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E_1949_Zeitung_Nr.016

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Parkieren mit

Parkieren mit abgeblendeten Seheinwerfern ? wer hat nicht schon sein Fahrzeug mit abgeblendeten Scheinwerfern für kürzere oder längere Zeit stehen lassen, ohne sich bewusst zu sein, dass er Gefahr lief, einen Unfall zu verschulden oder zum mindesten mitzuverschulden? Man ist versucht zu glauben, ein korrekt am rechten Strassenrand mit abgeblendeten Scheinwerfern aufgestelltes Fahrzeug könne zu keiner Beanstandung Anlass geben. Art. 39, lit. a) der Vollziehungsverordnung zum MFG ist jedoch nicht etwa als Minimalforderung in bezug auf die notwendige Beleuchtung aufzufassen, sondern wörtlich zu verstehen: beim. Stillstehen bei dichtem Nebel oder vom Beginn der Dämmerung an bis zum Eintritt der Tageshelle müssen ausserhalb des Bereiches genügender Strassenbeleuchtung oder ausserhalb eines behördlich angewiesenen Parkplatzes die Markierlichter eingeschaltet werden. An deren Stelle dürfen nicht etwa die abgeblendeten Scheinwerfer treten. Das geht aus Ut. b) des erwähnten Artikels hervor, der vom « Fahren mit den Strassenlichtern» spricht und bestimmt, wann die blendenden Scheinwerfer abgeblendet ••• werden müssen. Nämlich wenigstens 100 m vor dem Kreuzen mit einem andern Motorfahrzeug, einem bespannten Fahrzeug, einer auf oder unmittelbar neben der Strasse fahrenden Tram- oder Ueberlandbahn, einem Fahrrad, einer Truppenabteilung, einer Fussgängergruppe, einem Reiter oder einer Viehherde; ferner wenn ein entgegenkommender Fahrzeugführer darum ersucht sowie in Ortschaften mit beleuchteten Strassen, es sei denn zur Abgabe von optischen Warnsignalen; desgleichen beim Hintereinanderfahren von Motorfahrzeugen und beim Anhalten. Die Fälle, in denen abgeblendet werden muss, sind also abschliessend aufgezählt. Im übrigen dürfen sie natürlich abgeblendet werden, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt ist. Lit. a) schreibt jedoch, wie erwähnt, expressis verbis vor, dass das Motorfahrzeug beim Parkieren mit den Markierlichtern beleuchtet sein muss. Was besteht nun für ein Unterschied zwischen dem Anhalten, wobei die Scheinwerfer abgeblendet, und dem Parkieren, bei dem die Markierlichter eingeschaltet werden müssen? Zu dieser Frage hat das Bundesgericht einzig in einem Entscheid mit einem kurzen Satz Stellung genommen: « En outre, l'arret de K. devant sa maison n'ätait pas momentane, mais un stationnement qui exigeait l'eclairage par les feux de position,» Daraus ist ersichtlich, dass das Bundesgericht unter Anhalten im Sinne von Art. 39, lit. b) nur ein ganz kurzes, « vorübergehendes » Halten verstanden haben will, zum Beispiel um eine Person aussteigen zu lassen. Wenn jedoch der Führer das Fahrzeug verlässt, dürfte nach dieser Interpretation die Beleuchtung nur durch die Markierlichter erforderlich sein. Wie erwähnt, hat das Bundesgericht keine genauere Definition gegeben, und es wird weitgehend von der Auffassung des im Einzelfalle zuständigen Richters abhängen, ob er auf eine Anzeige hin diese Bestimmung eng- oder weitherziger auslegen will. Die Frage gewinnt wesentlich an Bedeutung, wenn sich ein folgenschwerer Unfall ereignet. Dies geht aus dem Bundesgerichtsentscheid hervor, wovon oben die Rede war. Im dort beurteilten Fall wurde ein Füssgänger getötet, und zwar durch einen Automobilisten, der den Verhältnissen entsprechend zu rasch, unvorsichtig und mit schlecht regulierten Bremsen fuhr. Die Rekonstruktion des Ünfallherganges ergab jedoch, dass sowohl die auf der Strasse, statt auf dem Trottoir gehenden Füssgänger, als auch der hinter ihnen heranfahrende Automobilist von den abgeblendeten Scheinwerfern des sonst korrekt parkierten Fahrzeuges des K. geblendet wurden, und zwar der Automobilist so, dass er die Füssgänger erst in einer Entfernung von 21 m (statt von 40 m) hätte sehen können und sollen. Tatsächlich sah er sie erst auf 5 m und konnte nicht mehr vermeiden, dass einer davon überfahren wurde, weil der Wagen u. a. der schlecht regulierten Bremsen wegen ins Schleudern geriet. Das Bundesgericht stellte