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E_1949_Zeitung_Nr.015

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16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE FREITAG, 25. MÄRZ »49 - Nr. 15 MALEREI KNAUS • AARAU DAMMWEG 5 Erstes Autospritzwerk am Platze ,A90' + ,A70' DIE AUSTIN-SENSATION AM AUTOMOBIL-SALON STAND 18 IN FORM UND LINIENFÜHRUNG EIN NEUES AUSTIN-BESICHT, IN KONSTRUKTION, TECHNIK UND QUALITÄT BESTE AUSTIN-TRADITION Dieses überraschend schöne, rassige Cabriolet und der moderne Mittejklassewagen «A70> sind mit allen modernen Errungenschaften ausgestattet, die heute an hochqualifizierte Wagen gestellt werden können. Die speziell dafür konstruierten AUSTIN-Hochleistungsmotoren sind glanzvolle Schöpfungen der AUSTIN-Werke, die Leistung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in sich vereinen. FAHRZEUGE FRAUENFELD Afte Anhänger für Motorfahrzeuge , Spezialausführungen Standardmodeife HANS MERKtKonslrüktiDiiif fcstätte;FRAÜENFEiiO Mustermesse Basel, Stand 3441« Halle IX (Gruppe 15 = Transport) S.K.F.-Universal- Schlauchbinder Typen B und N mit Band sind wieder lieferbar Äusierst praktische und bestens bewährte Ausführung Generalvertretung iür die Schweiz: E. KLAUS-HAEBERLIN. USTER Telephon (051) 96 96 05 A.GASSNER (früher Chef-Magazin« bei Renault) 10, nie de MonfhouX GENF. Tal. 210 20 Ersatzteile für ad« (ranz. Marke« DER AUSTIN-STAND ZEIGT IHNEN FERNER: AUSTIN AUSTIN SHEERLINE AUSTIN^ NUTZFAHRZEUGE Fir Quaritlts-Fthrzen« VM Klasse Ml »rktschaftflchkert den weltberühmten Kleinwagen, der dank seiner unübertroffenen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und praktischer Eigenschaften in der Schweiz der meistgekaufte Wagen seiner Klasse ist. den Luxuswagen für Fahrer, die engfische Qualität und Zuverlässigkeit, verbunden mit zeitloser Schönheit, zu schätzen wissen. AM STAND 222 vom eleganten, wirtschaftlichen Kastenwagen bis zum robusten, unverwüstlichen 5-Tonnen-Diesel-Lastwagea. EMIL FREY GENERALVERTRETUNG ZÜRICH WERDMÖHLESm.11 TELEPHON 23 4777 FLURSTR.44 TELEPHON 25 44 REVUE j VtUtVUDUS I - y i A L A S ß UNIVERSAL-SCHAUM-REINIGÜNGSMITTEL entfernt allen Schmutz, Fett-, DI-, Blut- und andere Flecken. Ideal für Autopolster, Türen, Plafonds, Cabriolets-Verdecke, Kleider, Regenmäntel, Filzhüte, Teppiche, Kokoslaüfer, Leder, Farbanstriche, Papiertapeten, Chromteile usw. UNSCHÄDLICH . GERUCHLOS . SÄUREFREI. SPARSAM . KEINE RIN8E Flasche Fr. 2.50 Kannen Fr. 8.50 (0,571), Fr. 14.— (1,141) Bocail SutwACa* Stafenrin« 162 Bern: Grossenbacher & Cle. AG., Hinchengrabtn t LatiMnMi M. Auderset, 4, nie Neuvs Alloinimporteur: HERMANN KIPFER, BERN kabbentaltreppe 10, Telephon «7514 Soeben erschienen! Die Lieferung-erfolgt durch die Buchhandlungen, die Kioske oder den Verlag zum Preise von Fr. 3.40, inkl. Wust. Verlag d*r Automobil R«vue, Bern Breitenrainstrasse 97 — Telephon (031) 28222 •üchcrrcttel (Im offenen Kuvert mit der Bezeichnung Drucksache nur 5 Rp. Porto.) Senden Sie per Nachnahme Expl. c Nutzfahrzeuge» der < Illustrierten Automobil Revue » zum Preise von Fr. 3.40, inkl. Wust. Dröhnender Urm aus dunkler riete Häutender Wagen, schon vorbei Rizinus-Oeldampf in der Nase — Zauber der Rennfahrerei Rassige Wagen eher selten Trotzdem: Zu finden nicht so schwer In der ein (Suche zu kaufen» Und die Offerten fliegen einher Bls'Mass« hergestellt auf Vinylharz-Basis von Spoerry & Schaufelberger AG., Rapperswü St. G. Erhältlich bei den Lieferanten des Karosserie* und Sattlergewerbas

