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E_1949_Zeitung_Nr.019

E_1949_Zeitung_Nr.019

Der Entwurf der

Der Entwurf der Vereinigten Nationen (UNO) zn einer neuen internationalen Straßenverkehrsordnung Auch die Uebersicht über die 14 Anhänge zum Konventionsentwurf muss sich auf sehr summarische Angaben beschränken, da es sich teilweise um sehr umfangreiche Dokumente handelt. Allein der Anhang, der den Bestimmungen für die Signalisation gewidmet ist weist mehr als doppelt so viele Artikel auf wie der Konventionsentwurf selbst. Der Anhang 1 enthält eine kurze Präzision dessen, was als Motorfahrzeug im Sinne der Konvention angesehen wird. Die Grenze wird bei den Fahrrädern mit Hilfsmotoren gezogen. Nur solche mit einem Motor von über 50 cm' Zylinderinhalt fallen danach in die Kategorie der Motorfahrzeuge. Das bedeutet, dass Fahrräder mit Hilfsmotoren, wofür vor zwei Jahren bei uns durch einen besonderen Bundesratsbeschluss Erleichterungen geschaffen wurden, im internationalen Verkehr als Fahrräder angesehen würden. In bezug auf Ausweise, Versicherung usw. können allerdings gewisse Bedenken auftauchen. Immerhin darf nicht ausser acht gelassen werden, dass schon heute z.B. Italien und Frankreich Motorräder mit Motoren bis zu 125 cm* formell gleich wie Fahrräder behandeln. Man erkennt daraus, dass eben auch hier ein Kompromiss gesucht werden musste und man unserer Auffassung in diesem Punkt ziemlich weit entgegen gekommen ist. (Fortsetzung und Schluss aus «AR» Nr. 12.) Zum Anhang 2 ist kaum etwas zu bemerken, da er gewisse allgemeine Definitionen bringt, die nur wenig von dem abweichen, was auch in unserer Gesetzgebung enthalten ist. Ueber den Anhang 3 sei folgendes gesagt: Im Entwurf zur Konvention wurde nach mehrmaligen Beratungen aus prinzipiellen Erwägungen der Trolleybus nicht in die Kategorie der> Motorfahrzeuge eingereiht. Die Ueberlegung ging namentlich dahin, dass im internationalen, d.h. im grenzüberschreitenden Verkehr der Trolleybus zweifellos nur fahrplanmässig in Frage kommt. Alle Staaten kennen für diesen Fall besondere Konzessionsvorschriften, und man wollte es den beteiligten Ländern überlassen, jeweils unter sich die Modalitäten festzulegen. Dafür wird in einem ersten Teil des Anhanges 3 aber ausdrücklich bestimmt, dass in bezug auf die Verkehrsregeln der Trolleybus in jeder Hinsicht dem Motorfahrzeug gleichgestellt ist Diese Fahrzeuge haben somit nicht etwa Vorrechte, wie Vortrittsrecht usw., was allgemein vom Standpunkt der Verkehrssicherheit aus als gefährlich erachtet wird. Im gleichen Anhang legt ein zweiter Teil fest, dass im Rechtsverkehr ein Fahrzeug, das von links komt, bzw. im Linksverkehr von rechts, einem gleichzeitig bei Kreuzungen und Einmündungen aus der andern Richtung eintreffenden Fahrzeug den Vortritt lassen müsse. Ausdrücklich wird das absolute Vortrittsrecht für Strassenbahnen vorbehalten. Das Vortrittsrecht ist deshalb nicht bereits in der Konvention geregelt, weil dessen Berechtigung keineswegs überall anerkannt wird. So betrachtet man es in den USA geradezu als gefährlich und hat es durch die konsequente Einführung von Stopstrassen an Verkehrsschnittpunkten praktisch fast völlig aufgehoben. Dadurch, dass das Vortrittsrecht (Rechts-, bzw. Linksvortritt) im Anhang 3 geregelt wird, kann die Konvention auch von jenen Staaten unterzeichnet werden, die davon nichts wissen wollen, wobei sie einfach erklären, diesen Teil -des Anhanges 3 bei sich