolg durchführen liess. Bei ungünstigem Wetter musste man die längere Strasse durch das Landesinnere nehmen. Ich war in Form. Das Meer, das mich auf lange Strecken begleitete, begeisterte mich, und ich spürte die Hitze und den Staub der Strasse kaum. Kurz und gut, ich schuftete auf anständigen und schlechten Strassen, die Mittagsrast und das Tanken inbegriffen, ein Stundenmittel von etwa 60 km heraus. Vor sechs Uhr abends hatte ich Almeria passiert und näherte mich Motril, wo sich die Strasse nach Granada landeinwärts wendet. Bei Adra nahm ich einen wandernden Hirten auf, der mich auf den Gedanken brachte, nicht die grosse Strasse zu nehmen, sondern vor La Rabita abzuzweigen und über Orgiva nach Granada zu fahren. Mit der Verständigung happerte es natürlich etwas, aber nachdem ich meine Karte zu Rate gezogen hatte, hielt ich die neue Lösung für die richtige und bessere. Sie war — an sich betrachtet — durchaus richtig, -wenn auch nicht besser. Ich lenkte also in das bachbettartige Strässchen gegen Albunol ein, lud meinen dankbaren Hirten wieder ab und steuerte mit einer immer weiteren Aussicht auf das Meer zur Passhöhe des über 1000 m hoch liegenden Puerto de Camacho, den ich mit den letzten Sonnenstrahlen erreichte. Ich war rechtschaffen müde, aber die fast überirdisch schöne Erscheinung der verschneiten Sierra Nevada vermochte mich doch noch zu entzücken. Ich hielt das Auto an, stieg aus, legte mich hin in dieser riesengrossen Einöde, um mich auszuruhen und — schlief ein. Ich mochte etwa eine Stunde geschlafen haben, als mich der kühle Nachtwind weckte. Weit und breit kein Mensch, kein Haus, kein Licht, nur die grosse Stille. Ich kletterte schlaftrunken und mit benommenem Kopf in meinen kleinen Zweisitzer zurück und begann mit der Abfahrt. Noch etwa 70 km waren es bis Granada, wie ich feststellte. Das musste zu schaffen sein. Eine schmale, engkurvige Strasse führte abschüssig zur Tiefe. Schon nach ein paar Metern musste ich wieder anhalten. Ein grosser Stein lag mitten im Weg. Ich wälzte ihn zur Seite. Soweit ich im Scheinwerferlicht etwas sehen konnte, fuhr ich durch eine bizarre Felslandschaft, wie ich sie noch nie im Leben angetroffen hatte. Alles war wild und chaotisch wie am ersten Tag der Schöpfung, eine versteinerte Welt, eine Mondlandschaft. Zacken und Kanten standen gespenstisch im Licht, dann fiel der Scheinwerfer plötzlich wieder in eine abgrundtiefe Leere. Ueber mir leuchteten die Sterne; sie waren das einzige Vertraute auf dieser mir so unvertrauten Erde. Käme doch bald ein Haus, ein Licht oder ein Mensch! Wie würde ich mich freuen. So aber stieg die Angst in mir auf, die Angst vor dieser Nachtseele der Welt, die Angst, wie sie unmittelbar nirgends auftreten kann als in einer solchen Menschenferne. Ich fuhr unendlich langsam, immer auf Hindernisse gefasst. Ich hatte Sinnestäuschungen. Einmal glaubte ich eine Herde Schafe vor mir zu sehen: es waren weisse Steinblöcke; ein andermal einen Menschen; es war nur ein dunkler, spitzer Fels. Aber sass denn nicht einer mir schon die längste Zeit zur Seite, ein stummer Begleiter? Plötzlich spürte ich mit Bedrängnis, dass ich wirklich nicht mehr allein war, dass sich jemand neben mir befand. Ich riss mich zusammen, aber ich wagte noch nicht,, nach links zu blicken. Ich spürte diese unheimliche Gegenwart sicher. Was sollte ich tun? War ich denn verrückt? Jetzt zwang ich mich hinzusehen. Der Platz war leer, natürlich leer, ich wusste es ja; mein Verstand triumphierte, und kaum hatte i6h die Augen wieder auf das Strassenband geheftet, da war ,er' wieder da. Wer? Der Warner, das Schicksal, der Tod? Der Tod, der hier in dieser Nacht mein übermüdetes