Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1949_Zeitung_Nr.028

E_1949_Zeitung_Nr.028

Bekannte Importfirma der

Bekannte Importfirma der Autozubehör- und Werkzeugbranche sucht für den Platz Zürich und Zentralschweiz sowie für die Westschweiz tüchtige, bei der Kundschaft bereits eingeführte Absolute Branchenkenntnisse sowie initiatives und systematisches Arbeiten Bedingung. Bei Eignung bieten wir gute Dauerstelle. Handgeschriebene Offerten mit Bild. Angaben bisheriger Tätigkeit sind unter Beilage von Zeugniskopien zu richten unter Chiffre Z 10769 an die Automobil Revue. Zürich 23. per sofort oder nach Uebereinkunft. von bedeutender Importfirma der Autozubehör- u. Werkzeugbranche, jüngerer, tüchtiger für Verkauf sabteilung (Ladenservice mit gelegentlicher Reisetätigkeit). Bedingungen: Branchekenntnisse, Deutsch, Französisch und womöglich Englisch. Bewerber, welche an selbständiges und initiatives Arbeiten gewöhnt sind, richten handgeschriebene Offerten mit Bild und Zeugniskopien, Angaben über bisherige Tätigkeit und Lohnansprüchen unter Chiffre 75778 an die Automobil Revue, Bern. (28 auf neuen Frontlenker. Automechaniker mit Sprachkenntnissen erhalten den Vorzug. — Offerten unter Chiffre 75837 an die Automobil Revue, Bern. (28 wenn möglich mit Meisterprüfung, in mittelgrosse Garage in GM-Vertretung. — Offerten mit Zeugnisabschriften unter Chiffre 24589 an die Automobil Revue, Bern. OCCASIONS- WAGEIWERKÄIFER Die Firma verfügt ständig über einen ansehnlichen Bestand gebrauchter Fahrzeuge. Wir verlangen seriöse und aktive Arbeit, bieten dagegen einen lukrativen Posten and erbitten uns Offerte mit Bild unter Angabe der bisherigen Tätigkeit. Angabe von Referenzen unter Chiffre 24679 an die Automobil Revue, Bern. per sofort jüngerer, ganz zuverlässiger (28 üeberland- V E R T R E T E R und Car- Gesucht KAUFM. ANGESTELLTER Gesucht erfahrener CARCHAUFFEUR Gesucht bestausgewiesener WERKSTATTCHEF Erste Firma in Zürich engagiert Gesucht Chauffeur mit ausgewiesener mehrjähriger Fahrpraxis. — Dauerstelle. Für Verheirateten Wohnung vorhanden. — Offerten mit Beilage von Zeugnissen erb unt. Chiffre 75802 an die Automobil Revue, Bern. Gesucht tüchtiger Karosserie- Spengler in sehr gut eingerichteten Betrieb. Dauerstelle bei guter Entlohnung. Offerten mit Zeugniskopien erbeten an Eugster, Karosserie, Schaffhausen. (OFA 8605 Seh Tüchtiger, solider und zuverlässiger, verheirateter CHAUFFEUR 35 Jahre, alt, sucht Dauerstelle auf schweren Lastwagen, wenn möglich der Lebensmittelbranche. Bin ein guter Wagenpfleger und habe gute mechanische Kenntnisse. Führerausweis Kat ^ und D. Besitze neue 5jährige. unfallfreie FahiT .\ s. 75819 Offerten unter Chiffre 75819 an die Automobil Revue, Bern. Herrschafts-Chauffeur (Verwalter-Ehepaar) Gesucht protestantischer, initativer PRIVAT-CHAUFFEUR mit langjähriger, unfallfreier Fahrpraxis im Inund Ausland (Postchauffeur oder Grenzwächter bevorzugt) der zusammen mit seiner Ehefrau — tüchtige Hauswirtschafterin die Verwaltung der verschiedenen Privatliegenschaften übernimmt. Kinderlose oder Ehepaare mit erwachsenen Kindern erhalten den Vorzug. Vertrauensposten. Bei entsprechender Leistung sehr gute Existenz; schöne Dienstwohnung vorhanden. Ausführliche Offerten mit Referenzen und Angabe der bisherigen Tätigkeit, Sprachenkenntnisse, Fahrpraxis, Verwaltungstätigkeit und Lohnansprüche unter Beilage der Zeugnisabschriften und einer neueren Photo unter Chiffre 21772 WOB an Publicitas F Zürich 1. 