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INSIDER Osnabrück // März 2018 // No. 416

Arm in Osnabrück: So lebt es sich (fast) ohne Geld in OS // Exklusive Einblicke in Europas modernstes Sporthaus // Im Test: Döner-Kebap // Event-Highlights: Oster-Leuchten & Strong Viking Run // Promi-Talks mit Shahak Shapira u. Till Brönner // Die perfekte Pizza: Gastronom Roulat Nabo auf den Spuren des Originals // Ohne Navi durch Europa: Osnabrücker veranstalten Abenteuer-Rallye // + Szene-News, Verlosungen, Party-Pics, Entertainment-Tipps, Termine & mehr!

Brand und Bierstreit

Brand und Bierstreit Neuer Ärger ums Restaurant Nokta Die Negativ-Schlagzeilen rund um das türkische Restaurant „Nokta“ in Osnabrück reißen nicht ab. Nach einem verheerenden Brand Mitte Januar gingen die polizeilichen Ermittler zunächst von einem technischen Defekt aus. Mittlerweile allerdings erscheint es deutlich wahrscheinlicher, dass der Mega-Schaden (geschätzt: ca. 400.000 Euro) mutwillig durch Brandstiftung herbeigeführt wurde. Obendrein hat Bitburger nun gerichtlich eine Einstweilige Verfügung gegen die Restaurantbetreiber durchgesetzt. Als Gegenleistung für ein Darlehen über 10.000 Euro sollte die Biermarke exklusiv im Nokta ausgeschenkt werden – die Gastronomen holten dennoch weitere Marken ins Boot. Nun entschied das Landgericht OS: Das war Vertragsbruch. Bei erneuter Zuwiderhandlung sind bis zu 250.000 Euro Strafe fällig, ersatzweise Ordnungshaft. Wann das Nokta wiedereröffnen wird, ist unklar. „ICH HABE ALBTRÄUME VON BILLIGMUSIK“ TILL BRÖNNER IM INSIDER PROMI-TALK Wenn es um Jazz aus Deutschland geht, fällt einem sofort Till Brönner ein. Der 47-jährige Trompeter und Sänger aus Berlin produzierte Alben für Hildegard Knef und die No Angels, er spielte zusammen mit Weltstars wie Dave Brubeck, Natalie Cole, Carla Bruni und Annie Lennox. Sein aktuelles Werk „Nightfall“ hat er mit dem Freiburger Bassisten Dieter Ilg aufgenommmen. Es enthält Stücke von Britney Spears, Bach und den Beatles im Jazz-Gewand. Am 10. März (20:00 Uhr) gastiert Till Brönner nun im Rahmen seiner „The Good Life“-Tour auch in der OsnabrückHalle. INSIDER sprach mit ihm vorab in Hamburg über neue Klänge, das Ende der CD und darüber, wie er einmal im Weißen Haus spielte. T-Roc Cabrio – made in OS VW investiert 80 Millionen Euro Neue Perspektiven für den Volkswagen-Standort Osnabrück: Das erste SUV-Cabriolet der Marke soll ab 2020 in der Friedensstadt gebaut werden. Der Aufsichtsrat bestätigte nun die notwendigen Investitionen von mehr als 80 Millionen Euro in den Standort. Mit dem T-Roc Cabrio knüpfe VW an die „Cabriolet-Erfolgsgeschichte der Osnabrücker Mannschaft“ an und sichere dort Beschäftigung. „Das Werk Osnabrück hat damit eine gute Zukunftsperspektive“, sagte Markenchef Herbert Diess. Nach VW-Angaben tragen die angesagten Stadtgeländewagen entscheidend zum Wachstum der Marke bei. In Osnabrück sei ein Produktionsvolumen für das T-Roc-Cabriolet von jährlich bis zu 20.000 Wagen geplant. Aktuell laufen am Standort die Modelle VW Tiguan und Porsche Cayman vom Band. Seit 2011 wurden hier mehr als 280.000 Fahrzeuge gefertigt. Enttäuschte Schausteller Eiszauber: Hat die Stadt Osnabrück ihr Wort gebrochen? Die Veranstalter des „ Osnabrücker Eiszauber“ kritisieren die Stadt-Verantwortlichen. Konkret geht es um die Fläche am Ledenhof, auf der seit 2016 jährlich eine künstliche Schlittschuhbahn errichtet wird. Laut Schaustellerverband habe es eine feste mündliche Zusage seitens der Stadt über drei Jahre gegeben. Demnach hätte die Fläche frühestens 2019 neu ausgeschrieben werden sollen. Nun allerdings wurde die Fläche in einem öffentlichen Interessenbekundungsverfahren bereits für dieses Jahr ausgeschrieben. Genau dieses Verfahren kritisiert der Schaustellerverband nun und ließ deshalb offen, ob auch Ende 2018 eine Eisfläche am Ledenhof aufgebaut wird. INSIDER: Till, in deinem ersten gemeinsamen Album mit Dieter Ilg spannst du