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Fieberkurve

Fieberkurve

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Koller Studer Studer Koller Studer Koller Koller Koller Koller Fieberkurve Eh… Charte schlo. Aber es chömed immer schlächti Charte. Immer de Schuufle Buur. Wie z Basel und z Bärn. Koller nickt. Und de Schuufle Buur. Das bedütet der Tod. Dumms Züg. Ich selber bi de Schuufle Buur. Chasch mir emol d Charte schlo? Gärn. Koller mischt die Karten. Dann legt er. Chrüz-Näll. – Gäld, vill Gäld. Und s Chrüz-As. Wieder Gäld, no meh Gäld. – Heb ab. Studer hebt ab. Schuufle-Dame und s Schuufle-Nell. Es sii zwei Fraue gstorbe. Das goht dich öppis a… aber lueg, scho wieder Gäld. Hesch gueti Charte. Aber ich, ich ha immer schlächti Charte. Immer de Schuufle Buur. Und grad dernäbe s Schuufle-Zähni… Das bedütet der Tod. Pause. Weisch, ich bi emol ghürote gsi. Die erschti, d Sophie, het immer gjommeret: Schlo mer d Charte… schlo mer d Charte… schlo mer d Charte… bis ich’s gmacht ha. Und das isch de Fähler gsi. Wil, weisch, bii mir isch es eso: Wenn ich d Charte schlo, denn muess ich d Wohrheit säge. Und denn han ich der Sophie vo dere Gschicht verzellt, wo z Fribourg passiert isch… d Friburgeri isch nämlich immer wieder uuftaucht i de Charte. Ich weiss jetzt nümme genau… mir hend welle hürote… sie het immer alls welle wüsse, d Fribourgeri, alls wo mit Gift z tue gha het… und denn het sie so ne Pille welle, Cyankali… ich ha zerscht ned welle, und denn han ich mich lo überschnorre. – Lueg, do isch sie wieder, d Friburgeri, und do, de Schuufle Buur, das bin ich. Immer wieder chöme mir zäme us em Päckli use. Und das han ich der Sophie verzellt… weisch: wenn ich d Charte schlo, muess ich d Wohrheit säge. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 55-

Studer Koller Studer Koller Studer Koller Studer Studer Lartigue Studer Lartigue D Ulrike Neumann. Genau so het sie gheisse. – Und du? Jakob. Miin Brüeder heisst au eso. De Bänkeler. Und der Sophie hesch die ganz Gschicht vo der Ulrike verzellt, und denn hesch ihre müesse Gäld gä, dass sie gschwiege het. Ich ha si ned umbrocht, d Friburgeri. Sie isch e chlii gstört gsi, d Ulrike. Wo sie s Gift gha het, isch sie mit em nächschte Zug furt. Uf Fribourg. De han ich Angscht übercho. Aber ich bi z spot cho. Sie isch uf em Bett gläge. S Glas isch uf em Nachttisch gstande, ich ha’s gno, ha dra gschmöckt. Denn han ich’s gwüsst. Zeig emol diin Duume. Koller hält den Daumen hin. De Rosenzweig würd stärbe für dä Aablick… Trommelwirbel. Die ganze Szene wird von den Legionären umgebaut. 29. Verhandlung Capitaine Lartigue in der Mitte, je drei Legionäre rechts und links. Vor ihm steht ein Tischchen, auf dem weiße Blätter liegen. Davor Studer und Koller. Pater Mathias in einer Ecke. Marie als Beobachterin etwas weiter weg. Capitaine Lartigue hat eben Studers Pass herumgereicht. Jeder hat ihn mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Was hend Sie zu Ihrer Verdeidigung z säge? Einiges. Guet. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 56-

Friedrich Glauser - guidle
Literarische Hommage an Friedrich Glauser - Integrierte Psychiatrie ...
Dorfnachrichten 4/2012 - Aegerten
Aegerten – Brügg – Studen