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E_1949_Zeitung_Nr.022

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AUTOMOBIL

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Nr. 22 — n. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 11. Mai 1949 Zwei komfortable Gesellschaftswagen der Carrosseriewerke E. Frech-Hoch AG. Beim 30-pIätzigen Car (rechts) ist der Heckabschluss völlig verglast, der kleinere Normallenker (links) weist eine sehr schöne Kühlerfront auf. «. Ein grosser Sattelschlepper der Firma Gebrüder Merz AG. mit Berna-Strassentraktor, für eine Nutzlast von 7 t. Ein Fahrzeug, das trotz seiner Länge sehr wendig ist. DAS MOTORFAHRZEUG AN DER BASLER MUSTERMESSE Am vergangenen Samstag wurde in Basel die 33. Schweizer Mustermesse eröffnet und damit das Jahresergebnis allen einheimischen Schaffens vor einer internationalen Oeffentlichkeit ausgelegt. Die Muba räumt auch dieses Jahr dem Automobil- und Transportwesen, vor allem in der Halle IX, einen bis zum letzten Quadratmeter ausgenützten Platz ein. Darüber hinaus sind aber noch in verschiedenen andern Hallen Ausstellungsobjekte zu finden, die den an der Motorisierung interessierten Messebesucher anziehen, und diese Dezentralisation entspricht denn auch der Tatsachte, dass das Automobilgewerbe heute mit allen Wirtschaftszweigen in Verbindung steht. Das leichtmetallgehause des V-12-Zylinder-Saurer-Dieselmotors, hergestellt in den Aluminiumwerken von ChippU. Das Ausstellungsthema « Automobil » wurrje erst vor etwa Monatsfrist durch den Internationalen Automobilsalon in Genf wohl bis zum letzten ausgeschöpft, und es ist daher nicht ohne Reiz, die internationale Ausstellung mit dieser einheimischen Messe in einigen Punkten zu vergleichen. Dem Von Genf kommenden Messebesucher gibt die Muba auf die Frage, was auf dem Gebiet des Fahrzeugbaues noch übrig bleibe, wenn alle ausländischen Erzeugnisse ferngehalten werden, eine eindeutige Antwort: Keine Möglichkeit wurde ausser acht gelassen, die Motorisierung aus eigenen privatwirtschaftlichen Kräften zu fördern und mit eigenen Lösungen den Restriktionen, die dem Transportwesen auferlegt sind, durch technische Massnahmen entgegenzutreten. Der hohe Stand der technischen Entwicklung, welche der Dieselmotorenbau in '1er Schweiz erreicht hat, die verschiedenen schweren Lastwagen, deren technisch zulässiges Gesamtgewicht den gesetzlichen Rahmen weit übersteigen könnte, die vielseitigen Versuche, durch Anhänger die Transportkapazität zu erhöhen, der beachtenswert hohe Standard der Karosseriefabrikation auf dem Gebiete der Gesellschaftswagen, alle diese Tatsachen zeugen von der Lebenskraft, welche dem motorisierten Strassenverkehr innewohnt. Unsere Fahrzeugindustrie erwartet vom revidierten Motorfahrzeuggesetz eine längst fällige Erweiterung des Lebensraums, was ein Rundgang durch die Stände der Halle IX eindrücklich bestätigt. An der Muba trifft man unter den Ausstellern einige Bekannte vom Genfer Salon. Die Aussteller in Basel weisen darauf hin, dass Kaufinteressenten sich in Genf einen Ueberblick verschaffen und etwas später in Basel mit konkret formulierten Wünschen auftreten. Andere Aussteller können in Basel ihre Stammkundschaft schon seit Jahrzehnten regelmässig begrüssen und beraten". Alle aber wissen, dass in Basel auch im Verkehr mit