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HAPPY

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XV Harald Portner

XV Harald Portner startet Multi-Media-Block. Happy Führungseigenschaften. Führungspersönlichkeiten sind Meister der Kommunikation. Führungspersönlichkeiten motivieren. Führungspersönlichkeiten suchen nicht ständig nach Techniken für Motivation, sie selbst sind die Motivation! Führungspersönlichkeiten bleiben auch unter Belastung gelassen. Führungspersönlichkeiten haben Entschlusskraft und reissen mit. Ein Plan informiert, aber er schafft keine Begeisterung. Führungspersönlichkeiten liefern Visionen. Wie sagte Martin Luther King: I had a dream! Nicht: Ich habe einen Plan. H. Portner Challenger and challenge. Motivation: Positive Rückmeldungen nicht vergessen. Jetzt sollen Sie mich mal belauschen? Are you online? Er nimmt sein Handy und wählt. Hallo, Gabriele! Ich bin ja, weisst du – Seminar – Wunderbar im Griff. Nein, die stellen Fragen. Tolles Auditorium. Keine Allesfresser und Wiederkäuer. Das ist Kundschaft! – Beautiful people. Ich finde das einfach toll, dass wir endlich hier tätig werden. Ist was für Happy, eine Herausforderung. Macht echt Spass. – Verhalten. Du klingst sehr verhalten. Bist du nicht allein. – Ah! Willst du, dass ich dich später? – Oder du mich. – Natürlich. Er klappt das Handy zu und küsst es. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. – 43 –

XVI H. Portner Wissen Sie, was das wichtigste im Leben ist? Sie hüllen sich vielsagend in Schweigen. Warum nicht? Vielleicht bin ich blind, oder wie oder was! Dass ich hier alles, alles falsch gemacht habe! Okay, Okay! Einmal hatte ich ein anderes Ziel in meinem Leben. Damals, mit siebzehn Jahren. Aber dann, nach dem Tod meines Vaters… Ich weiss nicht, ob Sie sich das vorstellen können. Es war anfänglich eine kleine, bescheidene Anfrage an das Leben: Ich will ein anderes Leben als Daddy and Mum. Um ehrlich zu sein, ich verdiente das Geld nur, um mein anderes Ziel zu erreichen. Und, um das Ziel zu erreichen, war ich zu allem bereit. Trat ein in Ihre Firma. Ging an die Front nur, um mir einen Freiraum zu erkämpfen. Mit diesem Ziel vor Augen beginne ich, Kunde um Kunde zu bedienen. Erst Mono, dann Stereo, schliesslich Hi-Fi! Ich habe Television um Television gesetzt. Jeder Kunde ein Geschäft. Umsatz gesteigert. Umsatz um Umsatz verdoppelt. Zielsetzung um Zielsetzung. Fleisch! Doch, je erfolgreicher ich verkaufe, umso mehr verliere ich diese meine eigentliche Zielsetzung, verliere… Mein Selbst besteht aus Umsatzsteigerung. Aus Verdoppelung des Umsatzes. Was glauben Sie, warum ich vor Ihnen stehe? Pause. Wahnsinn, was so ein Leben ist! Je näher du dem Ziel kommst, umso weiter entfernst dich davon. In ein und demselben Moment. Sie werden gelockt, geködert. Bis dich eines Tages hundert Augenpaare entsetzt anstarren, weil Du eine Pause machst. Es gibt Bäume, die in den Himmel wachsen, ein Netz, auf das Verlass ist. Wenn Sie von der Schulbank kommen, wissen Sie natürlich noch nicht wie ein Stück Fleisch schmeckt. Bis dann eines Tages ein Plymouth Baujahr 1953 mit Holztäferung heranbraust. Und auch Sie mal ran dürfen ans Fleisch! Sie sind ein Nobody, aber beginnen zu schnuppern! Eben waren Sie noch ein unscheinbares Insekt. Doch Sie heben die Nase, witt- © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. – 44 –