Gehirn belauerte. Ein Einnicken, eine falsche Bewegung, und ich war in den Abgründen zerschellt. Sollte ich gewarnt Nr. I werden? Eigentlich hatte ich nicht dieses Gefühl, sondern ein anderes: dass noch jemand mitreisen wollte durch diese menschenferne Nacht. Und wenn ich jetzt nach links schaute, da wich diese schattenhafte Gestalt auch nicht mehr vom Platze. Sie war da, bläulich und fast durchsichtig und schaute starr nach vorne. Das ist ja Wahnsinn, versuchte ich mich zu trösten. Und ich hastete weiter. Immer noch war die Strasse unheimlich schmal. Und jetzt fuhr mir der Schreck vollends in die Glieder. Bei einem flachen Wegstück merkte ich, dass der Motor streiken wollte; sein Gang wurde unregelmässig. Wahrscheinlich waren die Kerzen durch das lange Bergfahren verölt. Diese Erklärung fand ich aber erst viel später; im Augenblick kam mir der Vorgang durchaus übernatürlich vor. Schliesslich blieb mir nichts anderes übrig als anzuhalten. Muss ich mein Entsetzen beschreiben, als ich gerade vor meinem Wagen im Lichte der Scheinwerfer einen regungslosen Menschen quer über die Strasse liegen sah? Er war in eine reiche, bunte, etwas altmodische Landestracht gekleidet. Plötzlich wusste ich es mit unumstösslicher Gewissheit: das ist mein Begleiter von vorhin. Hier lag er auf der Erde, und der Sitz neben mir war leer. Ich lehnte mich halb ohnmächtig gegen den Wagen und versuchte meiner fünf Sinne einigermassen Herr zu werden. Dann trat ich näher und sah, dass dem Menschen ein Messer im Rücken steckte. Er war tot, ermordet. Und zu dieser grausigen Begegnung war ich 16 Stunden gefahren! Ich wagte den Toten nicht anzufassen. Ich muss ihn mitnehmen, ging es mir durch den Kopf. Aber ich konnte einfach nicht! Ich hätte ihn liegen lassen, wie er war, wenn ich das Auto an ihm vorbeigebracht hätte, ohne ihn zu überfahren. Aber das war unmöglich. So begann ich, ihn mit dem Fusse vor mich herzuschieben, und schliesslich rollte der Tote zwischen ein paar Steine am Strassenrand. Der Weg war frei! 'Das war das einzige, was ich noch denken konnte, und es wunderte mich nicht einmal, dass sich der Motor erholt hatte. Ich flüchtete wie ein Verbrecher. Gejagt von Furien kam ich nach Orgiva; ich weiss selbst nicht wie. Vor einem Wirtshaus machte ich Halt; mein Gesicht war bleich und grau, meine Widerstandskraft war zu Ende. Ich schüttete ein paar Schnäpse herunter und verlangte ein Zimmer. Ohne mich auszukleiden, warf ich mich auf das Bett. Das Erlebnis quälte mich aber nicht mehr lange. Ich schlief schwer und traumlos. Durch das Krähen unzähliger Hähne erwachte ich; es war ein Konzert sondergleichen, wie man es in der ganzen Welt wohl nur in Spanien erleben kann. Der Tag war im Anbrechen und voller Herrlichkeit. Ich konnte mir erst nicht erklären, wo ich mich befand, und nur ganz allmählich kam mir die Erinnerung an die Nacht, an den Toten, und das alles schien mir so unmöglich, dass ich es für einen bösen, wilden Traum, für eine Erscheinung meiner übermüdeten Sinne hielt. Ich war zufrieden mit dieser Lösung, die ich mir am heiterhellen Morgen ohne Schwierigkeit einreden konnte. Ich spazierte im Freien und freute mich an der Landschaft. Die Wette gegen mich selbst hatte ich zwar nicht gewonnen; mir fehlten immer noch gegen 60 km bis Granada, aber das war ja auch vollkommen gleichgültig. Ich setzte mich zum Frühstück, und ich muss sagen, ich hatte einen wahren Bärenhunger. Der Wirt kam selbst herbei und erkundigte sich nach meinem Befinden. Dann meinte er plötzlich: ,Sie kommen doch vom Meer her "über den Puerto de Comacho.' Ich nickte, und ein plötzliches Unbehagen überfiel mich. ,Ist Ihnen da nichts aufgefallen, haben Sie