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E_1949_Zeitung_Nr.020

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Nr. 20 — III. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 27. April 1949 HD-Schmieröle im Betrieb Versuche mit Motorschmierölen im Äütomobilbetrieb der PTT. ® ® COmOMMATIOII DVUIU DliTWClPARtOURUt CM lfm. ® miBSTOFFVERBRAUCH KMRXf/ltOS USURl D'HUILl In den USA sind seit Kriegsende neue Schmieröle, sogenannte Heavy-Duty- (HD, Hochleistung)-Oele entwickelt worden, denen als Folge künstlicher Zusätze, Additives genannt, eine Reihe von Vorteilen zugeschrieben wurden. Amerikanische Versuchsergebnisse bestätigten diese Ansichten. Da die Betriebsbedingungen für Motorfahrzeuge in der Schweiz aber nicht genau mit denen in den USA übereinstimmen, war es wünschenswert, diese Schmieröle auch bei uns einer Erprobung im praktischen Betrieb zu unterziehen. Die Forschungs- und Versuchsanstalt der PTT in Bern hat sich in Zusammenarbeit mit dem Automobildienst in verdienstvoller Weise dieser Aufgabe angenommen und eine Reihe von Vergleichsversuchen mit HD- und anderen Schmierölen durchgeführt, die die geltend gemachten Vorteile bestätigten. Eine ausführliche Beschreibung der Versuche erschien kürzlich in den « Technischen Mitteilungen PTT ». Die Redaktion der « AR » hat die zuständigen Stellen um eine gekürzte Berichterstattung über diese Versuche ersucht, da es geboten schien, sie einem grösseren Kreis zugänglich zu machen. Die Red. Als nach dem zweiten Weltkriege die überseeischen Weltmärkte der Schweiz wieder zugänglich wurden, waren im Handel nicht nur die alten Schmieröle wieder erhältlich, sondern daneben wurden auch neuartige Schmiermittel angeboten. - Von diesen interessierten besonders die Hochleistungsöle (Heavy-Duty-Oele), die während des Krieges hauptsächlich in Amerika entwickelt und bei den alliierte^ Armeen verwendet wurden. Da es indessen nicht möglich ist, aus den sog. Kennziffern eines Schmieröles (Dichte, Viskosität, Flammpunkt, Stockpunkt u. a. m.) eindeutig aussagen zu können, wie es sich im praktischen Betriebe verhält, sah sich die PTT genötigt, Abb. 1 Eines der Versuchsfahrzeuge für die Vergleichsversuche verschiedenen Schmierölen. Tabelle I Kennzeichnung der Versuchsschmieröle Ktnnnftw Dichte bei 20» C Viskosität in cSt bei 20" C bei 50» C bei 80° C Flammpunkt oT.. Brennpunkt oT . Stockpunkt Neutralisationszahl in mgKOH/g... Anilinpunkt Brechungsindex nD20 SAE-Klasse SNV-Klasse ausgedehnte Betriebsversuche durchzuführen. Anfangs ,1947 wurden deshalb Versuchsfahrten begonnen, bei welchen drei verschiedene Schmieröltypen ausprobiert werden solltenr Es ist ganz selbstverständlich, dass dabei alle Versuchsbedingungen, mit Ausnahme der Schmierölart, gleich gehalten werden mussten. Nur auf diese Weise war es möglich, am Ende des Versuches die Unterschiede im' Zustand der ver- Gtmiwhtbasischn SchmiarSI dar PTT- Verwaltung P 1327 0,917 360 47,9 13,7 218° C 254° C —17° C 0,13 84° 0 1 rfU\t Elektrisch veredeltes Schmieröl P 1332 290 51,8 16,7 224» C 259° C —41» C 0,22 99° 0 1 dOSZA Heth- leistwit*- schmierB' mit HD-Zusatz P 1331 260 46,1 14,5 234° C 272° C —35° C 0,23 110°C i Aöon schiedenen Versuchsmotoren den Schmiermitteln zuzuschreiben. Versuchsbedingungen. Von Dr. sc. nat H. Künzler *). IBM 0,882 0,872 Für die Versuche standen drei in allen Teilen gleiche Fahrzeuge zur Verfügung. Einer der Versuchswagen ist in der Fig. 1 abgebildet. Es handelt sich um einen Postkurswagen