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E_1949_Zeitung_Nr.010

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14 AUTOMOBIL REVUE

14 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 9. HARZ 1949 - Nr. 10 Sie bieten viele Vorzöge: Rasche Montage, sofort benutzbar, feuersicher. Gefällige Bauart, keine Reparaturen und Unterhaltskosten. Standortwechsel ohne Beschädigung, daher auf Mietterrain aufstellbar. Widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse; Isolierfähigkeit wie starke Mauer. Preise, Prospekte und Referenzen durch Baubedarf und Zementwarenfabrik Gustav Hunziker AG.. Ins Telephon (032) 8 35 22 Das gute Bett kaufen Sie doch bei gleicher Qualität billiger, bei gleichem Preis besser direkt bei Müller. Fabrik feiner Bettwaren, Muhen. Couch-Bett, bewährte Federung, verstellbarer Keil und Fussbrett Fr. 75.—, schwerer Schoner Fr. 25.—, dicke Wollmatratze Fr. 70.—, Damaststeppdecke Fr. 36.25.—. Brautbetten: 7teilig, solide Untermatratze mit Keil. Schwerer Schoner, la gearbeitete Obermatratzen mit garantierter Füllung in Kapok, Rosshaar und Schweifhaar, DEA oder Schlaraff'ra und zu alledem noch in doppelgezwirntem Damast schwerste Qualität. Mit schriftlicher, lOjähriger Garantie. Dazu weisse Gänseflaumdecke und 2 Kissen schon ab Fr. 325.—. Einzelzubehör, Bettstellen ab Fr. 65.—. Patentmatratze Fr. 40.—, Kapotmatratze Fr. 110.—, DEA- und Schlaraffia-Matratzen ab Fr. 145.—, Rosshaarmatratzen Fr. 155.—. Deckbetten in weisser Gänsequalität, Gr. 135/175, in Halbflaum, Fr. 65.— 3,4-Flaum Fr. 75.—, Vollflaum Fr. 90.—, Pfulmen Fr. 24.—, Kissen Fr. 16.—. Hartholz-Doppelschlafzimmer mit prima komplettem Bettinhalt, formschön und vor allem solid gearbeitet. Reklamepreis gegen bar nur Fr. 1490.—. Verlangen Sie sofort Muster und Photo sowie Dankschreiben des gewünschten Artikels. Prüfen und vergleichen Sie damit auch andere Angebote, zu Ihrem eigenen Nutzen. Fabrikausstellung: 15 Minuten mit Tram ab Aarau. Franko ins Haus. Grotislagerung bis 1 Jahr. Lieferung auch an Wiederverkäufer. 11 Le 9 e re = 8-750 AUTOBESITZER wissen Sie, dass Ihnen der Gebrauch von TOUS LES AVANTAGESt grössere Ersparnisse erlaubt? Zögern Sie nicht mehr und bestellen Sie heute noch die patentierte Masskanne bei Ihrem Garagisten. CITROEN S.A.3,rwe Batton, GENEVE STAND 46 wie der Rotelporte Muss der Hotelwagen sein Denn der Bast schätzt oft das Nach dem Ausseren nur ein Darum sei die Wahl erwogen Her und hin mit scharfem Blick Bis der richtige gefunden Zuverlässig, gut und chic Diesen richtigen zu finden auch diesmal die Sie verschafft an Angeboten Eine ganze Galerie Sicher und unbesorgt fahren Sie mit den weltbekannten englischen Brems- und Kupplungsbelägen Generalvertretung für die Schweiz, gegründet 1910 HUGO BREITSCHMID, WOHLEN (Aargau) Depots in Zürich — Basel — Genf Ein- und mehraehsige ANHÄNGER für sämtliche Verwendungszwecke Spezialausführungen Kugeldrehkränze • Paten» G. SCHELLING AG. BASEL Schönaustrasse 80 Tel (061) 49170

Nr. 10 — m. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 9. März 1949 GERÄUMIGER ANDERTHALBUTER. Die kurze Motorhoube und die verhältnismäßig lange und deshalb geräumige Karosserie des Jowett Javelin. «AR>-LANGSTRECKENPRUFUNGEN JOWETT JAVELIN Ein Antlerthalblitferwagen mit Boxermotor, kleinen Aussenabmessungen und jrrossem Innenraum - Einwandfreie Fahrsicherheit - Hohe Beschleunigung - Gut ausgestattete Karosserie Mit ihrem Nachkriegstyp Javelin (auf deutsch Wurfspeer) hat sich die englische Firma Jowett, die jahrzehntelang äusserst solide, kleine