nichts bemerkt?' ,Ja... nein... ja doch. Eigentlich hätte ich es gleich gestern sagen sollen oder bei der Polizei melden. Auf der Paßstrasse fand ich einen Toten, einen toten Mann mit einem Messer im Rücken. Er lag da quer über die Fahrbahn. Ich hatte einen solchen Schreck, dass...' Der Wirt brach in ein lautes, schrilles Gelächter aus. Blitzschnell ging es mir durch den Kopf: er ist übergeschnappt. Ich ballte die Fäuste zur Verteidigung. Ich wollte ihm sagen: Sie möchten doch nicht behaupten, ich hätte diesen Mann erstochen. Was hätte ich für ein Interesse daran haben können; ich bin ja ein •»•» r«k..... 1 IIXM MARTIGNY werden die Vorzögt Ein Problem ist gelöst: Sie fahren gut. wenn Sie bei Nervosität eine Kur durchführen mit KERN'S HOMOVIS für Herz und Nerven für Männer Es bessert Nervosität, nervöse Herzbeschwerden, unruhigen Schlaf und wirkt allgemein beruhigend für Herz und Nerven. 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Ir.l AIT0-IASA2II III Fremder. Ich komme von Barcelona und will nach Granada. .Einen Toten... Polizei.,.', prustet« der Mann mühsam mit seinem grausigen Gelächter hervor. .Wissen Sie, wer das war, dieser Tote? Eine Wachsfigur aus einem Panoptikum, das für ein paar Tage hier in Orgiva zu sehen ist. Die Leute werden froh sein, wenn sie gerad« diesen Kerl wiederfinden, denn er zieht aro meisten von.allen. Kr ist eine populäre Figur au« der Gtgend hier und lebte vor etwa 100 Jahren. Irgendein reicher Freier wurde am Hochseitttag« von seinem Nebenbuhler umgebracht, und seither soll der Tote herumspuken, weil sein Mör» der damals der irdischen Gerechtigkeit entging.' .Spuken, sagen Sie!' Ich ereählte dem Wirt die Fahrt mit meinem schattenhaften Begleiter. Er war gar nicht erstaunt: .Sehen Sie, es »timmt. Er fuhr mit Ihnen, um zu verhindern, dass Sie seine Wachsfigur zermalmen." Anders schien es dem Wirt gar nicht möglich zu sein, und er verliess mich eilends, um den fahrenden Komödiant ten mitzuteilen, wo sie ihre wertvolle Wachspuppe finden könnten. Zwei Stunden, später war ich in Granada, » Mein Freund hatte seine Erzählung beendet « Ich bin froh », meinte der Ingenieur, • dass diese düstere Gespenstergeschichte sich auf eine so natürliche Weise löste, schon wegen meiner Frau. Wir danken für die prächtige Unterhaltung und möchten uns jetzt zurückziehen«» Die beiden verabschiedeten sich. Wir blieben noch eine Weile sitzen. Draussen rüttelte der Wind ungestüm an Tor und Fenster. Es schneite immer noch. Mein Freund schüttelte den Kopf: «Ach, die Menschen unseres aufgeklärten Jahrhunderts mit ihrer Eilfertigkeit I So einfach Ist die Lösung meiner Geschichte denn doch nicht. Schliesslich bleibt die Tatsache des Begleiters bestehen, dlt sich auf eine sogenannte natürliche Weise nicht erklären lässt. Aber da noch so viele Dinge in dieser Welt für uns unerklärlich sind, warum sollten wir gerade dieses Vorkommnis deuten können? » ANEKDOTE Pestalozzi war, wie jedermann weiss, ein sehr gütiger und menschenfreundlicher Mann. Als junger Mann wanderte er eines Abends während der Dämmerung durch die Strassen der Stadt. Plötzlich ergoss sich ein Strom kochenden Wassers aus einem Fenster auf ihn herab. Er erschrak, eilte unter Schmerzen nach Hause und liess sich von seiner Schwester das gerötete Gesicht verbinden, von dem sich ein Teil der Haut losgelöst hatte. Die Schwester war in heller Empörung über das Geschehene: « Was hast du mit den elenden Menschen getan? » fragte sie zitternd. « Ich habe ihnen gedankt. » « Gedankt?! > fragte die Schwester fassuftgs- los. c Ja, ich habe ihnen gedankt, dass sie so freundlich waren, nicht auch den kupfernen Kessel mit hinabzuschleudern,- der mir doch sicher den Schädel gespalten hätte...» Waagrecht: 1. Teil des Motors (Mehrzähl), 9. Missbehagen, 11.