nicht zur Anwendung zu bringen. Dieser Fall illustriert besonders deutlich, wie elastisch dieses gesamte internationale Gesetzeswerk gestaltet werden soll. In diesem Anhang, der einige zusätzliche Verkehrsregeln enthält, sind auch noch die bex uns bekannten Bestimmungen über den Fahrradverkehr enthalten. Es betrifft dies die obligatorische Benützung von Fahrradwegen, ferner das Verbot, dass mehr als zwei Velos nebeneinander auf den Strassen verkehren dürfen und jeweils dann hintereinander zu fahren haben, wenn es die oesonderen Verkehrsverhältnisse erfordern. Schliesslich wird das Verbot ausgesprochen, dass sich ein Fahrrad an andern Fahrzeugen anhängen und mitschleppen lassen darf. Wie schon bemerkt, ist der A n h a n g 4 über die Signalisation so umfangreich, dass hierüber wohl noch besonders zu berichten sein wird. Immerhin sei folgendes Grundsätzliche festgehalten: Es sind drei Hauptkategorien vorgesehen: Gefahr-, Vorschrifts- und Hinweissignale. Dazu werden die Vorschriftssignale in Verbots- und Gebotssignale unterteilt und ausserdem die Hinweissignale in solche im eigentlichen Sinne, in Wegweiser, Vorwegweiser, Ortschaftstafeln und Strassenbezeichnungen (z. B. Strassennumerierung). Allgemeine Bestimmungen legen Formen, Farbe, Dimensionen, Ausgestaltung mit Lichtreflexmaterial usw. fest. Auf die einzelnen Signale, deren Symbole und Anwendung kann hier mangels Raumes nicht eingetreten werden. Im übrigen hat die «AR» darüber schon bei den Vorarbeiten berichtet. Damals bestand allerdings noch die Ansicht, dass man zwei Arten von Gefahrsignalen schaffen wolle, wobei die Gefahren gewissennassen in solche erster Ordnung und in andere d zu klassieren waren. Davon ist man aber, sicher mit Recht, abgekommen, so dass diese Signale nur noch einheitlich eine Dreieckform mit rotem Rand, hellem Grund und dunklem Symbol aufweisen werden. Ob die Weltkonferenz an diesem Konzept nochmals etwas ändert, lässt sich natürlich nicht sagen. Die Vorschrifts-, bzw. Gebots- und Verbotssignale werden ebenfalls die bei uns übliche runde Form haben, wobei, gleich wie bei den Gefahrsignalen, einige neue Signale hinzukommen. Bei den Hinweissignalen werden bei uns in erster Linie jene neu sein, welche die Hauptstrassen mit Vortrittsrecht bezeichnen. Der Entwurf zum Anhang über die Signalisation enthält in einem besonderen Abschnitt noch die Bestimmungen über die Bezeichnung der Bahnübergänge, woraus sich indessen für uns kaum Aenderungen am bisherigen System ergeben. Desgleichen werden einheitliche Vorschriften über die Zeichen der Verkehrspolizei aufgestellt, und überdies finden hier auch Einzelheiten in bezug auf die Lichtsignalanlagen, wie sie m grossen Städten mehr und mehr Eingang finden, ihre Regelung. Abschließend umschreibt ein letzter Teil mit einem einzigen Artikel Grundsätze für die Anbringung von Markierungen auf der Strassenoberfläche. Der Anhang 5 regelt die Form und Art der Nummernschilder. Die Immatrikulationsnummer muss entweder aus Zahlen oder aus Zahlen und Buchstaben bestehen. Festgelegt wird hinsichtlich der Grosse des Zeichens, dass dieses auf eine Distanz von wenigstens 20 m leserlich sein müsse. Auch die Beleuchtung des Zeichens wird vorgeschrieben. Es braucht übrigens nicht auf einem besonderen Schild angebracht zu werden, sondern es kann direkt auf dem Wagen hinten aufgemalt sein. Ueberdies ist nur das hintere Zeichen obligatorisch, das vordere ist fakultativ. In ähnlicher Weise wird