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E_1949_Zeitung_Nr.023

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verschiedene •weniger

verschiedene •weniger bekannte Konkurrenten französischer und belgischer Provenienz. Grosser Preis von Marseille Wie bereits kurz gemeldet, gelangt nächsten Sonntag auf einer 2,640 km. langen Rundstrecke im Parc Borfly der dritte Grosse Preis von Marseille zum Austrag, an welchem kompressorlose Rennwagen bis 4,5 Liter Hubvolumen startberechtigt sind. Es werden zwei Ausscheidungsläufe über je 25 Runden = 66 km und ein Endlauf über 50 Runden = 132 km gefahren. Als einziger Schweizer startet an diesem Rennen der Zürcher Rudolf Fischer auf Simca 1430. Die für das Finale nicht qualifizierten Konkurrenten erhalten Gelegenheit, zu einem separaten 10-Runden-Kampf anzutreten. ACS-Sternfahrt nach Lausanne An der am vergangenen Wochenende durchgeführten Sternfahrt für ACS-Mitglieder nach Lausanne beteiligten sich insgesamt 36 Konkurrenten. Sieger in der Kategorie • Grand tourisme» wurde der Lausanner Schmocker mit 5430 Punkten, während in der Kategorie « Tourisme > (Veteranen und Aktive) der Aargauer Schatzmann mit 3420 Punkten obenausschwang. In der gleichen Kategorie klassierte sich in der Gruppe Veteranen mit mehr als 30 Jahren Mitgliedschaft der Walliser Orsat mit 2970 Punkten als Erster. Den Sektionswettbewerb gewann Schaffhausen. Internationale Schönheitskonkurrenz Luzern Am Samstag und Sonntag, dem 11./12. Juni, führt die Sektion Luzern des ACS die 5. Internationale Schönheitskonkurrenz für Automobile in Luzern durch, die für Touren- und Sportwagen offen steht. Die Wertung erfolgt in den Kategorien I (Privatwagen, vorgeführt durch den Eigentümer, der mit Automobilindustrie und -handel und dem Karosseriegewerbe keine geschäftliche Bindung haben darf) und II (Fahrzeuge, die durch die Industrie, das Karosseriegewerbe und Verkaufsgesellschaften vorgeführt werden). In jeder Kategorie werden Serienfahrzeuge, Wagen mit Spezialkarosserien und Sportwagen separat gewertet. Die Schaffung einer Sportwagengruppe dürfte allgemein begrüsst werden, nachdem das letzt jähr ige Vorgehen, bei dem man die Sportwagen im Rahmen der beiden übrigen Gruppen wertete, berechtigter Kritik rief. Bei d er Bewertung trägt die Jury besonders der Eleganz der äussern Erscheinung und innern Ausführung, der Harmonie der Farben, den konstruktiven Gesichtspunkten, der Bequemlichkeit und der Detaildurchbildung Rechnung. Die Fahrzeuge haben ab Samstag, 19.00 Uhr, in der Festhalle zur Verfügung des Preisgerichts zu stehen, worauf am Sonntag ab 14.00 Uhr am Nationalquai die Vorführung vor der Jury, den Gästen und dem Publikum erfolgt. Anmeldungen zum einfachen Nenngeld (Fr. 50.— für Kategorie I und Fr. 75.— für Kategorie II) werden von der Luzerner ACS-Sektion, Löwenstrasse 3, Luzern, bis 28. Mai entgegengenommen. Die Meldefrist zum doppelten Nenngeld läuft am 4. Juni ab. VERKEHR Autoverlad durch den Gotthard über Ostern Die in unserer Ausgabe vom 20. April veröffentlichten Zahlen über den Transport von Motorfahrzeugen durch den Gotthardtunnel an Ostern, die uns der Güterdienst des SBB-Kreises II in Luzern vermittelt hatte, haben nach einer Mitteilung des SBB-Pressedienstes eine Berichtigung erfahren. Darnach wurden über die Osterfeiertage durch den Gotthard in Richtung Nord—Süd 1017 Automobile (bis 8 Sitzplätze), 14 Cars und 138 Motorräder, in der Süd—Nord- Richtung dagegen 562 Personenwagen, 3 Cars und 96 Motorräder, in den beiden Richtungen also insgesamt 1579 Automobile, 17 Cars und 234 Motorräder befördert. An den Pranger mit ihnen — oder nicht ? Zur Diskussion — oder soll man sagen Kontroverse? — über die Frage, ob die Namen schwerer Verkehrssünder durch Publikation urbi