fest, dass die Hauptschuld diesen Führer traf, dass dem Getöteten selbst in kleinerem Masse (ein Viertel) ein Mitverschulden zuzuschreiben sei und dass die Blendung durch das stationierte Fahrzeug mitgeholfen habe, den Unfall zu verursachen. Nach einem anderen Bundesgerichtsentscheid befindet sich ein Motorfahrzeug dann im Sinne von Art. 37 MFG im Betrieb, wenn seine maschinellen Einrichtungen, welche die dem Motorfahrzeugverkehr eigentümliche Gefahrenquelle darstellen, also namentlich Motor und Scheinwerfer, in Funktion stehen. Das Bundesgericht hält fest, dass durch die vorschriftswidrige Beleuchtung des parkierten Fahrzeuges des K. der entgegenkommende Fahrzeugführer geblendet wurde und dass diese Blendung zur Entstehung des Unfalls beitrug. Weil nun aber zwischen Beleuchtung und Unfall ein Kausalzusammenhang besteht, ist grundsätzlich die Mitverantwortung und Haftung des Halters des parkierten Fahrzeuges gegeben. Er haftet dem Geschädigten gegenüber nicht nur im Masse seinef\Verschuldens, sondern solidarisch mit dem hauptschuldigen Automobilisten für den ganzen durch die beteiligten Motorfahrzeuge verursachten Schaden. Veranlasst durch eine Kleine Anfrage im Stadtrat, haben sich in letzter Zeit auch die Behörden Berns mit der Frage der Einführung von Stop-Strassen beschäftigt. In seiner Antwort weist der Gemeinderat darauf hin, dass die gesetzliche Zulässigkeit der Stop-Strassen noch der Abklärung bedarf. Nicht nur fehlt ein rechtsverbindliches Signal, sondern die Behörden besitzen auch noch keine gesetzliche Handhabe, um wegen der Missachtung von Stop—Signalen Sanktionen ergreifen zu können. Aus diesen Gründen nimmt der Gemeinderat davon Umgang, auf diesem Gebiet Versuche durchzuführen und wartet die internationale sowie die schweizerische gesetzliche Regelung dieser Frage ab. Unseres Wissens ist dieser Entscheid nicht ohne vorangehende Fühlungnahme mit den zuständigen eidgenössischen Stellen erfolgt. Sie hatte ihren Grund darin, dass das Eidg. Justizund Polizeidepartement gegenwärtig daran ist, so rasch als möglich die erforderlichen rechtlichen Grundlagen für eine Verankerung der Stop-Strasse im Gesetz zu schaffen, damit diese Institution — ein hervorragendes Mittel der Unfallverhütung — noch vor der Revision des MFG bei uns auf einheitlicher Basis eingeführt werden könne. Stop-Strassen gehören in einer, ganzen Reihe schweizerischer Städte und Ortschaften schon seit Monaten, teilweise sogar, seit Jahren, nicht mehr zu den unbekannten Dingen. Sie haben sich,, trotz des Fehlens einer Möglichkeit für Sanktionen, als Mittel der Unfallbekämpfung auch durchaus bewährt. Aber der Mangel an Einheitlichkeit in der Anbringung und in der Gestaltung der Signale und Markierungen führte zu einem gewissen, wenn auch wohlgemeinten Durcheinander, nicht unbedingt zum Nutzen des (hb) Punkt sieben Uhr abends haben am Sonntag die Hupen der Automobile des 19. Internationalen Salons in Genf den Torschluss angekündigt Dieses gewohnte, nichts weniger als harmonische Konzert mag immerhin den Ohren der Mitglieder des Organisationskomitees als angenehme Musik geklungen haben. Denn es bedeutete für sie die Bekräftigung eines grossen und wohlverdienten Erfolges auf der ganzen Linie. Nachdem der letzte Tag des vom Wetter.begünstigten Salons nochmals einen Massenandrang gebracht hatte, kann die Gesamtzahl der Besucher vom 17. bis 27. März auf eine Ziffer geschätzt werden, die sich zwischen 250 000 und 300 000 bewegt. Jeder einzelne Tag hat die Frequenz des letzten Jahres übertreffen. Entsprechend der gesteigerten Bedeutung des Genfer Salons, der sich nun nach seiner Zusammensetzung als der erste der Welt betrachten darf, war auch der Besuch prominenter Persönlichkeiten des Auslandes noch nie so lebhaft wie dieses Jahr. Im besonderen scheinendie Amerikaner sich in erhöhtem Masse für die in Europa erzielten Leistungen und die dortige Geschmacksrichtung zu interessieren. ? 