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E_1949_Zeitung_Nr.025

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».25 An einem grünen Berghang steht ein nettes Häuschen. Gerade Platz genug für eine kleine Familie, die gerne etwas einsam in Gottes freier Natur wohnt und von ihrem bescheidenen Sitz aus über Wiesen und Bauernhäuser hinabschauen kann. Das Häuschen itand just unbewohnt, das heisst, es wurde samt Mobiliar verkauft, und der neue Besitzer sollte erst in einigen Wochen einziehen. Inzwischen durften Rehe und Häslein aus dem nahen Wald zu dem kleinen Haus pilgern und im Garten stehengebliebenes Gemüse fressen, bis das Gärtlein einem abgetragenen Schlachtfeld glich und die Tierlein von Tag zu Tag weniger Leckerbissen antrafen. In einer kühlen Mondscheinnacht hält unten beim Hügel an der Strasse, von der der Fussweg nach oben abzweigt, ein Auto. In den wenigen Bauernhäusern, die nahe der Strasse gelegen sind, scheint dies niemand bemerkt zu haben. Gegen Mitternacht schliesst eine in der Nähe gelegene Wirtschaft ihre Tür. Zwei Gäste verlassen sie und sehen an der Strasse das Auto. Die beiden Spätgeher stutzen. « Du, Hannes, da ist ein Auto mit abgelöschtem Licht! > sagte der eine, während der andere sich das Pfeifchen ganz nahe am Wagenfenster anzündet und hineinleuchtet. «Kein Mensch ist drin! Sepp,"das ist mysteriös! » « Hast schon recht, Hannes. Komm, wir lesen die Nummer ab und melden sie dem Heiri, unserm Dorfpolizisten. Man kann nie wissen, für was es gut ist! » Gesagt, getan. Die beiden leuchten mit Zündhölzern Vorder- und Hinterteil des Wagens ab. « Was, gar keine Nummer hat der Wagen? Weder vorne noch hinten? Hannes, da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Jetzt aber rasch telephonieren! » Hannes reckt sich und stellt sich gewichtig vor den Wagen hin. « Aber wo? Etwa bei der Wirtin? • « Nein, nein, dann könnte der Heiri ahnen, dass wir überhockt sind. Das geht nicht! Höchstens beim Hansueli. » « Auch das ist nichts. Ich bin ihm noch die Kartoffeln schuldig! » sagt Hannes und kratzt sich hinter den Ohren. « Dann eben doch bei der Wirtin. Wir können sie ja beauftragen, dass sie telephoniert. So merkt der Heiri nichts. » Endlich sind sich die beiden einig und klopfen die Wirtin heraus. Diese erscheint nach einigen Minuten im ersten Stock am Fenster. « Was ist denn los? Geht doch nach Hause. Es gibt nichts mehr. » Im Chor rufen die beiden Nächtier zu ihr hinauf: « Wir wollen ja gar nichts trinken. Es ist etwas passiert. Da vorne steht ein Auto ohne Nummer. Es muss etwas los sein. Telephonieren Sie doch bitte dem Heiri, dass er sofort komme.» .._•• „ , - Das Auto des Einbrechers Kriminalistische Humoreske. Nach einigem Hin- und Herreden tut die Wirtin den Gefallen und telephoniert, und die beiden Spätgäste drücken sich nach Hause, damit ihnen der Heiri nicht m den Weg kommt. Längst hat es in der Ferne vom Kirchturm Mitternacht geschlagen. Der Mond blinzelt über die Landstrasse und bescheint mit mildem Licht zwei Velofahrer, die es eilig haben und Richtung Wirtschaft radeln, wobei sie zu dem nächtlicherweile hingestellten Auto kommen. Vorsichtig umgehen sie den Wagen, und mit einer Taschenlampe wird nach der Nummer gefahndet. Tatsächlich ist nirgends eine solche angebracht. Die beiden Männer sehen sich verdutzt an. Jetzt spricht einer, an dessen Hosennaht ein schmaler roter Streifen sichtbar wird, ein Zeichen der Hermandad. ' Was mag da wohl sein? » Der Mitgänger eifert: « Nichts anderes als ein Einbruch in mein Häuschen, das ich in ein paar Wochen beziehen werde. » Er deutet dabei den Hügel hinauf. « Dann ist die Sache ganz einfach », meint der erstere. « Wir müssen den Wagen unbefahrbar machen. Wenn wir die Pneus an allen vier