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Das Millionenhaus

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Sie Prof Sie Prof Sie Prof Sie Das Millionenhaus oder! Andererseits habe ich festgestellt, dass es nicht genügt, wissenschaftliche Erkenntnisse anzuhäufen, also nur zu lesen, zu referieren, zu publizieren. Damit man weiterkommt, sollte man eine verwandte Seele finden, die bereit ist zuzuhören, wenn die Wissenschaft zu einer feurigen Leidenschaft wird. Eine Seele, die offene Ohren hat für die vielfältigen Probleme, die mitfühlt und im Notfall mitdenkt. Und eventuell sogar mitorganisiert. Und die haben Sie noch nicht gefunden? An Gelegenheiten hat es sicher nicht gefehlt! Ich habe Gelegenheiten genug gehabt. Aber wissen Sie, nur viele kurze Liebschaften... Darf ich mich Ihnen ganz öffnen? Sie strahlen so viel Vertrauen aus! Aber gerne, Herr Professor! Noch so gerne! Ich hatte Pech. Kaum hatte ich eine Frau kennen gelernt, die aus einem Gemisch von Bewunderung und Erotik sich ziemlich rasch horizontal legte, versagte ich. Jawohl, ich versagte! Aus Angst, das würde nicht lange hinhalten! Weil ich spürte, diese Frau würde meine Ameisen und Insekten nicht lange mitakzeptieren! Und sie gehören nun untrennbar zu mir. Ich spürte dies im Voraus, bereits während sie sich auszog und mir ihre schönen Brüste entgegenstreckte. Ich spürte, dass hinter diesen schönen Brüsten das Herz nicht lange für meine Tierchen schlagen würde. Verstehen Sie das? Und ob ich Sie verstehe, Herr Professor! Ich bin zwar © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. weder jung noch schön, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein Forscher wie Sie unbedingt ein williges Ohr für seine neuesten Erkenntnisse braucht. Denn diese Erkenntnisse sind in Ihrem Fall von allergrösster Bedeutung, kann man wohl sagen. Oh! Wie nett Sie sind! Sehen Sie, Herr Professor! Bei mir ist es genau das Umgekehrte! Ich suche seit Jahren jemanden, der mir - 27-

Prof Sie Prof Sie Prof Sie Sie Prof Sie Prof Sie seine Sorgen anvertraut. Für den es sich lohnt zu leben. Ich bin kein Pin-up-Girl mehr, aber noch sehr rüstig, koche gerne, besorge den ganzen Haushalt, wenn es sein muss. Das Wichtigste für mich ist weniger der Haushalt, als das Zuhören, Mitdiskutieren, das Mitdenken, Mitexperimentieren, ja sogar Mitkreieren von neuen Thesen! Selbst wenn dies alles von einer nicht mehr ganz jungen Person käme? Was schert mich das Alter! Ich bin so oder so furchtbar kurzsichtig! Der Geist sollte noch jung sein, bereitwilig, disponibel! Oh! Sie machen mich überglücklich! Ich würde so gerne... Nun gut! Ich bin einverstanden! Wollen wir uns nicht duzen? Ich heisse Albert. beugt sich nach vorne. Und ich Josephine. Kleine Pause. Albert! Dort im Buffet rechts ist der Likör aus Turkmenistan! Bleib sitzen! Ich hole ihn. Und zwei Gläser! Oder vielleicht drei, falls Herr Sauber herunterkommt. erschrickt leicht. Wer ist denn Herr Sauber? Das ist ein junger Student, der hier bei mir wohnt. Ich fühle mich sonst so einsam im grossen Drei-Millionen- Haus. Und darum vermietete ich ihm ein Zimmer, wie gesagt, „vermieten“ ist zuviel gesagt, ich gebe es ihm umsonst. Ich hoffte, er würde mir dafür etwas Gesellschaft leisten, etwas von sich erzählen, aber der ist stumm wie ein Fisch. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 28-

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