Personenwagen konservativer Bauweise mit Boxermotoren baute, in die vordere Reihe der Konstrukteure von modernen Fahrzeugen gestellt. Schon anlässlich der Ankündigung des Jowett Javelin vor bald zwei Jahren konnte man feststellen, dass die junge Equipe, die den neuen Wagen entworfen hatte, eine sehr geschickte Kombination von Bauelementen gewählt hatte. Die durchgeführte Prüfung der « AR • hat nun ergeben, dass die guten Eigenschaften, die der Wagen nach seinen Merkmalen aufweisen sollte, in.Tat und Wahrheit vorhanden sind. Wenn die an und für sich guten Messergebnisse nicht völlig den Erwartungen entsprechen (im einzelnen gilt dies für Beschleunigung, Bergsteigefähigkeit und Höchstgeschwindigkeit), so ist dies auf den Umstand < zurückzuführen, dass für die Prüfung ein Vorführungswagen zur Verfügung gestellt wurde, der eine Fahrstrecke von fast 10 000 km unter teilweise sehr schweren Bedingungen zurückgelegt hatte und an ihm vor der Uebergabe an die • AR » keinerlei Servicearbeiten ausgeführt worden waren. Wenn auch in der Spitze einige wenige PS fehlen mochten, so zeigte der Versuch anderseits deutlich, dass der Jowett Javelin auch bei strengster Fahrweise und spärlichem Unterhalt seine Leistung gut beibehält. Bei Neukonstruktionen ist dies immer wertvoll RUNDSICHT. Die gebogene Windschutzscherbe und die dünnen Seitenpfosten ergeben zusammen eine gute Sicht nach vorn und der Seite. Die Scheibenwischergummi sind zweiteilig, um sich der Scheibenkrümiming anzupassen. zu wissen, da diese Leistungskonstanz auf einen wohltuenden Mangel an Kinderkrankheiten schliessen lässt. * Der Javelin stellt eine eigentliche «Nachkriegskonstruktion » im besten Sinne des Wortes dar; vor 1939 fand man tatsächlich kein Fahrzeug der Anderthalbliterklasse, das ein ähnliches Mass an Fahrsicherheit, Beschleunigung, Sparsamkeit, geräumigem Inneren und Gepäckbehälter und guter Karosserieausrüstung vereinigte. Es liegt auf der Hand, dass die Kombination dieser erstrebenswerten Eigenschaften auch heute noch nicht gerade billig zu stehen kommt, besonders wenn es sich um das Erzeugnis eines Werkes handelt, dessen Produktionsziffer nicht eben amerikanische Höhe erreicht. Besonders gelungen erscheint die dem Wagen zugrundegelegte Gesamtkonzeption. Der vierzylindrige Boxermotor von 1,5 Liter Hubvolumen leistet mit 53 Brems-PS genügend, um .dem rund eine Tonne schweren Wagen die Lebhaftigkeit zu erteilen, die man in dieser Klasse erwarten darf. Da der -Motorblock nur einen Bruchteil des Raumes benötigt, den ein Reihenmotor einnimmt, steht trotz des kurzen Radstandes ein grosser Teil der Fahrgestellänge für die Insassen zur Verfügung. Man kann sich über die Geräumigkeit gut Rechenschaft ablegen, wenn man beachtet, dass die Füsse der vorderen Insassen etwa auf der Höhe der Vorderräder liegen. Die Karosserie nimmt vier Personen mit geradezu luxuriösem Raum auf: die Hinterbank fasst dank den wegnehmbaren Seitenlehnen recht gut drei Personen, während die mit einer Mittellehne und in die Türen zurückklappbare Seitenlehnen versehene Vorderbank nach den Buchstaben des Gesetzes als.reichlich zweisitzig anzusprechen ist. Die Sitzverstellung, die durch eine Kurbel betätigt wird, verändert den Winkel der Rücklehne und lässt sich sowohl den Bedürfnissen des bequemeren wie auch des « sportlicheren » Fahrers anpassen. Der geprüfte Wagen war mit Leder gepolstert; dank den wirklich dünnen Türpfosten sowie den grossen Fenstern, ferner auch wegen der freundlichen Bemalung von Armaturenbrett und Fensterrahmen, wirkt das Innere auch ohne