90535 Führendes Unternehmen der Antomobilbranche sucht KAUFM. ANGESTELLTEN als kaufmännischen Leiter der Werkstattbureaux Verlangt wird absolut zuverlässige Kraft. Kenntnisse zuverlässiger Fahrer ausweisen und in der Lage der Branche, Beherrschung dea Reebmrags- und Wohnung oder Zimmer sein, die Wagen stets in vorhanden. Fakturawesens sowie der deutschen und französischen Sprache unerlässlich; Kenntnis der englischen nung vorhanden. (28 Offerten unter Chiffre Ordnung zu halten. Woh- 1 AUTOMECHANIKER Sprache erwünscht. Gewandtheit im Verkehr mit" Offerten unter Chiffre 24599 an die Automobil 75799 an die Automobil Revue, Bern. 1 AUTOELEKTRIKER Kundschaft und Lieferanten. Revue, Bern. Ausführliche handgeschriebene Offerten mit Bild Gesucht Garage du Mole, 57-59, Rue Ferrier, Genf. und Gehaltsansprüchen wie auch Angabe des frühesten Eintrittsdatums unter Chiffre Z10781 an die Gesucht Automobil Revue, Zürich 23: tüchtiger, flinker und arbeitsamer Tüchtiger Kaufmann erfahren in Organisation und Reklame - : > übernimmt für Gewerbetreibenden oder Fabrikanten die Entwicklung seines Verkaufs. Anfragen unter Chiffre 75788 an die Autornpbil Revue, Bern. (28 Beteiligung im Tessin für Techniker-Kaufmann Verkaufsgewandtem, sprachenkundigem (Ital..' Deutsch, Engl.) und seriösem Fachmann, der Industrie- und Garagebedarfsbranche, der sichüber Erfolge ausweisen kann, wird massgebliche aktive Beteiligung bis ca. Fr. 50000.— an bestehendem, gut eingeführtem Handelsbetrieb geboten. Ausführliche Offerten mit Angäben über Eintrittstermin u. Ansprüche nebst Beilage von Handschriftprobe, Zeugnisabschriften und Photo sind erbeten unter Chiffre 24605 an die Automobil Revue, Bern. Bedeutendes Karosseriewerk im Kf. Tessin sucht guten Chef-Karosserieschreiner Gesucht Carchauffeur für zirka 8 Wochen. Anmeldungen an H. Uetz, Autotransporte, Interlaken. 75702(28 Gesucht per sofort oder nach Uebereinkunft 75780(28 Chauffeur Auto- mechaniker- Lehrling Nur solche mit guten Vorkenntnissen wollen sich melden. Kost und Logis wird geboten. Offerten unter Chiffre 24622 an die Automobil Revue. Bern. i Gesucht DiescÜ- Mechaniker Karosserie- Spengler Carrosseriewerke Jakob Hauser, Zofingen. Teleph. (062) 8 2218. 90519 (P 21762 On Führende Vertretung amerikanischer und englischer Wagen sucht zu sofortigem Eintritt tatkräftigen, erfahrenen und seriösen Geboten wird Fixum und Provision, bei Eignung sehr gute Lebensstellung. Handschriftliche Offerten mit Bild unter Angabe der bisherigen Tätigkeit u. der Ansprüche sind einzureichen unt. Chiffre 24671 an die Automobil Revue, Bern. sofort oder nach Ucbereinkunft 75687(28 Automechaniker qualifiziert, seriös. Offerten mit Zeugnisbeilagen an M. Crot Grand Garage de Cran.s Crans sur Sierre. Telephon (027) 5 22 75. Nach Baden g e s u c h tüchtiger, selbständiger Automechaniker Gesucht von Industrieunternehmen tüchtiger (28 Chauffeur für Privatwagen Bewerber muss sich als für Säurer- und Berna- Motörreparaturen. Selbständigem, flinkem Mann wird sehr gut bezahlte Dauerstelle geboten. Offerten unter Chiffre 24674 an die Automobil Revue. Bern. Gesucht eSn tüchtiger, strebsamer auf dem laufenden der Metallkonstruktion und gründlichen Kenntnissen im Zeichnen. Gutes Salär und Dauerstelle. Es käme eventuell auch Bewerber mit etwas Kapital als Teilhaber in Frage. Eintritt nach Uebereinkunft. (26,27,28 Offerten mit Lebenslauf unter Chiffre 75448 an die Automobil Revue. Bern. AUTOMOBIL-VERKÄUFER Gesucht Per sofort gesucht nach Biel junger, tuch tiger Auto* mechaniker der gut drehen kann, in Landgarage. (28 Offerten unter Chiffre 75703 an die Automobil Revue, Bern. nach Biel ein Gesucht •. Auto« mechaniker per sofort. Anfragen unter Chiffre 24616 an die Automobil Revue, Bern. Gesucht tüchtiger Chauffeur auf Lastwagen, gelernter Mechaniker, in grössere Bauunternehmung. Offerten an Postfach Nr. 7782, Biel 4. 