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E_1949_Zeitung_Nr.020

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16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 27. APRIL 1949 - Nr. 20 1 2 3 E stark anzusteigen begann und im Mai 1948 einen für diesen Motorentyp extrem hohen Wert von 1,2 Liter/100 km erreichte. Es ist mit gutem Grund anzunehmen, dass im November die Kolbenringe nicht mehr frei spielen konnten und die Abnützung der Zylinderbüchsen schon beachtlich weit fortgeschritten war. In diesem Zeitpunkte hatte der Wagen P1327 erst rund 27 700 km zurückgelegt. Bei den beiden andern Motoren lag der Oelverschleiss niedriger. Gegen das Versuchsende hin stieg er nicht an, wie dies beim Wagen P 1327 zutraf. Dagegen wurde in beiden Fällen zu Versuchsbeginn am meisten Schmieröl verbraucht, was verständlich wird, wenn man bedenkt, dass neue Kolbenringe zufolge ihrer rauhen Oberfläche nicht sehr gut abdecken. Die Verhältnisse wurden jedoch mit zunehmender Fahrleistung besser, weil Ring und Büchse sich gegenseitig einschliffen. Der Einschleifvorgang machte sich darin bemerkbar, dass die Monatsmittel des Oelverschleisses bei den Motoren P1332 und P 1331 in den ersten vier Monaten ständig abnahmen. Die Gesamtmittelwerte für den Oelverschleiss betrugen bei P 1327 0,53 Liter/100 km, bei P 1332 0,45 Liter/ 100 km und bei P 1331 0,22 Liter/100 km. Man ersieht daraus} dass vom HD-Oel weitaus am wenigsten verbraucht wurde, was darauf hindeutet, dass sich als Folge der einwandfreieren Schmierung der Motor P1331 im besten Zustande befand. In gleicher Weise wie beim Oelverschleiss berechneten wir auch die Monatsmittel für den Treibstoffverbrauch in Liter pro 100 km. Die gefundenen Werte sind in der Fig. 5 in Säulenform dargestellt Der Treibstoffverbrauch \P1Z2? IP7332 Pt33t ill ll i\ Abb.* Abnützung der Kolbenringe nach 30 000 b*. 1-S Kir, 1-5 l/'dis segmentt ISK Ko/ben/H/mmern I'M V'dts pistons schwankte, wie die verschiedene Höhe der Säulen zeigt, von Monat zu Monat. Die Schwankun- des Motors untersuchten wir zunächst auf Ventile, ZylinderkSpfe und Kurbelgehäuse gen verliefen jedoch bei allen drei Wagen ähnlich, so dass der Schluss zulässig ist, sie seien SEGMENT 1 RINß 1 betriebsbedingt. Es fällt nämlich auf, dass der spezifische Treibstoffverbrauch z.B. im Dezember, bzw. Januar, als die Strasse mit Schnee bedeckt und die Wagen stark besetzt waren, bei allen drei Versuchsmotoren ein Maximum erreichte. In der Fig. 5 sind die Gesamtmittelwerte des Treibstoffverbrauches (Liter pro 100 km) für jeden Wagen als gestrichelte Waagrechte eingezeichnet. Sie liegen alle zwischen 33,0 und 34,1 Liter/100 km, woraus ergeht, dass die chemische Zusammensetzung des Schmieröles ohne Einfluss auf den Treibstoffv,erbrauch blieb. Dies entsprach auch unsern Erwartungen, da die drei Versuchsöle praktisch von der gleichen Viskosität waren. Der Zustand der Versuchsmotoren nach 50 000 km Fahrleistung. Nach 50 000 km Fahrleistung brachen wir die Versuche ab. Die Motoren wurden auseinandergenommen und ihr Zustand miteinander verglichen. Wo exakte Messungen nicht möglich waren, bewerteten wir den Motorenzustand mit einem Punktsystem, umfassend die Skala 1—10, wobei 1 die geringste und 10 die beste Note war. Die Noten wurden von einem Automobilfachrmann und dem Verfasser unabhängig voneinander gegeben und von beiden Werten nachher der Mittelwert genommen. In den meisten, Fällen waren jedoch die Noten gleich. ,,,r. ! i bLl ri 2 3 4 5 12 3 r* 5 1 2 3 • 5 1 2 3 * 5 1 2 3 4 5 (HH M W I W W W U ihren Verschlammungsgrad hin. Mit Bezug auf die Verschmutzung verhielt sich das gemischtbasische Schmieröl (P 1327) weitaus am schlechtesten, während das Hochleistungsöl in dieser Hinsicht am günstigsten war. Es vermochte