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Muttermal

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Das

Das Muttermal Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz VIII Nacht. Klotz im Bett, Klara trinkt Bier. Du hast die Fallen gestellt. Klotz, wenn da eine reintappt! Soll sie doch. Und was wollte die olle Frau Schollenburg? Man habe nach dir gefragt. Geht die doch nichts an. Blöde Ziege. Pause. Mein Gott bin ich froh, dass ich nicht schwanger bin. Wegen des Muttermals hab ich auch gefragt. Vielleicht ist 's nur ein Leberfleck. Wär 's ein Muttermal, müsste das schmerzen. Und sonst? Hast du meiner Mutter am Telefon von deinem Pakt erzählt? Die denkt eh, du seist von mir abhängig. «Pass' auf mein Kind, dieser Schweizer ist dir verfallen.» Die Alte heute im Supermarkt hättest du sehen sollen. Ich wollte doch für die Hochzeit meines Bruders eine Flasche Sekt kaufen mit dem letzten Geld. Und da gab 's Unterwäsche im Angebot und Zigaretten brauchte ich ja auch. Jetzt reichte meine Knete aber nur noch für einen Piccolo. Im Einkaufswagen nichts als Zigaretten, einen Henkel Piccolo und drei schwarze Höschen. Und hinter mir eine Alte mit einem Stock. Das vom Anhalter hab ich dir erzählt? Anhalter? Ich glaube ja. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Sie hat doch sofort gemerkt, dass der was von ihr wollte. Und warum auch nicht, habe sie gedacht, sei doch ihr Typ gewesen. Und hat ihn mitgenommen in ihre Wohnung und am nächsten Tag haben fünf Scheine gefehlt und ein paar Wochen später hat sich herausgestellt, dass der Hund sie geschwängert hatte. Geschwängert? - 35 -

Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Klotz Klara Kannte nicht mal seinen ganzen Namen. Aber geschwängert? Ja, klar, geschwängert hat er sie, das Schwein. Aber sie war doch dabei? Natürlich war sie dabei. Dann ist sie schwanger geworden. Wieso schwanger geworden? Gottverdammte Kacke. Er hat sie geschwängert. Und sie wurde schwanger. Sie ist geschwängert worden! Aber, wenn sie doch... Wenn er sie doch geschwängert hat, das Schwein, ihr Schweine! Pause. Bis gestern habe ich auch gedacht, ich sei wieder schwanger. Du hättest mich wieder geschwängert. Aber diesmal hätte ich dir nichts gesagt. Bitte nicht. Du hast mein Kind nicht gewollt! Und du sagst, du liebst mich. Bringst mich auch noch zu einem Pfuscher von einem Arzt, wie eine gottverdammte Kuh zum Schlachter. Und jetzt willst du wieder abhauen. Wärst du doch gleich in deiner blöden Schweiz geblieben. Klara schau, du bist müde, du bist gereizt. Bitte nicht entgleisen. Du bist in Fahrt. Aber du bist kein Zug, der den Gefahren nicht ausweichen kann. Bitte überfahr mich nicht. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Hättest du mich mal in den Arm genommen, als ich einen Schluchzanfall hatte. «Bitte nicht entgleisen», «Bitte nicht durchdrehen», «Bitte nicht überfahren»! Als ob alles in vorgeschriebenen Bahnen ablaufen müsste. Das Leben ist kein Intercity-Zug! Ich tue und - 36 -

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