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Hallesche Immobilienzeitung Ausgabe 71 März 2018

Halles Bauprojekte 2018 - die höchsten Investitionen seit den 1990er Jahren - wir geben einen Überblick. Die immoHAL GmbH auf der SaaleBAU - dort werden die aktuellen Immobilienpreise für 2018 vorgestellt. Ab Mai wird es sportlich in der Ludwig-Wucherer-Straße - denn immoHAL vermittelte ein Ladengeschäft an einen Sportartikel-Händler. Unser Architekturbericht befasst sich mit den vergessenen Bauwerken von Johann Peter Schulze. Zudem gibt es wieder viele aktuelle Immobilienangebote für Halle und den Saalekreis.

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2 HallescheImmobilien I m m o b i l i e n z e i t u n g f ü r H a l l e u n d d e n S a a l e k r e i s 71. Ausgabe: März 2018 Mit 50 Mio. Euro Investition entstehen 300 neue Wohnungen auf 26.000 Quadratmetern Baugrundstück. Foto: Paul-Riebeck-Stiftung zu Halle an der Saale. Fertiggestellt wird in diesem Jahr auch die Erneuerung der seit der Flut 2013 geschlossenen Pferderennbahn auf den Passendorfer Wiesen. Die Sanierung des Tribünengebäudes, der denkmalgerechte Neubau der beiden Wettannahmeschalter und der Stallanlagen sowie die Wiederherstellung des Geläufs kosten insgesamt 6,1 Millionen Euro. Halles Bauprojekte ab 2018 Anfang Februar begann zunächst der Ausbau der Großen Steinstraße zwischen Kleinschmieden bis zum Franzosenweg. Vor dem Start der Bauarbeiten beförderte die HAVAG täglich über 25.000 Fahrgäste durch die Große Steinstraße. Der Ausbau des Joliot- Curie-Platzes schließt sich an. Im Ergebnis steht hier die komplette der Ausbau am Gimritzer Damm weiter, im Abschnitt Heideallee mit der Halle-Saale-Schleife und angrenzenden Wegen. Sanierung von Promenaden und Grünlagen Vor allem mit Geld aus dem Bundesfonds zur Beseitigung der Flutschäden werden in Halle mehrere ...Fortsetzung von Seite 1 tere Fluthilfemaßnahme ist der 2018 beginnende Neubau eines Planetariums im Gasometer auf dem Holzplatz. Für 13,7 Millionen Euro entsteht in der Industrie-Ruine ein Kuppelsaal mit modernster Planetariumstechnik und rund 115 Plätzen im Erdgeschoss, zudem werden eine Beobachtungsplattform und eine Sternwarte gebaut. 2020 ist das Projekt fertig. Neue Turnhalle am Steg-Areal Im Bau befindet sich bereits die neue innerstädtische Turnhalle am Steg, als Ersatz für den gefluteten und inzwischen abgerissenen Turnhallenkomplex an der früheren Eissporthalle an der Saale. Im Oktober soll die 4,6 Millionen Euro teure Halle stehen. Fast 120 Mio. Euro für Sanierung von Schulen und Kitas Hinzu kommen Vorhaben im Investitionsprogramm „Bildung 2022“ der Stadt Halle. Zahlreiche Schulen und Kindereinrichtungen sollen erneuert werden. Projekte in Höhe von 118,7 Millionen Euro werden allein im Jahr 2018 fortgeführt, vorbereitet oder begonnen. Fertigstellung Osttangente Ende 2018 Die größte städtische Investition des Jahres aber ist die amtlich so bezeichnete „Haupterschließungsstraße“, die „Osttangente“ genannte Trasse in Halles Osten. Ende des Jahres soll auch der vierte und letzte, knapp drei Kilometer lange, Abschnitt zwischen Reideburger Straße und B 100 endlich fertig sein. Der Neubau mit insgesamt fünf Brücken soll 33,5 Millionen Euro kosten. Ersatzneubau für Sportkomplex auf der Peißnitz - neue Turnhalle entsteht am Steg-Areal Änderung des bisherigen Verkehrsweges. Im März 2018 soll auch der Ausbau des Nordteils der Merseburger Straße beginnen. Im Herbst folgen der Südteil des Böllberger Weges bis Südstadtring sowie die Dessauer Straße bis Frohe Zukunft; und im Mai geht Großprojekte begonnen. So ist die Neugestaltung von Riveufer und Saalepromenade mit neun Millionen Euro veranschlagt. Ab dem Frühjahr werden zwischen Burgstraße und den Klausbergen Promenade, Straße, Bäume und Grünanlagen erneuert. Eine wei- Fertigstellung 2022: Für 13,7 Mio. Euro entsteht im alten Gasometer das neue Planetarium

