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E_1949_Zeitung_Nr.020

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SIEBENMANN.

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Der Geschäftsreisende erkennt anhand des « Auto-Index » in dem vor dem Hause des zu besuchenden Kunden stehenden Wagen seinen Konkurrenten — und wird den vorgehabten Besuch auf einen günstigeren Tag verschieben. Der «Auto-Index > bietet auch den Mitfahrern Kurzweil beim Nachschlagen angetroffener besonders interessanter Wagen und Personen. Der c Auto-Index » fördert die Solidarität und — wo es nötig sein sollte — den gegenseitigen Anstand unter den Automobilisten. Der «Auto-Index» kann bestellt werden bei den Buchhandlungen oder direkt beim Verlag. Die Lieferung muss in der Reihenfolge des Bestellungseinganges erfolgen. Wir empfehlen deshalb, Ihre Bestellung sofort aufzugeben. Verlag Hallwag, Abt. Autotouristik, Bern J Bestellschein (in offenem Couvert nur 5 Rp. Porto) Senden Sie sofort nach Erscheinen zum Preise von Fr. 15.— pro Expl. (+ Wust). Adresse: • Ex. «AUTO-INDEX» 1949 per Nachnahme ; - • •••

Nr. 20 — IV. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 27. April 1949 Ultrakurzwellen im Dienst der Verkehrspolizei Der Einsatz von Ultrakurzwellenstationen bei den Verkehrspatrouillen der Polizei ist an und für sich nichts Neues. Seit längerer Zeit verfügen die Verkehrsabteilungen verschiedener Städte über solche Anlagen, die z. T. schweizerischer Herkunft sind. Die damit ausgerüsteten Polizeimänner oder Verkehrspatrouillen erhalten so die Möglichkeit, ihre Informationen, Direktiven oder Befehle auf drahtlosem Wege einzuholen. Infolge der beschränkten Reichweite der Sender erlauben diese Anlagen aber nur Lokalverbindungen. In den Jahren 1946—1948 entwickelte die Firma Autophoh (Solothurn) in enger Zusammenarbeit mit dem Kommando der Kantonspolizei Luzern ein Ultrakurzwellensystem, bei welchem die Empfangsbedingungen derart verbessert wurden, dass eine zuverlässige drahtlose Verbindung zwischen zwei beliebig gewählten Punkten auf dem Kantonsgebiet erreicht werden konnte. Hiezu war aber eine angehende Vorbereitung notwendig, da die Aufstellung des Senders und die Wahl des « Verkehrssystems » neue Wege erforderte. Die Anwendung der Lang- und Mittelwellenübertragung schied schon wegen des enormen Energieverbrauchs aus, da dabei für die Ueberbrückung kleinerer Distanzen relativ grosse Sendeleistungen notwendig sind. Die Kurzwellenübertragung, die in bezug auf das geringe Gewicht der Apparaturen und deren Energiebedarf noch konkurrenzfähig wäre, erwies sich ebenfalls als ungeeignet, da der Empfang sehr ungleichmässig ist. Es liesse sich vielleicht erklärend beifügen: Die Ultrakurzwellen können zwar durch Gebirge oder grössere Hügelzüge aufgehalten werden, und in den untern Wellenlängen ist die Sich'tverbindung sogar Bedingung. Hingegen wird die Qualität des Empfangs durch die atmosphärischen Verhältnisse nicht beeinflusst, im Gegensatz zu den Kurz-, Mittel- und Langwellen. Durch gleichzeitige Anwendung der Frequenzmodulation (FM) kann er praktisch störungsfrei gemacht werden. Dazu erlaubt der geringe Energiebedarf, die Stationen im gegebenen Fall mit Batterien zu betreiben. Um all diese Vorteile der Ultrakurzwellenübertragung beizubehalten, entschloss sich die genannte Firma zur Ausarbeitung eines neuen Systems, wodurch sich die Empfangsmöglichkeit des Senders auf das ganze Kantonsgebiet ausdehnen Hess. Die Station im Polizeikommando und die mobilen Stationen wurden mit normalisierten . 