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E_1949_Zeitung_Nr.026

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18 AUTOMOBIL REVUE

18 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, S. JU1VI 1949 - Nr. 26 Das Netz der projektierten Autostrassen Aotostrassen Beutin Bauptitraöu und damit eine Vermeidung des heutigen Umwegs um den Bristol-Kanal und den Severn herum zu den dringlichsten Postulaten dieser Grafschaft gehört Nichts lässt indessen im gegenwärtigen Augenblick darauf schliessen, dass die USA Arbeiten in absehbarer Zeit aufgenommen worden. Vielmehr kann man sich des Eindruck« nicht erwehren, dass bis zu den im nächsten Jahr stattfindenden Erneuerungswahlen ins Parlament alles beim alten bleibt Das Ende des Ford-Streiks (Von unserem New-Yorker Korrespondenten) Ingenieure ins Feld geführte reiche Zahlenmaterial zeigt mit aller Deutlichkeit, wie sehr der Bau von Autostrassen wirtschaftlich gerechtfertigt Ist. Als Verkehrsminister Barnes die «Special Roads Bill entgegennahm, wies er nachdrücklich auf die Arbeit dieser Kommission hin und zollte auch der British Road Federation volle Anerkennung. Diesen Körperschaften ist es zu verdanken, wenn mit der ehedem weitverbreiteten Auffassung aufgeräumt wurde, Autobahnen stellten einen Luxus dar, der dem Vergnügen und dem Komfort Einzelner diene, dem Staate aber nur geringen oder gar keinen Nutzen brächte. Besitzt somit die Regierung heute die Vollmacht, kraft dieses Gesetzes den Bau von Nur- Autostrassen in Angriff zu nehmen, so bleibt die Frage nach dem Zeitpunkt des Arbeitsbeginnes nach wie vor offen. Man befürchtet, wohl nicht zu Unrecht, dass von der grundsätzlichen Ermächtigung bis zur Verwirklichung des Projekts noch geraume Zeit verstreichen werde. Der Vorschlag der Grafschaftsbehörden lautete ursprünglich dahin, diese Autobahnen parallel zu den verkehrsreichsten Strassen der Gegenwart zu erstellen. Ferner sah er Querverbindungen von West- nach Nordost-England und von Lancashire nach Yorkshire vor. Das seinerzeit ausgearbeitete Projekt einer Autostrasse von Bristol nach Gloucester (siehe die Karte) hat insofern eine kleine Aenderung erfahren, als nun die Streckenführung von Süd-Wales nach Gloucester verläuft, wobei der Verkehr aus Bristol über die neue Severn-Brücke geleitet würde. Man hofft, der Bau dieser Brücke werde nicht mehr lange auf sich warten lassen, um so mehr, als Süd-Wales in industrieller Hinsicht einen gewaltigen Aufschwung genommen hat, weshalb eine direkte Verbindung mit London Nach vierundzwanzigtägiger Dauer ist der Streik bei Ford, von dem 106 000 Arbeiter in den USA betroffen waren, beigelegt worden. Die Parteien haben sich darauf geeinigt, das Verdikt eines Schiedsrichters anzunehmen, der das letzte Wort in der leidigen Frage des «speed-up>, der «Leistungssteigerung», sprechen soll. Die Person des Schiedsrichters steht im Augenblick noch nicht fest, jedoch besteht wenig Zweifel daran, dass sich die Partelen auch hierüber werden einigen können. Wer hat nun diesen Streik gewonnen? Ganz gewiss kann man nicht von einem Sieg der Ford- Werke sprechen, denn ohne Streik wären 70 bis 80 000 Wagen hergestellt worden, und ihr Verkaufswert beträgt rund WO Millionen Dollar. Dieser Produktionsausf all ist nur schwer wieder einzuholen. Und selbst wenn er gutgemacht wird, kann er vielleicht nie den Käuferausfall ausgleichen —- den Verlust, der dadurch entsteht, dass Käufer, die ursprünglich einen Ford (oder einen Mercury oder Lincoln) erwerben wollten, und nun einen Wagen der Konkurrenz gekauft haben, erfahrungsgemäss der neuen Marke treu bleiben. Die «New York Times» erwähnt in diesem Zusammenhange das von der Automobilindustrie geprägte Wort «A Säle Today