Rädern aufschneiden, kann der Einbrecher nicht mehr wegfahren, und wir haben ihn beim Kragen. » Der Begleiter ist mit Genugtuung einverstanden. Beide gehen mit ihren Taschenmessern an die Arbeit. Trotz der kühlen Nacht wird geschwitzt, bis der Plan durchgeführt ist. c So, und nun warten wir beide der Dinge, die da kommen werden. » Es vergeht eine halbe Stunde, eine ganze, und niemand rührt sich, weder am Platze selbst noch in der Umgebung. Die beiden Aufpasser beraten sich, ob sie wohl den Hügel hinaufsteigen und das Häuschen umzingeln sollen? Doch finden sie dies nicht kriminalistisch genug, denn der Einbrecher könnte ja inzwischen ins Wäldchen entkommen, wenn er sie bemerkt. Er wird bestimmt zum Auto zurückgehen und mit der Beute abfahren wollen. Die beiden Wächter warten lang und länger, bis endlich der neue Hausbesitzer, der ziemlich entfernt wohnt, erklärt, er müsse jetzt nach Hause, denn morgen sei auch wieder ein Tag, wo er an die Arbeit müsse. Der Diener des Staates äussert sich dahin, dass er bis zum frühen Morgen ausharren wolle. Doch für den Wartenden scheint der Uhrzeiger noch langsamer rücken zu wollen, und es. dauert unendlich lang, bis die Turmuhr ihre Schläge jeweils der ruhigen Nacht schenkt. Endlich löst sich das Dunkel; langsam fängt es an zu tagen. Der graue Schleier des Morgens breitet sich über Wiese, Wald und .Hügel. Kein Mensch lässt sich blicken. In der nahen Umgebung knarrt hin und wieder eine Stalltüre. Heiri geht zum nächsten Bauernhaus und wendet sich an den Knecht, der sich eben zum Melken anschickt. Ob er nichts gehört habe in der letzten Nacht. Dieser weiss nichts zu berichten. Hein ist müde. Doch will er alles unternehmen, um Aufschluss über das Auto ohne Nummer zu bekommen. Er fragt den Knecht, ob er nach dem Melken mit ihm den kleinen Hügel besteigen möchte, um nach dem unbewohnten Häuschen zu sehen. Der Knecht geht in die Stube zum Meister, der eben beim Morgenessen ist, und lässt sich die Erlaubnis dazu geben. Es steigen die beiden den graugünen Hügel hinauf. Die Schuhe treten taunasses Gras. Heiri fröstelt es immer mehr. Nach zehn Minuten Steigung kommen sie oben an. Sie umgehen das kleine Haus, beschauen die Fenster und rütteln an der Türe. Alles ist gut verschlossen, nirgends ein Zeichen von einem Einbruch. Unverrichteter Dinge kehren Heiri und sein Begleiter zum Auto zurück, das unverändert, aber mit herrlichen «Plattfüssen » wie ein Klotz die Strasse ziert. Heiri verdankt dem Knecht einstweilen seine Begleitung und radelt nach Hause. Dort greift er sofort zum Telephon und ruft den neuen Hausbesitzer an. Dieser hat inzwischen von einem Bekannten einen Anruf erhalten, wonach jener das vor wenigen Wochen vom neuen Hausbesitzer gekaufte Auto gestern abend abgeliefert und an der Strasse, nahe beim Fussweg zum Häuschen, hingestellt habe. Da er niemand mehr wecken wollte, habe er gedacht, er könne dann am andern Morgen telephonischen Bericht geben, dass er den Wagen dorthin parkiert habe. « O du heiliges Kanonenrohr! Jetzt ist die Bescherung da! » ruft Heiri in den Apparat, « das Rätsel ist gelöst! » Der neue Haus- und Autobesitzer hat seinen eigenen Wagen unter Beihilfenschaft der heiligen Hermandad demoliert. Eugen Lenzer. Von den Strassen Sind sie nicht alt wie die Menschheit? Laufen nicht ihre schmalen Bänder seit unausdenkbaren Zeiten über die Erde, treffen sich, winden sich wunderlich zu geheimnisvollen Zeichen, lassen magische Spuren und trennen sich voneinander, um tief einsam zu sein? ' Völker brachen auf. Ihre Wanderwege gruben sich ins irdische Antlitz, blieben erhalten und zogen unaufhörlich andere nach. Die Strassen sahen die Geschichte der Kontinente, liefen durch Rom und durch Byzanz, nahmen Kaiser und Bettler auf, Christen