25-Watt-Sendern ausgerüstet, die alle auf derselben Frequenz senden. Da ein direkter Verkehr nicht überall möglich ist, wurde eine Relaisstation aufgestellt, deren Empfänger auf die Wellenlänge der 25-Watt-Sender abgestimmt ist und deren Sender mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen Frequenz arbeitet. Die Anlage funktioniert also nach dem Zweiwellensystem : Jede Sendung wird vom Relaisempfänger aufgefangen, verstärkt und über den 200- Watt-Relaissender wieder ausgestrahlt, um erst dann den auf diesen abgestimmten Empfänger der angerufenen Station zu erreichen. Ein direkter Verkehr zwischen zwei Stationen ist, da Sender und Empfänger auf verschiedene Frequenzen abgestimmt sind, nicht möglich. Dank diesem Verfahren konnte man den Standort der Relaisstation so wählen, dass sich der •Wellenausbreitung kein wesentliches Hindernis entgegenstellt. Nach verschiedenen Versuchen fiel die Wahl auf einen in ca. 800 m Höhe gelegenen Punkt im Mittelland, der ziemlich genau auf der Verlängerung der Achse des Entlebuchs, des empfangstechnisch kritischsten Kantonsteils, liegt. Die Relaisstation ist drahtlos ferngesteuert, so dass sie nicht vom Telephonnetz abhängig ist. Ihre Bedienung erfordert deshalb auch kein spezielles Personal. Der Relaisempfänger steht dauernd im Betrieb; der Einschaltvorgang wird von der Hauptwache aus durch Impulssteuerung eingeleitet. Das Einschalten des Senders auf seine Volleistung und die Steuerung der Senderichtung erfolgt mittels der am Telephonhörer eingebauten Sprechtaste jeder beliebigen zugehörigen Station, die gleichzeitig den eigenen Sender ein- und den Empfänger abschaltet. Dieses System, bei welchem nur entweder gesprochen oder gehört werden kann (und nicht wie beim Telephon beides gleichzeitig), bezeichnet man als Wechselsprechen. Im vorliegenden Fall stellt dies keinen Nachteil dar, da die Benutzer der Anlage dadurch erzogen werden, sich: kurz und klar zu fassen. Aeusserhch unterscheidet sich ein mit dieser Anlage ausgerüsteter Patrouillenwagen nicht von einem normalen Personenwagen, da eine gewöhnliche Automobilantenne verwendet wird. Sender und Empfänger sind als separate Einheiten im Kofferraum des Wagens angeordnet. Rechts vom Führersitz sind die Bedienungsschalter und der Telephonhörer, der zum Senden abgenommen werden muss, angeordnet. Jeder Anruf wird über den im Armaturenbrett eingebauten Kontroilautsprecher wiedergegeben. Der Betriebsstrom liefert die Wagenbatterie; ein Umformer bringt ihn auf die erforderliche Spannung. Aehnlich ist die Anlage im Motorboot ausgeführt, das für Polizeidienste (Kontrollen, Ordnungs- und Rettungsdienste) auf dem Vierwaldstättersee eingesetzt wird. Durch den Einbau eines Verwirrers und eines Selektivwählers erreicht man, dass nur die angerufene Station die Sendung hören und entziffern kann. Es wird dadurch vermieden, dass alle Stationen mithören müssen und Aussenstehende den Inhalt der Sendung verstehen können. Um den Polizeifunk von der Stromversorgung unabhängig zu machen, könnte man eventuell daran denken, die am Netz angeschlossenen Stationen mit vollautomatischen Notstromgruppen zu versehen. Im praktischen Einsatz funktioniert die Anlage tadellos. Ihre Bedienung ist derart vereinfacht, dass jeder Polizeimann nach kurzer Einführung damit arbeiten kann. Die Anlage im praktischen Betrieb auf einer Patrouillenfahrt mit der Verkehrspolizei. Vor der Abfahrt des Patrouillenwagens zu einer nächtlichen Fahrzeug- und Verkehrskontrolle wird die Relaisstation vom Kommandoposten aus auf Bereitschaft geschaltet. Mit einem Kontrollaufruf vergewissert sich die Verkehrspatrouille bei Beginn der Fahrt über das zuverlässige Arbeiten der Anlage. Beide Stationen Armaturenbrett des Patrouillenwagens: Rechts sind die Bedienungsschalter und Kontrollampen für die Anlöge, darüber der mi» der Sprechtaste versehene Telephonhörer sichtbar. schalten sodann auf Empfang um. Von Zeit zu Zeit gibt die Gruppe dem Kommando ihren Standort an. Sollte z. B. auf dem Kantonsgebiet ein-schwererer Unfall passieren, so ist das Kommando sofort über die zwischen dem Unfallort und der Gruppe liegende Distanz orientiert und kann sie zum Unfallort dirigieren. ? Kurz nach dem Verlassen der Stadt entdekken wir vor uns einen 5-t-Lastwagen, der es äusserst eilig--zu haben scheint Der Polizeiwagen hält mit ihm Schritt. Am Tachometer kann man eine