Schiebedach hell und licht. * Besonderes Interesse dürfte die Beurteilung der Fahreigenschaften erwecken, da der Javelin als einer der wenigen Wagen vorn und hinten Torsionsstabfederung besitzt. Das geprüfte Fahrzeug besass eine ziemlich straffe Aufhangung, die einen dauernden Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn auch bei hohen Geschwindigkeiten vermittelt Auf allen Arten von Fahrbahnoberflächen liegt der Wagen ruhig auf der Strasse und reagiert wenig auf Veränderungen in der Belastung. Dies zeigt, dass die Gewichtsverteilung richtig gewählt ist; dank des kleinen Gewichtes, des Motorblocks verursacht dessen Verschiebung nach vorn keine übermässige Entlastung der Antriebsräder. Während man die Federung nicht als völlig stossfrei bezeichnen kann, so absorbiert sie die normalen Unebenheiten dennoch gut und erlaubt auch auf gewellten und beschotterten Strassen noch ein hohes Tempo. Im mittleren und langsamen Geschwindigkeitsbereich sind die Schwingungen weich, aber stark gedämpft; im gesamten ist ein guter Kompromiss punkto Fahrkomfort erreicht. Dies ist um so bemerkenswerter, als die Stabilität des Javelin in mancher'Hinsicht diejenige eines Sportfahrzeugs erreicht. Die besonders wichtige Kurvenhaltung wird ebenso durch die Eigenschaften der Lenkung beeinflusst. Auf gerader Strasse behält der Javelin seine Fahrrichtung ohne dauernde Lenkradkorrektur bei; dennoch verlangen auch so rasch wie möglich gefahrene Kurven nur wenig Kraftaufwand am Lenkrad. Spielend lejcht,, init gelegentlicher Nachhilfe durch Gasgeben und: Wegnehmen im richtigen Moment, fährt man.den Wagen präzis um engere und weitere Kurven, und dies mit Geschwindigkeiten, die weit über dem Durchschnitt liegen. Im'Grenzfall, det bei diesen Prüfungen immer, besondere Aufmerksamkeit findet, weil davon das Urteil über • das Verhalten in kritischen Situationen; abhängen kann, tritt ein kurzes, markantes •Schleudern auf, das man mit einer knappen Gegenbewegung des Lenkrades sofort auffängt. Die gute Gleichgewichtslage des Wagens auch um seine Vertikalachse zeigte sich besonders während den Schneefällen der letzten Tage, wo er dank der ziemlich direkten Lenkung und seiner Behendigkeit sicher und mit guter Adhäsion auch auf Strassen fuhr, wo manche anderen Fahrzeuge schon lange ins Schwimmen geraten waren. Nach den Kurven kommt die Lenkung rasch zurück. Die hydro-mechanischen Bremsen hätten eine Neueinstellung'wohl ertragen, obschon sie noch recht gleichmässig und auch kräftig zogen; sie machten auf alle Fälle den Eihdruck, den übrigen Fahreigenschaften des s Javelin ebenbürtig zu sein. Hauptkennzahlen ..' ; 8 Steuer-PS, 53 Brems-PS, 5 Sitze, Verbrauch normal 8 bis 10 Liter auf 100 km, Gewicht fahrbereit 1021 kg, Leistungsgewicht fahrbereit 19,2 kg/PS, Höchstgeschwindigkeit 119 km/h, Preis der viertürigen Limousfne Fr. 14900.—. MOTOR: 7,56 Steuer-PS, 4 Zyl. Boxer, 72,5*90 mm, Hubvolumen 1,485 cm 1 , max. Bremsleistung 53 PS bei 4400 T/min, spezifische Leistung 35,6 PS/Liter bzw. 8,1 PS pro Liter und pro 1000 T/min, max. Drehmoment 10,6 m/kg bei 1900 T/min, Verdichtung 7,1:1. Hängende Ventile, zentrale Nockenwelle, zwei Zenith-Fallstromvergaser 30 VM 4, handbelätigter Choke, mech. AC-Benzinpumpe, hydr. Slössel, Druckumlaufschmierung, Vokes-Oelfilter, Batteriezündung 12 V, Wasserkühlung mit Pumpe und Thermostat. KRAFTÜBERTRAGUNG : Einplattentrockenkupplung Borg & Beck, Vierganggetriebe, 2., 3. und 4. Gang synchronisiert und geräuscharm, Lenkradschaltung, 1 l_l :__» L EllJ! « ^* 1OA1 •* /* terachsantneb. ' FAHRGESTELL: Halbselbsttragende, Ganzstahlkarosserie, vorn Einzelradaufhängung mit Querlenkern und Torsionsstäben, hinten Starrachse und Torsionsstäbe, 4 hydr. Woodhead-Monroe-Teleskopstossdämpfer. Hydromechanische Girling-Fussbremse (vorn hydr., hinten mech.), Bremsfläche 550 cm', mech. Handbremse, FAHRZEUG, TREIBSTOFF, PRÜFUNG Viertürige Limousine Modell 1948, Vorführungswagen, in gebrauchtem Zustand, mit Heizung, Kilometerstand bei Beginn 8800 km, Gesamtfahrstrecke ca. 900 km, Mittellandstrassen, teilweise mit Schnee u. Eis bedeckt, Bleibenzin mit einheimischen Zusätzen, Prüfung Februar/März 1949. Gewicht Trocken 980 Aufgefüllt 1021 Aufgef. + 2 Pers. (150 kg) 1171 Aufgef. + 4 Pers. (300 kg) 1321 Technische Daten Ausführliche Beschreibunq siehe < AR > vom 2U Mai 1947 EICHEN DES GESCHWINDIGKEITSMESSERS Zähler km/h 20 40 60 80 100 120 130 Wirkt, km/h 21 39 57 76 95 113 121 Kilometerzähler (Keifen 40%): 1 km Zähler = 970 m. Zähler zeigt 3% zuviel an. HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT (Siehe Bemerkungen im Text) Mittel aus 4 Messungen 118 km/h Beste Messung 121 km/h Lenkung mit innenverzahntem Ritzel und Segment, Reifengrösse 535—16. ABMESSUNGEN: Radsfand 259 cm, Spurweite vorn 129,5 cm, hinten 124 cm, Länge 427 cm. Breite 166 cm, Höhe 154 cm, Bodenfreiheit 20 cm. Kolben- Geschwindigkeit in km/fi geschw. l.Gang 2.Gang 3.Gang 4.Gang m/sec 10 16 25 20 31 47 Z'Z 28 4i 73 10* 35 57 91 FAHRLEISTUNGSDATEN: Spezifisches Hubvolumen: Ohne Treibstoff, trockener Wagen 1,66 Liter p. Tonne, spezifische Bremsfläche: 560 cm' pro Tonne. 1. Gang 2. Gang 3. Gang 4. Gang % b. km/h 16 bei 35 16 bei 50 9 bei 70 7 bei 80 LENKUNG lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag 3*/i Kleinster Wendekreisdurchmesser (Aussenkante Pneus) links und rechts 9,8 nt Kleinster Wendekreisdurchmesser (Aussenkante Karosserie) links und rechts 10,4 m ZULÄSSIGE GESCHWINDIGKEIT IN DEN GANGEN Normal km/h Max. km/h I.Gang 25 35 2. Gang 45 55 3. Gang 75 90 Geschw. km/h Verbrauch in Liter auf 100 km BREMSVEKZOGERUNG (Siehe Bemerkungen im Text) Maximale Verzögerung nach Tapley Zwischen (0 und 40 km/h, gute Bitumenstrasse: 88% Angaben für den Unterhalt INHALT DER BEHÄLTER: Benzintank 35 Liter, Kühler CHASSISSCHMIERUNG: Nippel mit Sehmierpistole, 6,8 Liter, Oelinhalf Motor 4,5 Liter. 15 Stellen. ZDNDUNG: 2 Lucas 6 Volt Batterien in Serie SLTW 13 E, Zündkerzen 14 mm, Dynamo Lucas CVC. •'. THEORETISCHE GESCHWINDIGKEITS-DREHZAHLVERHÄLTNISSE Drehzahl T/min a 1000 b 1900 c 4400 d 5500 b maximales Drehmoment, c = maximale Leistung, d = höchste zulässige Drehzahl. Messergebnisse Messungen durch geeichte, teilweise registrierende. Sppzialinstrumente GEWICHT BESCHLEUNIGUNG (Siehe Bemerkungen im Text) Belastung 150 kg (2 Personen) den Gängen 2. Gang 3. Gang 3. Gon» see sec see 20- 50 km/h 5,1 74 11,9 35— 65 km/h — 7,8 11* 50— 80 km/h — 10,0 127 65— 95 km/h — — 16,8 80—110 km/h — — 24,2 Vom Stillstand mit Durchsehalten 0— 50 km/h (1. und 2. Gang) 8,2 see 0- 80 km/h (1. bis 3. Gang) 18,0 see 0—100 km/h 1. bis 4. Gang) 27,9 sec « AR ^PRÜFUNGSBERICHT Nr. 15 Ü Noehknegssene ----- •?.