Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1949_Zeitung_Nr.022

E_1949_Zeitung_Nr.022

Wählen Sie das Beste

Wählen Sie das Beste aus! In den vorhergehenden Inseraten ist auf die Vorteile verschiedener Abonnemente föi geschäftliche Reisen hingewiesen worden. Hier sollen nun noch die vier wichtigsten Fahrausweise einander gegenübergestellt werden, damit Sie sich selber Rechenschaft darüber geben können, welcher für Sie der richtige ist. Sind Sie viel unterwegs, dann ist das GENERALABONNEMENT für Sie unentbehrlich. Es erlaubt Ihnen unbeschränkte Reisen auf dem ganzen Netz der Bundesbahnen und auf den Linien zahlreicher privater Bahn- und Schiffsunternehmerr. Ausserdem bezahlen Sie auf einer Reihe von Bergbahnen und auf allen Postautomobilstrecken nur halbe Taxe. CALTEX MOTOR 01L das Motorenöl für Höchstleistungen CALTEX OIL A.G. BASEL (frühere Firmabezeichnung Texaco A.GJ Reisen Sie jedoch regelmässig bloss in einem begrenzten Umkreis oder auf den Linien, dann kann Ihnen ein sogenanntes NETZABONNEMENT gleichen ebenso nützliche Dienste leisten. Zudem ist der Preis eines solchen, obwohl beliebige Fahrten auf den selbstausgewählten Bahnstrecken ausgeführt werden können, niedriger. Er richtet sich nach der Gesamtdistanz der zusammengestellten Linien, wobei aber in jedem Fall für mindestens 100 km zu bezahlen ist. Wenn Sie nicht so regelmässig reisen, als dass sich eines der obigen Abonnemente lohnen würde, dann versuchen Sie es mit dem HALBTAXABONNEMENT das Ihnen das Recht auf Fahrten zum halben Preise auf 12 000 km Bahn-, Schiffs- und Postautolinien gibt. einem Netz von rund In jenen Fällen, wo daneben noch ein zeitweiliges Bedürfnis nach unbeschränkten Fahrten besteht. ist das kombinierte HALBTAX-GENERALABONNEMENT am Platze. Dieses kann an gewissen, vom Inhaber frei wählbaren Tagen wie ein Generalabonnement gebraucht werden, ist aber während der ganzen Gültigkeitsdauer auch Ausweis zum Bezug von halben Billetten. Wertn Sie Wehr über diese Fahrdusweise wissen wollen, wird man Sie an jedem Bahnschalter gerne beraten und Ihnen unentgeltlich einen ausführlichen Prospekt überreichen. 17 Industrie-Gruppen in 16 Hallen Tageskarten ä Fr. 2.50 (am 11. nnd 12. Mai ungültig) Besondere Einkäufertage 11. und 12. Mai Tageskarten ä Fr. 5.— r-f"»-- BalmfcilUtU «ach f*r die Rmckfmhrt g6h% ZUSATZSTABE UNO ELEKTRODEN ZUM SCHWEISSEN ALLER METALU ,3 Herr ZIMMERMANN leitet eine bedeutende Maschinenfabrik. Nicht a Unrecht misst er auch dem Gebiete der Schweissung grosse Bedeutung bei Von einem Zusatzmetall verlangt er vor allem Leichtflüssigkeit und Festigkeit, damit die Serienfabrikation rationell vor sich gehen kann. „ Seitdem unsere Schweisser Castolin verwenden*, erzählt er uns, „haben wir unsere Produktion erheblich steigern können. Auch die Verbindung verschiedener Metalle unter sich bereitet uns keine Schwierigkeiten mehr. Jedes Schweissproblem, selbst das schwierigste, lösen wir mit Castolin, wobei infolge det massigen Bindetemperatur das Grundmetall keinerlei Schaden erleidet. Ich darf wohl sagen, dass wir den Weltruf unserer Erzeugnisse zu einem guten Teil auch den Castolin-Zusatzmetallen verdanken!. Die Marke des fortschrittRchw AUTOSCHIEBEDACH A. Oertle, Autosattlerei Fabrikation von Schiebedächern, Rouleaux und Kühlerdecken (Lieferung von Garnituren und Details) Zürich 50, Oerlikon Siewerdtstrasse 23, Telephon (051) 46 56 88 wenn keine Antwort (051) 46 81 92 Jede Woche die „Revue" gelesen, über alles im Bilde gewesen Grosse Wärmebeständigkeit Hohe mechanische Festigkeit Von 1 bis 4 mm 2 , in den Farben schwarz, gelb, rot, blau und grün ab Lager lieferbar. Aussendurchmesser ca. 7 mm; Farbe grau. Beachten Sie die für dieses neue Isolen-Zündkabel geltenden elektrischen Werte: bei gewöhnlicher Temperatur bei 50° C NEU -Auto-Lichtkabel mit überlackierter Baumwollumflechtung über dem Soflexmantel. — Besondere Egenschaften: Isolationswiderstand Durchschlag -Auto-Zündkabel mit überlackierter Baumwollumflechtung Megohm/2m 10000000 Megohm/2m 5000000 bei gewohnlicher Temperatur kV 40...47 bei 50° C kV 40...42 Spannungsprüfung (1 Min. Wert) bei gewohnlicher Temperatur kV 35...40 bei 50° C kV 30...38 Diese Kabel liefern wir ab April auf Kartonspulen Bei alten Auto-Grossisten erhältlich SCHWEIZERISCHE ISOLA-WERKE BREITENBACH CASTOLIN SCHWEISSMATERIAL A6. LAUSANNE TEL (021) 2 84tt Muba 1949: Halle VI, Stand 1661 - Ständige Vorführung Ei,, ei., ei.. Kleider-Frey TELEPHON (061)71191