et orbi bekanntgegeben werden sollen und dürfen, liefert ein kürzlich im luzernischen Grossen Rat eingebrachtes Postulat, das die Veröffentlichung des Führerausweisentzugs bei wiederholten Verstössen gegen die Verkehrsvorschriften verlangt, einen weiteren Beitrag. Die nämliche Forderung ist dieser Tage in Form eines Postulats im bernischen Grossen Rat erhoben worden, zu gleicher Zeit fast, da der Basler Regierungsrat die öffentliche Anprangerung von Verkehrssündern ablehnt und auch die interkantonale Kommission für das Motorfahrzeugwesen den selben Standpunkt einnimmt. Welches Schicksal besagtem Postulat im bernischen Parlament beschieden war? Der kantonale Polizeidirektor, Regierungsrat Seematter und mit ihm die Regierung, wollte davon nichts wissen. Und zwar grosso modo aus den selben Gründen, die der Basler Regierungsrat gegen eine solche Massnahme ins Feld geführt hatte. Wenn die Namensveröffentlichung rechtlich auch möglich sei, so bleibe deren Auswirkung und Nützlichkeit umstritten. Nach Art. 61 des Strafgesetzbuches könne der Richter die Veröffentlichung des Strafurteils anordnen; mache er jedoch von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, so sollte die Publikation nicht gleichsam gegen seinen Willen auf administrativem Weg erfolgen. Fast immer treffen die Auswirkungen den Automobilisten schwerer als Strafurteil und Fahrausweisentzug zusammen. Mit dem progressiven Verfahren, das der Kanton Bern praktiziere — beginnend mit Verwarnungen und fortfahrend mit Fahrausweisentzügen, gegebenenfalls für dauernd ausgesprochen —, sei der Verkehrssicherheit besser genützt. In seiner Mehrheit folgte der Rat diesen Argumenten und lehnte diesen Teil des Postulates mit 50 gegen 39 Stimmen ab, hiess dafür aber dessen weitere Begehren nach periodischer Prüfung der Motorfahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit und nach Vermehrung der fliegenden Polizeipatrouillen (wonach ja die automobilistischen Kreise selbst immer wieder gerufen haben) gut Wenn es an der Organisation der Delegiertenversammlung des ACS, die letzten Samstag in Lausanne zusammentrat, dieweil sich der gesellige Teil an den Gestaden von Montreux abwikkelte, etwas auszusetzen gab, so war es das Versagen der Wetterregie — zumindest am ersten Tag. Als sich kurz nach 2 Uhr die Delegierten in der Aula der Universität versammelten, hatte der Himmel seine Schleusen weit geöffnet Von ungefähr kam es also nicht dass von den insgesamt 180 Delegierten nur 68 den Weg nach der Metropole der Waadt fanden und dass von 28 Sektionen bloss 20 vertreten waren. Unter dem Vorsitz von Vizepräsident M a i - tre Humbert, der an Stelle des am folgenden Morgen verstorbenen Zentralpräsidenten Dr. Mende, die Tagung leitete, fanden die üblichen Traktanden eine rasche Erledigung. Wiederum hat sich der Jahresbericht zu einem stattlichen Band von 56 Seiten ausgewachsen, in denen sich die vielgestaltige Tätigkeit des Clubs spiegelt. Nach der einstimmigen Genehmigung des Berichtes erläuterte der Finanzminister, Vizepräsident H. Hürfimann (Zürich) die Jahresrechnung mit jener Klarheit und Präzision, die man an ihm gewohnt ist Sowohl die Gewinnund Verlustrechnung als auch die Bilanz passierten ohne Diskussion, und nach Verlesung der Berichte der Revisionsgesellschaft wie der Geschäftsprüfungskommission erteilte die Versammlung auch der Rechnung ihr Placet Und die Statutenrevision, die sich auf kleinere Retouchen und Anpassungen beschränkte, fand ein ebenso williges und zustimmungsfreudiges Clubparlament. Was das Zentralfest anbelangt, so soll es inskünftig nur noch alle zwei Jahre zur Durchführung gelangen, das nächstemal also 1951. Ein Rücktritt. Amtsmüde geworden, erklärte Herr H. Hürlimann den Rücktritt von allen Clubchargen, die