Nr. 15 - FREITAG, 25. MÄRZ 1949 AUTOMOBIL REVUE 17 Die kommissarische Verwaltung der Turiner Automobilfirma Cisitalia wirft bezeichnende Schlaglichter auf den Werdegang eines mit viel sportlichem Elan gegründeten Unternehmens, dessen weitere Existenz gegenwärtig von der Entscheidung der 656 Gläubiger der Firma abhängt. Ihre Verpflichtungen belaufen sich auf mehr als eine Milliarde Lire, währenddem die vorhandenen Anlagen bei guter Bewertung etwas weniger ausmachen. Im Konkurslalle und anschliessender Versteigerung würde kaum eine halbe Milliarde herausschauen. Um diese Ziffern, die Produktions- und Verlagerungspläne nach Argentinien und nicht zuletzt um die Person des Cisitalia-Initianten, Piero Dusio, kreisen in Turin heute zahllose Debatten. Seit vielen Wochen ist der Fall «Cisitalia» das Hauptgesprächsthema in der italienischen Automobilstadt. Piero Dusio ist heute 49 Jahre alt. Mit Zwanzig begann er sich wirtschaftlich zu betätigen. Mit Siebenundzwanzig gründete er seine erste Textilfabrik. Weitere zwei Dutzend Unternehmen, vorwiegend der Textifbranche, gehen auf seine Initiative zurück, und alle diese Betriebe haben sich erfolgreich entwickelt. Im Jahre 1934 wandte sich Dusio dem Automobilismus zu. Zunächst begann er mit einem kleinen Rennstall; wenig später entstand eine bescheidene Fabrik für Garageausrüstungen, der schliesslich eine Werkstatt zur Umfrisierung von Serienwagen für Sportzwecke angeschlossen wurde. Dusio selbst gewann zahlreiche Rennen auf seinen Wagen. Während des Krieges, im Jahre 1943, übernahm ein wichtiges Dusio-Unternehmen zwei Gesellschaften, die Hotels, Tennisplätze und Badeanstalten betrieben, und Dusio fasste sie zu der « Compagnia Industriale Sportiva Italia » zusammen, die sich in der Folge kurz « Cisitalia > nannte. Drei Jahre später erhöhte er das Kapital von 5 auf 99 Mill. Lire, um damit die Automobilproduktion anzukurbeln. Das Kapital war unter 17 Aktionäre verteilt. ITALIEN Cisitalia, Schicksal eines Nachkriegsunternehmens Unerfüllte Programme. Die Automobilfabrik der Cisitalia am Corso Peschiera in Turin hatte ein verlockendes Programm aufgestellt. Als erste Fabrik der Welt wollte sie den Sport- und Rennwagenbau, der in allen Ländern bisher als kostspieliges Zuschussunternehmen galt oder in Kombination mit dem Gebrauchswagenbau durchgeführt wurde, so rationalisieren und verbilligen, um einen grösseren Absatz und damit die Lebensfähigkeit der Fabrik zu garantieren. 1947 sollte die Serienproduktion von Sport- und Rennwagen in grossem Stil anlaufen, war doch der Bau von 500 Wagen geplant. Kostspielige Rennexpeditionen nach Südamerika und dem Nahen Osten folgten. Die Produktion blieb indes erheblich hinter dem Programm zurück, denn in den beiden Jahren 1947 und 1948 wurde nur etwa die Hälfte des für 1947 angesetzten Solls erreicht. Der Misserfolg des Unternehmens liegt zweifellos in finanziellen Ereignissen begründet. Die Cisitalia erklärt die Situation mit den Auswirkungen der im