und Mauren fochten auf ihnen, Schnappsäcke lagen im Hinterhalt und geduldige Mönche knieten in ihrem Staub. Immer wieder ging gross über ihnen die Sonne auf und hing die bleiche Mondsichel ihnen zu Häupten, drehten sich Sirius und Saturn und brannte der rötliche Mars. Regen bedeckte sie, Weltreiche stürzten über ihnen zusammen. Hütten und Herbergen verfielen, Schlösser sanken zu Ruinen, Lehm verbrannte und Schiefer ward zerschlagen. Nur sie blieben unsterblich, lebten in stiller, hartnäckiger Verwandlung. \ Kamen nicht eines Tages Teer und Asphalt über sie? Wurden sie nicht gewalzt, bestreut und gespritzt? Roch es nicht beängstigend nach neuer Zeit, geschah nicht unablässig Unerhörtes? Die Diligencen und Viktorias, die Postkutschen, Landauer und Fiaker blieben aus. Die Knotenstöcke der wandernden Gesellen schwangen nicht mehr durch die Luft. Die Musikanten und kleinen Schauspieler verliefen sich, die Galgenvögel und ewigen Landfahrer. An den Strassen sausten die Drähte, rauschten die Ueberlandleitungen. Katzenhaft glitten Cabriolets, und Limousinen heulten. Schwere Motoren frassen sich vorwärts, tierhaft glotzten Scheinwerfer, und die Ketten der ersten Tanks knirschten. Geräusche von eigentümlich schöner Nüchternheit bildeten sich im Ohr. Vorgänge von harter Unentwegtheit vollzogen sich. Grossartig und schrecklich erschien auf ihnen der eiserne Kriegsgott, warf rasselndes Fahrzeug auf sie, Geräte von wildem Gehorsam. Konnte ihnen noch jemand etwas anhaben? Trugen sie nicht spielend vieltonnige Gewichte auf dem geübten Nacken? Gelang nicht auf ihren Schultern sagenhafte Schnelligkeit? Sie aber warfen ihre Spiegel in die hohen Wolken und erkannten sich an der sicheren Musik ihres gewaltigen Lebens. Welt war zu ihnen gekommen, und sie hatten sie aufgenommen, grossmütig und unerstaunt. Aber in jeder Strasse schläft insgeheim die dunkle Herkunft. Umdröhnt vom Konzert der Schaltungen und Hebel gibt uns auf solchen Strassen verschwundenes Wesen Erinnerungen an jene anderen ein, die wir durchmassen: Wege über Sturzäcker, Krautgassen, winkelige Waldpfade, die von süssen Beeren umnickt sind, Wege, auf denen uns der dunkle Boden an den Schuhen haften bleibt, Windungen zwischen Brombeerhecken und Kornfeldern, die unversehens vor schiefen Zäunen und breiten Gräben enden. Abends riecht es nach trockenem Klee auf ihnen, und Schafgarbe, Rittersporn, Wegerich und Tausendgüldenkraut sterben betäubend. Solche, Wege sind ohne Ende. Jeder von uns, der sie einmal nahm, muss sie weitergehen. Seltsam, dass wir uns zuweilen von einem armseligen und einfältigen Weg nicht trennen können. Die unzähligen Strassen, die uns zu überwältigen drohten, verdrängten ihn nicht. Er hielt bei uns aus. Seine duftenden Schatten, seine Krume, die wir zwischen den Fingern zerreiben und die unser Fuss trat, nährte uns, und vielleicht ist es so, dass die geringste Strasse am tiefsten ins Unsägliche ausläuft... K. Brienzer Rothorn 2349 m ü. Meer Zahnradbahn, Kulmhofe! und Höhenweg Rothorn-Brünig das diesjährige Reiseziel Eröffnung am 4. Juni 7opni9ft 1RS0 m > am Katterhorn «. Gornergrat, CGI llia.ll dk3 vielbewunderte Ferieagebiet d«r iderS Ausflugszentrum. Angenehmer Aufenthalt Gute Botels. Strandbad. Mäßige Preise. Lötschberg-Rundreise Alpen, bereitet Freude, Ruh* und Erholung. Prospekt durch Verkehrsverein. Tel. 514 63 Berner Oberland — 40 Botels and Pensionen. Ferienabonnemente. Wallis - Die altbek. Seiler's Hotels borgen für Qualität. ob St. Luc 2300 m tt.M. Mont-Cervin, das führende Haus am Platze Bekannte Küche. Gute Genferste Monte Bos«, bevorzugtes Hotel d. Bergsteiger Weine. Tea-room, Patisserie*. Fam.-Arrangements Prosp. Tel. 65106. H. Tosello, Bes. 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