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Ein unbemerktes Leben

Ein unbemerktes Leben

Ein

Ein unbemerktes Leben Was habe ich dir eigentlich getan? Wer gibt dir das Recht, mich so zu strafen? Für nichts? Hab ich gesündigt? Bin ich schuldig geworden? Hab ich Menschen in den Krieg geschickt? Hab ich getötet? Vergewaltigt? Hab ich das? Ich hab nichts weiter getan als gelebt, schlecht und recht. Alles, was man von mir verlangt hat. Ich habe es brav gemacht. Oder nicht? Du bist doch allwissend. Du siehst doch alles. Also weisst du es doch, was ich getan habe: Nichts. - Lieben sollen wir, hast du gesagt. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Hab ich das vielleicht nicht getan? Habe ich mich nicht immer um alle meine Nächsten gekümmert? Und dass ich sie geliebt habe, auch das weisst du. - Du weisst es ganz genau. Sonst hättest du mir nicht ausgerechnet das Liebste auf der Welt genommen. Wie konntest du das tun? Warum? Warum? Was hat Angela dir getan? Mit ihren 13 Jahren? Was kann ein Mädchen von 13 Jahren dir schon tun? - Und komm mir nicht mit Sünde. Nicht bei Angela. Du weisst, wie sie war. Du kennst sie. Oder war das alles Zufall? Weisst du gar nicht, wovon ich rede? Siehst du nicht mal hin? Sitzt du bloss da oben und liest Zeitung? Und es ist dir scheissegal, was hier passiert? So wird es sein. Wahrscheinlich ist es so. - Hör gut zu, unser Vater im Himmel, was ich dir sage: Auf Leute wie dich, die sogar ihren eigenen Sohn ans Kreuz nageln, kann ich verzichten. Anbeten soll ich dich? Da kannst du lange warten. Du bist ein Monster! Ein Monster bist du! © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 31-

Fokus auf Frau Lem im Rollstuhl Frau Lem sitzt still da. Der Tod tanzt um sie herum. Dann streicht er ihr sanft über das Haar. Fokus auf Erinnerung: Zu Hause Lisa und Fritz am Tisch. Abendessen. Sie schweigen fast die ganze Zeit. Fast unerträglich lange Pausen. Fritz hält Lisa eine Schüssel hin. Fritz Willst du noch? Lisa schüttelt den Kopf. Fritz War ein guter Tag heute. Mehr als 3000. Schweigen. Fritz Wo warst du? Lisa In der Kirche. Fritz Was machen? Lisa Was machen! Fritz Ich dachte, du kannst nicht mehr beten. Lisa Oh doch. Ich hoffe, ihm klingen die Ohren, dem da oben. Schweigen. Fritz Ich hol mir noch ein Glas Wein. Lisa schweigt. Fritz Willst du auch was? Lisa schweigt. Fritz Lisa, so geht das nicht weiter. Ich kann doch auch nichts dafür. Wirklich: So geht das nicht weiter. Lisa Ich weiss. Fritz Sollen wir wegfahren? Urlaub nehmen? Lisa Urlaub? Von was? Fritz Herrgott, mach es mir doch nicht so schwer! © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 32-

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