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Atoll

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Karl Kunz Klara Kunz

Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Atoll Ich frage mich, Klara, ich frage dich! Waren dies die letzten Worte seiner Frau; nach 40 Jahren Ehe? Was fragst du? „Vergiss den Blumenkohl nicht!“ Welchen Blumenkohl (soll ich nicht vergessen)? War dies das letzte, was Egon von seiner Frau vernommen hat, bevor er gestürzt ist? „Vergiss den Blumenkohl nicht!“ Karl, was ist mit dir? Ich glaube, Klara, als Egon auf der Intensivstation lag. Da steckte in seinem halbtoten Hirn noch immer dieser Satz. Pochte an die Schädeldecke. Und konnte nicht raus. „Vergiss den Blumenkohl nicht.“ Bis Egon ganz gestorben ist. Nach 66 Jahren auf der Erde, hatte er... Dein Herz! Er hatte keinen anderen Wunsch mehr, als erlöst zu werden; von diesem einen Satz. Er konnte sich an nichts anderes mehr erinnern. Im Selbstgespräch. So stell’ ich mir das vor: dass Egon, der ganze Egon, von Kopf bis Fuss, nur noch aus diesem einen Wunsch bestand: seiner Frau einen Blumenkohl nach Hause zu bringen, weil sie sonst enttäuscht wäre von ihm, vielleicht sogar böse. Dass sie schimpfen könnte. Und gleichzeitig wusste er, dass er versagen würde. Dass er versagen musste, er war gestürzt, und der einzige Ausweg war der Tod. Karl, darum sind wir hier. Damit wir nicht sterben. Ja? Streckt einen Trainingsanzug in die Höhe. Das letzte Hemd. Das ist ein Trainingsanzug ist das! Pause. Karl. Hör zu. Ich habe Wochen später mit Egons Frau gesprochen. Es war nicht Blumenkohl! Was sagst du da? Bitte glaube mir. Es war nicht Blumenkohl. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 23-

Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Was war es dann? Man muss nicht immer alles wissen muss man nicht immer, Karl! Pause. Das Leben ist oft eine Prüfung, das stimmt, eine schwere Prüfung. Aber jetzt sind wir hier. Und wir wollen uns aufmachen, jetzt, aufmachen, Karl! Machen wir uns auf! Und gehen wir Jasmin suchen! Und, Karl, dann wollen wir... Wir wollen fröhlich sein! Das ist gesund. Und macht jung und fit und schön, wenn wir fröhlich sind. Komm, Karl, komm! Streckt ihm den Trainingsanzug entgegen. Wir wollen fröhlich sein! Wir müssen Frau Schmidt kondolieren. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 24-

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