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E_1949_Zeitung_Nr.023

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II AUIO-MAGAZIN Nr. 23

II AUIO-MAGAZIN Nr. 23 Entweder du besitzest einen Wagen und einen Führerausweis, dann bist du ein sogenannter Automobilist. Oder du entbehrst des Wagens und des Ausweises. Somit wird man dich unter die Fussgänger zählen. Oder aber du nennst einen Wagen dein eigen, ohne eines Führerausweises teilhaftig zu sein. In diesem Falle, vermute ich, bist du ein Kapitalist — so nennen jene, die nichts haben, die,' welche etwas haben — und kannst dir einen Chauffeur halten. Will es das Schicksal aber, o Freund, dass du zwar von Staates wegen ermächtigt bist, einen Wagen zu lenken, dir aber kein solcher zur Verfügung steht, dann bist du, Bruder, ein Genosse meines harten Loses, und es kann dir — unter Umständen freilich — folgendes widerfahren: Eines Tages sticht dich der Hafer, und du lädtst deine Freunde zu einer Autofährt ein. Alsbald lenkst du deine Schritte zu einer wohlrenommierten Garage, von der du weisst, dass man dort Wagen vermietet. Du trittst ins Büro, wartest geduldig, bis man dich, nach deinem Wunsch fragt, worauf du diesen in bescheidenen Worten vorbringst. Man verlangt dann deinen Fahrausweis, den du mit Stolz und Genuss aus der Brieftasche ziehst. Denn für dich hat das Vorweisen dieses Papieres noch Seltenheitswert. Hierauf fragt man dich, ob du fahren könnest, was du selbstverständlich mit Nachdruck bejahst. Erst jetzt teilt man dir mit, dass man dich gern als Kunden begrüssen würde, dass aber zur Zeit alle Wagen vorausbestellt seien. Vielleicht vernimmst du aber von einem guten Freund, dass da in Ober-Hinterwfl, eine gute Wegstunde von hier, ein Amerikaner noch frei sei. Lass ihn ohne Besinnen reservieren. Nach dem Preis kannst du später fragen. Du befindest dich aber im Irrtum, wenn du glaubst, damit sei nun das Deine zum guten Gelingen der Fahrt getan. Höre, was vor dem Start noch zu geschehen hat: Du stehst sehr, sehr zeitig auf, denn dein Velo hat keine Luft. Aber als Quasi-Fussgänger bist du das Marschieren gewohnt. Vergiss deine Börse nicht und den Fahrausweis. Jene ist noch wichtiger als dieser. Wenn du erst am Ort bist, hast du bald herausgefunden, in welchem Schopf der Wagen stehen könnte. Was du hingegen nicht weist, ist die Wohn- und Schlafstätte des zugehörigen Vermieters. Uebergehen wir dieses Stück Arbeit, das nicht ins Autofach schlägt, und nehmen an, der Mann schreite sozusagen im NegHgö und erst halbwach neben dir her. Sofern er etwas spricht, wird er dir die Qualitäten seines Wagens ausmalen. Du tust ihm Unrecht, wenn du glaubst, er lüge. Er sieht die Sache nur von einem andern Standpunkt aus an. Der Wagen, den er dir nun zeigen will — will, weil er die Schlüssel vergessen hat und noch einmal zurück muss, wobei er noch gleich frühstücken und möglicherweise rasieren wird —, der Wagen also ist unverkennbar amerikanischen Ursprunges, jedoch ein starkes Jahrzehnt älter und einen guten Kopf höher als was du dir bisher unter einem Amerikaner vorgestellt hast. Früher muss er dunkelblau gewesen sein. Am Reservereifen kannst du sehr schön sehen, wie die einzelnen Leinwandschichten angeordnet sind. Den selben Einblick in die Struktur gewähren die Polster und ein Loch im Schaltbrett, wo du ein fehlendes Amperemeter vermutest. Du siehst hier auch, wie man einen defekten Schalthebel mit Isolierband repariert. Es gibt also vieles Neue zu lernen. Der Mann im ölbeflecktea Neglige (deswegen brauchst du dich nicht über ihn lustig zu machen; bald wird deine Hosen auch ein