der internationalen Exportkun/ischaft als Einigungsgrundlage die^ schweizerische Qualitätsarbeit gilt und dass hier vor allem die ernst-' haften Kauf Interessenten sich einfanden, während man in Genf — zum Nutzen mehr der technisch als wirtschaftlich interessierten Abteilungen eines Betriebes — gefachsimpelt und « verkaufspolitisiert » wird. Lastwagen und Traktoren. Die Lastwagen waren vor Jahren an der Muba ganz in der Nähe der Werkzeugmaschinen aufgestellt. Die konstruktive Verwandtschaft unserer einheimischen Nutzfahrzeuge mit den Kraftmaschinen ist auch" heute nicht von der Hand zu weisen, ganz ' im Gegensatz etwa zu überseeischen Fabrikaten, die vielmehr den Stempel des «Automobils > tragen, weil wichtige Konstruktionselemente unbedenklich aus der Personenwagenindustrie übernommen werden. Der schweizerische Lastwagen ist eine Maschine von Ewigkeitswert, ähnlich den Turbinen eines Kraftwerkes, und was die Schönheit ihrer Konstruktionsdetails anbetrifft, ähnlich einem künstlerischen Standbild. Der auf dem Stande der Aluminiumfabrik Chippis aufgestellte Motorblock — den wir hier im Bilde zeigen — belegt diese Behauptung zur Genüge. Die Detailbetrachtung an diesen Fahrzeugen lohnt sich sehr. Sehr beachtenswert ist die Konstruktion der Brückenträger am grossen 6-Tonnen-Frontlenker-Lastwagen von Saurer. Sie ist ein klassisches Beispiel für die Leichtbauweise, die auf sorgfältigster statischer Berechnung beruht. Gewichtseinsparung, die der Nutzlast zugute kommt, wurde hier durch Verwendung sehr hochwertiger Stahlblechprofile von 70 bis 80 kg/mm 2 Festigkeit erreicht. Bei Frontlenkern ergeben sich gerne zeitraubende Demontagearbeiten, wenn der Motor zu Revisionszwecken ausgebaut werden muss. Bei Saurer sind der vordere Stossbalken und die Motortraverse "zerlegbar, und der Motor kann als Ganzes nach vorne ausgebaut werden. Man beachte auch die massige Konstruktion der Federlager an den Hinterradfedern. Es handelt sich hier um eine Abwälzfeder, deren Federcharakteristik sich den jeweiligen Belastungsverhältnissen, die bei einem Lastwagen sehr stark variieren können, anzupassen vermag. Die drei Fahrzeuge auf dem Stande von Saurer sind Schulbeispiele dafür, wie durch enge Zusammenarbeit zwischen Käufer und Konstrukteur kleine Sonderwünsche in Abweichung von der grossen Serie berücksichtigt werden können. Ob Frontlenkung oder normale Anordnung, Hinterachsuntersetzung für Kipperbetrieb oder Ueberlandfahrten, kleiner oder grösserer hinterer Ueberhang, alles kann beraten werden wie bei einem Hausbau. Man wird den Saurer-Stand «•* dessen Objekte in der nkcj^lgenden Standbeschreiburig charakterisiert sihd*5»— nicht verlassen, ohne einen Blick auf rden 300-PS-Einbau-Diesehnötor zu werfen, der übrigens nicht zu Ausstellungszwecken speziell schön aufgemacht wurde, sondern in dieser prächtigen Ausführung unter harten Bedingungen etwa in Schienenfahrzeugen und Tanks anzutreffen ist. Auch die dieselelektrische Gruppe mit dem 150-PS-BXD-Sechszylinder-Dieselmotor wird nach der Mustermesse in einem Spezialfahrzeug der Rhätischen Bahn eingebaut werden. Ein lebhaftes Bild von Erzeugnissen schweizerischer Herkunft, die aus der Gemeinschaftsarbeit zwischen Chassiskonstrukteur und Karossier hervorgegangen sind, vermittelt der Stand von Berna. Man sieht dort einen sehr schön karossierten