zwischen 65 und 75 km/h schwankende Geschwindigkeit ablesen. Der Lastwagenführer scheint nichts geahnt zu haben, denn immer nach dem Durchfahren von Ortschaften dreht er mächtig auf. Ueber ca. 8 km bleibt ihm die Patrouille auf den Fersen, und dauernd übersteigt seine Geschwindigkeit die gesetzliche Höchstgrenze um 20—30 km/h. Er ist ziemlich erstaunt, als er einige hundert Meter vor der Kantonsgrenze von einem unauffälligen Personenwagen überholt wird, aus welchem ihm mittels einer Signaltafel unmissverständliche Haltezeichen gegeben werden. Die Frage des Polizeimanns, ob er die Geschwindigkeitsvorschriften für Lastwagen kenne^ scheint ihn peinlich zu berühren. Führer und Fahrzeugausweis werden kontrolliert und die nötigen Angaben notiert. Eine Rückfrage ans Kommando ergibt, dass der Mann dieses Jahr schon an zwei Unfällen beteiligt war. Auf dem Rückweg wird auf derselben Strecke ein Halt eingeschaltet und die vorüberfahrenden Fahrzeuge kontrolliert. Wie üblich, besteht diese Kontrolle in der Prüfung der Ausweise und des Zustandes von Fahrzeugbeleuchtung, Bremsen und Richtungszeigern. Es ist nicht immer alles in Ordnung. Doch die Polizeileute sind anständig und begnügen sich in diesen Fällen mit einem mahnenden Wort. Plötzlich ertönt aus dem Patrouillenwagen das Alarmsignal. Einer der Polizeimänner nimmt den Hörer ab und setzt gleichzeitig den Sender in Betrieb. Aus dem Lautsprecher vernimmt Unterbringung des Senders und Empfangers im Kofferraum des Wagens. Die Anlage kann innert 3 Minuten ausgebaut werden. man den Anruf des Kommandopostens. Die motorisierte Station gibt Antwort. Die Meldung an die Verkehrspatrouille besagt, dass sich auf der Strecke zwischen X und Y ein schwerer Unfall ereignet hat. Sofort wird die Kontrolle abgebrochen, und kaum eine Minute später befindet sich die Gruppe auf dem Weg nach X, 12 km entfernt. Bei der Ankunft ergibt sich nach einer kurzen Untersuchung, dass der Mitfahrer vermutlich schwer verwundet ist und der Fahrzeugführer sich in einem mindestens angetrunkenen Zustand befindet. Während sich die andern um den Verunfallten und die Spurensicherung kümmern, schaltet ein Polizeimann den Sender ein und gibt dem Kommando einen vorläufigen Tatbestand durch. Gleichzeitig wird zum Abtransport der Verwundeten ein Krankenwagen angefordert. Nun beginnt die übliche Arbeit: Aufnahme des Lageplanes, der Spuren, die Einvernahme der Zeugen und des Fahrzeugführers. Dieser wird, da er scheinbar doch zu tief ins Glas geguckt hat, in polizeilichen Gewahrsam genommen und sein Fahrzeug beschlagnahmt. Sobald die Untersuchungen und die Tatbestandesaufnahme beendet sind, wird der Kommandoposten angerufen, wobei sich die Gruppe wieder zur Dispostion meldet. Wie diese kurze Schilderung zeigt, erleichtert und beschleunigt der Einsatz dieser Ultrakurzwellenanlage die Aktionen der Verkehrsgruppe wesentlich. Besonders vorteilhaft ist sie, wenn, wie in diesem Fall, im Umkreis von mehr als einem Kilometer kein Telephon vorhanden ist -gkr- AnsicM des Patrouillenwogens. Aosser der etwas langen Antenne sind keine besonderen Merkmale feststellbar. UJC.W.-POLIZEIFUNK DBt KANTONSPOLIZEI LUZERN. Schematische Darstellung des Verkehrssystems: Links die Relaisstation mit Sender und Empfänger, denen je eine Antenne zugeordnet ist (S, E). Rechts von oben nach unten: Patrouillenwagen, Motorboot der Seepolizei, Kommondo-Fix- Stotion. Entsprechende Wellenlängen sind gestrichelt oder ausgezogen. Die Verkehrsrichtung ist durch Pfeile angedeutet. Der Sender der Kommandostation ist im Dachstock untergebracht und vom Posten aus ferngesteuert. Die Relaisstation wird vom Kommandoposten aus ebenfalls ferngesteuert. STRASSEN Vom Ausbau des Genfer Strassennelzes Eine einzigartige Seepromenade. Die vielen Teilnehmer an Probefahrten während des jüngsten Genfer Automobilsalons auf der Prüfungsstrecke am linken Seeufer haben feststellen können, dass die vor einigen Monaten begonnene zweite Etappe des Ausbaus