im Anhang 6 das Nationalitätszeichen umschrieben. Es handelt sich um jeweils 1—3 Buchstaben, deren Mindestgrösse zahlenmässig präzisiert wird. Neu ist der Versuch, in Anhang 7 die Identifikation von Fahrgestell und Motor sicherzustellen, was namentlich für die Zollbehörden Bedeutung gewinnt. Unsere Gesetzgebung schreibt dies vorläufig nur für Motorfahrzeuge, nicht aber für Anhänger, vor. Gedacht wird dabei an die bereits heute übliche Markierung. Nach einem Presseempfang am Gründonnerstag, wurde die Internationale Motorschau in Reutlingen (Süddeutschland) als erste derartige Ausstellung der Nachkriegszeit in Deutschland am Karfreitag offiziell eröffnet. In drei Messehallen und einem Freigelände stellen insgesamt 182 Firmen aus. Die Schau vermittelt dem Besucher einen umfassenden Ueberblick über den derzeitigen Stand der gesamten Motorfahrzeugindustrie der Westzonen. Darüber hinaus erhält die Ausstellung durch Teilnahme französischer und italienischer Firmen eine gewisse internationale Nöte. Soweit es sich um Automobile handelt, könnte man die Veranstaltung beinahe als eine Schau der Karosserien bezeichnen, sowohl was die Personenwagen als auch was die Omnibusse und Spezialfahrzeuge anbelangt Im Mittelpunkt steht das von Chapron als Sportcabriolet karossierte Fahrgestell des Delahaye, Typ 175, ohne Zweifel das repräsentativste Stück der Ausstellung. Grosse Beachtung fanden auch die beiden Spezialkarosserien von Wendler (Reutlingen) auf Mercedes-Benz 170 V und B.M.W. 3,5 1, letzterer in zwei Exemplaren für die Schweiz bestimmt Eine weitere interessante Karosserie AUTOMOBIL REVUE «nrnrocH, so. APRIL »49 - Nr. 19 Besondere Beachtung verdient der Anhang 8, worin die technischen Bedingungen bezüglich der Ausrüstung der Motorfährzeuge und Anhänger niedergelegt sind. Dabei wird unterschieden zwischen den Bedingungen, denen die Fahrzeuge vor der Inverkehrssetzung entsprechen müssen und jenen, die eigentlich zusätzlich in Frage kommen, sobald sie einmal im Verkehr stehen. Auch da würde es zu weit führen, auf Einzelheiten einzutreten. Erwähnt sei nur, dass Vorschriften über die Minimalbedingungen in bezug auf die Bremsung von Fahrzeugen, und Anhängern aufgestellt werden, die ziemlich weit gehen. Ferner regelt dieser Anhang die Fragen der Beleuchtung, sodann die besonderen Ausrüstungsgegenstände, wie Rückspiegel, Richtungsanzeiger, Warrivorrichtung, Scheibenwischer usw. Einen etwas eingehenderen Ueberblick verdient an dieser Stelle Anhang 9. Er enthält die sehr umstrittenen Angaben über die Dimensionen und Höchstgewichte der Fahrzeuge. Besser gesagt, er sollte diese Punkte regeln, wobei aber die Zahlen noch so heftig in Diskussion stehen, dass man davon abgesehen hat, sie im Entwurf einzusetzen. Zunächst ist hervorzuheben, dass die. Meinung dahin geht, es sollten Fahrzeuge mitbesonders grossen Dimensionen und Gewichten ausschliesslich auf dem in Aussicht genommenen Netz internationaler Fernverkehrsstrassen zugelassen werden, das eine andere Arbeitsgruppe der UNO vorbereitet Für unser Land würde es sich nur um die grosse Ost—West- und Süd— Nord-Route handeln, allerdings ergänzt durch einige wenige andere Strassen, die gleichen nämlich, die im Bericht des Eidg. Oberbauinspektorates über den Ausbau des schweizerischen Hauptstrassennetzes unter der ersten Ausbaudringlichkeit figurieren und besonders breit dimensioniert werden sollen, wenigstens für schweizerische Begriffe. Zudem steht es jedem Land