1947—1948—1949: schön, schöner, am schönsten! Schade, dass sich in unserer Sprache ein Komparativ nicht beliebig weiter steigern lässt, denn so weiss man wirklich nicht, wie der Salon von 4950 allenfalls bezeichnet werden muss — es sei denn, eine gewisse Karosserie auf einem < roll »enden Chassis finde Nachahmer! Fob, Pob, Pobü * * * Bisher konnte'man einen Wagen ansehen; einer der schönsten der vielen schönen Italiener mit Spezialkarosserien, das dunkelgrüne Sportcoupe, erweckt den Eindruck, dass man in das Metall hinein sehen kann. Künstler der Form, aber auch Künstler der Farbe. • • • Der Traum des Fanatikers: der kleine Zwölfzylinder! Wie herrlich müsste es sein, dieses Wunderwerk mit seinen über 100 PS zu besitzen und mit einem jener wundervollen Schlüsselsätze — wie sie die Zubehör-Ausstellung zeigt —, die unendlich vielen Schräubchen und Mütterchen zu lösen, um das Innere zu bestaunen und zu pflegen! AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 30. MÄRZ 1949 - Nr. 16 Bern und die Stop-Strassen Ausklang cles Genfer Salons Rund 300000 Besucher Interessant ist die Feststellung des Ötmdesgerichtes, dass K. durch das Brennenlassen der abgeblendeten Scheinwerfer eine Unvorsichtigkeit begangen und eine Gefahr für den Verkehr geschaffen habe. Er versuchte umsonst, sich damit zu entschuldigen, er habe eine grössere Vorsicht anwenden wollen. Vom Moment an, da sein Wagen ganz auf der rechten Strassenseite stillstand, sei keine Veranlassung mehr vorhanden gewesen, dessen Anwesenheit den entgegenkommenden Führern, die die. andere Strassenseite einhalten mussten, speziell kenntlich zu machen. Wichtig ist für uns die Schlüssfolgerung, dass wir mit Vorteil bei jedem korrekten Anhalten — sei es für ganz kurze oder längere Dauer —, das eine Beleuchtung des Fahrzeuges erfordert, nicht die abgeblendeten Scheinwerfer brennen lassen, sondern die Markierlichter einschalten. Damit dürfte uns erspart bleiben, dass wir einen Unfall mitverschulden, eventuell strafrechtlich verantwortlich und schadenersatzpflichtig werden. K.K. Strassenverkehrs. Anfangs März hat denn auch der Schweizerische Strassenverkehrsverband (FRS) in einer wohlfundierten Eingabe (vgl. «AR» Nr. 10/1949) den Bundesrat ersucht, durch den Erlass provisorischer Vorschriften unverzüglich regelnd einzugreifen, wobei die FRS zugleich auch Textvorschläge für die erforderliche gesetzliche Regelung formulierte. Nach unsern Informationen hat deren Schritt im Bundeshaus verständnisvolle Aufnahme gefunden: die Entwürfe und Weisungen des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements befinden sich in Vorbereitung und werden schon im Verlauf des nächsten Monats den Kantonen und Verbänden zur Vernehmlassung übermittelt werden können. Erfordert dieses Verfahren auch eine gewisse Zeit, so glaubt man doch, damit rechnen zu dürfen, dass die Inkraftsetzung der neuen Vorschriften and damit die rechtsverbindliche Einführung: der Stop- Strassen auf 1. Juni oder 1. Juli Tatsache sein wird. Von diesen Ueberlegungen liess sich wohl auch der Berner Gemeinderat bei seiner Beantwortung der Kleinen Anfrage über die Einführung der Stop-Strassen in der Bundesstadt leiten. Wenn er bis «zur schweizerischen gesetzlichen Regelung dieser Frage», also noch zwei oder drei Monate zuwarten will, so vergibt er sich damit bestimmt nichts, weil es wenig Sinn hätte, heute mit Pröbeln zu beginnen, um dann nach kurzer Zeit wieder rückwärts buchstabieren zu müssen. Beim < Bund > scheint man sich über den oben skizzierten Sachverhalt jedoch nicht informiert zu haben, sonst wäre wohl die iniangebrachte und irreführende Schlagzeile « Keine Stop-Strassen in Bern » unterblieben. Die Aussteller melden sozusagen durchwegs gute Geschäfte. Einzelne Personenwagenmarken scheinen, namentlich soweit es sich um kleinere Wagen handelt, aussergewöhnliche Verkaufsziffern erzielt zu haben. Der Präsident des Salons, Charles Dechevrens, machte daher beim Torschluss aus seiner vollen Befriedigung kein Hehl. Aber er weiss auch, dass das heutige < Ende-Feuer »-Signal nur einen Gefechtsabbruch bedeutet, keineswegs aber ein Zeichen zum Ausruhen auf den Lorbeeren. Denn nach der Liquidierung der Geschäfte des abgeschlossenen Salons gilt es denjenigen von 1950 vorzubereiten, der, wie die Organisatoren wohl nicht ohne Grund hoffen, noch imposanter werden dürfte