Saurer-4- CH1D mit 32 Sitz- und 23 Stehplätzen. Die Versuchswagen waren mit 8-Zylinder-Dieselmotoren (V-Form) in Verbindung mit einem 8-Gang- Getriebe ausgerüstet. Motortriebwerk und Steuerung werden zwangsläufig durch Druck geschmiert, wobei der Schmieröldruck mindesten •) Chemiker bei dar Forschungs- und Versuchsanstalt dei PTT. Bern. ,5 atü betragen soll. Der Motor benötigt für den ormaleh Betrieb eine Schmierölmenge von 25 Liter. Die drei Versuchsmotoren, welche der gleichen Fabrikationsserie entstammen, unterzogen wir vor Versüchsbeginn einer gründlichen Reision, wobei neue Kolbenringe und neue Zylinderbüchsen gleicher Qualität und Dimensionen eingebaut wurden. Vor dieser Revision haten die Versuchswagen 16 000—25 000 km zurückgelegt. Die Betriebsversuche begannen im Februar 1947 und dauerten bis Juni 1948, zu welchem Zeitpunkte alle drei Wagen rund 50 000 km zurückgelegt hatten. Die Fahrzeuge waren in der Postgarage Nesslau stationiert und versahen von dort aus auf der Postkursstrecke Nesslau— Wildhaus—Buchs (St G.) den normalen Kursverkehr, teilweise mit Transportanhänger. Die Kursstrecke hat eine Länge von 30 km, wobei 8 km noch Staubstrasse waren, während die restliche Strecke der Strasse mit einem Teerbelag versehen war. Die grösste Steigung, bzw. das grösste Gefälle von 7,7 % liegt zwischen Wildhaus und Garns. Neben allen übrigen Versuchsbedingungen, welche gleich gehalten wurden, wurde auch darauf geachtet, dass die auf der erwähnten Postkursstrecke eingesetzten Chauffeure alle gleich viel Dienst auf jedem Probewagen leisteten. So steht fest, dass die Versuchsergebnisse nicht —^Temperatur 'C Temperature °C m kl9 A iti'»_C4 et o et n i »i^ If 4r*fiit/nj isi P1327 P P1332 1331 ' Abb. 2 Das Viskositärs-Temperafurverhalten dar drei Versochsöle. durch die individuelle Fahrweise eines einzelnen Wagenführers beeinflusst werden konnten. Alle Wagen betrieben wir mit dem gleichen Treibstoff, und auch der Wagenunterhalt wurde in allen Teilen in ein und derselben Weise durchgeführt. Die Versuchsschmieröle. Für die Versuche zogen wir die folgenden drei Schmieröltypen heran: a) gemischtbasisches Oel (im folgenden mit P 1327 bezeichnet), welches von der PTT für den Betrieb verwendet wird; 19¥7 P/327 Abb. 3 Fahrstrecke. Treibstoffverbraueh, Oelverbrauch und Oelverschleiss der drei Versuchsfahrzeuge. b) elektrisch veredeltes Schmieröl (im folgenden mit P 1332 bezeichnet); c) Hochleistungsöl (Heavy-Duty-Oel) mit HD- Zusätzen (im folgenden mit P 1331 bezeichnet). Beim erstgenannten Schmieröl handelt es sich um kein besonders sorgfältig raffiniertes emr PO3! PMI Abb. 4 Monatsmiete! des Oelversehleisses der. drei Versuchsfahrzeuge „ v :-; \ , auf 100 km gerechte!. Spezial- öder Markenöl. Es ist an Hand seiner Kennziffern als ein gemischtbasisches Mineralöl anzusprechen. Dagegen müssen die beiden andetn* Versuchsschmieröle als ausgesprochene Spezialöle bezeichnet werden. Die elektrisch veredelten Schmieröle besitzen schm^ertechnisch besonders günstige Eigenschaften. Ihr grösster Vorteil wird der verhältnismässig flachen Viskositätstemperaturgeraden, der guten Schmierfähigkeit und dem günstigen Auflösungsvermögen für Alterungsprodukte zugeschrieben. Die Hochleistungsöle, kurz HD-Oele genannt, enthalten künstliche Zusätze, die dem Oel eine erhöhte- Lösungs- und Dispergierungsfähigkeit für Alterungsprodukte (Lacke, Schlamm und sehr hohe Oxydationsprodukte), eine grosse Festigkeit gegen Oxydation und eine gute Benetzungsfähigkeit