frei, bei Abschluss der Konvention mitzuteilen, ob überhaupt, und wenn ja, welche Strassen solchen Fahrzeugen offen stehen. Es ist also denkbar, dass schweizerischerseits zunächst einmal gesagt wird, dass wegen ungenügenden Ausbaues des Strassennetzes gar keine oder nur einige Strassenzüge, die z. B. von der Grenze in grosse Städte führen, geöffnet sind. Natürlich dürfen wir uns damit aber nicht begnügen, vielmehr muss, sobald die Konvention abgeschlossen ist, der Ausbau möglichst rasch an die Hand genommen werden, wenn wir nicht im wahren Sinne des Wortes umfahren werden wollen. Was die Diskussionsbasis für die Zahlen anbelangt, so einigte man sich. schliesslich dahin, dass in einem begleitenden Memorandum (gleichsam die « Botschaft» zum Gesetzesentwurf) zwei verschiedene Zahlenreihen genannt werden. Nachfolgend seien die wichtigsten angegeben; dabei sind jeweils die ersten Zahlen so zu verstehen, dass es sich um die möglichst bald allgemein im internationalen Verkehr realisierbaren handelt, währenddem die zweiten, eingeklammerten Zahlen ein Zukunftsprogramm bedeuten, an das sich hauptsächlich die Strassenbauer halten sollen. Höchstbreite' 2,50 m (2,50 m); Höchsthöhe 3,5 m (4 m); Höchstgewicht für Zweiachsfahrzeuge 15 t (19 t), für Drei- und Mehrachsfahrzeuge 20—22 t (26 t); Höchstgewicht für Lastenzüge 32 t (40 t); Höchstlänge für Zwei- und Dreiachsfahrzeuge 10—11 m (11— 12 m), für Lastenzüge 18 m (20 m) bei einem Anhänger und 22 m (24 m) bei mehr als einem Anhänger. Diese Frage wird bestimmt auch an der Weltkonferenz noch erheblich Kopfzerbrechen verursachen, und es ist noch keineswegs sicher, was für Zahlen endgültig im Anhang 9 Aufnahme finden werden. Der Anhang 10 ist ganz kurz gehalten.und bestimmt das Mindestalter der Fahrzeugführer. Es sind, wie bisher, 18 Jahre vorgesehen. Zwischenstaatliche Vereinbarungen sollen für Führer von Motorrädern ein niedrigeres Alter zulassen können. Bei der Einteilung der Motorfahrzeuge in Kategorien sieht der Anhang 11 deren 5 vor. Eine leichte Kategorie A besteht aus Motorrädern und Dreirädern bis 400 kg Gewicht Die Kategorie B umfasst Personenwagen bis 9 Sitzplätze (Führer inbegriffen) und Lastwagen mit einem Höchstgesamtgewicht bis 3500 kg. Die Kategorie C schliesst die Lastwagen über 3500 kg in sich und D die Gesellschaftswagen über 9 Sitzplätze- Endlich wird noch eine letzte Kategorie in Aussicht genommen für Motorfahrzeuge mit Anhängern. Einzelne Länder verlangen für den letztem Fall einen besonderen Führerausweis. Ganz allgemein sind diese Kategorie-Einteilungen in erster Linie wichtig für die Führer und teilweise auch für die Fahrzeugausweise, Das Modell für einen einheitlieben Führerausweis ist im Anhang 12 enthalten. Für uns würde dies eine Aenderung des bisherigen Schemas bedeuten. Das Opfer dürfte sich allerdings sicher lohnen, wenn man durch eine Vereinheitlichung der "nationalen Ausweise den internationalen Führerausweis'in fast allen Fällen ersetzen könnte. Ueberdies bedeutet dieses Modell für uns eher eine Vereinfachung. Dabei dürfte man bei uns auch einmal die Frage prüfen, ob nicht von den sog. jährlichen Erneuerungen abgesehen werden könnte. Es handelt sich hier um eine schweizerische Spezialität, mit dem Effekt, "dass die Fahrzeugführer jedes Jahr eine Gebühr entrichten und die kantonalen Verwaltungen deswegen einen völlig unproduktiven und bei näherer Prüfung auch sinnlosen administrativen Apparat unterhalten müssen. Es