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transway recht. blättert, trocknet sich die stirn mit einem stofftaschentuch, liest wort für wort. subjektiv. objektiv. aristoteles. platon. zieht weiteren hefter aus der tasche. hobbes. in diesem sinne, homo homini lupus, beziehungsweise greift nach einem weiteren ordner und blättert suchend. beziehungsweise l'homme est un animal conflictuel mais sociable. meine damen. meine herren. die gruppe ist geschrumpft, es ist ersichtlich. lassen sie sich nicht anstecken, kolleginnen und kollegen von der hetzkampagne. wir sind überpositivisten, wir sind rechtsphilosophen, rechtliche denker. keine technokraten, anwendungsmaschinen. wir sind gerechtigkeitsidealisten. wir befreien das recht. meine damen, meine herren, kollegen. der kurs ist geschrumpft, das ist kein gutes zeichen. es fehlt jemand, das liegt auf der hand. in der ersten reihe. die studentin aus der ersten reihe. meine beste studentin ist einfach verschwunden. wie ist das möglich. das ist der kurs rechtsphilosophie grundkurs I. ich kenne sie, sie würde nie einen kurs von mir verpassen. ausgeschlossen. meine beste studentin. legt einen ordner in die tasche zurück. das würde sie nicht tun. sie glaubt an die philosophische grundlegung der gerechtigkeit. dass es etwas gibt. in uns, zwischen uns, um uns herum. lässt alle ordner fallen, bricht in sich zusammen. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 25 -

XIV transway-lärm. MANN zu SCARLET. entschuldigen sie. KREUZST. ich entschuldige. MANN MANN KREUZST. BLINDER KREUZST. MANN die uhrzeit? entnimmt seinem aktenkoffer einen fahrplan. die uhrzeit 16 uhr 44. das liegt mir vor. ein missverständnis, das muss es sein, ein irrtum. KREUZSTÄDTER nimmt einen wecker aus seiner plastiktasche, schriller weckton. ich wäre ihnen dankbar. verbindlicherweise. KREUZSTÄDTER reagiert nicht. MANN entreisst ihm den wecker, wirft ihn mit wucht nach hinten. das nennt man zeitlosigkeit. in einer zeitlosen zeit. saxophonmusik im tunnel, melancholischer jazz. am fenster. spiel uns dein lied, noch ein solo. ein kollege. wenn harry spielt, bebt der boden. bei uns ein star. der boden bebt. oben hat er es nicht weit gebracht, der gute harry. war irgendwie nicht sympathisch, der gute harry, unser lebenskünstler. immer nur ärger gehabt oben, unser künstler. kein sinn für kunst da oben. ruhestörung über ruhestörung, arbeitsbewilligung über arbeitsbewilligung. kein sinn für sein saxophon, für die feinheit des lebens, da oben. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. liest fahrplan. transway 757, ost-west-tangente. KREUZST. mit blick zum wecker. zeit 16 uhr 44. BLINDER 1998. SCARLET in einer stadt. - 26 -

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