- JOWETT JAVELIN BERGSTEIGFXHIGKEIT (Siehe Bemerkungen im Text) Belastung 150 kg (2 Personen) % bei km/h % bei km/h 27 bei 20 21 bei 20 14 bei 40 9 bei 40 24 bei 30 19 bei 30 12 bei 50 8 bei 60 TREIBSTOFFVERBRAUCH Belastung IM kg (2 Personen) Gelände Strasse grenze Fahrweise ausserorfe km/h 55 10 Mittellond gute Strassen langsam 75 110 Mittelland gute Strassen flüssig bis rasch 75 120 Mittelland rasch, zusätzlich Stadtverkehr 9,4 10,1 Leisfungsgewichl ks/PS 18,4 195 22,1 24,9 Nun zu den eigentlichen Fahrleistungen, die bei einem normal unterhaltenen Fahrzeug wie erwähnt zahlenmässig noch einige Pluspunkte mehr ergeben hätten. Als besonders gut darf die Kombination von Wagengewicht, Hubvolumen, Leistung und Uebersetzungsverhältnissen angesehen werden, wenn man dabei noch die ausgezeichneten Resultate der Verbrauchsmessung berücksichtigt. Dass der Wagen im direkten Gang so mühelos und auch bei hohen Geschwindigkeiten ohne Kraftanstrengung dahingleitet, dürfte mit auf die strömungsmässig recht günstige Karosserieform zurückzuführen sein. Für einen geräumigen Anderthalbliterwagen sind die Beschleunigungsziffern sehr gut; im zweiten und dritten Gang im besonderen zieht der Wagen wirklich rassig an und erreicht auch an Steigungen respektable Geschwindigkei- OFFENE TORE. Durch Hochklappen der kurzen Motorhaube und des Frontgitters sind Ventilatorriemen, Dynamo, Benzinpumpe, Vergaser, Oeleinfüllstutzen etc. direkt zugänglich, ohne dass man sich über eine grosse Blechfläche bücken muss. ten. Erstaunlicherweise wird der Anzug durch zusätzliche Belastung nur wenig verschlechtert; dies zeigt, dass das « Durchstehvermögen » der Boxermaschine trotz ihrer recht hohen Maximaldrehzahl auch im unteren Drehbereich nichts zu wünschen übrig lässt. Als normale, dem Wagen und dem Motor angepasste Dauergeschwindigkeit darf man die Zahl von etwa 90 bis 110 km/h nennen; sie liegt also sehr nahe an der Höchstgeschwindigkeit. So kann es nicht verwundern, dass dieses Fahrzeug bei nur 8 Steuer- PS und einem wirklich niedrigen Verbrauch auf schweizerischen Strassen unter günstigen Verhältnissen Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h erreicht, wobei, wie selbstverständlich immer bei diesen Versuchsfahrten, innerorts ein äusserst reduziertes Tempo angegeschlagen wird. Der Verbrauch verdient nochmalige Erwähnung, weil er, wahrscheinlich wegen der ziemlich hohen Hinterachsübersetzung sowie der Form der Karosserie, von der Fahrgeschwindigunter den schnellen Fahrzeugen ist der Javelin keit verhältnismassig wenig beeinflusst wird; deshalb sicher eines der sparsamsten. Soweit die fahrtechnischen Belange, die durch die Konstruktion beeinflusst werden. Aus Gründen der Jahreszeit war es nicht möglich, das Verhalten des Javelin auf Paßstrassen und DIE HINTERTORE. Gerade bei kleineren. Wagen lässt der Zugang zu den Hintersitzen oft etwas zu wünschen übrig, nicht aber beim javelin. Dieses Bild zeigt auch, wie weit vor den Hinterrädern die Hintersitze liegen. in der Hitze zu untersuchen; dagegen startet er auch bei Temperaturen bis —10° C nach einigen Anlasserdrehungen jedesmal sicher; der Choke wird nur kurze Zeit benötigt Der Prüfwagen war mit einer Jalousie und dem serienmässig montierten Kühlwasserthermometer versehen, wodurch die Motortemperatur, so wie es sich gehört, dauernd zwischen 75 und 80° gehalten werden konnte. Besonders bei gleichbleibender Geschwindigkeit arbeitet der Motor für einen Vierzylindermotor sehr erschütterungsfrei und ist kaum hörbar; beim Gasgeben sind mechanische und Ansauggeräusche zu vernehmen, die aber gut zum sportlichen Charakter des Wagens passen. Die beiden mittleren Getriebegänge verursachen nur ein leises, summendes Geräusch; der erste Gang ist lauter. Besonders zwischen dem vierten und dritten Gang arbeitet die Synchronisierung gut, während bei höheren Geschwindigkeiten der sportlichere Fahrer den zweiten Gang trotz der Synchronisierung wohl eher mit Zwischengas schalten wird. Die Lenkradschaltung ist ange-