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E_1949_Zeitung_Nr.021

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Strassenverkehrsprobleme

Strassenverkehrsprobleme im Jahresbericht der Schweiz. Beratungsstelle für Unfallverhütung AUTOMOBIL REVUE nrrnroen, 4. WST Der Trolleybus im Ueberlandverkehr -!Tr.21 Wiederum legt die Schweiz. Beratungsstelle für Unfallverhütung in Bern, eine gemeinsame Institution der Schweiz. Unfallversicherungsanstalt in Luzern und der Konferenz der privaten Unfallversicherungsgesellschaften, in ihrem Jahresbericht Rechenschaft von ihrer vielseitigen wie für die Verkehrssicherheit auf der Strasse wertvollen und nutzbringenden Tätigkeit ab. Nach einer Würdigung der Ergebnisse unserer Motorfahrzeugbestandes- und Verkehrsunfallstatistik wendet er sich der Frage der Verbesserung der Verkehrssicherheit durch strassentechnische Massnahmen zu, die im Mosaik der zahlreichen Bemühungen, welche zur Erreichung eines Mind'estmasses von Verkehrssicherheit nötig sind, einen bedeutsamen Platz einnehmen. Die Längs- und Querprofile einer Strasse, die vorhandene Verkehrstrennung (Autostrassen, Rad- und Wanderwege), der Belag, der Radius der Kurven und die Kurvenüberhöhung, aber auch die Organisation eines Platzes, die Uebersichtsverhältnisse bei Strasseneinmündungen, -kreuzungen oder -gabelungen, die bewachten und unbewachten Niveauübergänge, Signalisation, Beleuchtung und vieles mehr bestimmen die Strassenverkehrssicherheit oder -Unsicherheit in weit höherem Masse, als man gemeinhin anzunehmen bereit ist. Wenn unsere Strassenverhältnisse innert kurzer Zeit auf den technischen Höchststand gebracht werden könnten, der dem gegenwärtigen Standard der Verkehrstechnik entspricht, wäre es möglich, die Unfälle wesentlich zu reduzieren. Da dies aber aus mancherlei Gründen nicht erreichbar ist, wird man sich mit Teilmassnahmen begnügen müssen. Im Rahmen unserer Tätigkeit nimmt die technische Beratung der Gemeinden und Kantone einen immer noch wachsenden Raum ein. Es liegt sicher im Interesse der Allgemeinheit, wenn Strassenprojekte aller Art nicht nur nach städtebaulichen Grundsätzen, sondern auch nach verkehrssicherheitstechnischen Prinzipien beurteilt werden. Durch die Unfallakten der Suva und der Versicherungsgesellschaften sowie die Bearbeitung der Polizeimeldungen über Verkehrsunfälle ist die Beratungsstelle in der Lage, die notorischen Gefahrenstellen im Strassenverkehr «u erfassen und den Behörden Vorschläge zu deren Behebung zu unterbreiten. Im Berichtsjahr sind an die Behörden der Kantone und Gemeinden 74 Vorschläge zur Beseitigung von meist kleinen Gefahrenstellen eingereicht worden. Die Vorschläge wurden in der Regel gut aufgenommen, und es wurde ihnen in den meisten Fällen Rechnung getragen. Immerhin macht es oft auch Mühe, die Gemeinderäte von kleineren Gemeinden für Verbesserungsmassnahmen im Interesse der Strassenverkehrssicherheit zu gewinnen. Diese Behörden zeigen sich manchmal zu nachgiebig, wenn ein renitenter, aber prominenter Grundbesitzer unter keinen Umständen gewillt ist, die Uebersichtsverhältnisse usw. an einer gefährlichen Strassenecke zu verbessern. Dafür sind die Strassenbenützer die Opfer der Uneinigkeit. Nach Bearbeitung der Kantone Waadt, Bern, Schwyz, Glarus, Luzern, Solothurn, Freiburg, Wallis, Schaffhausen, Zürich und Zug sind nun auch die Untersuchungen über die Gefahrenstellen der Kantone Aargau und Uri zum Abschluss gelangt. Die gefährlichsten Stellen, im Aargau 112 und im Kanton Uri 28, fanden Aufnahme in der • Schwarzen Liste der Gefahrenstellen », welche den zuständigen Baudirektionen zugestellt. und mit den Kantonsingenieuren besprochen wurde. Verbesserungsmassnahmen sind im Rahmen. der Strassenbaukredite zugesichert worden. Die Beseitigung dieser hauptsächlichsten Gefahrenstellen könnte zu einem namhaften Rückgang der Unfälle führen, fallen doch zum Beispiel im Kanton Uri ein Drittel sämtlicher Unfälle auf diese Gefahrenstellen. Die