Nr. 22 IV. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 11. Mai 1949 Und alle diese Spezialregelungen werden durch die Fahrzeuge selbst ausgelöst. Damit jedermann ohne Hemmungen und Zagen es wagen darf, die neuerstellte Anlage zu passieren, seien nachfolgend tfie wesentlichsten Vorschriften und Signale erläutert. Es bedeuten rotes Licht: Halten (Fahrverbot), gelbes und rotes Licht: Vorbereiten f Wenn die Anlage erst einmal in Betrieb ist, dürfen solche Situationen nicht mehr vorkommen. Eine neue Signalanlage in Zürich Fussgänger warten gehen Die russgangerampel — klar und deutlich. (Schlaes von Seite 1) für Weiterfahrt, gelbes Licht (allein): Anhalten, grüner, aufrechter Pfeil: freie Fahrt geradeaus, grüner Pfeil seitwärts: freie Fahrt in Pfeilrichtung, grüner Pfeil in Verbindung mit rotem Licht: freie Fahrt nur in Pfeilrichtung, grüner blinkender Pfeil (aufrecht): freie Fahrt in Pfeilrichtung und Warnung vor der abbiegenden Strassenbahn (Linie 15), grünes Licht (Viereck): freie Fahrt in allen Richtungen, grüne Leuchtschrift « Tram »: freie Fahrt für Strassenbahn. Es versteht sich von selbst, dass alle Verkehrsteilnehmer verpflichtet sind, die ihnen durch Lichtsignale, Leuchtzeichen oder -schriften vermittelten Weisungen zu befolgen. Wesentlich ist ferner, dass sich alle Fahrzeuglenker auch sehr genau an die Aufteilung der Fahrbahnen halten, und es mag daher angebracht sein, auch die hiefür geltenden Vorschriften nochmals in Erinnerung zu rufen: gerade Pfeile weisen den geradeaus Fahrenden den Weg, nach rechts (links) gerichtete Pfeile dagegen bedeuten die Fahrspur der Rechtsabbieger (Linksabbieger), wobei zu beachten ist, dass die Pfeile stets Fahrzeug m i 11 e angeben. Tn ihrem eigenen Interesse sei allen Fahrzeug- Denkern empfohlen, dies besonders zu beachten, •weil sie die Kontaktschwellen nur berühren •cönnen, wenn sie sich genau an ihre Fahrspur halten. Wer die originelle Signalanlage an der Kreuzung Bahnhof-/Uraniastrasse näher studiert, wird feststellen, dass alle Vorkehrungen getroffen worden sind, um eine möglichst «idiotensichere > Anlage zu schaffen. Nicht nur sind zu diesem Zweck genügend Signalpfosten aufgestellt — im ganzen neun —, sondern auch die Sprache der vorbereitenden Hinweissignale ist klar und deutlich. Eines immerhin wird der Motorfahrzeugverkehr heftig vermissen: die Anbringung von Vorwegweisern am richtigen Orte. Sehr häufig begegnet man in Zürich Auswärtigen und Ausländern, die sich nur mühsam durch die Stadt tasten; von ihnen heisst es dann etwas viel verlangen, wenn sie auf der Kreuzung die Wegweiser studieren, die Tafeln beachten und erst noch auf die Lichtsignale im Auge behalten" müssen. Nun, Vorwegweiser können auch noch nachträglich und ohne grosse Kosten angebracht werden. Mit der neuen Regelung geht die Stadtpolizei von Zürich eigene, aber neuzeitliche und zweckmässige Wege. Nicht ohne grosse Mühe ist sie zu dieser ausgeklügelten Lösung gelangt, denn alle ausländischen Vorbilder können für unsere Verhältnisse stets nur Anregungen vermitteln, und jeder einzelne Fall verlangt die Schaffung etwas Besonderen, will man allen Anforderungen gerecht werden. Hätten wir bei. uns-wie sonst fast überall im Ausland keine Strassenbahnen und keine Radfahrer, von Pferdefuhrwerken gar nicht zu reden, so wären auch keine so komplizierten Anlagen