75550(27,28 Wir suchen per sofort einen jungen, tüchtigen 75767(28 mit Ausweis Kat. C für Arbeitertransporte. ia gut eingerichtete Garage. (OFA 27779 Rb Offerten mit Gehaltsansprüchen, Zeugniskopien Offerten an 90515 sowie Angabe der bisherigen Tätigkeit sind erbe- Mellingerstr. 10, Baden F. Wymann, Garage. ten an Gebrüder Grolimund, Erschwil Telephon (056) 2 64 44. (Sol.). Automechaniker Automechaniker Garage Zbinden, Murgenthal. Gesucht n grössere Garage der Ostschweiz zu tüchtigem Meister, seriöser, strebsamer und ausgewiesener Automechaniker litroen-Spezialist. Zimmer vorhanden. Eventuell Welschschweizer. Offerten mit Bild und Zeugnisabschriften erbeten unter Chiffre Z10787 an die Automobil Revue, Zürich 23. Bedeutende, auf das modernste eingerichtete Spezialwerkstätte für Lastwagenreparaturen sucht zu baldigem Eintritt (28,29 Werkstätte-Chef Verlangt werden umfassende Kenntnisse aller vorkommenden Lastwagenreparaturen, ganz besonders in Revisionen von Dieselmotoren. Geboten wird selbstständige Dauerstelle bei anständigen Anstellungsbedingungen. — Bewerber mit guten Referenzen sind ersucht, ihre handschriftliche Offerte mit Lebenslauf und Lohnansprüchen einzureichen unter Chiffre Z 10785, Automobil Revue, Zürich 23. Gesucht per sofort oder nach Uebereinkunft jüngerer, tüchtiger AUTOMECHANIKER in gut eingerichtete Autogarage. Offerten an Garage P Plüss. Fiat-Vertretg.. Oftringen. Tel. 7 33 20 75322(28 Wir suchen für 4 Monate Ersatz für einen AUTOELEKTRIKER Etabliss. GAMA S. A.. Morges. Telephon 7 30 63. Wir suchen zu sofortigem Eintritt oder nach Uebereinkunft: AUTOMECHANIKER in gutbezahlte Dauerstelle ins B. O Offerten mit Zeugnisabschriften unter Chiffre 75840 an die Automobil Revue, Berne. (28,29 Gesucht sofort C HE FMECHANIKER mit Meisterdiplom, oder solcher, der in Vorbereitung steht, in mittlere, moderne Landgarage der Zentralsebweiz. Gutbezahlte Dauerstelle. Evtl. mit neuer Wohnung. — Nur tüchtige Kräfte wollen sich melden unter Chiffre 75806 an die Automobil Revue, Bern. (28 Selbständiger AUTOMORILMECHANIKER m grössere, guteingerichtete Auto- Reparaturwerkstätte mit Marken- Vertretungen nach Luzern gesucht. Ausführliche Offerten unter Beilage von Zeugnisabschriften unter Chiffre 24606 an die Automobil Revue, Bern. Gutem Mechaniker mit Meisterdiplom offerieren wir Stelle als Werkstatte-Chef in Garage einer kleineren Stadt des Kantons Waadt. Gesucht wird tüchtige, initiative Person, die mit der Kundschaft direkt verhandeln kann. Wir offerieren Gewinnbeteiligung. Fürsorgekasse, evtl. schöne Wohnung zu interessanten Bedingungen. Offerten wende man vertrauensvoll unter Chiffre 24601 an die Automobil Revue, Bern. AUTOMECHANIKER tüchtig und selbständig, an zuverlässiges Arbeiten gewöhnt, findet bei Eignung als VORARREITER J Ammann. Chev.-Vertreter, Weinfeldpn Gesucht per sofort oder nach Uebereinkunft eidg. dipl. AUTOMECHANIKER als Werkstattchef sofort Dauerstelle. Gute Lohn- und Arbeitsbedingungen. Lohnansprüche und Zeugnisse an 75834(28.2'J in gut eingeführte Reparaturwerk- Stätte mit Spezialservice auf dem Platze Bern. Bei Eignung mit Gewinnbeteiligung. Offerten unter Chiffre 24618 an die Automobil-Revue. Bern.

