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E_1949_Zeitung_Nr.011

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14 AUTOMOBIL REVUE

14 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 16. MÄRZ 19» - Nr. 11 SALOrTTCEüHEITEN 1949 Ein aktuelles Problem — die Gummifederung Entwicklungsarbeiten an den Neidhart-Federelementen Die Vorzüge der Gummi-Federung an Fahrzeugen jeder Art rechtfertigen den seit vielen Jahren betriebenen Aufwand, denn diese Federungsart könnte eines Tages dazu berufen sein, allgemeine Verwendung zu finden. Die Bestrebungen, Motorfahrzeuge mit Gummi zu federn, haben sich neuerdings wiederum verstärkt, und unter den letzten Vorschlägen befinden sich technisch wertvolle Lösungen. Sie verraten auch eine vermehrte Rücksichtnahme auf alle Anforderungen, welche an eine federnde Abstützung überhaupt gestellt werden müssen. Während unter den ersten Vorschlägen hauptsächlich solche zu finden sind, bei denen Gummi auf Druck, auf Schub oder Zug beansprucht war, kamen später Ausführungen von Gummipolstern in Form von Luftkissen hinzu. Ohne die Vor- und Nachteile im einzelnen abwägen zu wollen, steht fest, dass sie im Bereiche der statischen Belastung zu weich und in den dynamischen Bereichen zu hart waren. Es wird aber verlangt, dass eine Federung bei der statischen Belastung kaum anspricht, dagegen bei Auftreten dynamischer Kräfte verhältnismässig weich reagieren soll; diese Charakteristik soll bei verschiedenen Belastungen des Fahrzeuges vorhanden sein, was nicht leicht zu lösen ist. Dazu kommt die Forderung nach einer Schwingungszahl von ca. 60 pro Minute, die von den Insassen als am angenehmsten empfunden wird. Wenn auch Gummi gegenüber Federstahl bezüglich der Schwingungsfrequenz, zufolge der ihm eigenen Hysteresis stark überlegen ist, so erreicht er an sich noch nicht das gewünschte Mass an Eigendämpfung. Man darf diese auch nicht etwa durch schwingungsverzögernde Beimischung zum Vulkanisat herbeiführen wollen, weil ein solcher Gummi keine guten Federungseigenschaften, vor allem aber eine rasche Alterung aufweist. Der eigentliche Federgummi, der in letzter Zeit in verschiedenen Laboratorien entwickelt wurde, zeichnet sich durch seine grosse Konstanz bei verschiedenen Temperaturen und durch beste Alterungseigenschaften aus. Die amerikanische Industrie hat kürzlich den neuesten Vorschlag, der aus der Schweiz stammt — es handelt sich dabei um die unlängst in der « AR » beschriebene Neidhart-Federung —, aufgegriffen und prüft ihn in Grossversuchen. Es liegen bereits interessante Versuchsergebnisse vor, die nun in der Schweiz weitergeführt und verfeinert werden. Die neueste Anlage dieser Art gelangt am Genfer Automobilsalon auf dem Stand von Neidhart zur Ausstellung und zur Wirkung. Es wird dort an Hand graphischer Uebersichten sowie statischer und dynamischer Aufnahmen an Gummi-Federungen von einbaufertiger Grosse gezeigt, wie durch diesen neuesten Vorschlag den hohen Anforderungen einer guten Gummi-Federung entsprochen werden kann. Es werden dabei Gelenk-Federungen mit Schwingarm, gerade geführte Federungen sowie eine im Rad zwischen Nabe und Felge eingebaute Federung gezeigt. Diese Vorschläge dienen aber nicht nur dem Fahrzeugbau, sondern bilden auch Maschinenelemente für elastische Kupplungen, selbstspannende Riemenscheiben, Puffer usw. ' Durch die Verbundenheit von Federungs-" und