er bisher innegehabt, d.h. nicht nur vom Zentralvizepräsidium, sondern auch aus dem Zentralvorstand und auch von der Leitung des Finanzkomitees des ACS wie der FIA. Der Applaus, den ihm die Versammlung bei der Ueberreichung der Ehrenmitgliedschaftsurkunde darbrachte, mag ihm bewiesen haben, wie hoch seine Verdienste um den Club geschätzt werden. Als seinen Nachfolger im Zentralvorstand: erhob die Tagung Dr. H. Weisbrod, den Präsidenten der Sektion Zürich, auf den Schild. Um die Uebernahme der ordentlichen Delegiertenversammlung des nächsten Jahres hatte sich niemand beworben, obwohl sie weiter nichts Mit Tempo und gewohntem Geschick prasi-s dierte Ständeratspräsident Dr. G. W e n k (Basgftf als dessen Präsident die diesjährige ©rdeji'fcliche Mitgliederversammlung des Schweizerischen Autostrassenvereins in Basel und erledigte die Regularien in Rekordzeit..Kantonsingenieur Schaub (Basel) orientierte an Hand von Planskizzen kurz über den Stand der Studien betr. Bieler- und Neuenburgerseestrassen sowie über die für den Herbst vom Verein geplante fünftägige Seealpen-Strassenbesichfigungsfahrt über den Grossen St. Bernhard, Colle di Tenda, Nizza und zurück über den Simplon, während Dr. Th. Gubler kurz zur bevorstehenden Vogesenreise sprach. Nicht nur im gedruckt vorliegenden Jahresbericht wurde die ernste Sorge um den Stand unseres Strassenbaus laut Uns will scheinen, die Schweiz sei nunmehr in ein lebensgefährliches Stadium der Stagnation eingetreten, wo überhaupt nichts anderes geschieht als ein hässliches Feilschen zwischen Stände- und Nationalrat um denjenigen Anteil an den eingehenden Benzinzollen, der gnädigst auf dem Weg über die Kantone auf die Strassen fliessen soll. Wo eine standfeste Mehrheit im Ständerat die Zeichen der Zeit klar sieht und eine Quote von 50 Prozent der Benzinzolleinnahmen in der Bundesfinanzreform (Art.50) oder in der Uebergangsordnung dem Strassenbau zulenken will da erkennen noch immer 90 Nationalräte, zum grossen Teil mangels Augenschein, nicht, wes-' halb der internationale Tourismus, der — in der Lage, Geld auszugeben und unserem Lande daher wertvoll — immer mehr mit dem Auto reist, die uns umgebenden kontinentalen Länder der Schweiz immer stärker vorzieht. rc. Dass dieser Bericht hier erscheint, ist einem kurzen Telephongespräch zu danken. «Hallo! Ist da Redaktion der .Automobil Revue'? » « Jawohl. Sie wünschen? » « Möchten Sie einen kurzen Bericht über das Funktionieren der drahtlosen Telephonie-Automobile der Basler Polizei haben? Ich spreche hier aus dem fahrenden Auto mitten auf der Wettsteinbrücke im dichtesten Abendverkehr mit Ihnen, von Basel nach Bern!» • Gut! Geht in Ordnung. Senden Sie den Bericht noch vor Redaktionsschluss für unsere nächste Nummer! » « Wird besorgt! Adieu. Sendung beendet » Auf unsere Bitte hin war Poüzeihauptmann A. Ramseyer in Basel sofort bereit, uns in seinem Telephonwagen auf eine Kontrollfahrt mitzunehmen. Morgens und abends sind alle sieben mit Telephon ausgerüsteten Wagen der Basler Polizei unterwegs, um den enormen Automobil- AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 18. MAI 1«5*9 - Nr. 23 Tagungen Die Delegiertenversammlung des ACS in Lansanne kostet als etwas Arbeit. So empfand männiglich die Anmeldung der Section Montagnes Neuchäteloises als höchst willkommen. Die Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds wird daher nächstes Jahr die ACS-Tagung bei sich beherbergen. Schliesslich beleuchtete der Direktor des Clubs, Dr. Gay, noch einige weitere Fragen, die den ACS besonders beschäftigen, beispielsweise jene der Anschaffung eines Versuchswagens. Weil die vom technischen Dienst für Versuche benötigten Geräte nicht zur Verfügung stehen, wurde ein Projekt ausgearbeitet, das die Anschaffung und Ausrüstung eines Versuchswagens als fahrende Prüfstation vorsah. Von zahlreichen Firmen wurden Kostenvoranschläge eingeholt Finanzierungsschwierigkeiten verhinderten aber bisher die Verwirklichung des Plans. Wären die Sektionen im Prinzip bereit gewesen, für die Kosten von Fr. 50 000.