Oelfleck zieren) zeigt dir nun, wie man den Wagen in Betrieb setzt, Man dreht zuerst an einem Schlüssel io lange nach beiden Richtungen, bis das rote Licht aufleuchtet. Das ist eine Sache von kaum fünf Minuten. Zweitens zieht man den Knopf recht* ganz und den Stift links, wo auch ein Knopf lein aollte, halb heraus. Dann tritt das weiter. Irgendwie kommen die Wasser ja schon zum Meere. Haben Sie keine Angst, liebe Leser. Nur geht hier alles ein wenig drunter und drüber. Niemand weiss mehr so recht, was Rhein ist und was nicht; aber dem Reinen ist alles Rhein..;. So kommen wir spät, spät abends schliesslich auch nach Rotterdam. Und das war unsere Ferienreise auf dem Rhein. Drei Tage hat sie gedauert. Es war eine köstliche Einladung, und wenn ich meinen Dank dafür hier in konkrete Worte fassen darf, dann müssten sie ungefähr folgendermassen lauten : «Machen Sie die Reise auch! Das ist wirkliehe Erholung, Ferien ohnegleichen, ohne Tele*-, Phon, ohne Post, ohne Zeitung und Radio. Und wenn Sie noch mehr tun wollen, dann hängen sie nach Belieben an diese drei Tage noch die fünf Tage der ebenso erquickenden Bergfahrt mit all ihren neuen Ausblicken. Hier geht alles gemütlich zu. Nichts flitzt am Wagenfenster vorüber, wie im Auto oder in der Bahn (vom Flugzeug schon gar nicht zu reden!). Alles kommt, hübsch geruhsam dahergeschwommen, gibt sich traulich und umständlich zu erkerinen, verschwindet langsam und gemächlich. Und diese altmodische Gemütlichkeit, gerade sie macht die Fahrt zu Ferien, die wirklich erholen.» Die Sache mit dem Mietwagen man auf das abgewetzte Pedal rechts unten, stösst den Knopf rechts hinein und zieht links ganz heraus. Dann stösst man litiks hinein, tritt unten energisch und zieht rechts heraus. Dann flucht man. (Er wenigstens tut so, also wird es schon dazu gehören-) Dann beginnt man in umgekehrter Reihenfolge von vorne. Dann dreht man einen weitern Hebel nach links oder rechts, drückt, zieht und tritt mit je einer Hand und einem Fuss, und mit dem restlichen Fuss betätige man stossweise den Gashebel. Wenn nun der Motor anspringt, was nach, vorbeschriebener Behandfang durchaus nicht unmöglich ist, achte man darauf, ihn möglichst nicht mehr abzustellen. Dies aber streng ver A traulich; das sind so Kniffe, die der Routinier sonst gern für sich behält. Nachdem das Fahrzeug ratternd aul der Strasse steht, ist es ah dir, dich zu legitimieren. Dies geschieht nicht durch Vorweisen der Fahrbewüligung, sondern durch Hinterlegung einiger Scheine schweizerischer Wäteung. Wenn du ein übriges tun willst, kannst du Fragen stellen, wie z. B. ob der Rückwärtsgang synchronisiert sei, eder ob die Nockenwelle über Keflrfenaen angetrieben werde. So, merkt der Vermieter, dass d« auch nicht hinter -dem Mond zu Hause bist. Nua endlich kannst du diqh' - ans Volant setzen «nd flüssig, d.h. mit einetti Sprung, wegfahren Im übrigen brauche ich dir nicht zu schildern, wie die Fahrt vor sich geht. Da ich es gut mit dir meine, setze ick dem FaH, es widerführe» *ir weder Defekte noch Keüisionen. Dieser. FaH kcwra&t wie aÄe Grenz-.' falle in der Natur kaum vos, weil es auf jeder Strasse fremde Fahraeigge »uid Nägel gibt. Die ersten 150 km werden für dftek ein Geauss sein. So lang nämlich ist die zuschlagsfreie Strecke. Nachher bezahlst du de» Laufkilometer, und so ist es verstaatlich, dass deine Aufmerksamkeit hauptsächlich jenem Feasterchen gilt, hinter dem die k«stepieügen ZaMen abvollen. Kilometerzähler sin* so Janstnaiert» «last sie auch die Rückwärtsfahrt vorwärts zählen. Bis heute ist es keinem Kexvsta&$emr seiungen, diesen, Fahler zu