ist an der Zeit, dass man bei der Revision unserer Gesetzgebung diesen « alten Zopf » zum Verschwinden bringt! Der Anhang 13 zeigt das ebenfalls vereinfachte Schema für den internationalen Führerausweis, der bekanntlich nur noch von jenen Internationale Motorschau Reutlingen Der Champion-Kleinwagen von tng. Holbein, dem Konstrukteur des HH-Sp»rhvagens. zeigt Hagele in dem mit Schiebedach versehenen Volkswagen. Hermann Holbein — durch seine Sportwagen bekannt geworden — stellt in Reutlingen erstmals den «Champion > mit einem luftgekühlten Einzylinder-Triumph-Zweitaktmotor von 250 cm* aus. Der Wagen ist ab Mitte dieses Jahres zu einem Preis von ca. DM. 2400.— lieferbar. Viel Interesse fand auch der Kleinwagen « Autino », ein Spezialfahrzeug für Körperbehinderte, gebaut von Danger in Säckingen. Im Freigelände erwies sich unter den Omnibussen der von Wankmüller, Heilbronn, karossierte Grossomnibus mit 62 Sitzplätzen auf einem 150-PS- Faun-Sattelschlepper-Fahrgestell als besondere Attraktion. Bei den Traktoren wird erstmals der 12-PS-« Stihl »-Universalschlepper mit luftgekühltem Einzylinder-Dieselmotor gezeigt, der mit '«inem Preis von DM. 4900.— als einer der billigsten deutschen Traktoren der Nachkriegs-' Produktion gelten kann. Die Zubehörindustrie ist mit ihren Erzeugnissen fast vollzählig vertreten; daneben sind Wohnwagen und PW-Anhänger, Hebebühnen, Bereifungen, Werkzeuge usw. sehr reichhaltig vorhanden. Lindern ausgegeben wird, die Oberhaupt nationalen Ausweis kennen. Der letzte, d.h. 14.Anhang enthält einige wenige technische Bedingungen, die von den Fahrrädern im internationalen Verkehr erfüllt werden müssen. Es betrifft das Erfordernis einer wirksamen Bremse sowie der Wamglocke. Die Beleuchtung ist generell bereits in der Konvention geregelt Abschließend sei nochmals darauf hingewiesen, dass diese Anhänge sehr anpassungsfähig sein sollen und dass deren Handhabung erlaubt, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten. Hoffentlich findet diese an sich sehr zweckmässige Idee allgemein Anklang, zumal sie die einzig zweckmässige Lösung für solche Fragen auf internationalem Gebiet darstellen dürfte. R. TROLLEYBVS Wann kommt die Vorlage für ein neues Trolleybusgesetz ? Nationalrat Schaller hat dem Bundesrat folgende Kleine Anfrage zu diesem aktuellen Problem eingereicht: «In seiner Botschaft vom 25. Januar 1949 über die Ergänzung des Privatbahnhilfegesetzes vom 6. April 1939 sieht der Bundesrat auch Hilfeleistungen an solche Eisenbahnunternehmungen vor, welche ihre bisherigen Schienenverkehr»- mittel auf Trolleybusbetrieb umzustellen beabsichtigen. Mangels eindeutiger gesetzlicher Bestimmungen haben sich bei bereits umgestellten oder in Umstellung begriffenen Verkehrsbetrieben Unzulänglichkeiten ergeben in der Expropriationsfrage, in der Bestellung von Pfandrechten, in der Zuständigkeit für die Kollaudation, im direkten Verkehr mit anderen, vom Bunde konzessionierten Transportanstalten u.a.m. Das Eidgenössische Amt für Verkehr hat in» Mai 1946 den interessierten Verkehrsverbänden einen Vorentwurf zu einem Bundesgesetz über Trolleybusbetriebe zur Vernehmlassung unterbreitet Auf Grund der seither mit den Interessenten geführten Verhandlungen soll aeit Mitte 1948 ein bereinigter Botschafts- und Gesetzesentwurf für Trolleybusbetriebe vorliegen. Ist der Bundesrat in der Lage, diesen Gesetzesentwurf nächstens den eidgenössischen Räten zu unterbreiten, damit die bestehend«» rechtlichen