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Fieberkurve

Fieberkurve

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Studer Lartigue Studer Lartigue Studer Lartigue Studer Lartigue Lartigue Studer Lartigue Studer Glauser Studer Glauser Fieberkurve Nei… ich hoffe ned… Für sich. Zwei Kilometer Chinin. Wie? Nüt… ned eso wichtig… hend Sie e Schuufle? Was wend Sie mit ere Schuufle? Und en Kompass. Wend Sie ned zerscht inecho und öppis ässe, Inspektör Fouché, Jakob Fouché, ned wohr? Spöter. – Nei… ehm… Joseph Fouché Richtig. Kopf-Gekröse Huhn. Joseph. – Do, nähmed Sie miin Kompass. Schnippt in die Finger. Und e Schuufle für de Fouché. Jemand bringt die Schaufel. Herr Inspectör Fouché, ich freu mich, en ächte Lyoner chönne z begrüesse. – Wie goht’s übrigens am Locard? Danke, er isch… immer no de alti, immer no de alti… isch er… jo. Das freut mich… also denn, mached Sie was Sie wend mit dere Schuufle, mir träffet üs dinne. Lartigue ab. Studer geht wieder den Weg ab, das Loch ist wieder leer. Es isch läär. Was? Läär isch! Jetzt isch fertig. Ab hüür rauch ich nümm – oder weniger. Dusse, im Freie, do fallt’s mir liecht. Ich muess en Rhythmus finde. Am sächsi am Morge us em Bett, e chlii Bewegig, denn Kafi und denn zwei Stunde schriibe. Konzentriert schriibe. A der “Fieberkurve”. Umarbeite. Me seit, es isch alls e chlii verwirrend. Und dass ich der Studer uf Marokko lo lo reise, siig doch… er ghöri doch i d Schwiiz. - En grosse Roman, dur alli Schichte. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 43-

Studer Glauser Studer Glauser Studer Stimme De grossi Fall. – Chabis. Die “Fieberkurve”. Ich find eifach de Aaschluss nüm. Vill Detail, aber ken Zug drin. De Studer… dä mag ich guet. Aber mit der Gschicht han ich eifach Päch. Ich muess immer wieder aafange, immer wieder. Jetzt zum sächste Mol. Aber ich bring ihn i kei Form. Ich ha jetzt e chlii öppis wien en rote Fade aber… ich bi mängisch derart… decouraschiert, dass… Ich schriib doch eifach öppis Neus. De Ascona-Roman, i der Ich-Form, de Studer i de Ferie z Locarno, und denn… Es stoht wieder emol alls uf der Kippi. Das Schriibe, de Krimi, das führt doch niened ane. Ich wett furt, wiit wäg, wäg vo Europa. Freiwillige Charnkepfleger sii, irgendwo in Indochina oder Indie… irgendwo wird me mich doch chönne bruuche aber eso, mit em Schriibe… ich verlüür jede Kontakt zur Würklichkeit. So. Jetzt bruuch ich en Kafi. Völlig unprofessionell! Und du? De junge Meitschi hinde noo luege. Voll i der Midlifekrise! Grossvatter! Fräche Cheib! Beide ab. Glauser geht nach hinten. 22. Spion Stimme setzt sich an die Schreibmaschine. Musik: „ Julien Dans L'Ascenseur“ von Miles Davis liest aus der Schreibmaschine. „Und draussen war der Abend kühl und rot wie Himbeereis. Durch die offene Terrassentür wehte ein kleiner Wind. Zwischen Wolken, die aussahen wie Klumpen von Brombeergelée, standen ein paar Sterne, rund und weiss und glänzend wie geschälte Haselnüsse. Ein wenig später kam der Mond, der dieser © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 44-

Friedrich Glauser - guidle
Literarische Hommage an Friedrich Glauser - Integrierte Psychiatrie ...
Dorfnachrichten 4/2012 - Aegerten
Aegerten – Brügg – Studen