einen weiten Bogen von Britney Spears bis zu Ornette Coleman. Haben diese Titel in deinem Leben eine besondere Rolle gespielt? Till Brönner: Der Bogen reicht sogar noch weiter bis ins 16. Jahrhundert! Ich tue mich ein bisschen schwer damit, jede CD in Relation zu meinem eigenen Leben zu sehen. Jede Platte ist eine Markierung am Wegesrand. Und dieser Weg ist weniger geplant als man denkt. In der Ruhe liegt bekanntlicherweise die Kraft. „Scream & Shout“ war ein Nummer-1-Hit für will.i.am und Britney Spears. Was reizt dich an solch einem Chartstürmer? Dieter Ilg und ich haben uns gefragt, wie viel Musik aus der Gegenwart wir in unser Projekt einbauen können. Jazz war immer ein Spiegel der Gegenwart. Wenn wir mit einem Choral aus dem 16. Jahrhundert anfangen und dann bei Britney Spears landen, schließt sich damit ein Kreis. Unsere Version von "Scream & Shout" ist kein Remix, der in Heavy Rotation laufen soll. Davon sind wir frei. Will.i.am hat als Komponist Substanz und eine Nase für Kommerzialität. Uns hat es amüsiert, dass Britney Spears dieses Lied auch noch gesungen hat. Nimmst du beim Covern bewusst oder unbewusst Kontakt auf mit der Persönlichkeit des Songschreibers? Eigentlich nicht. Dass man trotzdem immer wieder bei den üblichen Verdächtigen fündig wird, spricht für die Urheber. Aber meine These, dass alles nur eine Frage des Arrangements ist, wird dabei auch deutlich. Ein hintergründiger Text von Leonard Cohen, der viel Raum für Interpretation und Fantasie lässt, eignet sich für einen Jazzmusiker sehr gut. Medienwissenschaftler meinen, dass es seit den 80ern in der populären Musik nur noch abwärts ginge. Alles würde nur wiederholt, wieder erfunden, wieder verwendet, wieder verarbeitet werden. Wie beurteilst du diese Entwicklung? Im Bereich Musik haben wir es heutzutage fast mit einer erschlossenen Wissenschaft zu tun. Die Musik war schon mal ein interessanteres Terrain, das man zerstückeln, verwursten und verändern konnte. Die Gesetze wurden alle gebrochen, oft nur, um die Musik anschließend wieder zusammen zu setzen. Es wird immer schwieriger, etwas zu kreieren, das noch nie da gewesen ist. An dessen Stelle ist aber etwas noch viel Wertvolleres getreten: die Wiedererkennbarkeit. Darum geht es doch – jemanden aus der großen Masse herauszuhören. Das ist die heutige Revolution: nicht Wissenschaft, sondern Persönlichkeit. Heutzutage werden Hits im Studio gebastelt. Ist deine Art zu musizieren also vielleicht sogar ein Auslaufmodell? Erfolg lässt sich nicht an den üblichen Kriterien wie Hits oder Bekanntheit festmachen. Ich persönlich verliere schnell das Interesse an Musik, der ich anhöre, dass sie aus kommerziellen Gründen zusammengesetzt wurde. Gebrauchsware reizt auch Konsumenten nur vorübergehend. Welchen Stellenwert hat das Format Album heutzutage noch? Bei der CD handelt es sich heutzutage um eine wahnsinnig gut gemachte Visitenkarte. Für etablierte Künstler ist das noch verkraftbar, trotzdem ist es nicht cool. Für Newcomer hingegen ist es eine Katastrophe, weil nur der Erfolg einer CD oder eines Videos am Ende Konzerte generiert. Bis es an dem Punkt ist, muss man schon viel investiert haben. Das kann nicht jeder. Wird die CD auf Dauer überleben? Ich habe manchmal Tagträume von einer Welt mit Billigmusik, die sagt: „Ihr Künstler seid daran selber schuld, ihr habt euch die Rechte an eurer Musik ohne weiteres abschwatzen lassen!“ Künstler sind nun mal keine Juristen und IT-Fachleute. Bereits in dem Augenblick, als die CD eingeführt wurde, haben die Künstler gepennt. Sie haben die Möglichkeit zur Vervielfältigung nicht als Gefahr empfunden und sich nicht radikal genug organisiert. Dann kam auch noch der Streamingdienst. Wie kann man da gegensteuern? Ich habe so meine Zweifel, dass man YouTube oder Spotify nochmal einen fairen Riegel vorschieben kann. Apple hat soeben angekündigt, seinen Itunes-Store aufzulösen, da er nicht mehr rentabel sei. Die Menschen haben verlernt, dass sie für Musik im Netz bezahlen müssen, und ich spreche nicht von einer Flatrate. Wer soll Musik denn in Zukunft noch professionell herstellen, wenn er nicht reich geerbt hat oder öffentlich subventioniert wird? Vielen Dank für das Gespräch! Fotos: Chris Noltekuhlmann Interview: Olaf Neumann 06 Lokal | Regional Anzeigensonderteil INSIDER 03-2018