die Alterungsprodukte sowie den sog. Brennstoffruss in Suspension zu halten, wodurch verhindert wurde, dass sie sich auf verschiedenen Motorenteilen niederschlugen. Die Metallteile des Motors P 1331 konnten ohne Schwierigkeit mit einem Lappen blank gerieben werden, was bei P 1327 nicht möglich war. Das elektrisch veredelte Oel (P 1332) nahm in diesem Punkte eine Zwischenstellung ein. An Hand der Tabelle II kann man sich ein Bild vom Zustand der Kolben der drei Motoren bei Versuchsende machen. Darin sind die ganz oder teilweise festgeklemmten Ringe und die Anfreßspuren aufweisenden Kolbenschäfte durch Fettdruck hervorgehoben. Beim Motor P 1327, der mit gemischtbasischem Oel geschmiert wurde, sassen nach 50 000 km an jedem Kolben 2—3 von 5 Ringen fest Ferner konnten an 5 von 8 Kolben Anfreßspuren beobachtet werden. Die Pleuelstangen waren schwarz und kaum mehr zu reinigen. Die Bewertung der Kolben dieses Motors musste demnach ungünstig ausfallen, und die erteilten Noten lagen zwischen 2,5 und 4,5. Wesentlich günstiger war das Ergebnis beim Motor P1332, für RING 4- SE6MENT4 Abb. 8 Oberflächengüte der Kolbenringe neu and noch 50 000 km. Nelzlfnienabitand waagrecht 0,2$ u. Senkrecht* tön«» 4mr Messkunrea entspricht 1,6 mm auf dem Kolbenring. nui Ein duftendes, leuchtendes Blütenmeer empfängt Sie am lieblichen Bodensee und Untersee bis hinab zum Rhein* und überall in den schmucken Dörfern finden Sie idyllische Höckli Preiswerte Occasionen CHEVROLET-CABRIOLET. Jahrgang 1943, 18 PS, 6 Zylinder, sehr gepflegter Wagen, schwarz, rotes Leder/Stoffpolster, Verdeck schwarz, Radio, Heizung, Defroster und Nebellampe, neue Pneus. LANCIA-ASTURA, Cabriolet, schöner, Mauer Wagen, 4türig, Lederpolster, 8 Zylinder. 15 PS. Das Fahrzeug ist in sehr gutem Zustande. ADLER-CABRIOLET. 4 Zylinder. 8,3 PS, Motor revidiert, neue Kolben, sehr gepflegtes Fahrzeug, Farbe grau, Verdeck neuwertdg, rotes Lederpolster, gute Bereifung. FIAT 1500, Jahrgang 1947, 6 Zylinder, 8 PS. Limousine, 4türig, in sehr gutem Zustande, Farbe grau. GRAHAM-SUPERCHARGER, Motor revidiert. Kompressor, 6 Zylinder, 18 PS, Jahrgang 1939, viertürige Limousine, schwarz. 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Nr. 20 - MITTWOCH, 27. APRIL 1919 AUTOMOBIL REVUE 17 Trt^en P1332 P1331 HD Kolbenteile Ring 1 Ring 2 Ring 3 Ring 4 Ring 5 Schaft Pleuelstange Boden Note Ring 1 Ring 2 Ring 3 Ring 4 Ring 5 Schaft Pleuelstange Boden . .. . Note Ring 1 Ring 2 Ring 3 Ring 4 Ring 5 Schaft Pleuelstange Boden l f 1A schwarz lKr 1 1 1 l 1 ölÄ braun lKr ö schwarz lKr ölA braun lKr 1 Tkl ölA braun lKr schwarz lKr ölA braun lKr ö braun lKr i n l rt i n lrt in 1 r\ 1 sv 1 r\ Note Es bedeuten: f = festsitzend ; vkl = verklemmt; 1 = lose; sp = spielend frei; ö = ölig; 1A = leichte Anfreßspuren; lKr = leichte Kruste; 10 — die beste, 1 die geringste Note; M = gemischtbasisches Oel; E = elektrisch veredeltes Oel; HD = HD-OeJ den als Schmiermittel das elektrisch veredelte Oel benützt wurde. Mit Ausnahme von 3 leicht verklemmten Ringen waren die übrigen alle lose, d. h. sie konnten mit leichtem Fingerdruck bewegt werden. Doch mussten auch hier an 4 Kolben leichte Anfreßspuren festgestellt werden. Die Pleuelstangen dagegen waren nur noch bräunlich angelaufen. Alle diese Kolben wurden mit den guten Noten 8—9 bewertet. Bei P 1331, dem mit HD-Oel geschmierten Motor, waren sämtliche Kolbenringe spielend frei. Darunter wird verstanden, dass die Ringe beim langsamen Schwenken des Kolbens um den Kolbenbolzen von selbst in die tiefste Lage fallen. Anfressspuren waren keine vorhanden und die Pleuelstangen vollkommen blank. Alle Kolben dieses Motors mussten mit dem Maximum, der Note 10, begutachtet werden. Tabelle II Znstand der Kolbei nach 60 000 Lm Kl ES E3 K4 ES Et E7 1 