als der von 1949 mit all seinen Rekordzahlen. Deshalb ist heute schon vorgesehen, für das nächste Jahr die bisherige dauernde zweite Ausstellungshalle- in der Richtung der Arve nicht nur durch einen weiteren definitiven Bau zu ergänzen, sondern diesen zur Gewinnung zusätzlichen Raumes mit einem zweiten Stockwerk zu versehen. . •." • '• • Auch während der Schlusstage empfing der Salon den Besuch weitereriProminenter aus dem Gebiet der Automobilindustrie. Unter ihnen seien Mr. Catoire, der kommerzielle Direktor der Talbot-Werke iri Sürßsnes sowie Ingenieure aus den grossen Fabriken von : Detroit und aus anderen amerikanischen Automobilwerken erwähnt, die ausnahmslos die Flugroute über den Atlantik nach Genf benützten, um die Erzeugnisse der europäischen Autokonstruktion einem gründlichen Studium zu unterziehen. Wie der Salon selbst, so trug auch die Zusammensetzung der Käuferschaft eine ausgesprochen internationale Note.. Die zuständigen Stellen melden nämlich Käufer aus mehr als 15 verschiedenen Ländern. ' Bis in die letzten Tage hinein gab der Salon den Rahmen zu Tagungen der am Automobil und am Strassenverkehr interessierten Kreise ab. Die lange Reihe dieser Versammlungen fortsetzend, hielt am Freitag der Vorstand des Schweizer* sehen Autostrassenvereins unter dem Vorsitz seines Präsidenten, Ständerat G. Wenk, seine Jahressitzung ab, über deren wichtigste -Geschäfte wir an anderer Stelle der vorliegenden Nummer berichten. Im und um den Salon Hoffentlich geraten einem gewissen blauen Wagen, oder vielmehr seinem Besitzer, auf den amerikanischen Strassen weder warmblütige Wesen noch Steine vpr dem Kühler, oder, besser gesagt, vor die Bügelfalten, denn es könnten in jenem Fall böse Schnittwunden, in diesem aber wüste Kratzer in den unteren Partien des « sau-t-chiken » Wagens setzen. Uebrigens —der Preis wurde mir ganz leise «über das Lenkrad geflüstert» — wahrscheinlich einer der teuersten Wagen des Salons, und einer der allerschnellsten dazu! • * • Vor einem Manne in blauem Anzug und mit grauem Schnurrbart, einem kultivierten Franzosen, < wie er im Buch steht», muss man u weigerlich den Hut ziehen: was er «um seinen letztes Jahr ausgestellten Motor herum gebaut hat» (um.seinje„eigenen Worte zu verwenden) ist schlechterdings'fabelhaft. Eine Motorhaube, die .erlaubt, beim Motor kontrollieren « hineinsteigen » zu können; einen Kofferraum, der zwei Reserveräder nur so in sich verschwinden lässt, um darüber hinaus noch fast die Grosse eines kleineren Kastenwagenaufbaues aufzuweisen; Platz für 5 bis 6 Personen, und dabei wiegt die ganze Geschichte kerne 1000 kg, bei einem Luftwiderstands-Koeffizienten, der kleiner ist als jener eines Rennwagens! Nochmals: Hut ab vor solchen Männern, die um der Sache, um des Automobils willen und nicht nur um des finanziellen Erfolges willen konstruieren. * • * «Wie baue ich meinen Fünfhunderter? » könnte die Ueberschrift eines anderen Standes lauten. Der Anblick erfüllt den Fanatiker mit heller Wonne, und die saubere Konstruktion reizt direkt zur Nachahmung! Warum wohl die Hinterachsfederung eines früher berühmten Rennwagens ihre Wiedererstehung feiern mag? * * * Fahrzeugbeurteilung ausserhalb des Salons? Jawohl, und zwar hochinteressant und aufschlussreich hinsichtlich der Qualitäten der Fahrzeuge, noch mehr vielleicht aber der vorführenden Fahrer! Warum wohl muss ein Amerikaner Wagen im Rennwagentempo in die Kurven der Versuchsstrecke gehetzt werden, wo doch sein Motor eine so hohe Anzugskraft zum Beschleunigen nach der Kurve besitzt? Schön ist es nämlich nicht, wenn die kurvenäusseren Kotflügel fast auf den Boden streifen und die Pneus ein Gewinsel und Geschrei anstimmen, dass man unwillkürlich an einen schmunzelnden Pneuhändler denkt? Und wenn ein Passagier eines sonst sehr guten kleineren Wagens aus der sich öffnenden Türe herauskollert — glücklicherweise ohne sichtlichen Schaden zu nehmen — so steht das wohl auch nicht im Programm. Liebe Verkäufer! die Fahrzeuge, die ihr der Kundschaft vordemonstriert, sind Familien- oder Geschäftswagen, aber keine Rennfahrzeuge. Versucht doch lieber Interessenten mit den angenehmen