verleihen. Ferner enthält das Oel Zusätze, die Korrosionen an Metallteilen und die gefährliche Schaumbildung verhindern. In der Tabelle I sind die physikalischen Daten der drei Versuchsöle zusammengestellt. Zur bessern Uebersichf ist der Viskositätstemperaturverlauf in der Fig. 2 graphisch in das doppelt logarithmische Viskositätstemperaturblatt nach Ubbelohde eingetragen. Aus beiden Zusammenstellungen ist zu entnehmen, dass die Versuchsöle in bezug auf ihre physikalischen Eigenschaften weitgehend gleich sind. Während der gesamten Versuchsdauer wurde nur Winteröl verwendet. Die Betriebsdaten. Während der Versuche führten wir über die zurückgelegten Fahrkilometer, den Treibstoffverbrauch, den Oelverbrauch und den Oelverschleiss der drei Wagen (P 1327, P 1332, P1331), genau Buch. Unter Oelverbrauch versteht man die Menge des beim Oelwechsel ersetzten und des während des Betriebes nachgefüllten Schmiermittels. Als Oelverschleiss wird dagegen nur diejenige Oelmenge bezeichnet, •f9tS im laufenden Motor verbraucht wird und in kurzen Zeitabständen und kleinen Mengen wieder ersetzt werden muss. Bei den drei Versuchsmotoren nahmen wonach je 3000 Fahrkilometer einen Oelwechsel vor. Insgesamt wurde bei jedem Motor bis zum Versuchsende 16mal das Oel gewechselt. In der Fig. 3 sind die erwähnten Betriebsdaten graphisch dargestellt. Die einzelnen Punkte bedeuten die Messwerte am Ende eines jeden Monats. Dabei sind die Werte für den Treibstoffverbrauch, den Oelverbrauch und den Oelverschleiss in Litern angegeben. Die Kilometerkurven (1) in der Fig. 3 steigen ziemlich linear an, was zeigt, dass wir bemüht waren, die Fahrleistungen der Wagen möglichst gleichmässig über die ganze Versuchsdauer zu verteilen. In allen drei Fällen brachten wir die Versuche nach rund 50 000 Fahrkilometer ab. Entsprechend den Kilometerkurven verlaufen auch die Kurven (2), die den Treibstoffverbrauch darstellen. Es fällt auf, dass die drei Endpunkte praktisch gleich hoch stehen. Anders liegen die Verhältnisse beim Oelverbrauch und beim Oelverschleiss. Da bei jedem Wagen insgesamt 16 Oelwechsel vorgenommen wurden, sind die Unterschiede der Kurven (3) durch den verschiedenen Oelversehleiss bedingt. Es interessieren uns deshalb nur die Kurven (4), welche den Oelverschleiss kennzeichnen. Beim Wagen P1327, der mit gemischtbasischem Oel geschmiert wurde, war der Verlust an Schmiermitteln am grössten (insgesamt 271 li- Abb. 5 Monatsrnittel des Treibstoffverbrauches der drei Versoch«- » fahrzeuge auf 100 km gerechnet. ter), während der mit HD-Oel geschmierte Motor P 1331 den weitaus geringsten Oelverschleiss aufwies (nur 104 Liter). Die Kurve (4) des Wagens P 1327 ändert (im Monat November) deutlich ihre Richtung; sie wird beachtlich steiler, was auf einen grösseren Oelverschleiss und damit auf eine Verschlechterung des : Motorenzustandes von diesem Zeitpunkt an hindeutet. Aehnliche Erscheinungen konnten wir bei den andern Versuchswagen nicht beobachten. In der Fig. 4 sind die Monatsmittel des Oelversehleisses, berechnet in Liter pro 100 km, in Säulenform dargestellt. Auf diese Weise wird noch deutlicher, dass der Oelverschleiss beim Wagen P 1327 vom November 1947 an abnormal Fahrzeug P 1327, geschmiert mit gemischtbasischem Oel. Links belastete, rechts unbelastete Seite. Fahrzeug P 1332, geschmiert mit elektrisch veredeltem Oel. Links belastete, rechts unbelastete Seite. Fahrzeug P 1331, geschmiert mit HD-Oel. Links belastete, i unbelastete Seite.