Nr. 28 — IV. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 22. Juni 1949 Soll man die Fahrprüfungen abschaffen? Zu einem fragwürdigen Artikel im «Volksrecht» Der tragische Verkehrsunfall in Küsnacht, der unlängst durch einen jungen Automobilisten verschuldet wurde, hat den Chefredaktor des «Volksrechts» veranlasst, einige Fragen aufzuwerfen, die für alle am Strassenverkehr interessierten Kreise von einiger Bedeutung sind. Dies um so mehr, als er sich nicht gescheut hat, schwerwiegende Anschuldigungen auch gegen amtliche Stellen zu erheben. So stand im Leitartikel vom 7. Mai im «Volksrecht» zu lesen: «Durch alle möglichen gesetzlichen Vorschriften hat man versucht, die Gefahren der Strasse herabzumindern. Vor allem kennt man bei uns eine Fahrprüfung, von der man annehmen sollte, sie müsste unser Land zu dem Land mit der niedrigsten Unfallziffer machen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer die Fahrprüfung bei uns bestanden hat, glaubt das Patent als Rennfahrer und Strassenraser in der Tasche zu haben, gerade weil man ihn so unsinnige Fragen beantworten und so unmögliche Strassenstücke unter unmöglichsten Bedingungen absolvieren liess. Wir haben es so weit gebracht, dass bei uns Pariser Taxichauffeure ernsthaft geprüft werden, ob sie bei uns auch fahren können, und dass diese, die in einer Weltstadt mit einem bei uns nie möglichen Verkehr ohne Unfall während Jahren fuhren, zuerst noch Fahrstunden nehmen müssen! Ist es auch Unsinn, so hat es doch Methode. Das alles nur deshalb, weil die Inhaber privater Fahrlernschulen auch zugleich staatliche Experten in Fahrprüfungen sind, die mit Eifersucht darüber wachen, dass niemand Auto fährt, der ihnen nicht einige hundert Franken an Fahrlerngebühren abgeladen hat. Das ist zu einem Unfug geworden, der noch erträglich wäre, wenn dadurch die Sicherheit auf der Strasse bei uns grösser wäre als dort, wo man das System der Fahrprüfungen überhaupt nicht kennt, dafür aber jeden Automobilisten, der einen Unfall verursacht, gehörig am Wickel nimmt und mit schweren Gefängnisstrafen be-- denkt, wie zum Beispiel in Belgien. Der Erfolg ist in Belgien und nicht bei uns. Der Gesetzgeber täte gut daran, das ganze System der Erteilung von Bewilligungen erneut zu überprüfen, aber unter gänzlicher Ausschaltung jener Fachleute, die aus den Fahrprüfungen ein glänzendes Geschäft zu machen gewusst haben.» Herr Nationalrat Dr. Meierhans hat im zitierten Artikel grobes Geschütz aufgefahren; er hat Behauptungen aufgestellt, die ernsthaft zum Aufsehen mahnen müssten, wenn sie sachlich auch nur einigermassen fundiert wären. Glücklicherweise ist indessen seine Darstellung von Sachkenntnis fast gar nicht getrübt. Seine Ausführungen lassen sich Punkt für Punkt widerlegen, wobei er diese Richtigstellung dadurch selbst gefördert hat, dass er als Musterbeispiel Belgien wählte. Wer den Strassenverkehr auch nur einigermassen beobachtet, weiss nur zu gut, wie unsere belgischen Gäste sich hier verhalten und sich in ihn einzugliedern verstehen. Zudem sind die zahlreichen, durch ausländische und nicht selten gerade durch belgische Automobilisten verursachten Unfälle noch zu gut in Erinnerung, als dass man auf diesen Punkt noch näher eintreten müsste. Selbst wenn der volksrechtliche Chefredaktor mit statistischen Vergleichszahlen aufwarten könnte — was wir indessen sehr bezweifeln —, dürfte ihm der praktische Beweis für seine Behauptung reichlich schwer fallen. . Nach seiner Darstellung müsste unser Land die grösste Unfallziffer aufweisen. Woher nimmt Herr Dr. Meierhans die Angaben, auf die sich seine