Kastenwagen auf einem Chassis mit 2 Tonnen Nutzlast, einen Frontlenker-Diesel- Lastwagen mit 5 m Radstand und 7 Tonnen Nutzlast, dessen hochliegende Kabine eine Schlafbank enthält, sowie einen 30plätzigen Car-Alpin. Auf dem Gebiete des Traktorenbaues herrschten noch in der Vorkriegszeit keine einheitlichen Konstruktionstendenzen. Die zunehmende Mechanisierung der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung, sowohl bei extensiver wie intensiver Feldbestellung, führte dazu, den Traktor nicht nur als Zug-, sondern als universelle Arbeitsmaschine aufzufassen. Die schweizerischen Konstrukteure haben in den letzten Jahren auch aus den. umliegenden Staaten interessante Anregungen erhalten. Der Fordson-Traktor aus längst vergangenen Zeiten war einmal ein gelungener Wurf und stellte lange Zeit den Prototyp dar. Heute sind die Traktoren zu leichten Kombinationswerkzeugen geworden, die durch einfache Handgriffe, ähnlich wie eine Werkzeugmaschine, für diese oder jene-ganz spezielle Arbeit eingerichtet werden können. Dass sich die schweizerische Traktorenindustrie diesem Wandel nicht verschlossen hat, wird auch an zwei ganz neuen Modellen an der Messe dargetan. Insbesondere der Vevey-Traktor, Modell 580, vereinigt nun alle diese modernen Konstruktionsmerkmale auf sich. Was eine Bodenfräsegge, ein Kultivator oder eine Graszettmaschine ist, dürfte man einem entsprechenden Fachwörterbuch entnehmen; es sind nur einige der speziellen Geräte aus dem Arsenal der Bodenbearbeitungsmaschinen, mit denen dieser Traktor versehen werden kann. Beachtenswert ist an dieser Maschine die ausziehbare Vorder- Der neue Vevey-landwfrtsehaftstraktor, Modell 580, ist mir Vierzylinder-Diesel oder Petrolmotor lieferbar. achse, welche es gestattet, den Traktor mit verschiedenen Spurweiten arbeiten zu lassen. Der Zugbalken, an dem die Arbeitsgeräte montiert werden, besitzt eine hydraulische Hubvorrichtung, und es ist auch eine Einrichtung für eine Ladeplattform von 1,5X0,7 m vorgesehen. Seilwinde und Riemenscheibe fehlen selbstverständlich nicht. Die Maschine wiegt ohne Geräte nur 1300 kg, ihr Arbeitsgewicht lässt sich aber auf 1700 kg erhöhen. Die Traktorenfirma Bührer zeigt neben einem ebenfalls neuen, leichten und beweglichen Landwirtschaftstraktor einen sehr praktisch karossierten Strassenschlepper mit Vierzylinder-Dieselmotor und 8 Fahrgeschwindigkeiten, dessen Kabine über eine Seitentüre zugänglich ist. Gesellschaftswagen. Auf dem Gebiete der Spezialkarosserien bietet die diesjährige Mustermesse eine sehr reich- mm8mm®mgm Am Stande der Motorwagenfabrik Berna sind ausser einem schweren Lastwagen diese beiden Fahrzeuge ausgestellt. Links •*» Kastenwagen mit 1,5 bis 2 Tonnen Nutzlast, karosjtert von Köng, Basel, rechts ein 30-plätziger Pglmon-Cor auf dem IM 5-Tonnen-Chassis, ein Werk der Neuen Carrosserie Gangloff AG-, Bern. Die einheimische Nutzfahrzeug, und Karosserieindustrie Die Firma Saurer ist mit drei Lastwagen vertreten. Links ayssen ein Frontlenker mit Fabrikkarosserie auf dem N4C-H-Chassn für 6 Tonnen Nutzlast. Im Hintergrund ein schwerer Kipper von über 6 Tonnen und ein mittelschwerer Lastwagen vom Typ N2C mit Vierzylinder-Dieselmotor. Ganz vorne der V-I2- Zylinder-Diesel mit Turbolader als Einbaumotor und davon eine diesel-elektrische Gruppe mit 150-PS-BXD-Motor.