Fahreigenschaften, dem Komfort, der leichten Bedienung usw. zu beeindrucken, statt ihnen zu zeigen, dass der Wagen auch mit 60 km/h durch eine solche Kurve gemurkst werden kann. Es gibt nämlich Leute, die auf solche Vorkommnisse ziemlich stark reagieren. H.AAL. AKTUELLES Schweizerischer Autostrassenverein und Bundesfinanzrefonn Anlässlich des Genfer Automobüsalons hielt der Schweiz. Autostrassenverein am 25. März in Genf seine Jahressitzung ab. Die von den Vertretern der kant Baudirektorenkonferenz und schweizerischen Interessenten - Verbänden beschickte Versammlung nahm unter dem Vorsitz von Ständeratspräsident Wenk Kenntnis vom Stand der Verfassungsrevision betr. die Verteilung des Benzinzollsin der neuen Ordnung des Finanzhaushaltes des Bundes. Sie drückte die Erwartung aus, dass im Interesse der schweizerischen Volkswirtschaft und einer gerechten Verteilung der durch den Ausbau des Hauptstrassennetzes entstehenden Lasten nicht nur in die definitive Verfassungsordnung, sondern auch in einer eventuellen Uebergangsordnung eine Regelung entsprechend dem Beschluss des Standerates erfolge (der den Bund verpflichtet wissen will, die Hälfte der Reineinnahmen aus den Treibstoffzöllen den Kantonen für. den Strassenbau auszurichten. Red.). Wechsel auf dem aarganischen Baudepartemeni Blr. Infolge des Rücktrittes des aargauischen Baudirektors Studier auf den 31. März wird eine Neubesetzung dieses Postens fällig. Das Ressort wird durch den bisherigen Erziehungsdirektor Fritz Zaugg übernommen. Der neue Baudirektor Zaugg ist mit 64 Jahren der amtsälteste Mann im aargauischen Regierungskollegium, und da er wenige Jahre vor der Erreichung der Altersgrenze steht, wird auf der kantonalen Baudirektion binnen kurzem ein neuer Wechsel eintreten. Der Strassenbau hat im Aargau unter der Leitung des scheidenden Baudirektors Studier in den beiden vergangenen Jahrzehnten einen starken Aufschwung zu verzeichnen. Kurrenausbau an der Fnrkastrasse Nach der Bewilligung des Ueberbrückungskredltes für den Strassenausbau durch das Urnervolk hat das kantonale Strassenbauamt dem hier bereits erwähnten Projekt für den Ausbau der Gotthardstrasse zwischen Amsteg und Gurtnellen, das vor allem die Korrektion gefährlicher Kurven bei Intschi und Meitschligen vorsieht, die Pläne für die Verbesserung einzelner Abschnitte der Furkastrasse folgen lassen. Es handelt sich dabei um' den Ausbau der Kurven im Bielental und der Hofstättkehre bei Realp. Die scharfe Kurve mit der unmittelbar anschliessenden Gegenkurve im Bielental soll verbreitert und zugleich gestreckt werden. Dazu wird die Haarnadel der Hofstättkehre eine Korrektion dadurch erfahren, dass die Baubehörden deren Ausbau nach den Alpenstrassennormalien ins Auge gefasst haben. Bereits ist der Kostenvoranschlag in der Höhe von 230 000 Fr. durch die urnerische Regierung genehmigt worden und zur Ausrichtung einer Bundessubvention an das eidg. Obexbauinspektorat abgegangen. TOURISMUS Befahrbarkeit der Alpenstrassen 29. März 1949, 9 Uhr) Offene Strassen: Brünig, fast aper, O.K.; Etroits; Julier, fast aper bis Hospiz, mit guten Pneus befahrbar; Lenzerheide, Maloja, Mollendruz, Morgins, Mosses, Ibergeregg; II Fuorn (Ofenpass), fast aper, O.K., K.-Mitnahme ratsam; Passwang, Saanenmöser; Wolfgang, aufgeweichte Strasse, m-K.; Arosa, o, K. bis Litzirüti. Gesperrte Strassen: Albula, o.K. bis Bergün; Bernina, Flüela, Forclaz, Furka; Grimsel, m.K. bis Zentrale Handegg; Gr. St. Bernhard, o.K. bis Bourg-St-Pierre; Jaun, Klausen; Lukmanier, o. K. bis Curaglia; Marchairuz, Montets, Oberalp; Pillon, o. K. bis Les Diablerets und Gsteig; San Bernardino, Zufahrt nach San Bernardino-Dorf und Hinterrhein o. K.; St. Gotthard, o.K. bis Göschenen und Airolo; Simplon, o. K. bis Rothwald; Splügen,, o. K. bis Splügen- Dorf; Susten, Umbrail, Weissenstein,