Begutachtung und Bearbeitung von Verkehrsanlagen im Auftrag von Behörden nimmt von Jahr zu Jahr grössern Umfang an. Dank der systematischen Untersuchung der Gefahrenstellen verfügen wir über eine Dokumentation für jede Kreuzung, Einmündung oder Kurve, wo sich mehrere Unfälle ereignet haben. Wir sind somit sofort orientiert über die Gefährlichkeit der fraglichen Stellen und über die Unfallursachen, die beseitigt werden müssen. Die Begutachtung führt nicht selten zur Ausarbeitung von eigenen Varianten oder neuen Projekten. Zum Kapitel Stop-Strassen liest man im Bericht u. a.: « Nichtvortrittlassen » und « Unvorsichtiges Einbiegen • waren seit jeher im schweizerischen Strassenverkehr die weitaus häufigsten Unfallursachen. Nach der Unfallstatistik waren letztes Jahr 7455 derartige Unfallursachen zu verzeichnen. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die Ordnung des Vortrittsrechtes in der Schweiz verbessert werden sollte. Die Beachtung so vieler, wenig genauer Umschreibungen, wie «gleichzeitig von rechts kommendem Fahrzeug », c Vortrittsrecht nicht erzwingen » usw., macht offenbar Mühe. Es ergibt sich zweifellos eine grosse Unsicherheit, was sich auf die Unfallhäufigkeit ungünstig auswirkt. Wir sind deshalb seit längerer Zeit für die Einführung von Stop-Strassen und die Schaffung von Innerorts-Hauptstrassen eingetreten. Der Vorteil dieser Massnahme liegt darin, dass der Fahrer vor eine einfache und klare Verantwortung gestellt wjrd. Er weiss ganz eindeutig, dass er vor der Einmündung in andere Strassen einen Sicherheitshalt einschalten muss und nur einmünden darf, wenn dies ohne Gefährdung des anderen Verkehrs möglich ist. Nach den guten Erfahrungen in Luzern hat diese zweckmässige Sicherheitsmassnahme allgemein guten Anklang gefunden, und es sind im Laufe des Jahres etwa 60 Stop-Strassen eingerichtet worden. Nicht überall wird das Stop- Gebot gleich gut beachtet wie in Luzern. Es zeigte sich, dass ohne gesetzliche Regelung eine befriedigende Funktion nicht überall, erzielt werden kann. Auch in der Signalisation ergaben sich Differenzen. Heute aber, da die Nützlichkeit der Massnahme allgemein anerkannt ist, sollte einer gesetzlichen Regelung und der Schaffung einer allgemein verbindlichen Signaltafel nichts mehr im Wege stehen. In ihrem Bericht zur Interpellation Eggenberger-Grabs stellt die Polizeiabteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes eine Prüfung der Einführung von Stop-Strassen noch vor der Revision des MFG in Aussicht. (Die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen befindet sich in Arbeit, so dass man mit deren Inkraftr Setzung auf 1. Juni oder 1. Juli rechnen kann. Red.) Im Interesse der Verkehrssicherheit wäre dies sehr zu begrüssen. Notwendig ist vorläufig auch die Festlegung einer einheitlichen Signaltafel, wofür das von der Arbeitsgruppe « Strassenverkehr » der europäischen Transportkommission der UNO vorgeschlagene Signal (runder roter Kreis mit rotem, auf der Spitze stehendem Dreieck und dem Wort « Stop ») geeignet erscheint. ; Die Einführung der Stop-Strassen wird vorläufig nur in bescheidenem Umfang möglich sein. Sie sollten nur an wirklich gefährlichen Einmündungen und Kreuzungen errichtet* werden, wo andere Mittel keine ausreichende Verbesserung gewährleisten und mindestens die eine Strasse ein grösseres Verkehrsvolumen aufweist. Bei unbedeutendem Verkehr ist von der Aufstellung der Signals Umgang zu nehmen, weil das Stop-Gebot möglicherweise nicht be*> achtet und dadurch entwertet würde. Besondere Sorgfalt erfordert die Festlegung; der Stop-Linie, d. h. des weissen Querstrichs. Bei der Aufstellung lediglich des Stop-Signals ohne, Querstrichs bleibt der Wert der Massnahme fragwürdig. Der Querstrich muss so placiert werden, dass .der Automobilist von seinem Standort aus gut Sicht in die andere Strasse hat Im Abschnitt > Verkehrserziehung • ;,- i.: | i- •:• '• '•'

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