erforderlich. Besonders erfreulich aber ist es, dass die Zürcher Polizei eine Lösung gefunden hat, die bei aller Sicherheit auch möglichste Flüssigkeit des Verkehrs gewährleistet. Das zeugt von Einsicht und Weitblick. Mag auch das Publikum Fechtzeitig wird der Fahrzeugführer darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht nach rechts abbiegen darf. Schon die Zahl der Ampeln weist darauf hin, dass diese Signalanlage nicht zu den einfacheren gehört. Occasionswagenhandel und Preiskontrollstelle Das 5. kriegswirtschaftliche Strafgericht hat am 9. Februar 1949 einen präjudiziellen Entscheid gefällt, der das Generalsekretariat des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes endlieh davon abbringen dürfte, Automobilhändler, welche Occasionswagen über dem seinerzeitigen Katalogpreis verkaufen, zu bestrafen. In dem zu beurteilenden Fall wurde dem Angeklagten zur Last gelegt, er habe ein BWM-Cabriolet, das im Juli 1938 fabrikneu zum Preise von Fr. 11 000.— abgegeben wurde, im April 1947 zu einem höheren Preis verkauft. Darin wurde eine Widerhandlung gegen Art. 1 der Verfügung 1 des EVD betreffend die Kosten der Lebenshaltung und den Schutz der regulären Marktversorgung vom 2. September 1939 in Verbindung mit der gleichnamigen Verfügung Nr. 5 des EVD vom 14. November 1940 erblickt. Es wurde erklärt, dass auch im Occasionshandel eine Ueberschreitung der Katalogpreise unzulässig ist und daher gegen den betreffenden Automobilhändler Anklage erhoben. Das 5. kriegswirtschaftliche Strafgericht hat demgegenüber in dem zitierten Entscheid folgende Erwägungen angestellt: « In grundsätzlicher Beziehung ist folgendes festzuhalten: a) Obwohl die Anklage den Beteiligten nicht die Verletzung einer Verfügung vorwirft, welche den Konsumentenpreis für das gehandelte Auto festsetzte, geht sie doch davon aus, dass der Vorkriegskatalogpreis die obere Grenze darstelle, zu welchem der Wagen im Jahre 1947 hätte gehandelt werden dürfen. Diese Ueberlegung ist unzutreffend. Der Preis von Fr. 11 000.— bezieht sich auf fabrikneue Wagen im Jahre 1938. Was der Wagen unmittelbar vor Kriegsausbruch wert war, steht gar nicht fest und kann auch nicht mehr festgestellt werden. Immerhin wäre anzunehmen, dass der Verkehrswert am 31. August 1939 schon wesentlich unter Fr. 11 000.— lag. b) Es stellt sich nun die Frage, ob der Wagen im Jahre 1947 überhaupt erst: nach Festsetzung des Preises durch die Preiskontrollstelle anfänglich der Neuerung skeptisch, unbeholfen cder^gar unfreundlich gegenüberstehen, so wird es wohl in kurzer Zeit seine Meinung ändern. Selbst die grössten Querulanten und Miesmacher werden zugestehen müssen, dass eine Verkehrsfalle verschwunden ist. Und auch die Masse jener, die in Zürich wie überall über alles weidlich schimpfen, was mit Steuern und öffentlichen Bauten zusammenhängt, wird zugeben, dass diese sinnvolle Anlage bei aller Kostspieligkeit kein Luxus ist. R. S. Deutlicher kann man es wohl nicht mehr sagen, wie man fahren muss: f Linksabbieger umfahren den nächsten Häuserblock. > Diese Wegweiser wurden viel mehr nützen, wenn die entsprechenden Vorwegweiser aufgestellt wären I hatte veräussert werden dürfen. Das kann an sich aus Art. 1 der zitierten Verfügung 1 des EVD abgeleitet werden, sofern nicht ein Verkaufspreis in Frage stand, der offensichtlich unter dem Verkehrswert vom 31. August 1939 lag. Die Einholung einer Preisgenehmigung war nun aber dem Verkäufer eines Occasionswagens nach dem Kriege nicht zuzumuten. Es darf einmal nicht ausser acht gelassen werden, dass nicht nur private Occasionswagen zu Preisen veräussert wurden, welche die Vorkriegspreise ganz erheblich überstiegen. Es ist mit Recht darauf hingewiesen worden, dass auch Behörden der Militärverwaltung in gleicher Weise vorgegangen sind. Ferner darf nicht übersehen werden, dass die Preiskontrollstelle nicht eingegriffen hat, obwohl ihr bekannt war, dass auf