Nr. 16 - MITTVOCH, 30. MÄRZ 1949 AUTOMOBIL REVUE S PO BTNACn RICHTE IV SCHWEIZ Ein zweiter Ausbildungskurs des SAR Es ist nun gerade ein Jahr verflossen, seit der im Dezember 1947 gegründete Schweizerische Automobil-Rennsportclub (SAR) mit einem Ausbildungskurs für Aktive und Nachwuchsfahrer erstmals ins Rampenlicht der Oeffentlichkeit trat. Wenn die Veranstaltung, die an einem Wochenende im April 1948 in Thun stattfand, auch ausdrücklich als Ausbildungskurs zur Ausschreibung gelangte, so waren sich SAR und Kursleitung durchaus dessen bewusst, dass es sich nie und nimmer darum handeln konnte, den Kursteilnehmern jenes Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, das für die Heranbildung € fertiger » Rennfahrer erforderlich ist. Der Zeitraum zweier Tage reicht vielmehr gerade knapp aus, um jene, die guten Willens und vom Wunsche beseelt sind, es auf diesem Gebiete zu etwas zu bringen, mit einigen der wichtigsten theoretischen und praktischen Voraussetzungen des Rennfahrer-Metiers vertraut zu machen. Sache der Fahr p r a x i s an automobilsportlichen Konkurrenzen aller Art muss es sodann sein, die notwendigen Erfahrungen zu vermitteln, ohne die alles theoretische und technische Wissen toter Buchstabe bleibt und jene — wie man weiss — dünn gesäten Talente zutage zu fördern, die im nationalen und internationalen Automobilsport eines Tages eine mehr oder weniger wichtige Rolle zu spielen berufen sind. Durfte man somit einigermassen gespannt sein, welches Echo die Idee des SAR in Kreisen der schweizerischen Aktiven, wie des Nachwuchses und der Freunde des Automobilsportes ganz allgemein auslösen würde, so kam in der grossen Zahl der eingehenden Anmeldungen sehr bald das tiefe Bedürfnis nach einem solchen Kurs zum Ausdruck. Um die 200 Sportbegeisterte aus allen Teilen der Schweiz gaben sich in Thun Rendez-vous, wo unter der Leitung des Berner Sportwagenfahrers Jean Studer ein Programm abgewickelt wurde, das an den ersten anderthalb Tagen theoretische Kenntnisse in Form von verschiedenen Kurzreferaten aus berufenem Munde vermittelte, während der Sonntagnachmittag Demonstrationen und praktischen Uebungen der Kursteilnehmer am Steuer ihrer eigenen Tourenund Sportwagen reserviert war. Der dank der Vielfalt des Gebotenen glänzende Erfolg des Kurses Hess schon damals den Wunsch nach Wiederholung aufkommen. Es wird die letztjährigen Kursbesucher und weitere Freunde des Automobilsportes freuen, zu hören, dass dieser Wunsch demnächst in Erfüllung geht, hat doch der Vorstand des SAR bereits zu Beginn dieses Jahres die Durchführung eines zweiten Kurses beschlossen und mit dessen Leitung wiederum Jean Studer (Bern) betraut, dem. es — wie sich aus dem unten wiedergegebenen Programm ersehen lässt — auch heuer gelungen ist, eine Reihe bekannter Leute vom Fach zu verpflichten, die für eine lebendige, anschauliche Darstellung der von ihnen behandelten Materie bürgen. Dieser Kurs ist auf Samstag, den 3 0. April und Sonntag, den 1. Mai 1949 angesetzt. Er findet in Thun statt, wo dank dem Entgegenkommen des Waffenchefs der Leichten Truppen auch diesmal der grosse Theoriesaal der Kaserne MWD sowie das Areal des Armeemotorfahrzeugparks für Demonstrationen und praktische Uebungen zur Verfügung stehen. Teilnahmeberechtigt ist jedermann, der sich bis Montag, den 11. April 1949, beim Kursleiter, Jean Studer, Beundenfeldstr. 23, Bern, schriftlich anmeldet und gleichzeitig das Kursgeld von Fr. 15.— (fünfzehn Franken) auf das Postcheckkonto des SAR, Zürich, VIII 40881, überweist Die Höhe des Kursgeldes bleibt sich gleich, ob ein Teilnehmer der Veranstaltung an beiden Tagen oder nur am Samstag oder Sonntag folgt. Für Auskünfte wende man sich — schriftlich oder telephonisch (Telephon Bern [031] 6 36 98) — ebenfalls an den Kursleiter. Dem Kurs liegt folgendes zugrunde: Samstag, 30. April und Sonntag, 1. Mai 1949, in Thum Programm SAMSTAG, DEN 30. APRIL 19« I. Orgonisalionsfragen «nd Reglement« 08.00 Automobilsport — durch die Brille der Organisatoren gesehen. — Nationales Sportreglement und Vorschriften der NSK — Änderungen gegenüber 1948. (Referent: H. S i e g w a r t, Mitglied der NSK, Luzern.) II. Fahrzeugbeschaffung 09.00 Uebersicht über die verfügbaren Serienfahrzeuge und deren Eignung. — Anpassung der Fahrzeuge an die Erfordernisse des Sports. (Referent: R. Bräunschweig, Masch.