immoHAL 0345 - 52 04 90 • www.immoHAL.de Party in der Garnisonskirche? ...Fortsetzung von Seite 1 Sanierung bis Ende 2018 Im vergangenen Jahr nun hat die Atelier Bau GmbH die beiden ungewöhnlichen Immobilien in Heide-Süd gekauft. Das Unternehmen hat in Halles jüngstem Stadtviertel bereits rund 500 Wohnungen errichtet. Aus der Kirche soll nun ein Veranstaltungshaus werden. Etwa 300.000 Euro sind dafür vorgesehen. Nur eine eher „rustikale Sanierung“ soll es werden, wie Atelier-Bau-Projektleiter Heiner Schneider sagt. Das Dach sei ja bereits erneuert, man werde lediglich Fußboden und Heizung einbauen. „Die zehn bis zwölf Fenster aber wollen wir von einem Glaskünstler gestalten lassen.“ Das Gebäude soll nach der Sanierung – Ende 2018 ist geplant – für Veranstaltungen jeder Art Hier soll ein neues Dienstleistungszentrum entstehen: Ärzte, Physiotherapie, Friseur uvm. gemietet werden können. Restaurant, Biergarten und Café am Standort geplant Unmittelbar neben der Kirche möchte Heiner Schneider einen zweigeschossigen, einfachen neuen Zweckbau mit Gastrono- mie bauen, der als Seminarraum sowie den Beschäftigten auf dem Weinberg-Campus als „Essenversorgung“ dienen soll. Etwa 500 Essen sollen dort täglich gekocht werden, „hochwertiger als Kantinenessen“, stellt sich Heiner Schneider vor. Auch ein kleineres Restaurant soll es geben - ein echter Mangel in Heide-Süd. Ein Biergarten und ein Café wären ebenfalls vorstellbar, so Investor Schneider. Neubau und „Party- Kirche“ sollen miteinander verbunden werden. Die Investitionskosten würden sich auf bis zu 1,5 Mio. Euro belaufen. Die Atelier Bau GmbH saniert bereits das ehemalige „Verwahrhaus“. Die Ruine mit dem Walmdach steht nicht unter Denkmalschutz. Bis vor kurzem war für das Gebäude eine Nutzung als Wissenschaftseinrichtung festgeschrieben, doch dies ließ sich in der Altbau-Ruine nicht realisieren. Nun entwickelt der Investor ein „Dienstleistungszentrum“ für Campus-Beschäftigte wie Bewohner von Heide-Süd. Ärzte, eine physiotherapeutische Praxis, eine Arbeitsvermittlung, ein Architekt, ein Friseur, ein Tierarzt und die Atelier Bau GmbH ziehen ein - und ein Geldautomatenraum der Saalesparkasse, der erste übrigens im Viertel. Ihr Immobilien-Makler in Halle Stadt fördert Begrünung 3 Durch eine Förderung im Rahmen der Umsetzung ihres Integrierten Kommunalen Klimaschutzkonzeptes unterstützt die Stadt Halle (Saale) Fassadenbegrünungen. Die Zuwendung beziehungsweise Förderung kann pro Fassadenbegrünungs-Projekt bis zu 300 Euro betragen. Gefördert werden dabei die Anschaffungskosten der Pflanzen. Grundlage bildet die seit November 2017 gültige „Richtlinie der Stadt Halle (Saale) über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Begrünung von Fassaden in der Stadt Halle (Saale)“. Fast 30.000 Wohngebäude in Halle Genau 29.930 Wohngebäude waren laut statistischem Quartalsbericht zum Jahreswechsel in der Stadt Halle registriert. Von den Wohngebäuden waren 51,6 Prozent mit einer beziehungsweise zwei Wohnungen ausgestattet. Gestiegen ist auch die Zahl der Einwohner: 241.093 Hallenser waren mit Hauptwohnung gemeldet, 1.355 mehr als am gleichen Stichtag des Vorjahres. Wachstum gab es auch bei den Steuereinnahmen: Bis zum Ende des vierten Quartals verbuchte die Stadtkasse 159,87 Millionen Euro (Netto), 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Skurrile Nutzungsformen der ehemaligen Garnisionskirche: Nach Turnhalle nun Veranstaltungsraum Mittel aus Städtebauförderung Der Brunnen und die Freifläche am Joliot-Curie-Platz werden erneuert. Dafür gab es im Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ rund 470.000 Euro vom Land. Mit einem zweiten Bescheid hat die Stadt auch die Zusage über 1,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ erhalten. Damit sollen Sanierungen in der Großen Märkerstraße finanziert werden.