Meinung stützt? Es lässt sich freilich nicht bestreiten, dass die Schweiz z. B. im Verhältnis zu Amerika relativ hohe Unfallzahlen aufweist Man darf aber nicht vergessen, dass die Verkehrsverhältnisse gerade in der Schweiz ganz anders liegen als in den USA. Es gibt kaum ein anderes Land, dessen Strassen ausser den Motorfahrzeugen auch noch von so vielen Radfahrern und Fussgängern benützt werden und die der heutigen Verkehrsdichte so wenig gewachsen sind. Es mag in gewissem Sinne aufschlussreich sein, Vergleiche mit andern Ländern zu ziehen; aber man muss sich davon hüten, die Verhältnisse einfach auf unser Land übertragen zu wollen, ohne alle speziellen Umstände gebührend zu berücksichtigen. Auch das Beispiel mit dem Pariser Taxichauffeur hat Dr. Meierhans nicht eben geschickt gewählt. Er scheint nicht zu wissen, dass es auch in bezug auf die Führerscheine so etwas wie internationale Abkommen gibt Und es ist nur recht und billig, dass die Angehörigen jener Länder, die unsere Führerausweise nicht anerkennen, bei uns gleich behandelt werden. Ausserdem darf man die Fahrkunst der Pariser nicht überschätzen, haben wir doch selbst erlebt, dass Leute, die im Pariser Grossverkehr ihren Führerausweis erlangt haben, kaum einen Topolino sicher zu steuern verstanden. Wieso der Herr Nationalrat zu der Behauptung kommt, die Inhaber privater Fahrschulen seien zugleich auch staatliche Experten, ist rätselhaft Gerade in Zürich, das der Artikel im «Volksrecht» offenbar im Auge hatte, stimmt dies auf keinen Fall (das «Volksrecht« hat denn auch nachtraglich eine Berichtigung gebracht); und es mutet höchst eigentümlich an, dass sich ein Parlamentarier zu derart schwerwiegenden, aber vollständig haltlosen Aeusserungen versteigt! Gewisse gemeinsame Probleme werden gelegentlich vom Vorsteher des Strassenverkehrsamtes mit den Fahrlehrern zusammen besprochen, und es ist zweifellos nur zu begrüssen, wenn zwischen beiden Parteien gutes Einvernehmen herrscht In seinen Anordnungen sowie in der Abnahme der Fahrprüfungen handelt die Motorfahrzeugkontrolle jedoch ohne jegliche Beeinflussung durch die Fahrlehrer. Und auch die hin und wieder vertretene Ansicht, wer nicht bei einem Fahrlehrer Unterricht genossen habe, steige ohne die geringste Aussicht in die Prüfung, entbehrt vollständig der Begründung. Anscheinend schwebt dem Herrn Nationalrat ein Zustand vor, der jedermann erlaubt, sich ohne besondere Prüfung ans Steuer eines Motorfahrzeugs zu setzen. Passiert dann ein Unfall, so kann man ja immer noch eingreifen und den Schuldigen streng bestrafen. Und zu einer derart grotesken Ansicht bekennt sich ein Jurist! Als ob der Zweck der Gesetze vor allem darin bestünde, nach begangener Tat einen Anhaltspunkt zur Bestrafung der Fehlbaren zu finden! Offenbar missfällt es dem Chefredaktor des «Volksrechts», dass die Fahrlehrer in den letzten Jahren relativ gute Zeiten gehabt haben. Bestimmt aber hat die Preiskontrolle den Tarif für Fahrunterricht erst nach genauer, gründlicher Prüfung genehmigt. Wenn man sich jedoch bei einem Fahrlehrer auf die Prüfung so vorbereiten will, dass man sie nicht nur besteht, sondern auch ein guter Fahrer wird, dann lohnt es sich bestimmt, auch in dieser Richtung eine zweckmässige «Lehrzeit» zu absolvieren. Und die Allgemeinheit hat selbst das grösste Interesse daran. R. S. BRIEFE DER LESER AN DIE A.R. Briefe ober allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie sind mögRchst kurz za fassen und an die Redaktion der cAulomobil Revue», treitenrainstr. 