-Ing. ETH, Redaktor der < Automobil Revue >, Bern.) MI. Technik 10.30 Dos Frisieren dar Serienfahrzeuge. (Referenti Prof. Dr. ing. R. von E b e r a n, Konstrukteur des Auto-Union- Formelwagens 1937—1939, Millstatt/Kärnten.l IV. Reifen und Schmierstoffe 14.00 Die Pneus der Rennwagen (nach einem von der S. A. P i r e I I i, Mailand, zur Verfügung gestellten Manuskript.) 15.30 Rohgummigewinnung und Pneufabrikation, mit Filmvorführungen. (Referent: M. Z 6 h r e r , i. Fa. R. u. E. Huber AG., Pfäffikon/Zürlch.) K.45 Motorenöl, mit Lichtbildern (Dr. M. Brunner, ing. ehem., Zürich). V. Das Rennen hinter den Kulissen 17 45 Organisation von Boxe und Zeigerdienst. (Referent: Obering. A. Neubauer, ehemals Rennleiter von M«rc»des-Benz, Sh*ttgart/UntertürkheimJ VII. KeiMMvcholOflisehes 08.45 Auswirkung des Charakters auf den Autosport. — Psychologische Verfassung de» Fohrers vor, während und nach dem Rennen. (Referent: Obering. A. Neubauer. Stuttgort/Untertürkheim.l 10.00—12.00 »nd 14.00—17.00 im Areal des Armee-Motorfahrzeug-Parks i Demonstrationen von Hermann Lang, Stuttgart, sowie praktische Uebungen der Kursteilnehmer unter Leitung von Jean Studer, Bern. Anschliessend Kritik von Hermann Lang, Obering. Neubauer & Jean Studer. Wir zweifeln nicht daran, dass auch dieser zweite Ausbildungskurs des SAR regem Interesse begegnen und sich eines Erfolges freuen wird, der dem letztjährigen in nichts nachsteht. ITALIEN SONNTAG, DEN 1. MAI 194? VI. FahrkMsl 08.00 Fahren und Regenfahren. IReferentt Obering. A. N e e - b a u e r , Stuttgart/Untertürkheim.) Grosser Preis von San Remo mit schweizerischer Beteiligung Brachte die Sizilien-Rundfahrt um die 33. Targa Florio vom 20. März den Sport- und Tourenwagen erstmals Startgelegenheit in diesem Jahr, so nimmt die eigentliche italienische Rennsaison mit dem vierten Grossen Preis von San Remo, der am nächsten Sonntag auf der 3,380 km langen Strassenrundstrecke von Ospedaletti Plan der 3,380 km langen Rundstrecke von Ospedaletti in San Remo. Länge der einzelnen Abschnitte: A—B — 265 m; 1—C = 5« m; C—0 = 1065 m; 0—E = 325 m; E—F « 545 m» F—A • 570 m. Der Berliner Ingenieur Wahlsdorf hat in Anwendung des Prinzips des luftgekühlten Motors eine Weiterentwicklung eines Rennwagens geschaffen, der den Namen c Nachwuchs » trägt. Die Fabrikalionstyp« VI» Volkswagen I soll dem Nachwuchs als Uefaungswagen dienen. Der nächste Typ V2 ist der cJungmann», die dritte Klasse V3 der «Jungmeister». Die ersten Probefahrten des V 1 c Nachwuchs > auf der Avus verliefen sehr verheissungsvoll. Der « Nachwuchs > entwickelt 42 PS bei einem errechneten Treibstoffverbrauch von 13,6 Liter pro 100 km. Bei den Probefahrten wurden verschiedene Treibstoffgemische verwendet, bestehend aus Benzin, Benzol und Alkohol. Eine Zusammensetzung des Gemisches am 50% Benzol, 30 % Benzin, 20 % Alkohol ergab eine Geschwindigkeit von 142 km/h, die durch eine andere Zusammensetzung des Gemisches »nd entsprechender Auswechslung der Düsen auf 152 km/h gesteigert werden konnte. Dabei waren die Bahnverhältnisse infolge nebeligen Wetters keineswegs die günstigsten. Unser Bild zeigt den V1 < Nachwuchs > mit Konstrukteur Wahlsdorf am Steuer. stattfindet, ihren Anfang. Zum Start zugelassen sind Rennwagen der Formel 1, d. h. bis 1500 cm* mit und bis 4500 cm* ohne Kompressor. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo das Rennen auf dem gleichen Circuit über eine Nonstopdistanz von 85 Runden = 287,3 km ausgetragen wurde, haben sich die Organisatoren für die diesjährige Ausschreibung den Grossen Preis von Albi zum Vorbild genommen, indem sie ebenfalls zwei Vorläufe, und zwar über je 45 Runden = 152,1 km vorsehen, wobei das Gesamtklassement durch Addition der beiden Zeiten ermittelt wird. Wenn man bedenkt, dass die italienischen Kompressorwagen, aus denen sich das Startfeld mehrheitlich zusammensetzt, mit Rücksicht auf den beträchtlichen Treibstoffkonsum schon nach spätestens ca. 170 km Fahrt zu tanken gezwungen sind, während die gebläselosen Maschinen der Franzosen mehr als 300 km durchstehen, ohne den Benzinvorrat ergänzen zu müssen, wenn man dies also in Rechnung stellt, wird es einem jeden klar, dass die heuer vorgenommene Abänderung des Reglements vor allem Wasser auf die Mühlen der