verbessern, •bwoW. die RechennifcseWnentechnüc auf hoher Blute steht. Hingegen kaffimst du den Weg abkürzen, indem du Kurven schneidest, '•-/ iz: t Zum guten Ende hat dir das Schicksal 'noch*7 einen kleinen Schlag., also eher einen fretiwä-' schaftlich aufjounternÄen Klaps, bereit. Ihr-seid aübereÄs glücklich daheim, und du lädtst Seine < Reisegesellschaft absc&Bessend zn einem JDrink ein. Beim AMibruoh hält dich irgendeine Hantierung eisen Augenfeffick auf, utvä "da bittest die Gäste, im Wagen Platz ztz nehtnen, afeer sie möchten doch Ja keinen Versuch unternehmen;""" denselben in Gang zu setzen. Du hast natürlich deine Gründe, das zu bitten, aber wie willst, du . Madeleine klar machen, was eine, Batterie ist? Es geht auch gar nicht länge, bis du den bekannten Lei&rkastenton vernimmst, wnd zwar anhaltend wie eine Kaffeemühle. Stracks eilst du heraus u«ol kommst eben dazu, als das leidige Geräusch efeea ganz von seübst aufhört. Denn Hans-Martin steh* Immer noch «af Sem" Pedal und ist häcfelich verwuwtfert. Er glaubt, dag Benzi» sei ausgegangen, ^. -..-.• Weitsichtige Ingenieure haben die Andrehkurbel erfunden. Dies ist zwar ein heimCttcklsches Instrument, wirkt aber in solchen Fällen oft Wunder, Hier nicht, denn sie ist unauffindbar. Im Benzintank mit einem Zündbolz nachzuschauen wagst du nicht, Wahrscheinlich ist sie aöch. gar »Seht dort* Zwei Stuassen wetter gibt es einen «teilen Abhang. Also setzest "du Madeletoe ans Steuer, sagst ihr, wenn man nach rechts drehe, gehe der Wagen nach rechts,; und das Pedal rechts unten sei die Fussbmnse. Sie fragt dich, was geschehe, wenn man nach Hnks drehe, und du erklärst ihr auch das. Ihr andern legt euch tüchtig tos Zeug» ABeta, der Wagen steht wie angenagelt, und es vergehen qualvolle - Minuten, bis du inne wirst, dass Madeleine getreulich auf die Bremse tritt Du empfiehlst ihr also, nicht zu bremsen, und sie kommt dieser Empfehlung so prompt nach, dass es dir nicht gelingt, den Wagen vor dem Hang zu stellen, um selbst Platz zu nehmen. Wie das jetzt im Zickzack talwärts geht, muss man gesehen haben. Die Beulen und Kratzer, die beiläufig entstehen, musst du nicht tragisch nehmen. Deswegen kann der Karren noch manches schöne Jahr seinen Dienst versehen. Hingegen steht er jetzt buchstäblich am Berg, denn von hier aus steigt die Strasse nach allen Richtungen merklich an. Und der Motor schweigt Dies; o Freund und Schicksalsgenosse, dürfte man als das Ende deiner Fahrt bezeichnen. Wolle nicht klagen und jammern! Es ist ein harmloses und friedliches Ende, wie es nicht jeder Autofahrt beschieden ist. Morgen oder übermorgen, vielleicht auch erst auf Ende Monat, werden wir dann noch abrechnen. Für heute mache dir keine Sorgen mehr. Sieh, gleich gegenüber ist ein Wirtshaus. Da holst du eine Kreide, machst damit ein grosses Kreuz oder Fragezeichen auf beide Seiten, oder noch besser schreibst du « diesen da » auf den Wagen, damit ihn der Abschleppdienst gleich kennt. Schliesslich bringst du die Kreide mit Dank zurück und lassest dir einen Cognac einschenken. Hetz Der Autohund Von Erwin Schnegg. Die Geschichte begann letztes Jahr in Barcelona. Wir befanden uns mit unserem kleinen, braunen Opel auf efcier Ferienreise in Spanien und machten eprige Tage Zwischenhatt im « Zürich der Pyrenäemhalbkisel», wie meine Begleiterin Barcelona zu nennen pflegte, um uns die Zeit mit « window-shopping » und « corrida de toros» zu vertreiben. Eines Nachmittags steuerte ich meinen « Puck », wie unser Opel gerufen wurde, durch eine entsetzlich enge und mit Vehikeln jeder Art vollgepfropfte Strasse in der Nähe der Raünbla de