Dämpfungsproblemen wurde bei den vorgeschlagenen Lösungen auch auf die letzteren Rücksicht genommen und jene Fälle, bei denen die Eigendämpfung nicht ausreicht, ein neuer Stossdämpfer, insbesondere für Motorfahrzeuge, entwickelt, der sich durch einfache Ausführung und Anspruchslosigkeit auszeichnet; auch diese Neuheit findet sich ausgestellt Lastwagenkotflügel aus Gummi Auf dem Stand von Dunlop wird als Neuheit für die Schweiz der Lastwagenkotflügel aus Gummi erwartet, der sich für viele Zwecke eignet. Solche Kotflügel sind gegen Beschädigungen Zwei AusfOhrungsformen der Dunlop-Gummlkonlug»! für Nutzfahrzeuge. < durch Korrosion geschützt und geben auch bei Kollisionen ohne dauernde Formveränderung nach. Das unschöne Bild von Kotflügeln mit abgesplitterter Farbe, Beschädigungen und Rostansatz kann sich bei der Verwendung von solchen Kotflügeln nicht einstellen. Infolge ihrer Elastizität geben sie beispielsweise bei Kollisionen oder beim Streifen an Abschrankungen, Mauern etc. nach, ohne dass nachher irgendwelche sichtbare Spuren vorhanden sind. Die» Kotflügel werden in verschiedenen Formen hergestellt und können durch Briden montiert werden, deren Bolzen in genau gebohrte Löcher der Kotflügel passen, wobei reichlich dimensionierte Unterlagsscheiben den Gummi schützen müssen. Die Kotflügel sind in Gummischwarz gehalten und können durch Schuhwichse poliert oder bemalt werden. Die Personenwagen 1949 in Wort und Bild Die neue Katalognummer der < Illustrierten Automobil »Revue» Genau auf die Eröffnung des Genfer Automobilsalons kommt auch die diesjährige Katalog- nummer der • Illustrierten Automobil Revue » heraus. Seit ihrem Wiedererscheinen im Jahre 1947, mit dem gleichzeitig eine starke Erweiterung des Inhaltes gegenüber den früheren Ausgaben dieser seit einigen Jahrzehnten erscheinenden Sondernummer einsetzte, hat sich die « Katalognummer » als Nachschlagewerk für die Personenwagenmodelle eingeführt. Auch dieses Jahr darf der Katalogteil als « piece de resistance » bezeichnet werden und" enthält von insgesamt 92 Personenwagenmarken mit rund 160 Modellen je ca. 85 verschiedene technische Angaben. Im Vergleich zum letzten Jahr sind bei mehr als der Hälfte der behandelten Typen Aenderungen festzustellen. Eine starke Erweiterung und graphische Neugestaltung hat der übrige Inhalt erfahren, der dieses Jahr einen reich bebilderten Querschnitt über verschiedene Gebiete des Automobilismus enthält. Besonderes Interesse unter den Freunden des Automobilsportes dürfte eine vierseitige Mehrfarbenbeilage erwecken, die die Grand- Prix-Rennwagen der vergangenen Saison und besonders ihre Motoren zum Sujet hat. Diese nach Orignal-Farbenphotographien hergestellte Beilage leitet über zu einem Aufsatz von Prof. Robert Eberan von Eberhorst, dem bekannten Spezialisten für Rennwagenbau, der die heute gültige Grand-Prix-Formel und ihre technischen Auswirkungen unter die Lupe nimmt und im Interesse einer stärkeren Einflussnahme des Rennwagenbaus auf die Gebrauchswagentechnik neue Vorschläge zu machen hat. Die Arbeit ist durch technisch interessante Bilder über Rennwagentypen illustriert. Aus der Werkstatt' des Automobilingenieurs erzählt ein Aufsatz von A. C. Sampietro, der über Entwicklungsprobleme berichtet. Auch diese Arbeit ist durch zahlreiche Illustrationen bereichert, die einen Querschnitt durch den heutigen Automobilbau