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HAPPY

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X Happy Harald Portner

X Happy Harald Portner zündet sich eine Zigarette an. Stille. Er betrachtet seine Jacke, die als «Kunde» über dem Stuhl hängt. H. Portner eher zu sich. Das bin ich, ja, Verkäufer. Das bin ich. In einem weit grösseren Umfang, als ich es mir bewusst war, bisher. Ich habe mein Leben lang verkauft. Was willst du einmal werden, Harald? – Was mein Vater war, nur besser. Erfolgreicher. Und was bist du geworden, Häp? – Verkäufer! Beruf: Verkäufer. Telefonbuch: Verkäufer. Steueramt: Verkäufer. Trauschein: Verkäufer. Lebensversicherung: Verkäufer. So toll ist es: Läden, Läden, Läden! Soweit das Auge reicht. Einfach toll! Die Welt eine einzige Ladenstrasse. Und ich ihr Verkäufer. Number one. Verkaufen heisst leben. Und leben heisst… Ja, das bin ich! Bin Verkäufer! Bin ein Warenumschlagplatz. Dazu stehe ich! Ich verkaufe PC, Video, TV! Aber Sie? Was verkaufen Sie denn? Der Mensch, ein Einkäufer und Verkäufer. Der Mensch, ein Umschlagplatz! Wahnsinn, was so ein Leben ist. Aber das wichtigste ist und bleibt der Mensch. Die vordringlichste Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, ist der Dienst am Kunden. An der Kundin, dem Kunden. Wer will das bestreiten? Was könnte ich Ihnen noch sagen? Unsere Firma hat genug Geschäftsfilialen. Die Geschäfte haben Platz genug für uns alle. Wer bei © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. uns eintritt, wird nicht enttäuscht. Nie. Meine Damen, meine Herren, es liegt somit also an Ihnen, welche Stelle sie einnehmen werden: diejenige des Verkäufers, oder, auf der anderen Seite des Ladentisches, die des Kunden. Eine jede und ein jeder nimmt in unserer Firma denjenigen Platz ein, der ihm zusteht. Brauchen können die uns alle. Niemand muss sich fürchten. Weder als Verkäufer, noch als Kunde. – 31 –

Hauptsache… Er geht zum Stuhl und wendet seine Jacke. Kaufen, Verkaufen. Im ernst: Mir hat bis heute noch nie jemand dreingeredet. Auch mein Chef nicht. Warum? Ich habe seit Jahren, stets und immer, die meisten Geräte plaziert. Sommer, Winter, auf jeder Stufe. In allen Bereichen und Belangen. Als Verkäufer. Als Abteilungsleiter. Als inoffizieller Geschäftsführer. My business ist nichts für rohe Eier. Wer in unserer Branche Freispiele machen will, muss ran an Speck und Fleisch! Wer hier steht wie ich, Tag für Tag an der Verkaufsfront, darf sich keine Blösse geben. Nicht einen Sekundenbruchteil und nicht eine Hundertstelssekunde. Stahlhart. Konzentriert. Gnadenlos. Ein Fight auf Leben und… H. Portner hält inne, ruhig. Eines müssen sie sich aber merken: Wir haben ein Netz. Wir können nicht fallen. Es gibt ein Netz. Bäume können in den Himmel wachsen. Das gibt mir Sicherheit. Ein Netz, auf das Verlass ist. Lassen wir das. Ich will mich ja vor Ihnen nicht produzieren. Harald Portner hat das gar nicht nötig! Happy! Du bist ein absolutes Verkaufsgenie. Sun and fun, haben sie alle gesagt. Alle. Mein Chef. Seine Sekretärin. Sogar die eigenen Kolleginnen und Kollegen! Als sie gesehen haben, was ich bringe. Yes! Yes! A great story! Ich mache plötzlich mehr Umsatz in unserem Laden als das Hauptgeschäft! Verstehen Sie: Mein Job ist Verkaufen. Und dabei will ich der beste sein: Want to be a winner. Als Verantwortlicher über zweitausend Quadratmeter Verkaufsfläche. Als Verantwortlicher über zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Und erst hier und jetzt, wo ich die alleinige Verantwortung übernehmen darf. Für einen budgetierten Jahresumsatz von über fünfunddreissig Millionen, eine jährliche Ertragssteigerung von fünfzehn Millionen, eine Umsatzzunahme von mindestens 7,5 Prozent. Challenger and challenge. Verkaufen ist fast wie eine Sucht. Wie ein Game. Wie Flippern im Spielsalon. Wer's besser macht, wer's besser kann, wer mit den fünf Ku- – 32 –

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