dem Automarkt in verschiedenen Städten, namentlich in Zürich, unter den Augen der Polizei Preise gefordert und bezahlt wurden, die nach der heute von der EPK vertretenen Auffassung unzulässig sind. Der Einzelne durfte deshalb zur Ueberzeugung gelangen, dass der Handel mit Occasionsautos grundsätzlich frei sei. Es wird somit kaum möglich sein, in irgendeinem Fall eine schuldhafte Verletzung von Art. 1, Abs. 1, der zitierten Verfügung 1 des EVD nachzuweisen. In casu liegt ein solcher Schuldbeweis auf alle Fälle nicht vor. c) das bedeutet nun nicht, dass im Autooccasionshandel schlechthin jeder Preis verlangt werden durfte, denn auch in dieser Branche gilt Art. 2, lit. a, der zitierten Verfügung 1 des EVD. Dieser verbietet, im Inland für irgendwelche Leistungen Gegenleistungen zu fordern oder anzunehmen, die unter Berücksichtigung der branchenüblichen Selbstkosten einen mit der allgemeinen Wirtschaftslage unvereinbaren Gewinn verschaffen würden. Es ist deshalb auch im Autooccasionshandel zu ermitteln, welches die branchenüblichen Selbstkosten sind und ob ein erzielter Gewinn unter deren Berücksichtigung mit der allgemeinen Wirtschaftslage vereinbar ist oder nicht. Aus den schon erwähnten Gründen geht es aber nicht an, den zulässigen Gewinn beim Verkauf eines Occasionswagens am Katalogpreis dieses Wagens in neuem Zustande zu messen. Man wird vielmehr darauf abstellen müssen, welche Margen im Handel mit Occasionsautos als zulässig betrachtet wurden. Aus der heutigen Verhandlung hat sich ergeben, dass von einer Marge von rund 20 % auszugehen ist. Man wird deshalb objektiv einen Handel dann als zulässig betrachten müssen, wenn der Verdienst sich innert der Marge von 20 % hält, wobei die effektiven Aufwendungen zu berücksichtigen sind. Unter die effektiven Aufwendungen fallen aber nicht solche Auslagen, die auf den Gebrauch und den Betrieb eines später als Occasion verkauften Autos zurückzuführen sind, sondern nur solche Auslagen, die im Hinblick auf den Verkauf gemacht wurden und nicht ohne weiteres durch die Verdienstmarge zu decken sind. Liegt in diesem Sinne eine objektive Widerhandlung gegen Art. 2, lit. a, vor, bleibt noch zu prüfen, ob es nicht auch dann an einem subjektiven Straftatbestand fehle. » Auf Grund dieser Erwägungen kam dann das 5. kriegswirtschaftliche Strafgericht dazu, den Angeklagten freizusprechen mit der Schlussbemerkung : « Wenn dieses Resultat im Vergleich zur Behandlung anderer Verstösse gegen Preisvorschriften nicht zu befriedigen vermag, so ist das darauf zurückzuführen, dass die EPK es unterlassen hat, die Verhältnisse auf dem Occasionsautomarkt rechtzeitig zu ordnen, und dass das Publikum annehmen durfte, es sei in diesem Sektor an keine Preisvorschriften gebunden. » «Der vom Angeschuldigten getätigte Autohandel war an sich nicht unerlaubt, weshalb er daran auch etwas verdienen durfte. Weil sich der erzielte Gewinn in einem Rahmen bewegt, der in dieser Branche üblich ist, fehlen die Voraussetzungen zu seiner Einziehung. » Dr. H. Frei-Zamboni. STRASSE2V Verkehrsverbesserung an der Jaun-Strasse Der freiburgische Grosse Rat hat einstimmig ein Dekret gutgeheissen, durch das ein Kredit von 1 250 000 Fr. für eine Verkehrsverbesserung an der Strasse von Bulle nach dem Jaun-Pass ausgesetzt wird. Es handelt sich um den Ersatz der bisherigen Brücke über den Javroz bei der Abzweigung nach Cerniat, kurz vor Charmey, durch eine neue. Die gegenwärtige Brücke aus Metall, die eine Breite von nur 4,80 m aufweist, ist dem modernen Verkehr nicht mehr gewachsen und bildet namentlich für schwere Lastwagen eine ausgesprochene Gefahr. An ihre Stelle tritt nun eine solche aus Beton. Sie wird 8,40 m breit sein und den Javroz in schräger Richtung überqueren, wodurch gleichzeitig zwei lästige Kurven der Zugangsstrasse beseitigt werden. Dadurch wird die Brücke von 110 m auf 170 m verlängert. Ihre Höhe wird 58 m betragen, hb.