Herbst 1947 einsetzenden Kreditrestriktionen des damaligen Budgetministers FRANKREICH Die Bemühungen der französischen Automobilisten, endlich zu einer Befreiung des Binnenmarktes und des Strassenverkehrs von den letzten Fesseln der Zwangswirtschaft zu gelangen, sind von Erfolg gekrönt worden. Was wir bereits vor zwei Wochen als möglich andeuteten, ist heute Tatsache: die französische Regierung bat beschlossen, den Verkauf inländischer Wagen vom 1. April 1949 ab in der Weise freizugeben, dass die Werke, bzw. deren Vertreter berechtigt und verpflichtet sind, direkte Bestellungen der Kundschaft nach Massgabe der verfügbaren Wagen nicht nur wie bisher auf dem Papier entgegenzunehmen, sondern auch auszuführen. Selbstverständlich hat diese liberale Massnahme wie immer einen dirigistischen Pferdefuss: die Fabriken müssen nach wie vor einen gewissen Prozentsatz ihrer Produktion für Exportzwecke reservieren und ausserdem eine Reihe von Prioritätsansprüchen der Staatsverwaltungen erfüllen. Es handelt sich also um eine mehr oder weniger « kontrollierte Freiheit», und es wird vom 1. April an wesentlich davon abhängen, ob der Durchschnittsautomobilist, der sich einen neuen Wagen leisten kann, über genügend gute Beziehungen zu seinem Vertreter verfügt. Erfreulicher erscheint aber, dass die für die Automobilwirtschaft verantwortlichen Stellen endlich begriffen zu haben scheinen, wie wenig ein neuer Wagen Laigl Elnaudi. Zahlreiche Firmen in ganz Italien mussten seinerzeit aus Mangel an flüssigen Mitteln die Produktion einstellen. Ein grosser Teil davon geriet in Konkurs. Auch in der Automobilindustrie gab es bedeutende Schwierigkeiten, die sich in der schleppenden Lohnzahlung grosser Fabriken, im Mangel an Halbfabrikaten und schliesslich in der Annullierung zahlreicher Bestellungen lagen. Gleichzeitig musste die Cisitalia, ebenso wie viele andere Firmen, die notwendigen Kredite zu überhöhten Zinssätzen aufnehmen. Rettungsanker Argentinien? Als sich die finanzielle Situation der Firma zu verschlechtern begann, richtete Dusio sein Augenmerk auf Argentinien. Zunächst sollte mit der argentinischen Fabrik « Silpa » eine Fabrik nach Cisitalia-Muster in Buenos Aires errichtet werden, mit 1 dem Ziel einer Tagesproduktion von 50 Wagen. Durch unseriöses Geschäftsgebaren der « Silpa » und Schwierigkeiten mit der argentinischen Regierung zerschlug sich dieser Plan. Personenwagen ab 1. April zum Verkauf freigegeben (Spezialbencht der .AR») nützt, wenn man kein Benzin hat oder es sich zu astronomischen Preisen am Schwarzmarkt beschaffen muss. Deshalb wurde in einem der letzten Ministerratssitzungen beschlossen, allen bisher leer ausgegangenen Normalbesitzern alter oder neuer Wagen für die Monate April—August im ganzen 100 Liter Benzin zum offiziellen Preis zuzuteilen, und zwar 20 Liter sofort, die übrigen 80 Liter unmittelbar nach der Erneuerung der sogenannten « Cartes grises ». Da diese Erneuerung mit der Zahlung einer Sondertaxe verbunden ist, muss der Automobilist, der nun endlich wieder etwas Treibstoff erhält, die bittere fiskalische Pille mitschlucken. Abgesehen davon, dass die Wiederaufnahme der Zuteilungen an die französischen Wagenbesitzer in eine Zeit des Rückgangs der Devisenkurse