Maserati und Ferrari-Fahrer bedeutet, um so mehr als man in diesem Reglement vergeblich nach einer Vor- Mit den Profil von aussergewöhnlichem Traktionsvermögen auf verschneiten Strassen and im Gelände Der «Nachwuchs» stellt sich vor FAIIII Fll FIRESTOIE» PBODimiL MATTEM schrift sucht, die etwa das Tanken in der Pause zwischen dem ersten und zweiten Lauf untersagen würde, wodurch die Fahrzeuge ohne Kompressor ihrerseits in den Genuss eines unter Umständen fühlbaren Vorteils kämen. Was anderseits etwas überrascht, das ist die Tatsache, dass die im Training gefahrenen Rundenzeiten sowohl für die Startaufstellung zum ersten, wie auch für jene zum zweiten Lauf verbindlich sind. Ein Fahrer also, der im Training aus irgendeinem Grunde am Aufdrehen verhindert ist und daher — sagen wir — mit einem Platz in der fünften Reihe vorliebnehmen muss, hat auch zum zweiten Lauf in gleicher Position zu starten, selbst wenn er den ersten Lauf im dritten oder vierten Rang beendet. Anderseits wird einem Piloten, der im Training beispielsweise die zweitbeste Zeit fuhr und der deshalb beim Start einen Platz in der ersten Reihe zugewiesen erhält, dieser Platz beim Start zum zweiten Lauf auch dann reserviert, wenn er wegen eines Defekts im ersten Lauf auf einen der hintern Ränge zurückgeworfen wurde. Am Start erscheinen auf Einladung der Organisatoren folgende zwanzig Konkurrenten: 1. Behra Frankreich Maserati 3900 IC 2. Fischer Schweiz Simca 1430 3. Levegh Frankreich Talbot 4500 4. Graf Sterzi Italjen Ferrari 2000 5. Bracco Italien Maserati 2000 6. de Graffenried Schweiz Maserati 1500 K 7. Sechehaye Schweiz Maserati 1500 K 8. Scagliarini Italien Maserati 1500 < 9. Biondetti Italien Maserati 2000 10. Fangio Argentinien Maserati 1500 K 11. Campos Brasilien Maserati 1500 K 12. X. Italien Ferrari 1500 K 13. Bonetto Italien Ferrari 2000 14. Whitehead England Ferrari 1500 K 15. Ashmore England Maserati 1500 K 16. Choboud Frankreich Maserati 1500 K 17. Louveau Frankreich Maserati 1500 K 18. Prinz Bira Siam Maserati 1500 IC 19. Righetti Italien Fiat-Stanguelüni IS» 20. fosier Frankreich Tafcot 4500 Im internationalen « Konzert » von San Remo ist die Schweiz neben dem Zürcher Rudolf F i - scher, der einen If5-Liter-Simca-Gordini Steuert, durch de Graffenried und Sechehaye vertreten, die beide für Plate fahren, wobei de Graffenried erstmals über einen Maserati vom Typ 4CTL verfügt, dieweil der ehemalige Goalkeeper Sechehaye, ein im Automobilsport bis heute völlig unbeschriebenes Blatt, wenn man von seinem Debüt an der Vue des Alpes 1948 absieht, am Steuer des Vorjahres- Maserati de Graffenrieds sitzt. Mit einigen Vorbehalten dürfte die Meldung aufzunehmen sein, wonach Enzo Ferrari dem Engländer Whitehead einen seiner jl^-Liter-Rennwagen mit Kompressor anvertraut; das zweite Fahrzeug, dessen Pilot sich einstweilen noch hinter einem X verbirgt, dürfte wohl mit Farina am Start erscheinen, sofern dieser aus Südamerika,- wo er am letzten Sonntag den Grossen Preis von Rio de Janeiro als Zweiter beendete, rechtzeitig an der Riviera eintrifft DatumausUusch Wie einer Mitteilung der F.I.A. zu entnehmen ist, findet das Formel-2-Rennen um den Grossen Preis des Autodroms von Monza, das ursprünglich für den 29. Mai vorgesehen war, am 26. Juni statt, während die unter diesem Datum im Terminkalender eingetragene C o p p a Intereuropea in Mailand auf den 29. Mai vorverlegt wurde. Die ASAI jenes italienische Interesse-Konglomerat, das sich sowohl die Organisatoren wie die Fahrer und Konstrukteure zu vertreten vorgibt, und das an seiner letzten Hauptversammlung im Januar einen provisorischen Vorstand damit beauftragte, zuhanden einer ausserordentlichen Generalversamlunt die Ziele der Vereinigung neu zu umschreiben und die notwendigen Statutenänderungen vorzuschlagen, sowie die Kompetenzenverteilung zwischen ACI, CONI und ASAI abzuklären, wird zu dieser ausserordentlichen Hauptversammlung spätestens Mitte Mai In Mailand zusammentreten. Diese Versammlung wird in Sachen Statutenänderung auch dann befähigt sein, wenn das statutarische Quorum bzw. die erforderliche Zahl von Präsenzen nicht erreicht werden sollte.