— anteilsweise aufzukommen, so lehnten sie dagegen die Uebernahme der Unterhaltsspesen von jährlich Fr. 15 000.— ab. Ein anderes Sorgenkind des Clubs ist dessen offizielles Organ, das « Auto ». Widmet schon der Jahresbericht diesem Kapitel eine eingehende Betrachtung, so hielt es Dr. Gay für angebracht die Versammlung — mit einem leise mahnenden Unterton — nochmals von den Schwierigkeiten zu unterrichten, die sich der Herausgabe dieser Publikation entgegenstellen. Dabei entwickelte er verschiedene Vorschläge, die einer demnächst einzuberufenden Sitzung des Zentralkomitees unterbreitet werden sollen. Einen weiteren Punkt endlich, den Dr. Gay berührte, bildet die Bundesfinanzreform, genauer gesagt eine wirksamere, gerechtere und raschere Verteilung der Treibstoffzollerträgnisse des Bundes. Einmütig fasste in diesem Zusammenhang die Tagung folgende RESOLUTION: Am 14. und 15. Mai tasten in Lausanne und Montreux die Delegierten, des Automobil-Clubs der Schweiz. Die Versammlung stimmte dabei einer Resolution zu, in welcher das im Hinblick auf die ständige Zunahme des motorisierten Strassenverkehrs immer deutlicher in Erscheinung tretende Ungenügen unseres Strassennetases festgestellt wird. Die zuständigen Bundesbehörden werden deshalb eingeladen, das Problem der Finanzierung eines Ausbaus unseres Hauptstrassennetzes und speziell der grossen Durchgangsrouten unverzüglich einer Lösung entgegenzuführen, ohne dabei das Zustandekommen der Bundesfinanzreform oder einer eventuellen TJebergangslösung abzuwarten. Beim Schweizerischen 1 Autostrassen-Verein Das Auto sucht die guten und folgt den schönen Strassen. Mit unserem eidgenössischen Stillstand befinden wir uns bereits im schönsten Rückschritt Richtig gebaute Strassen müssten die Visitenkarte des « Landes der Hotels und Naturschönheiten » sein! Vor altertümlichen Strassen nimmt der Autotourist nicht die Bahn, sondern den Umweg um die Schweiz. In diese Kerbe hauen auch die Schlussfolgerungen, die man zwingend aus dem mit prachtvollen Lichtbildern begleiteten Referat Dr.Th. *G u b 1 e r s über das Kurvenquergefälle, ein besonderes Sorgenkind unseres schweizerischen. Strassenbaues, ziehen musste. Schlagende Bei- . spiele aus dem nahen und fernen Ausland Hessen aufhorchen. 20 Prozent Quergefälle in den Kurven des Col de l'Iseran, 16 Prozent am Stilfser- • joch, dessen einst gefürcbtete Serpentinen zur bequemen Spazierfahrt durchkorrigiert worden sind — und daneben das nur zögernd und gegen unzählige oft kindische « Bedenken • bei uns sich einführende Kurvenquergefälle von schüchternen 12 Prozent! Man denke: Aengstliche Einwendungen regen die Gefahren eines 12prozentigen Kurvenquergefälles in einem Lande, das wenig oder nichts gegen nach aussen hängende Bombierungsgefälle von bis 18 Prozent (!) unternimmt! Catseye-Trennungslinien auf bombierten Stras- «en statt Kurvenüberhöhungen lassen uns dem ausländischen Touristen .gegenüber als Hirtenknaben erscheinen. Unzählige Unfälle sind auf mangelnde KurvenüberhöhHng zurückzuführen; bisher keine dagegen auf richtig ausgeführten Kurvenüberhöhungen. Ein Musterbeispiel eines zwar nur kurzen Strassenstückes mit gut überhöhten Kurven ist die Brüglingerstrasse, die von St Jakob abbiegend zur Umgehung Basels ansetzt. Sie wurde nach dem an die Mitgliederversammlung anschliessenden gemeinsamen Mittagessen besichtigt. Ueber die Strassensignalisation in den Vereinigten Staaten berichtete mit Lichtbildern E. J o h o von der schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung. Auf richtig ausgebauten Strassen, auch schmalen, ohne Radfahrerverkehr, ist die Aufrechterhaltung bester Strassendisziplin im Lande des Autos leichter als bei uns. Interessant sind für uns immer wieder die « auf die Strasse geschriebenen » Gesetze. Bodenmarkierungen, Trennungslinien stellen eine unerhörte Fahrhilfe dar. Langsam kommt man ja auch hierzulande zu diesen Hilfen (Basel, Bern). Zum Schluss zeigte und erläuterte dann noch Dipl.