bilden. Den Käufer neuer Wagen wird eine synoptische Tafelreihe über die Erstellung eines Betriebskostenbudgets interessieren, die auch die approximativen Zahlen für Wagen verschiedener Preis- und Grössenklassen enthält. Vor allem dem Liebhaber schöner Karosserien sind weitere Beiträge gewidmet, von denen eine Beilage mit Skizzen von Details neuer Spezialkarosserien besonders gelungen ist.'Von den Erfahrungen schweizerischer Automobilisten mit den letzten Nachkriegswagen erzählt ein weiterer Artikel. Die reich illustrierte Nummer umfasst 188 Seiten und kostet Fr. 4.20 inkl. Wust. Sie kann, wie bisher, im Buchhandel, an den Kiosken oder direkt beim Verlag bezogen werden. I SA-\A(IIHI(1ITE\ Das Problem des Nickel-Kadmium-Akkumulators in den USA. Der Verband der amerikanischen Akkumulatorenfabrikanten hat in einer Reihe von Veröffentlichungen gegen die Ansicht Stellung« genommen, die Industrie enthalte dem Publikum die Kadmium-Batterie aus monopolistischen Gründen vor. Die Oeffentlichkeit nimmt an dieser Diskussion lebhaft Anteil, nachdem Zeitschriften der grossen Verbraucherorganisationen die Vorzüge des Nickel-Kadmium-Akkumulators angepriesen und vor allem darauf hingewiesen hatten, dieser Akkumulator besitze eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, die des Blei-Akki*- mulators dagegen nur von rund 1 % bis 2 Jahren. Die Hauptgründe, die gegen die Einführung de« Nickel-Kadmium-Akkumulators sprechen, sind, der Industrie zufolge, sein hoher Preis, sein Gewicht und vor allem die Tatsache, dass die amerikanische Kadmiumproduktion nicht ausreicht, um mehr als 500 000 Automobile mit Nickel- Kadmium-Akkumulatoren auszurüsten. E. B. Ein neues Chromstahllegierungsverfahren für Autoteile Der « New York Times » zufolge werden jetzt zum ersten Male in den USA Chromstahllegieschon längere Zeit in England üblichen Verfahrungen nach einem verhältnismässig billigen, ren hergestellt, durch das die Verchromung von Stoßstangen und anderen Autoteilen nach Wunsch in einer Stärke von y 1M bis 25 /iooo Zoll erzielt werden kann. Angeblich ist nach diesem Verfahren ein Abblättern der Verchromung mit nachfolgendem Rostschaden ausser ßei schweren Beschädigungen des Materials so gut wie ausgeschlossen. , E.B. lANCHESTER 1949 Ein Produkt der berühmten DAIMLER-Werke inCoventry. AUTOMATISCHE KUPP- LUNG mit FLUID DRIVE; Ein Wagen, der besonders von den Damen gerne gefahren wird. Einziger Wagen der mittleren Preisklasse mit automatischer Kupplung und Vorwählgetriebe. 40 Brems-PS, 7 Steuer-PS, 120 km/h - 8 Liter/100 km, Luxus- Leder-Ausstattung, - Defroster -Nebellampen - Schiebedach - Geräumiger Kofferraum - Gepäckträger VOLLGARANTIE für die ganze Schweiz Sport Spezial-BAR- KER-Karosserie-max. Geschwindigkeit 165 kmjh - zwei Vergaser - automatische Kupplung- Vorwahlgetriebe - Overdrive VO LLGA Daimler) 1949 Der englische Aristokrat RA NT IE für die ganze Schweiz Ein Sportwagen, widerstandsfähig - rassig, nervös. Fr. 11500. h Wust Fr. 31 500.—+ Direkter Verkauf durch die Importeure: Wust Societe Commerciale Automobile Galerie St-Francois B LAU SÄNNE Telephon 33700 Pitralon desinfiziert Macht die Haut glatt und sauber. Pickel und Mitesser verschwinden. Dringt tief in die Haut ein. Verhindert Infektionen. Ais Selbstrasierer einfach mit der Hand auftragen. Auch beim Coiffeur Pitralon nach dem Rasieren verlangen Fr. 2.- und 3.- + St.