Means a Possible Resale Tomorrow» — frei übersetzt: «Einmal Käufer — immer Käufer». Ausserdem sind den Ford-Werken noch weitere Verluste entstanden, denn während die Fabriken stillgelegt waren, mussten Bureauangestellte weiterbeschäftigt werden, und rechnet man zu den Gehältern die Kosten hinzu, die dadurch aufgelaufen sind, dasa die Fabrikgebäude instand gehalten werden mussten, so ergibt sich ein Barverlust von 20 Millionen Dollar, dem kein einziger Aktivposten gegenübersteht Noch weniger aber kann man die Automobilarbeitergewerkschaft als die siegreiche Partei ansehen. Erstens hat sie in den meisten Fragen, um die es bei diesem Streit ging, nachgeben müssen. Zweitens hat jeder der 106 000 Arbeiter, die an diesem Streik beteiligt waren, einen Lohnausfall von durchschnittlich 200 Dollar erlitten. Drittens aber und vor allem hat sich die Gewerkschaft durch den Streik in eine verhandlungstechnisch ausserordentllch ungünstige Position hineinmanövriert Es ist an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen worden, dasi der gegenwärtige Vertrag zwischen der Gewerkschalt und den Ford-Werken am 15. Juli abläuft und du* Walter Reuther, der Präsident der' Gewerkschaft, angekündigt hatte, er würde seine Forderungen notfalls mittels eines Streiks durchsetzen. Nun hat der Streik bereits stattgefunden, und zwar wegen einer Forderung, an deren Erfüllung von den 106 000 Ford-Arbeitern nur 3000 unmittelbar interessiert waren. Der Streik ist beigelegt, und der Streikenthusiasmus ist verraucht Oder, wie dies eine Zeitung ausgedrückt hat, man hat mit Kanonen nach Spatzen geschossen, und nun kann man die Kanonen nicht wieder abschiessen. Damit ist die ganze Strategie Reuthers verpufft. Er hatte gehofft, die Ford-Werke zur ErfüllunC seiner Forderungen, zwingen zu können, um dann, unter Hinweis auf diesen Erfolg, separate Aktionen gegen General Motors und Chrysler durchzuführen. Den Hebel bei Ford anzusetzen, schien logisch, denn bekanntlich verlangt Beuther in erster Linie die Gewährung eines Pensionsfonds für die Arbeiter, und vor etwa zwei Jahren hatten sich die Ford-Werke als einzige Autofabrik prinzipiell zur Gewährung eines solchen Fonds bereiterklärt. Was kann Reuther unternehmen, wenn die Gewerkschaft nicht streikwillig ist? Eine Antwort ist heute noch unmöglich. Es sei aber daran erinnert, dass, wie an dieser Stelle hervorgehoben, der jetzt beigelegte Streik auf Betreiben des linken Flügels innerhalb der Gewerkschaft durchgeführt worden ist, und zwar gegen Reuthers Willen. Möglicherweise ist Reuthers Stellung jetzt so geschwächt, und zwar nicht nur den Ford- Werken gegenüber, dass es zu einer Leitungskrise innerhalb der Gewerkschaft kommen wird. Neben den «speed-up> -Verhandlungen werden jetzt die neuen Vertragsverhandlungen einherlaufen; sie haben am 1. Juni begonnen. Bisher hat sich ergeben, dass die gegenseitigen Standpunkte sich unversöhnlich gegenüberstehen. Reuther verlangt für die Arbeiter eine Pension von 100 Dollar monatlich, eine Krankenversicherung, deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden sollen, und eine direkte Lohnerhöhung, die der seit dem letzten Abkommen eingetretenen Erhöhung der Lebenshaltungskosten Rechnung tragen soll. John S. Bugas, Vizepräsident von Ford, hat bekanntgegeben, dass eine Erfüllung dieser Forderung der Gesellschaft nicht möglich sei, wenn sie nicht die Mehrkosten auf die Käufer abwälzen wolle — und gerade heute, im Zeichen der Preisreduktionen für Autos, denke kein Käufer daran, mehr als bisher für sein Auto zu zahlen. Ernst Behrendt Das wäre nicht passiert mit Diebstahl- und Bremssicherung la in USA. Lieferbar für sämtliche amerik. 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