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Atoll

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Klara Kunz Dann müssen

Klara Kunz Dann müssen Sie noch immer trauern müssen Sie! Anna Schmidt Es gibt keinen Grund. Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Atoll Sie müssen aber! Das hat jeder Mensch verdient. Ein wenig Respekt über den Tod hinaus. Das ist das Mindeste, was Sie Ihrem Mann, Herrn, Herrn... Kk... ...Krause... Der folgende Dialog beginnt im Flüsterton, immer lauter werdend. Kkklara! Klara. Klara. Sei so nett, bitte, sag zu mir: „Herr Kunz, ich möchte mit Ihnen schlafen.“ Was soll ich?! „Ich möchte mit Ihnen schlafen. Jetzt.“ Ich zu dir?! Ich bitte dich. Ich wünsch’ mir das. Ich flehe dich an, Klara. Ich fleh’ dich an! Bist du übergeschnappt? Sag es so, wie das eben Frau Schmidt zu Herrn Bossard gesagt hat. Bitte, Klara! Ich bitte dich! Das geht doch nicht. Bitte sag: „Herr Kunz, ich möchte mit Ihnen schlafen.“ Und schau mich an dabei! Klara. Schau mich an, wenn du mich fragst. Karl, was ist mit dir? Und komm zu mir her. Und heb den Saum. Und benetze deinen Finger, den Mittelfinger, und streiche mit deinem feuchten Mittelfinger über deine Schenkelinnenfläche, vom Knie her... Karl! ...vom Knie her über deine weisse, sie ist so weiss! Deine Schenkelinnenfläche. Es macht nichts, dass du da voller Zellulitis bist. Es macht mir nichts aus. Wirklich nicht. Das ist eine Ausrede von dir. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 39-

Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Klara Kunz Karl Kunz Das geht doch niemanden etwas an! Dass wir seit fünf Jahren nicht mehr miteinander geschlafen haben?! Klara, sag zu mir: „Ich möchte mit Ihnen schlafen. Jetzt. Auf der Stelle. Hier. Möchte ich mit Ihnen schlafen.“ Hör auf! Und auf deine Scham, die du mir entgegenhältst, lege ich mein Ohr, um zu hören..., ob sie sprechen kann. Was sie mir zu sagen hat. Gestatte mir, dass ich mein Ohr, einmal nur, da drauf lege. Damit ich höre, ob deine Scham mir etwas Schönes sagt. Und dann, wenn sie dieses Schöne gesagt hat; dann küsse ich sie dafür, so, wie man einen Mund küsst, wenn er etwas Schönes sagt; küssen zum Dank für etwas Schönes. Etwas... Wunderschönes... Ich bitte dich, Klara, ich bitte dich. Einmal nur, sag einmal nur: „Ich möchte mit Ihnen schlafen. Jetzt. Hier, möchte ich mit Ihnen...“ Sag es mit deinem Mund. Mit deinem Mund. Gibt ihm eine Ohrfeige. Einmal nur! Ein einziges Mal! Komm zu dir, Karl! Seine Hände mutieren langsam zur gleichen Figur wie in der ersten Szene, als Karl Kunz die Hände des ihn überholenden Autofahrers imitiert. Ich möchte wissen, wie es sich anfühlt, dieses Gefühl, wie es sich anfühlt. Und du kannst nicht ahnen, wie ich es mir vorstelle, Klara, dieses Gefühl zu fühlen, so schön! So wunderschön. Bei dir zu sein. Einmal nur. Aber du lässt es nicht zu. Nie darf ich bei dir sein! Weil du immer nur, immer nur diese Scheiss... ...Scheisse sagt man nicht, das ist unanständig... ...hunde liebst. Selbst über den Tod hinaus, Klara; liebst du sie mehr als mich und deine Tochter Jasmin. Du liebst überhaupt nur sie! Diese Köter. Und dich! © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 40-

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