Nr. 11 - MITTWOCH, 16. MÄRZ 1949 AUTOMOBIL REVUE 15 f Die Unterordnung von Form und Konstruktion unter die Anforderungen des modernen Straßenverkehrs mit den Sitzen im komfortablen Mittelteil und den beträchtlich ausgeweiteten Heckfenstern, wie dies Studebaker seit zwei Jahren ausführt, hat im Automobilbaa allgemein Fttss gefasst. Damit ist einmal mehr erwiesen, dass Studebaker- Wagen im besten Sinn des Wortes das Modernste bieten und am längsten modern bleiben • Champion 14 PS, Commander und Land-Cruiser 19 PS sofort oder kurzfristig lieferbar Tiefe Sdiwerpiinktlage, automatisch stabilisierte, unabhängige Vorderradabfederung, Sdincllgang, Frcilauf und automatische Stcigungsbremse, hydraulische, verstellbare Stossdämpfer, hydraulische, selbstnachstellende Bremsen, 24 verschiedene Modelle Grosse Wärmebeständigkeit Hohe mechanische Festigkeit Von 1 bii 6 mm*, in dtn Farben schwarz, gelb, rot, blau und grün ab tagtr lieferbar. bei gewöhnlicher Temperatur bei 50" C NEU -Auto-Lichtkabel mit ilbirlackiirter Baumwollumflechtung Ober dam Soflexmantel. — Besondere Eigenschaften: Aussendurchmesser ca. 7 mm; Farbe grau. Beachten Sie die für dieses neue Isolen-Zündkabel elektrischen Isolationswiderstand Durchschlag -Auto-Zündkabel mit Ubirlickierttr Baumwollumflechtung Megohm/2m 10000000 Megohmßm 5000000 bei gewöhnlicher Temperatur kV 40.-47 bei 50' C kV 40...42 Spannungsprüfung (i Min. Wert) bei gewöhnlicher Temperatur kV 35...40 bei 50° C kV 30.-38 Diese Kabel liefern wir ab April auf Kartonspulen Bei allen Auto-Grossisten erhältlich SCHWEIZERISCHE ISOLA-WERKE BREITENBACH TELEPHON (061)71191 at Recht behalten geltenden Neuer 4-Slulen-Heber,der jede Unfallmöglichkeit ausschliesst Automatische Ausschaltung im Höchst-und Tiefstand. Niederweningen Zürich Auto-Salon, Stand 213 Die weltbekannte Wagenwaschmaschine Das hier gezeigte, neueste Modell «Niagara-Merlin» Washer zeichnet sich neben einer erstaunlichen Leistungsfähigkeit vor allem durch einen sehr geräuscharmen Gang aus. — Besuchen Sie unseren Stand. Wir geben Ihnen gerne alle gewünschten Auskünfte und unterbreiten ihnen bei Anfrage unverbindliche Angebote für Maschinen mit einem Arbeltstcnlauch oder zwei Schlauchanschlüssen. Ferner stellen wir u. a. am Salon aus: John Bean - «Visuäliner» die optische Vorderrad-Einstellapparatur Balcrank - Schmieranlagen und Öl-Bars Rottler - Tragbare Zylinderbohrwerk« , Lausanne, 70, rue de Geneve Telefon (021) 3 51 62/63 . Maschinenfabrik » BÜCHER GUYEFt j Holz-, Stahl- und Leichtmetallbau Neukarossierungen Umänderungen Reparaturen Spenglerei Schlosserei Wagnerei Sattler«! Lackiirerii Zuverlässige Ausführung durch Carrosserie und Fahrzeugbau HUTTWIL Telephon (063) 410 56 Privat (063) 41414 Verlangen Sie bitta Offert« Automobil-Salon - Stand 875 Generalvertretung für die Schweiz Zürich, Seefeldstrasse 128 Telephon (051)242151