- Ing. A. Marti (Bern) zwei farbige Reklamefilme über amerikanische Strassenbaumaschinen, die natürlich in zahlreichen Fabrikatsvarianten existieren. rc Technische Helfer im Mustermesseverkehr verkehr während der Mustermesse nach Möglichkeit ordnend zu regeln. Sie stehen unter sich und mit der Zentrale im «Spiegelhof > (Verkehrsabteilung im Polizeidepartement) in Verbindung, können vom fahrenden Auto aus die Zentrale und die übrigen sechs Fahrzeuge jederzeit anrufen und selbst angerufen werden. Ueber die Zentrale können auch Anrufe von aussen her in jeden einzelnen Wagen weitergegeben werden, genau wie jeder Insasse eines der sieben rollenden Fahrzeuge mit jedem über das normale Telephonnetz erreichbaren Telephon verbunden werden kann. Unser Anruf nach Bern war daher nichts Aussergewöhnliches; wir hätten ebensogut mit Paris oder London sprechen können. Die ganze « achtstellige » Sender- und Empfängergruppe hört auf den Namen « HEP 5 ». Die einzelnen Automobile tragen die Bezeichnungen « Mobil 1 » bis « Mobil 7 », melden sich also auf Anruf beispielsweise als « HEP 5 Mobil 3 » .an. Im Wagen ruht am Instrumenteabrett der Hörer mtt seiner Gabel. Rechts über den» Kopf des Beifahrers, zwischen vorderer und hinterer Tür, schmiegt sich ein kleiner Lautsprecher in die Dachwölbung. Wie aus dem Hörer, dringt — auch für die anderen Insassen hörbar — aus ihm die Stimme des Anrufenden oder Angerufenen. Will der Fahrer oder Beifahrer selbst sprechen, so drückt er eine Taste an der Innenseite des Handgriffs am Hörer nieder, die er wieder loslässt, um den Gegensprecher abhören zu können. Anrufe in den Wagen machen sich durch das vertraute Klingeln bemerkbar, während ein grün aufleuchtendes Lämpchen anzeigt, dass auf dem Netz anderweitig schon gesprochen wird. Durch Abheben des Hörers von der Gabel kann man sich jederzeit als Mithörer einschalten und die Gespräche anderer Netzteilnehmer über den Lautsprecher mithören. Morgens und abends erweist sich dieser siebenfache technische Helfer der Basler Polizei während der Messetage als überaus nützlich Einige Wagen patrouillieren ständig die Parkplätze ab und melden fortlaufend an anderswo rollende und an wichtigen Strassengabelungen postierte Telephonwagen weiter, wo noch Platz vorhanden ist, so dass jederzeit sofort ganze «Autopakete » zum freien Parkraum dirigiert und bequem untergebracht werden können. Das geht dann alles sehr glatt und reibungslos, wo 120 Polizeimänner während elf Tagen ohne Urlaub und Freitage angespannt tätig bleiben. _ Aehnlich, wenn auch anders, wickeln sich die Dinge am Abend ab. Da entdecken wir an höchst hinderlicher, übrigens verbotener Stelle einen schlecht geparkten, breiten Personenwagen. Telephon : Wenn unmöglich, sofort den Besitzer zu eruieren und wegzuweisen, Wagen wegfahren. Rückmeldung: Wagen abgeschlossen. Instruktion : Sofort durch Polizei abschleppen lassen. Wenn Abschleppdienst beschäftigt, Feuerwache aufbieten. Vier Minuten später passieren wir die Stelle wieder. Der Störenfried ist verschwunden... worden. Polizeihauptmann Ramseyer ist eben dabei, uns zu erzählen, wie vor eir paar Tagen eine verdächtige Frau, die scheinbar eine Einbruchsmöglichkeit auskundschaftete, auf Grund einer Telephonmeldung an die Polizei, innert weniger