-Temperament, Schwung, 13. Tag- oder Talwind am Gardasee, 15. Stadt auf der friesischen Insel Ameland, 16. Insel (französisch), 17. Dorf im Kt. Tessin, 19. Berg mit berühmter Nordwand, 21. € Sicherheits-Polizei, 22. Backmasse, 23. deutscher Aegyptolog und Schriftsteller 1837—98, 25. Bodensenkung, 26. abgekürzter akademischer Titel, 27. Fluss östlich von Moskau, 29. ägyptischer Erd- und Zeitgott, 30. Vorwort, 31. Form von saugen, 33. chemisches Zeichen für Radon, 34. französische Automarke, 38. führt vom Goms ins BedrettotaL Senkrecht: 1. Wagenoberbau, -aufbau, 2. Nachtlokal, 3, Stadt in Bulgarien, 4. man sollte sie nicht Immer zuvorderst haben, 5. schadhafte Oeffnung, Loch (Mehrzahl), 6. Nebehfluss der Aller in Hannover, 7. Autozeichen von Neuenburg, 8. Schlussresultat> 10. Jagen, davonjagen, 12. Gewänder, Anzüge, 14. schweizerischer Maler 1499 bis 1571, 16. Dorf bei Ilanz im Kt. Graubünden, 18. kernlose, spanische Rosine, 20. Stadt in Nigeria, 24. österreichisch-ungarischer AdmiräT 1833—1919, 25. inneres Körperorgan, 28. deutscher Schriftsteller 1803—80, 31, Gewässer, Kreuzworträtsel Nr. 16 Einsendetermin 7. März 1949. 32. oberster Mastteü, 35. chemisches Zeichen für Tantal. Vollständig richtige Lösungen erhalten 5 P. Auflösunx des Briefrätsels Nr. 14: Liebe Kesil Natürlich, Mutter war noch nie in Zollikon. Gott sei Dank! Ob ich wieder tlatt aufgelegt bin? Da siehst es. Singen tu ich wenirer; ich bin nämlich leider ein bisschen heiser; eklig ist so etwas« Zum Geburtstag habe ich viel bekommen. Gelt, das ist interessant, mein Sternchen! Also: der Portier schenkte mir viel echtes Vanülepulver. Von Grossmama in Starnberg erhielt ich die Brosche mit dem Medaillon drinnen. Vati bereitete mir mit vielen Astern Freude; drauf lag ein Buch über Indonesien. Der Roman «Du eroberst mich > ist stark. An der Universität ist allerhand los. Mein Wissen «— ecral in welchem Fach — ist klein. Ich muss Jetzt hurtig Bisse in meinem Sommerrock flicken. Darum will ich nun aber Schluss machen. Sei nett und antworte bald, sonst bin ich taub. Erwiderst Du meinen Kuss? Immer bin ich, Du meine Perlmuschel, Dein alter Heinrich. Beresina, Ter, Arno, Kongo, Ob, Kder, Glatt, Indus, Tessin, Niger, Inn, Eider, Isere, Elbe, San, Inster, Oder, Po, Lech, NU, Main, Tarn, Ebro, Emme, 111, Tiber, Lena, Draü, Don. Duero, Kander, Nive, Aller, Senegal, Thur, Tigris, Sorame, Nab, Ach, Seine, Tauber, Simme, Scheide, Rhein. 10 Punkte erhalten: Frau M. Ammann, Oftringen; L. von Arx, Bern; Ernst Benz, Goldach; Frau M. Canale, Brienz; Fritz Dur, Basel; Hans Ernst, Zürich; Tony Frei, Basel; Ernst Greutert, Stadel; Frau S. Gysin, Liestal; Otto Hofmeier, St. Pan.taleon; Frau J. Hopf, Bern; Frau G. Keppler, Uster; Frau M. Lehmann, Bern; Frau H.Meyer, Zürich; Frau E. Mosimann, Burgdorf; Frau E. Ochsner, Zürich; Walter Riechsteiner, Muri; Max Roos, Interlaken; Frau L. Rock, Basel; Frau C. Schulthess, Basel; Frau M. Sirhmen, Chur; Frau J.Vater, Zürich Frau L.Vogel, Basel; Frau E. Weber, Biel; Fritz Wenger, Bern; Frau L. Wüst, Lüzern; A. Zulliger, Wabern; Fritz ZumKeller, Brugg. 5 Punkte erhalten: Frau A. Fischermäger, Lenzburg; Frau D. Kriegel, Weinfelden; Frau B. Lüthy, Basel; Rudolf Perina, Zürich; Frau A. Spoerri, Zürich. «Und wie gfallt der da Wage?» «Was dänksch au, da passl doch nid zu mim neue Wintermantel I» € Schnall, Scharli. Iah d'Schiibewüscher al » Das Teekonzert. Ein dankbares Milieu für elegante Erscheinungen KURSAAL Zum Nachmittagstee Konzert des Orchesters R. Schmassmann Kopfweh. 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