Die perfekte Pizza Gastronom Roulat Nabo auf den Spuren des Originals Der erste seiner Art Volvo präsentiert XC40 – Premiere am 10. März Roulat Nabo in der Pizzaschule von Neapel INSIDER: Roulat, du als Nicht- Italiener bringst die neapolitanische Ursprungs-Pizza nach Osnabrück. Wie soll das gehen? Roulat Nabo: Das klingt erstmal verrückt, ich weiß. Denn außerhalb von Neapel findet man diese Art Pizza praktisch nirgendwo. Deutlich verbreiteter ist die römische Variante – mit dünnem, knusprigem Boden und kleinem Rand. Wie sieht denn das Original aus Neapel genau aus? Die neapolitanische Pizza dagegen lebt von ihrem elastischen, fluffigen Teig. Die Rezeptur ist Das Oster-Leuchten 2018 setzt den Ort der Varusschlacht einmal mehr spektakulär in Szene. Unter dem Motto „Achtung Germanen!“ erlaubt das einzigartige Pyrotechnik- Familienevent am Ostersonntag (01. April) von 17.00 bis 22.00 Uhr einen Einblick in das Kampfgeschehen vor rund 2.000 Jahren – mit beeindruckendem Feuerwerk, Licht und Flammen. Passend zur anstehenden Sonderausstellung „GÖT- TER, GLAUBE UND GERMANEN“, die am 28. April startet, stehen ebenso simpel wie genial: Wasser, Mehl, Salz und ganz wenig Hefe. Das Ergebnis lassen wir im Nola satte 24 Stunden lang gehen – erst dann wird der Teig weiterverarbeitet. besonders die Germanen mit ihren Lebens- und Glaubenswelten im Mittelpunkt. Einzigartige Pyro-Show im Takt der Musik Mit faszinierenden Effekten zeichnet das Feuerwerk imposante Bilder an den Nachthimmel über Kalkriese. Farbgewaltig und beeindruckend explodieren die Feuerwerkskörper und zeigen sinnbildlich den Kampf zwischen Römern und Germanen. Weit reichende Lichtstrahlen und Kaum ein Gericht ist so allgegenwärtig wie die Pizza. Weltweit gibt es sie in unzähligen Ausführungen. Allein in unserer Friedensstadt buhlen mehr als 50 Anbieter um die Gaumen der Osnabrücker. Dabei ist die italienische Originalrezeptur mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Heute scheint es fast wichtiger, ob knuspriger Bacon oder Sauce Hollandaise die Pizza zieren. Frei nach dem Motto: Mehr ist mehr. Hier will Gastronom Roulat Nabo gegensteuern. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Safwan Akoub möchte er die original neapolitanische Pizza in Osnabrück etablieren. Hierfür hat er eigens eine Pizzaschule in Neapel besucht. Und die Erkenntnisse in seine neueste Location „NO- LA – Neapolitanische Pizza & Weinbar“ in der Hakenstraße einfließen lassen. Achtung Germanen! Und? Was ist das Geheimnis? Das Geheimnis sind hochwertige Zutaten, der einzigartige Teig und natürlich die Zubereitung sowie Liebe zum Detail. Unser Mehl im NOLA kommt direkt aus Neapel und ist besonders fein. Der Mozzarella namens „Fior di Latte“ kommt aus Agerola in der Region Kampanien und unsere „San Marzano-Tomaten“ sind unglaublich saftig und fruchtig. Dazu hochwertige Olivenöl und Oregano – und innerhalb von 60 bis 80 Sekunden erhält man die perfekte „Pizza Napolitana“. Das Feedback unserer Gäste ist bislang wirklich herausragend. Natürlich können sie ihre Pizza individuell auch mit weiteren Zutaten belegen lassen. Oster-Leuchten in Kalkriese setzt Varusschlacht in Szene Feuereffekte entführen immer wieder in die mystischen Glaubenswelten der Germanen. Zum Höhepunkt der 20-minütigen Show verschmelzen Feuerwerk, Licht und Flammen mit einer synchronen Musikkomposition. Der Besucher geht auf eine faszinierende Zeitreise und spürt die einzigartige Atmosphäre des historischen Ortes. „Für dieses Oster-Leuchten haben wir gemeinsam mit Deutschlands größtem Feuerwerksunternehmen WECO eine