Cataluna, als meine Begleiterin plötzüeta. ekstatisch aufschrie und mich beschwor, de» Wagen zu parkieren. Sie müsse unbedingt in das Geschäft dort drüben. Unter Geschäft verstand sie, wie mich ein vorsichtiger SeiteBtoÄek. belehrte, eine windschiefe Glasture, die zu einer düsteren Butike führte. Den Wagen parkieren ist schnell gesagt. Aber man versuche eiramal, einen Wagen an einem Markttag um 12 Uhr mittags in der Marktgasse von Bern zu parkierenä Vor mir fluchte ein in Manchester gekleideter Fuhrmann seine Zwei störrischen Esel aa; links von mir drängten sich Marktweiber mit gewaltigen Körben voll stinkender Fische, die mir den Atem verschlugen; hinter mir war bereits ein Ford-Lieferwagen aus dem Jahr Schnee parkiert, und zu unserer Rechten balgte ein Rudel Strassenfcßter in der Gasse, so dass ich praktisch weder vor- noch rückwärts fahren konnte. Es kam der Moment, da ich mich einiger spanischer Schimpfwörter aus dem Buch « Wem die Stunde schlägt» erinnerte, mit deren Hilfe es uns dann gelang« die paar Meter für Puck freizumachen. * Am Schaufenster der Butike stend mit ungelenker Schrift geschrieben: «Animales, Perros •. Aha, dachte ich, Tiere und Hunde, dai kann ja lustig werden. Und wie lustig es wurdet Hombpei Mir-verschlug es schon wieder den Atem, als wir die Glastüre öffneten und uns gebückt Ins Innere des sonderbaren Ladens zwängten. Ich muss hier ergänzend beifügen, dass mir als Caballero die undankbare Aufgabe zufiel, auf der ganzen Reise dank meiner kümmerlichen Spanischkemitoisse den Dolmetscher zu spießen. Ich begrüsste daher den unrasierten Kerl, der sich.uns als Besitzer dieser Tierschau-.vorstellte, mit einem etwas gepressten «buenos dia», seflor » usw. und kam gar nicht dazu, noch weitere Erklärungen abzugeben. Denn das Objekt unserer Visite sass bereits mit kläglichem Gesichtsatisdruck auf dem Arm meiner «efiorlta. Erst wüsste ich nicht, war es ein Affe, ein Zwergbaby oder em Hand. Es stellte sich jedoch bald als ein Hundebaby hieraus, wie mir der Besitzer wortreich erklärte. « Es un eooker »paniel de raza purislma», schnappte ich auf. Ein Cocker reinster Rasse ateo. Ehrlich gesagt hatte ich »chon lange mit dem Gedanken geHebäugelt, mir einen Hund zuzulegen, aber ich war an diesem stickig heissen JuJipachmHteg in Barcelona wirfcHch nicht darauf vorbereitet, «Ist er nicht süssltl » schrie meine Begleiterin und übertönte noch die vielen Laute aus Kisten und Käfigen-von Hunden, Katzen, Papageien, Affen, Meerschweinchen, Vögeln und was da sonst noch kreuchte und fleuchte. « Sieh doch, guck doch, nein, ach wie h»rzig; komm, den nehmen wir gleich mit! Komm doch, sieh doch!» und bevor ich richtig erfasste, was eigentlich los war, war meine Brieftasche 500 Peseten los geworden. Noch ganz benommen von dem Betrieb ver- Uess ich fluchtartig die lärmige Bude und rettete mich auf die Strasse, gefolgt von meiner Begleiterin und dem kleinen, braunen Hund auf ihrem Arm. Erst al» wir im Wagen sassen, erfuhr ich, wie sich die Geschichte zusammenreimte. Sie hatte auf einem kleinen Bummel in der Nähe unseres Hotels die besagte Strasse mit dieser komischen Butike entdeckt und hatte sich vorgenommen, der Sache auf den Grund zu gehen, was nun, wie ich mit einem Seitenblick auf das kleine Geschöpfchen feststellte, geschehen war. Wir hatten also jetzt einen Hund. Ein wackeliges, erbärmlich kleines, zottiges Ding mit einem Stummelschwänzchen und grossen Lappohren, die wie Blätter im Wind flatterten*, wenn das Tierchen unbeholfen im Hotelzimmer umhertapste. Wir tauften es « Chica linda ». Denn einen spanischen Namen musste es als kleine