HI HI HI W schwarz IKr 4,5 1 1 1 1 J ö braun IKr sp blank lKr 8,5 sp blank lKr sp blank IKr 140IA schwarz lKr sp blank IKr sp blank IKr ÖlA schwarz lKr braun lKr 8,5 olA schwarz lKr 3 2,5 3,5 3,5 Tkl ö schwarz lKr braun lKr Sobald die Motoren abgedeckt und die Kolben herausgenommen waren, photographierten wir diese. Von den erhaltenen Bildern ist eine typische Auswahl in der Fig. 6 zusammengestellt. Fig. 6a zeigt die Laufseiten oder belasteten Seiten, Fig. 6b die unbelasteten. Man erkennt, dass beim Wagen P 1327 (gemischtbasisches Schmieröl) ein grosser Teil der Ringe verklebt war und somit festsass. Zwischen den Ringen und über dem obersten Ring hafteten grosse Mengen von Rückständen, und beim 5. Ring (Oelrücklaufring) waren die Schlitze zum grössten Teil verstopft. Alle Kolben waren mit einer schwarzen, dünnen Schicht überzogen, und auf dem Kolbenschaft konnte man bei 5 Kolben Anfressungen feststellen. Die Aufnahmen beweisen, dass das gemischtbasische Oel des Wagens P 1327 Alterungsprodukte und Rückstände nicht genügend aufzulösen, bzw. zu dispergieren vermochte. Demzufolge wurde auch die Schmierung mangelhaft, was mit der Zeit zu Anfressungen am Kolbenschaft führen musste. sp blank IKr Abb. 9 MeCstellen zur Bestimmung der Abnützung der Zylinderbuchsen. sp blank lKr E8 4,5 Tkl 8,5 sp blank IKr g t 1 2 w*M •> P 10 20 1 2 M 3 10'IOnm A 5.J. 10 10 Abb. 0 Abnützung der Zylinderbüchsen auf der belasteten Seite nach 50 000 km. Die mit elektrisch veredeltem Oel geschmierten Kolben des P1332 sahen sehr viel besser aus. Rückstände gab es in dickeren Schichten nicht mehr, und die Kolbenschäfte waren immer noch blank. Die Schlitze in den Oelrücklaufringen lagen frei. Indessen konnten auf der Laufseite des Kolbenschaftes bei 4 Kolben noch Tabelle III Mittlere Abnützung der Kolbenringe nach 50 000 km Abnützung Wagen Ring Mittelwert Mittelwert Nr. Nr. tag in % 1 2,86 7,35 P1327 2 0,69 1,77 M 3 0,39 1,00 4 0,24 0,64 5 0,75 2,20 1 2,11 5,29 P1332 2 0,54 1,36 E 3 0,24 0,66 4 0,17 0,47 5 0,32 0,92 1 1,16 2,98 P1331 2 0,23 0,59 HD 3 0,14 0,38 4 0,12 0,32 5 0,25 0,73 Jf «= gemischtbasisohes Oel; E = elektrisch veredeltes Oel; HD = HD-Oel. leichte, verhältnismässig unschädliche Anfressspuren beobachtet werden. Die Kolben des Motors P 1331 befanden sich alle in einwandfreiem Zustand. Noch nach der Demontage haftete an ihnen ein guter Schmierfilm, der bei den beiden Aufnahmen in der Fig. 6 unten durch Lichtreflexionsstreifen und Schlieren angedeutet wird. Zu Beginn und nach Abschluss der Versuche wogen wir alle Kolbenringe auf 0,01 g genau, um in der Gewichtsabnahme ein genaues Mass für die Ringabnützung zu bekommen. Selbstverständlich wurden die Ringe vor den Wägungen sorgfältig gereinigt. In der Fig. 7 ist die Gewichtsabnahme für jeden einzelnen Ring aller Kolben der drei Versuchsmotoren in Säulenform P132S P13Z1 Abb. !1 Abnützung der Zylinderbüchsen eines mit HD-Oel geschmierten Motors (P 1331) im Vergleich zu einem Motor (P 1325), der mit gleichem Basisöl, aber ohne HD-Zusätze geschmiert wurde (siehe Text). eingezeichnet. Die Abnützung ist dort in Gramm angegeben. Es ist aus der Fig. 7 ersichtlich, dass jeweils der erste, bzw. oberste Kolbenring weitaus am stärksten abgenützt wurde. Ferner springt in die Augen, dass die schwarzen Säulen, die der Abnützung der mit HD-Oel geschmierten Kolbenringe entsprechen, stets am niedrigsten sind. Fortsetzung Seite 19 1 0 10 20 iO-1l!mm S 10 10 , # \ - . . ' . / . /• Treffer plan Fr. 50.- 20.- 10^ 5.- 1ä 5OOOO.- 1ä 2OOOO.- 1a 1OOOO.- 4 a 5 000.- 1000.- 500.- 100.- •-• 5OOOO.- 20000.- 1OOOO.- 20000.- 30000.- 20000.- 20000.- 40 000.- 20 000.- 200 000.- 100000.- 42 077 Treffer — Fr. Fr.5300O0.- 53 °/o der Lossumme. 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