einmalige Inszenierung kreiert. Atemberaubende Effekte und beeindruckende Lichtspiele erzählen Geschichten am Himmel über Kalkriese“, freut sich Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer der Varusschlacht im Osnabrücker Land, auf die Open-Air-Großveranstaltung. „Wir möchten die Besucher begeistern und in den Bann dieser einzigartigen Komposition ziehen – mit neuen Elementen und der ein oder anderen Überraschung sind wir uns sicher, das Publikum zu begeistern“. Family-Programm startet um 17:00 Uhr Das große Vorprogramm startet bereits ab 17:00 Uhr. Auch hier stehen die Varusschlacht, die aktuellen Erkenntnisse zum Kampfgeschehen und die anstehende Sonderausstellung „GÖTTER, GLAUBE UND GERMANEN“ im Mittelpunkt. Aktuelles zur Forschung Er ist der erste seiner Art – der neue Volvo XC40. Mit dem jüngsten Modell vervollständigt der schwedische Premium-Hersteller sein SUV-Portfolio. Das erste kompakte SUV der Marke bietet außen wie innen zahlreiche Personalisierungsmöglichkeiten. Der XC40 ist so lebendig, verspielt und individuell wie kein anderes Modell der Produkt-Palette. Thomas Bauch, Geschäftsführer Volvo Car Germany, prognostiziert, dass der XC40 schon 2019 die Nummer Zwei der internen Absatzkönige sein wird. Das unverwechselbare skandinavische Design unterstreicht den urbanen Charakter des neuen Edel-Schweden. Sein Innenraumkonzept vereint hochwertigste Materialien mit höchster Flexibilität. Dazu gehören u.a. durchdachte Lösungen fürs Gepäck. In diesem Auto findet alles, was man mitnehmen will, einen Platz, der nicht nur praktisch ist, sondern auch sicher. Und als echter Volvo unterstützt er Frau oder Mann am Steuer natürlich auch mit zahlreichen Assistenzsystemen, die vor Gefahren warnen und im Notfall schützend eingreifen. So fährt der neue Premium-Kompakt-SUV mit Pilot Assist als einziger in seinem Segment teilautonom mit bis zu 130 km/h. #XCITEDAY im Autohaus Ellers Im Autohaus Ellers an der Pagenstecherstraße bekommen Osnabrücker am 10. März das Fahrzeug erstmalig zu Gesicht. „Lassen Sie sich von seinem skandinavischen Design, den intuitiven Technologien und cleveren Stauraumlösungen begeistern. Und entdecken Sie vieles mehr, was dieses Fahrzeug einzigartig macht“, verspricht Autohaus-Chef Frank Meistermann. Ab 10.00 Uhr startet bei Ellers der sogenannte #XCITEDAY, in dessen Mittelpunkt natürlich der XC40 steht. Gäste haben, neben vielen Infos rund um den Premieren-Star zum Anfassen, u.a. die Möglichkeit den XC40 für ein Jahr kostenfrei fahren zu können – sofern der persönliche Gewinncode zum Hauptpreis führt. Der Eintritt ist natürlich frei! können Interessierte in Vorträgen des örtlichen Grabungsleiters Marc Rappe erfahren. Die neue archäologische Parkführung bietet den Besuchern die Gelegenheit sich aktiv auf die Spuren der Funde zu begeben. Im Außengelände erlauben so genannte Zeitinseln den Blick in die Vergangenheit. Hier erzählen ein Römer, eine Germane und ein Varusschlachtforscher ihre Geschichten – heiter, amüsant und unterhaltsam wird das Geschehen vor 2.000 Jahren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen. Im stimmungsvoll illuminierten Museumspark zeigen ein Feuerkünstler und ein Jongleur ihr Können und sorgen für kurzweilige Momente. Bei Fackelführungen in der Dämmerung entdecken Groß und Klein immer wieder geheimnisvolle Orte. Ein Höhepunkt ist, wie auch in den vergangenen Jahren, die Entzündung des großen Osterfeuers in einer Gemeinschaftsaktion für Jung und Alt. Und auch die Klassiker bei den Kindern, das Mitmachprogramm „Kleider machen Römer“ und „Ein feuriges Erlebnis“, fehlen nicht im bunten Veranstaltungsangebot. Im Museum stehen öffentliche Führungen und Kurzvorträge zur Varusschlacht und zum Fundplatz Kalkriese auf dem Plan. Und um 21.00 Uhr ist es dann soweit: Ein Feuerwerk der Spitzenklasse lässt den Himmel über Kalkriese in allen Farben des Lichts erstrahlen! INSIDER 03-2018 Anzeigensonderteil Lokal | Regional 07