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Fieberkurve

Fieberkurve

Stimme Stimme Stimme

Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Studer Fridu Studer Fridu Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Stimme Studer Achmed Achmed Studer Achmed Mit em polschterete Bürostuehl. S polschterete Büro z Bärn. Wo’s eso guet schmöckt, vom Bodenöl… Mit em Staub i de Gäng. Wo de Dampf i de Heizigsrohr knacket. Wo’s warm isch, warm… Los einisch, Fridu… Jo. Pressier e chlii, mir isch chalt. Ällwä. Fieberkurve Und denn sinds gallopiert, de Studer und de Fridu. Won er z Géryville aacho isch, het er uusgseh wien en Wiehnachtsmaa ohni Bart. De Studer isch go schlofe… Und denn isch er wieder verwachet. Und isch zum Achmed… Wil biim Achmed, dört isch der Hellseherkorporal… …de Collani… Öppen emol eis gsi go kiffe. Ende Musik. 20. Achmed Also guet. Wo isch der Achmed? © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Ich chumm jo scho. Goht’s Studer… chömmer afange? Alle zeigen auf Achmed, der einen Teppich ausrollt und sich darauf setzt. Er raucht aus einer Pfeife. Corporal Collani? – Ein Guter Freund. Hat immer zwei Pfeifen Kiff geraucht. En verladne Hellseherkorporal. Von diesem Quantum gibt es keinen Rausch. Man schläft gut nach zwei Pfeifen. - 39-

Studer Achmed Studer Achmed Studer Achmed Studer Studer Aha. Der Korporal litt an Schlaflosigkeit. So. Er seufzte oft – nicht wie einer, den etwas bedrückt, sondern wie ein Mensch, der eine kostbare Perle verloren hat und sie überall sucht... Aha… Er wiederholte immer: „Wenn ich den Brief öffne, diesen Brief da!“ und zeigte ihn mir, „dann überfällt mich die Vergangenheit – und er kommt mich holen!“ – „Wer kommt dich holen, Korporal?“ wollte ich wissen. – „Der Teufel, Achmed! Der alte Teufel! Ich hab' ihn getötet, den Teufel, aber der Teufel ist unsterblich, nie können wir wissen, wann er wieder aufwacht!...“ Und so hat er den Brief fortgeschickt, am 20. Juli vorigen Jahres. ›Ich hatte noch eine Kopie dieses Briefes‹, erzählte er mir. „Aber ich weiß nicht, wo diese Kopie ist.“ Zwei Monate später, am 28. September, ist ein Fremder zu mir gekommen und hat nach dem Korporal Collani gefragt. Er hat gewartet – an diesem Abend ist der Korporal spät gekommen. Collani hat den Fremden nicht beachtet, sondern nur zu mir gesagt: „Jetzt weiß ich, wo die Kopie ist. Ich hatte sie in das Futter einer alten Wollweste eingenäht. Ganz deutlich sah ich’s gerade.“ – „Wo warst du bist jetzt, Korporal?“ fragte ich. – „Beim Priester“, antwortete er. Und dann erblickte er den Fremden... Und rannte weg. Ich habe ihn seither nicht wieder gesehen. De Pater Mathias… immer wieder de Pater. De Wiissi. Und denn die Schwarzi Schuufle. Der Buur. De Pique Bueb. D Schuufle, d Unglücksfarb. De Schuuflebuur… de Tod… komisch… Studer hustet. No einisch eini. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 40-

Friedrich Glauser - guidle
Literarische Hommage an Friedrich Glauser - Integrierte Psychiatrie ...
Dorfnachrichten 4/2012 - Aegerten
Aegerten – Brügg – Studen