der Route de Vesenaz am Quai de Cologny, das heisst bis zum Fusse der bekannten Rampe, bedeutende Fortschritte macht Es handelt sich, vom Genfer Strandbad an gerechnet, um eine Strecke von 2,2 km, die eine Breite von 30 m aufweisen wird. Nach ihrer Fertigstellung wird Genf eine insgesamt 5 km lange einzigartige Seepromenade besitzen, die von den Anlagen des Internationalen Arbeitsamtes über Mon- Repos, den Quai Wilson, den Quai du Mont- Blanc und den Quai Gustave Ador nach Geneve- Plage und Cologny gehen und neben den Trottoirs in ihren neuen Teilen auch Radfahrpisten aufweisen wird. Zahlreiche alte Platanen haben freilich für diese Verkehrsverbesserung geopfert werden müssen. Aber die Ränder der neuen Verkehrsader sind bereits wieder bepflanzt, und sie werden, wie sozusagen auf der ganzen Strecke der Seepromenade, von Blumenbeeten und Rosensträuchern geschmückt sein. Die Verbreiterung des Quai de Cologny wird im ganzen 100 000 m» Geländeaufschüttungen und 10 000 m' Erdreich für die Bepflanzungen erfordern. Eine einstweilen Postulat gebliebene Verkehrsverbesserung. Ein Projekt, das freilich weniger einem Paradestück wie die Seepromenade als einem ausgesprochenen Verkehrsbedürfnis gilt, betrifft die Erweiterung der Route de Chancy im Sektor zwischen Le Petit-Lancy und Onex. Diese zur französischen Grenze führende Strasse, die häufig von Autobussen befahren wird, birgt infolge der sie verengenden Tramgeleise auf jener Strecke ernste Gefahren, die eben kürzlich durch einen tödlichen Unfall beleuchtet wurden. Die Automobilsektion Genf des TCS hat schon wiederholt auf das Erweiterungsbedürfnis hingewiesen, dem zum Teil in einfacher Weise entsprochen werden könnte. Das kantonale Baudepartement gab jedoch der Meinung Ausdruck, dass für normale Verhältnisse die bestehende Strassenbreite von 6 m genügen sollte. Dem Chef jenes Regierungsressorts, Staatsrat Louis Casai, der selbst dem Verwaltungsrat des TCS angehört, fehlt es gewiss nicht an Verständnis für die erhobene Forderung. Aber er muss sich den zur Verfügung stehenden Mitteln anpassen, weshalb er auf eine neuliche Interpellation im Grossen Rat nur die Antwort erteilen zu können glaubte, dass die Erweiterung der Route de Chancy in dem Programm der öffentlichen Arbeiten inbegriffen sei, deren Ausführung von den Umständen abhänge. Man ist aber angesichts des neulichen Verlustes eines Menschenlebens auf jener Strecke, auf der das Ueberholen eines der grossen Autocars sich oft recht gefährlich gestaltet, der Ansicht, dass wenigstens soweit • das Verkehrsbedürfnis in Frage steht, die « Umstände » für die geforderte Verkehrsverbesserung mehr als gegeben seien. Inzwischen nehmen an anderen Stellen des Kantons und der Stadt Genf die Arbeiten für Strassenerweiterungen einen lebhaften Fortgang. Das trifft — neben einem entsprechenden Ausbau der « Route de Suisse • bei Versoix, unweit der waadtländischen Grenze — namentlich für die Zufahrtsstrassen zum Genfer F1 u g - h a f e n von Cointrin und zum Palais des N a t i o n s zu. Bau neuer Strassen. Teilweise neue Trasses für grosse Ausfallstrassen sind nach dem soeben bekanntgewordenen Ausbauplan der Studienkommission für die Entwicklung Genfs für die, sogenannte « Route du Midi > über Perly—St-Julien und für die « Route de Lyon » über Chancy vorgesehen, die gegenüber der Strecke nach Saint-Genis über Meyrin eine Abkürzung um ungefähr 10 km bedeuten würde. ' Verbesserung der Strassenoberfläche. Endlich muss sich das kantonale Baudepai „_ ment auch die Verbesserung des Strassenzustandes angelegen sein lassen. Diese erstreckt sich auf über 700 000 m s für das ganze Netz. Obwohl der vergangene Winter den Stras-, sen weniger gefährlich war als die entsprechende Jahreszeit früherer Perioden, gilt es doch, manches zu «flicken > und die Strassenoberfläche widerstandsfähig zu machen. So kommen für eine vollständige Teerüng 210 000 m» Strassenfläche im Stadtgebiet und .230 000 m» auf dem Land in Betracht hb.