Minuten nach erfolgter Meldung, von der Strasse weg verhaftet werden konnte, indem einfach der zunächst rollende Telephonwagen mit einer Beschreibung der Person zu jenei" Häuserblock dirigiert wurde, als in unserem < Mobil 7 » das grüne Lichtlein wieder einmal aufflammt Wir nehmen den Hörer ab, während wir in Grossbasel dem Bahnhof entlangrollen. « Schwerer Unfall in Kleinbasel beim Brükkenkopf der Mittleren Rheinbrücke. Zwei Personen vom Tram überfahren. » Wir brauchen nichts zu tun. Wir fahren hin und hören nun unterwegs — wie eine spannende Radioreportage — alle Einzelheiten über den Unfall. Nicht fünf Minuten nachdem wir die erste Meldung abhörten, treffen wir auf der Unfallstelle ein. Soeben wird der zweite Verunfallte auf der Bahre in den zweiten Krankenwagen geschoben. Alles vorüber. Der Verkehr, der ebenfalls durch telephonische Verständigung, während Minuten umgeleitet, werden musste, weil mit der mittleren Brücke, eine der Hauptverkehrsadern blockiert war, kann wieder normal anlaufen. Schon ist Hpftm. Ramseyer wieder am Telephon. Einer Brauerei wird energisch angeraten, sich so einzurichten, dass nicht während der Mustermesse abends, um 6 Uhr zweispännige Bierfuhrwerke mitten durch die Innerstadt geschickt •werden. « Jawohl, wir wollen uns so einrichten. Sie haben recht» « Besten Dank. Adieu. » Und da steht schon wieder an der dümmsten Stelle eine mächtige, chromgleissende, hellblaue Limousine,, völlig falsch» und verkehrt an ausdrücklich durch Tafeln verbotener Stelle und wirkt als « Stromschnelle *.. Telephon... und so weiter... Das läuft alles lautlos, elegant, prompt and wie geschmiert KLEINE MITTEILUNGEN Die ungültige Berner Autosteuer-Initiative Nach der Ablehnung des wohlfundierten Wiedererwägungsgesuchs des Initiativkomitees durch die Regierung hat sich nun auch der Grosse Rat deren Auffassung zu eigen gemacht und die Initiative mit grosser Mehrheit als nicht zustandegekommen erklärt Wir werden auf die Angelegenheit, die im Bürger den Eindruck erwecken muss, er sei hinters Licht geführt und um seine verfassungsmässigen Rechte geprellt worden, noch zurückkommen. Occasionshandel und Preiskontrollstelle Im Artikel « Occasionshandel und Preiskontrollstelle » in Nr. 22 der « AR » wurde ein'Urteil des 5. Kriegswirtschaftlichen Strafgerichts wiedergegeben, wobei der Verfasser, Dr. H. Frei- Zamboni, feststellte, es handle sich um einen präjudiziellen Entscheid, der das Generalsekretariat des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes endlich davon abbringen dürfte, Automobilhändler, welche Occasionswagen über dem seinerzeitigen Katalogpreis verkaufen, zu bestrafen. Das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement macht uns nun darauf aufmerksam, dass es gegen das zitierte Urten appelliert habe, das Appellationsurteü aber noch nicht vorliege. Unter diesen Umständen hält es die erwähnte Behörde im Interesse des Occasionswagenhandels für angezeigt, darauf aufmerksam zu machen, dass dem im Artikel von Dr. Frei-Zamboni wiedergegebenen Urteil kein präjudizieller Charakter : zukomme. Verkehrsregelung in Luzern Im Interesse der Verkehrsordnung wird für das Teilstück der Pilatusstrasse, vom Bahnhofplatz bis zum Pilatusplatz, ein beidseitiges Statiomerungsverbot erlassen. Diese Verkehrsvorschrift wird spätestens am 1. Juni 1949 in Kraft treten. Die Kennzeichnung der Zonen des Stationierungsverbotes erfolgt durch das entsprechende Signal sowie durch eine zusätzliche Randsteinmarkierung durch rote Farbstreifen. Als neue, ausgedehnte Parkzonen für Motorfahrzeuge werden die meisten Querstrassen zur Pilatusstrasse bestimmt und auf den erwähnten Zeitpunkt durch weisse Parkstreifen gekennzeichnet - - - •-

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