Schwierigkeiten zur Umstellung von dem Eisenbahngesetz unterstehenden Verkehrsunternehmungen auf Trolleybusbetrieb verschwinden? Ist der Bundesrat nicht auch der Auffassung, die Bereinigung des Trolleybusgesetzes lasse sich unabhängig von der Revision des Motorfahrzeuggesetzes vornehmen, nachdem sich die Interessenten darüber geeignigt haben, dass die Trolleybusse den für Motorfahrzeuge gültigen Verkehrsregeln zu unterstellen sind und nachdem auch die Interkantonale Kommission für das Motorfahrzeugwesen mit der Aufstellung eines besonderen Trolleybusgesetzes einverstanden ist? » Dass sich in den eidgenössischen Amtsstuben seit längerer Zeit schon ein Trolleybusgesetz in Vorbereitung befindet, ist bekannt. Wieweit die Angelegenheit bis Jahresende 1948 gediehen war, geht aus der Bemerkung im Geschäftsbericht 1948 des Eidg. Post- und Eisenbahndepartementes hervor, die Bearbeitung der Abänderungsvorschläge der Kantone und der übrigen Interessenten zum Vorentwurf des Amtes für Verkehr stehe vor dem Abschluss. Was darauf hinzudeuten scheint, dass man möglicherweise im Laufe dieses Jahres mit dem Erscheinen der bundesrätlichen Vorlage rechnen kann. BÜCHER Schweizer Hotelffibrer 1949/50. Verglichen mit den früheren Ausgaben — wobei daran erinnert sein mag, dass jene für das Jahr 1948 aus verschiedenen Gründen unterbleiben musste — unterscheidet sich der eben erschienene Schweizer Hotelführer 1949/50 durch seine äussere Form insofern, als er nunmehr die Gestalt eines Falzprospektes angenommen hat Die Preistabellen, umfassend die Zimmer-, die Pensionsund die Pauschalpreise, weichen zwar von der früheren Einteilung nicht wesentlich ab, doch vermerkt man immerhin gewisse Aenderungen insofern, als z.B. die Preise für die einzelnen Mahlzeiten in den aufgeführten Hotels und Pensionen weggefallen, jedoch durch einen Hinweis in den «Allgemeinen Bemerkungen » ersetzt sind, der indessen lediglich den ungefähren Rahmen angibt Anderseits wird es gerade der Automobilist zu schätzen wissen, dass nun ein besonderes Zeichen über das Vorhandensein einer hoteleigenen Garage oder einer solchen in der Nähe Aufschluss gibt In den Tarifen ist die Garage nicht inbegriffen, vielmehr wird dafür eine besondere Gebühr erhoben. Im übrigen gelten die publizierten Preise vorbehaltlich einer eventuellen zukünftigen, durch die zuständigen Behörden zu genehmigenden Erhöhung. Als wertvolle Neuerung haben eine synoptische Tabelle über die Sportmöglichkeiten an den Kurund Ferienorten im Sommer und Winter sowie eine Karte der Schweiz mit den Fremdenplätzen, den zu ihnen führenden Bahnen und Strassen Aufnahme gefunden. Der Hotelführer kann bei den öffentlichen Verkehrsbüros und den Reiseagenturen gratis bezogen oder gegen Einsendung des Drucksachenportos direkt beim Zentralbureau des Schweizer Hotelier-Vereins in Basel, Gartenstrasse 112, bestellt werden. Wiederaufnahme der Goliath-Produktion. Die Goliath-Werk GmbH, in Bremen nimmt nach Wiederherstellung der Anlagen und Ergänzung der maschinellen Ausrüstung die'Produktion von Dreirad-Lieferwagen wieder auf. Das-Unternehmen, das mit seinem Kleinlieferwagen vor dem Kriege ein beachtliches Exportgeschäft aufgebaut hatte, beabsichtigt, sich der Pflege der alten Exportverbindungen zu widmen. Das Goliath-Modell 1949 besitzt einen wassergekühlten Zweitakt - Zweizylindermotor von 400 cm* Hubraum mit einer Leistune WOB 12,5 PS.

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