fällt, erwartet man von den neuen Massnahmen auch ein weiteres Abflauen des Benzin-Schwarzmarktes. Insbesondere wird es vom 1. April an für den inländischen Automobilisten am Anreiz fehlen, überzählige Devisenbons von Ausländern zu Sehwarzmarktpreisen zu kaufen. Die französische Presse ist dessen ungeachtet mit den bisherigen Zugeständnissen nicht zufrieden und verlangt, unter Hinweis auf die von Monat zu Monat steigende Produktion der französischen Treibstoff-Raffinerien, eine Erhöhung des Benzinkontingentes auf mindestens 40 Liter pro Monat und Fahrzeug, wbg. Heber die weiteren argentinischen Projekte Dusios weiss der italienische Publizist Michele Serra im « Europeo » zu berichten: Dusio konnte den argentinischen Staatspräsidenten Peron in mehreren persönlichen Unterredungen für eine vollständige Verlagerung der Turiner Fabrik mitsamt der Arbeiterschaft und den Technikern nach Argentinien interessieren. Durch nordamerikanische Angebote und die Zusammenarbeit argentinischer Industrieller mit Fiat verzögerte sich der Abschluss eines Abkommens. Bis zum September des vergangenen Jahres scheint aber -sowohl auf argentinischer wie auch auf italienischer Seite mit einem positiven Ergebnis gerechnet worden zu sein. Im Herbst zeichnete sich dann der Umschwung in der argentinischen Industrialisierungspolitik ab, der schliesslich im Februar mit der Entlassung des Handelsministers Miranda seine endgültige Bestätigung fand. Ausstehende Entscheidung. Die Gläubiger der Cisitalia haben sich noch nicht'entschieden, ob sie dem Unternehmen weiterhin Vertrauen schenken oder dessen Liquidation fordern sollen. Piero Dusio selbst sieht, ebenfalls nach Informationen von Michele Serra, folgende Möglichkeiten: 1. Die weiterlaufenden Verhandlungen mit Argentinien führen zum Erfolg, so dass es der Firma möglich wäre, ihre italienischen Gläubiger abzufinden und die Fabrikeinrichtungen nach Argentinien zu verbringen; 2. besteht die Möglichkeit, die Kredite der Gläubiger in Aktienanteile der Cisitalia umzuwandeln und dann die Produktion in beschränktem Umfange weiterzuführen. Der Sportund Rennwagenbau müsste unter diesen Umständen vom Programm gestrichen werden, womit das Unternehmen seine Tätigkeit auf die früher mit Erfolg betriebene Fertigung von Garagenausrüstungen, Automobilzubehör beschränken würde. Lpk ENGLAN D Londoner Automobilsalon 1949 Das Datum der diesjährigen britischen Automobilausstellung in Earls Court ist auf 28. September bis 8. Oktober festgesetzt worden, apd Sachen gibt es! Wie die «Times» melden, hat der Sekretär des Autohändler-Verbandes kürzlich darauf hingewiesen, dass ein Käufer, der für einen Wagen mehr als den Katalogpreis bezahlt, um sich eine raschere Lieferung zu sichern, damit gegen das Korruptions-Bekämpfungsgesetz aus dem Jahre 1906 (!) verstösst, das Höchststrafen bis zu zwei Jahren Zuchthaus oder 500 £ Busse oder eine Verbindung beider Strafen vorsieht apd ERSATZ FÜR KONUS-KUPPLUNGEN (leicht nachstellbar) NEUE SKAG-LAMELLEN-KUPPLUNG FÜR MOTORFAHRZEUGE INDIA-PNEU ZÜRICH QUELLENSTRASSE 27 TELEPHON (051) 279211 STAND 725 Schreiben Sie uns. Wir nennen Ihnen Preis und Garagen mit trosser Einbauerfakrung STEUERUNGEN UND KUPPLUNGEN AG. Zürich Andreasstrasse 17 Tel. 46 74 46