97, Bern, zn senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name ond Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Ehrlichkeit unter Automobilisten Kürzlich parkierte ich meinen Wagen in einer Stadt Dabei stiess ich beim Rückwärtsfahren an einen Fiat 1100, und beim Nachsehen konstatierte ich, dass die Stoßstange vorne total verbogen war. Ich konnte nun nicht feststellen, ob der Schaden von mir herrührte oder schön bestanden hatte. Ich legte eine Visitenkarte in den Wagen mit der Bitte an den Besitzer des Fiat, mir zu schreiben, sofern er das Gefühl habe, ich hätte ihm die Stoßstange demoliert. Bei meiner Rückkehr fand ich die gleiche Karte in .meinem Wagen mit dem Vermerk: «Ich danke Ihnen, es ist nichts passiert. M. M. in A. » Ich finde das so hochanständig und ehrlich, dass ich Sie bitten möchte, das Vorkommnis zu veröffentlichen, denn Herr M. hätte eine glänzende Gelegenheit gehabt, durch mich zu einer neuen Stoßstange zu kommen. M. R. D. (Mit dem Anstand bei Parkierungsschäden ist es unter Automobilisten allerdings noch nicht zum besten bestellt. Dass sich einer wortlos aus dem Staube macht, wenn er durch ungeschickte Parkierungsmanöver am Wagen des andern beispielsweise die Kotflügel eingestaucht oder verbeult hat, gehört leider zu den Alltäglichkeiten.) Den Teufel mit dem Beelzebub vertreiben? Es wird uns geschrieben: Der berechtigte Unwille des Volkes über gewissenlose Rowdies unter der Gattung Automobilisten treibt in unserem Gazettenwald mancherlei Blüten. Sinniges und Unsinniges, ernsthaft Ueberlegtes und von jeder Sachkenntnis Unbeschwertes an Vorschlägen zur Unfallbekampfung wird in die sprudelnde Retorte der Meinungen geträufelt, immer in der Absicht, alle diese Ideen und Geistesblitze möchten irgendwie bei der Revision des Motorfahrzeüggesetzes Berücksichtigung finden. Sicher lebt in jedem gutgesinnten Menschen der "Wunsch, dass dem Ansteigen der Unfallku!fipe-möglichst rasch und-wirksam. Einhalt geboten« werde;; Der Wille dazu dürfte einhellig sein, bei den Fussgängern sowohl wie bei den Automobilisten und den Radfahrern. Nur die Methoden, die zur Anwendung gelangen sollen, sind umstritten, und nicht immer stehen ihrer Erörterung Objektivität und das Interesse der Allgemeinheit zu Gevatter. Und nicht selten erschöpfen sich diese « Heilsbotschaften », sichtlich von Ressentiment geladen, in mehr oder weniger wohlgemeinten Ratschlägen an die Adresse der Angehörigen von der « andern Fakultät» der Strassenbenützer. Aus « Castors » Artikel « Autostrolche » in Nr. 18 der «Nation» klingt als Quintessenz — alles andere als originell — der Schrei nach Beschränkung der Höchstgeschwindigkeiten für Motorfahrzeuge. Um die Güte seines Vorschlages zu unterstreichen, stellt er uns biederen Eidgenossen die USA als Beispiel hin, in deren Staaten Höchstgeschwindigkeiten die Regel bilden. Vielleicht erinnert sich « Castor » an die seinerzeitige Diskussion, die schliesslich zur Aufhebung der Höchstgeschwindigkeiten führte. Man hatte genug vom « Landjäger im Hinterhalt», und man hatte vor allen Dingen die bemerkenswerte Erfahrung gemacht, dass die Festsetzung von Geschwindigkeitsgrenzen nicht das einzig Vernünftige und Gute war. In der Folge schuf man den Art 25 des Motorfahrzeuggesetzes, wonach der Fahrer sein Fahrzeug ständig beherrschen und die Geschwindigkeit den gegebenen Strassenund Verkehrsverhältnissen anpassen muss. Es ist einleuchtend, dass diese Bestimmung viel weiter geht als eine sture Geschwindigkeitslimite, die dem Fahrer gewissermassen einen Freibrief ausstellt. Beträgt im konkreten Fall die maximale Geschwindigkeit 50 km/h, so bedeutet das, je nach den gerade gegebenen