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Ein unbemerktes Leben

Ein unbemerktes Leben

Ein

Ein unbemerktes Leben Fokus auf Frau Lem im Rollstuhl Frau Lem sitzt apathisch im Rollstuhl. Ein Arbeiter schiebt sie achtlos beiseite. Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Fokus auf Erinnerung: Der Abschied Lisa und Gregor im Bett. Ich will nicht, dass du gehst. Bleib! Ach Lisa. Ich kann doch nichts dafür. Und nichts dagegen. Wieso dürfen die das? - Sie nimmt die Postkarte vom Nachttisch. "Sie haben sich bis spätestens 12.00 Uhr in der Wallensteinkaserne in Neustadt einzufinden. Dieser Einberufungsbescheid gilt als Fahrausweis zweiter Klasse." - Wieso dürfen die das? Es ist Krieg, Lisa. Und wenn du nicht hingehst? Dann erschiessen sie mich. Weisst du, Gregor, was ich glaube? Ich glaube, das ist die grösste Sünde: Macht über andere Menschen auszuüben. Die kennen dich nicht einmal. Und sie nehmen dein Leben, als gehörte es ihnen, und machen damit, was sie wollen. Und meines gleich mit. Leben, sterben - sie tun so, als wären wir Fliessbandprodukte. Austauschbar und reichlich vorhanden. Und jederzeit © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. nachproduzierbar. Man nimmt es fertig vom Band und setzt es ein. Wie eine Glühbirne. Einfach eindrehen und anknipsen. Oder ausknipsen. Wie sie es brauchen. Und wenn du kaputt bist, schmeissen sie dich weg. Und drehen eine andere Birne ein. - Sie machen es sich verdammt einfach, die da oben. Ich hasse sie! Pass auf, was du sagst, Lisa. Die Wände haben Ohren. - 13-

Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa Gregor Lisa - 14- Ja, so weit sind wir schon wieder, dass man nicht einmal mehr die Wahrheit sagen darf. Die Wahrheit ist eine Waffe. Ja, und Waffen sind verboten. Die Herren da oben möchten ihr Waffenmonopol behalten. Aber das Wahrheitsmonopol, das haben sie nicht. Hör auf, Lisa. Wir können doch nichts ändern. In drei Stunden geht mein Zug. Ach Gregor, versteh mich doch! Ich liebe dich so sehr, und du musst gehen. So ist es nun mal. Kommst du wieder? Natürlich komme ich wieder. Gesund und unversehrt? Gesund und unversehrt. Versprichst du das? Ich verspreche es. Mach dir keine Sorgen. Schweigen. Ich will nicht, dass du zum Mörder wirst. Ich bringe keinen um. Versprichst du das? Natürlich verspreche ich das. Du gehst nur in den Krieg wie in einen Schulausflug? Wie ins Landschulheim. Und bringst niemanden um und kommst gesund zurück? Hab ich doch gesagt. Warum nimmst du mich nicht mit? Es sind nur Männer zugelassen. Warum? Ich weiss nicht. Aber ich. Weil sie dümmer sind, die Männer. Darum. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

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