Spanierin doch haben, und auf deutsch konnten wir nicht gut « hübsches Mädelchen • sagen. Und Chica (sprich Tschica) und wir waren bald unzertrennlich. Es gehört ja wirklich nicht zu den angenehmsten Dingen des Lebens, einen zwei Monate alten Hund in einem Hotelzimmer zu erziehen. Tag und Nacht ist man vor unliebsamen Ueberraschungen auf dem blank polierten Steinboden nicht sicher, Knochen fanden sich in den unerwartetsten Verstecken, und mit dem Fressen musste erst Fussball gespielt werden, bevor sich die kleine Dame dazu bequemte, es zu verzehren. Aber dafür erwies sich die kleine Chica als ausgesprochener Autohund. Nicht nur passte sie in der,-Haarfarbe genau zu unserem kleinen Wagen. Sie verstand es trotz ihrer Jugend schon nach erstaunlich kurzer Zeit, sich in unserem kleinen Wagen zu bewegen, als wäre sie darin geboren worden. Ein Autohund ist ja bekanntlich nicht dazu da, hinten auf dem Boden oder in den Polstern zu sitzen. Er gehört nach vorne, neben den Fahrer, und soll präsentieren. Am Anfang war Chica dafür noch zu klein. Und ausserdem hatte sie von den Funktionen eines Lenkrades keine Ahnung. Nach wenigen Monaten aber — wir waren inzwischen längst nach Hause zurückgekehrt — interessierte sie sich in steigendem Masse für die näheren Einzelheiten eines Autos. Es begann damit, dass sie — wie es sich für einen Autohund gehört —, mit den Vorderpfoten auf den Fensterrand gestützt, während der Fahrt den Kopf so weit als möglich zum Fenster hinausstreckte, um sich das Haar tüchtig zausen zu lassen. Später ging sie dazu über, den Kopf auf mein rechtes Knie zu legen, während ich den Wagen am Steuer lenkte. Noch später stützte sie sich mit den Vorderpfoten schon auf meinen rechten Arm, ging dann noch einen Schritt weiter und setzte sich mitten in der Fahrt auf meinen Schoss, beide Vorderpfoten auf die Speichen des Lenkrades gestützt, und zuletzt machte sie es sich zur Angewohnheit, von ihrer Stellung auf meinem Schoss aus durch das linke Wagenfenster alles zu beschimpfen, was sich auf der Strasse zeigte und bewegte, Dass der Wagen unantastbares- Heiligtum Ihres.Meisters war, wenn er sie allein im Fond zurückliess, versteht sich von selber. Es kam am Anfang nicht selten vor, dass ich erschrocken aus einem Laden gerannt kam, wenn ich Chica im Wagen toben hörte, als seien die schlimmsten Räuber am Werk, Meist war es nur eine vorwitzige Fliege aussen auf der Windschutzscheibe oder Kinder, die mit ihr spielen wollten. Aber sie versteht in dieser Hinsicht keinen Spass. Ein Autohund ist etwas Schönes, wenn man ein Auto hat. Auf stundenlangen Fahrten, die man tonst allein zurücklegen musste, leistet er seinem Meister treue Gesellschaft, guckt' ihn verständnisvoll aus grossen, braunen Augen an, wenn er ihm Sorgen und Leid klagt, spielt und ist ausgelassen mit ihm, wenn er guter Laune ist, wetzt zwischendurch mal die Krallen am Polster und prüft die Widerstandskraft seiner Zähne an den Kordeln der Wagendecke. Aber das Positive überwiegt, Chica beweist ei uns jeden Tag, und wir hatten es uns nicht träumen lassen, au» dem verhutzelten, kleinen Häufchen Elend in Barcelona einen treuen Kameraden heranwachsen zu uehen, der nicht nur ein perfekter Autohund wurde, »andern der seinen Meistersieuten auch »omt mit Leib und Seele ergeben ist ;, ^Gaststätten BADEN Restaurant Badenerhof direkt beim »ohnhof. Parkplatz. Gepflegt« Küche. Moderner Speisesaal. E. MEIER, Küchenchef Tel, 24222 BEROMÜNSTER Hotel Hirschen TCS ACS (landenend«r) Bekannt aufgeführter lonijpaslhtf (erbaut 18f). HlitorUche Gast- g. 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