Verkehrsverhältnissen, noch keineswegs, dass trotz deren Einhaltung andere nicht doch gefährdet würden. Auch eine gesetzlich fixierte Geschwindigkeit wird nach einer Kollision noch immer zu hoch sein, und es wäre ein fataler Trugschluss, zu glauben, dass beim Erlass von Geschwindigkeitsvorschriften das Automobil in der Hand eines gewissenund rücksichtslosen Fahrers keine Gefahr mehr bedeuten würde. Bei unseren Strassenverhältnissen — man denke vor allem an die vielen engen tlnnerortspassagen — ist der elastische Art. 25 jeder starren Formulierung vorzuziehen. Sicher sind^ es keine Gesetzeslücken, welche die Schuld daran tragen, dass so und so viele Menschen den Tod auf der Strasse finden, sondern gerade die Tatsache, dass der Wille des Gesetzgebers missachtet wird. Mit wenigen Ausnahmen liegt die Ursache von Unfällen in menschlichem Versagen, und damit offenbart sich die ganze Schwierigkeit des Problems. In steigendem Mass bemühen sich Behörden, Verbände und Schule um die Verkehrserziehung der Jugend, und an Anzeichen des Erfolges fehlt es nicht; aber leider erweisen sich ältere Semester solcher Aufklärung und Belehrung gegenüber oft als unzugänglich. M. B. STRASSENVERKEHR Vor dem Eidg. Schützenfest in Chur Zur Verhütung von Unfällen auf der Zufahrtsstrasse von Zürich her. Das Eidg. Schützenfest in Chur steht unmittelbar vor der Tür. Bestimmt wird sich auf den Zufahrtsrouten, namentlich von Pfäffikon über den Kerenzerberg und Sargans nach Chur ein riesiger Verkehr entwickeln. Ich befahre diese Strecke sehr oft und kann mir kaum vorstellen, dass es ohne Unfälle abgehen wird, wenn nicht Schritte zur Verhütung von Kollisionen unternommen werden. Dabei denke ich vor allem an folgende gefährliche Stellen innerorts: Bilten, Niederurnen, Näfels, Murg, Unterterzen, Tardisbrüeke, Zizers. Auch die Uebergänge über die Rufen zwischen Zizers und Chur bergen Tücken und ernste Gefahren in sich. An solchen Punkten und auf solchen Strecken sollte unbedingt etwas vorgekehrt werden, denn vorbeugen ist besser als heilen. Sofern die massgebenden Stellen nicht schon vorgesorgt haben,: kann man sich fragen, ob nicht ein Streckendienst organisiert werden könnte, sei es durch die zuständigen kantonalen Polizeikommandos, sei es durch die Clubs. F. H. Verkehrsregelung durch Lichtsignale auf der Kreuzung Bahnhof-/Uraniastrasse in Zürich In dem in Nr: 22 der «AR» veröffentlichten Artikel «Eine neue Signalanlage in Zürich» kam der Verfasser bei der Beschreibung der Phase «Uraniastrasse» (Uraniastrasse in der Längsrichtung offen) auf Grund einer ihm von den zuständigen Organen ausgehändigten fehlerhaften Unterlage zui* Feststellung, die Fussgänger dürften auf dem Streifen, der gegen den Bahnhof zu gelegen ist, die Fahrbahn überschreiten, wobei sie auf das Tram Nr. 15 zu achten hätten. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr ist die Sache die, dass der alle 6 Minuten in die Bahnhofstrasse einbiegende Tramwagen der Linie 15 das Gehrecht auf dem nördlichen Fussgängerstreifen auslöscht. Weitere Bilder von der Ausrüstung der Strasse Lausanne-Bern-ZoIIikofen mit einer Trennungs- und Sicherheitslinie Die Auftragung der Markierungen auf die Fahrbahn erfolgte durch eine Mannschaft von Spezialisten, denen für ihre Arbeit besondere Maschinen zur Verfügung standen. Blick in die stark befahrene Tiefenaustrasse zwischen Bern und Zollikofen mit der neuen Trennungslime. Schon letzt zeigt sich ihre Wirkung darin, dass die Fahrzeuge rechts davon bleiben, also die rechte Fahrbahnhälfte benützen, woraus eine Verbesserung der Verkehrssicherheit resultiert.