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Larochette | Larochette

Larochette | Larochette | 15, 17, 19 + o.N°, rue de Medernach | Ehem. Mühle und Fabrik allem an der Rückseite sind diese durch später hinzugekommene Öffnungen nur noch eingeschränkt symmetrisch (ENT). Das breite Dachgesims mit Ziegelmalerei umzieht das ganze Bauwerk (AUT, SEL). Im Inneren des Gebäudes haben sich Elemente aus verschiedenen Bauphasen erhalten (ENT). Neben der Erbauungszeit hat vor allen das späte 19. Jahrhundert mit dem Umbau zum Hotel seine qualitativ hochwertigen Spuren hinterlassen. Aus der Bauzeit sind neben einigen Zimmertüren im Obergeschoss vor allem Teile der ‚Haascht’, die Umfassung eines ‚Taakenschranks’ (die Türen fehlen leider) mit ‚Taakenplatte’ (Darstellung der Heiligen Familie, datiert 1798) , Stuckelemente an der Zimmerdecke in der guten Stube (rechts vom Eingang) (Abb. 13), und einige wenige Sandsteinplatten des Fußbodens erhalten (AUT, CHA). In der früheren Küche sind auch Wandkonsolen für die ‚Haascht’ und ein Spülstein aus Sandstein (Abb. 14) aus dieser Zeit vorhanden (AUT, CHA). Eine Zutat des späten 19. Jahrhunderts ist die zweiflügelige, kassettierte Holztür, die den Flur von der Wohnküche im hinteren Bereich des Hauses abtrennt (Abb. 15). Sie weist in der oberen Hälfte farbige und mit Ätzglas dekorierte Felder auf, die das Motiv der eingezogenen Rauten des Oberlichts an der Haustür wiederholen (SEL). Auch die historistischen Stuckelemente im ehemaligen Frühstückssaal des Hotels (links von Eingang) und der Holzboden aus schmalen Eichenholzbrettern sind dieser Bauphase zuzuordnen (AUT, CHA). Reste von Wandmalereien aus verschiedenen Zeiten haben sich an Teilen der Innenwände erhalten. Von der ehemaligen Küche gelangt man über eine schmale, erneuerte Steintreppe in den in mehreren Tonnen gewölbten Keller (Abb. 16). Dieser erstreckt sich über die gesamte Grundfläche des Hauses (SEL). Eine alte Holztür zum Hof und ein Spülstein aus Schiefer 14 13 15 16 114 | Nationale Inventarisierung

Ehem. Mühle und Fabrik | 15, 17, 19 + o.N°, rue de Medernach | Larochette | Larochette sind überliefert. Bei der letzten großen Restaurierung (ab 2002) wurde ein Teil des Kellers mit einer Stahlkonstruktion abgestützt. Von der Küche aus führt eine Eichenholztreppe mit ovalem Grundriss bis unter das Dach (Abb. 17-18). Im Obergeschoss dominiert ein großer, fünf Fassadenachsen breiter Raum mit bemerkenswertem Eichenparket in Sternmotiv (AUT, SEL) (Abb. 20). Auch einige klassizistische Zimmertüren mit Zargen, Kassettierungen und Rillenmustern, die vermutlich als Vorbild für die neoklassizistische Haustür dienten, sind noch zu sehen (Abb. 19). Der Dachstuhl mit prächtigem Eichenholzgesperre ist nicht ausgebaut. Den Abschluss des Ensembles bildet der Gebäudekomplex, in dem sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Fabrik befand (Abb. 0). Er hat keine eigene Hausnummer. Auf dem oben schon zitierten Foto aus dem Jahre 1905 trägt das imposante, dreigeschossige Bauwerk die Aufschrift „Manufacture de vetements de travail J.-P. Ginter- Ginter“(THI) (Abb. 6). 15 Zur Rue de Medernach stand die schmale Seite des Gebäudes mit vier Fensterachsen und einer Toreinfahrt, die im Dachgeschoss mit einem walmförmigen Turmhelm betont war. Die wahre Dimension des Gebäudes zeigt sich an dem kleinen Platz, der sich fast bis zur Ernz erstreckte: Sieben Fensterachsen war und ist das Gebäude lang, Fenster mit filigranen Metallrahmen und fünf große Dachflächenfenster sorgten für die nötige Belichtung in der Kleiderfabrik. Auf einem Bauantragsplan von 1918 ist zu sehen, 16 dass die Fabrik von der Ernz aus mit einem Kanal versorgt wurde. Die Spuren hiervon sind auf dem Boden im Hinterhof noch heute zu sehen. Auch sind hier die verschiedenen Erweiterungsbauten zu sehen, die das Bild der florierenden Fabrik prägten (ENT). Die Darstellung der großen Fabrik mit rauchenden Schloten auf den Rechnungsbögen dieser Zeit vermittelt ein Bild von der Bedeutung, die die Fabrik Ginter für die Entwicklung nicht nur des baulichen Ensembles, sondern auch der Ortschaft Larochette hatte (ENT, OHG). Noch 1949 waren hier 35 Arbeitskräfte beschäftigt, die damals noch Herrenanzüge und Arbeitskleidung herstellte. 17 1950 erfolgte die letzte Erweiterung der Fabrik, 18 die bis in die 1970er Jahre in Betrieb blieb. Der Gebäudekomplex der ehemaligen Fabrik ging dann in die Hände der Gemeinde Larochette über, die 1986 einen tiefgreifenden Umbau zum Kulturzentrum vornahm (OHG). 19 Hierbei wurden die Innenstrukturen des 17 18 15 Anonym, o. T. [Foto], im Besitz von Paul Ewen, Larochette, 1905. 16 Le conducteur, Plan annexé à la demande du sieur Ginter-Ginter, fabricant à Larochette en autorisation de remplacer (…) une vanne en bois par une double vanne (…), im Besitz von Paul Ewen, Luxemburg, 18. April 1918. 17 C. M., ‚Internationaler Kongress der christlichen Angestellten‘, in: Sozialpolitische Rundschau, 9. August 1949, o. S.. 18 Anonym, ‚Landeschronik’, in: Luxemburger Wort, 28. Juli 1950, o. S.. 19 Atelier a+u, Architecture industrielle centre communal, [Entwurfspläne], Gemeinde Larochette, Bauakte Kulturzentrum, Luxemburg, 1986. Nationale Inventarisierung | 115

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    Ehem. Blaufärberei Bonne-Sichel |

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    Ehem. Vestimenta | 7, rue Scheerbac

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    Chemin J.-A. Zinnen | Larochette |

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    Ehem. Bahnhofsgebäude | 20 + 25, c

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    Ehem. Bahnhofsgebäude | 20 + 25, c

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    Hëllef Doheem | 29, chemin J.-A. Z

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    Hëllef Doheem | 29, chemin J.-A. Z

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    Hëllef Doheem | 29, chemin J.-A. Z

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    Manoir de Roebé | 33 + 35, chemin

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    Manoir de Roebé | 33 + 35, chemin

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    Manoir de Roebé | 33 + 35, chemin

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    Manoir de Roebé | 33 + 35, chemin

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    Villa | 49, chemin J.-A. Zinnen | L

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    Villa | 49, chemin J.-A. Zinnen | L

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    Villa | 53, chemin J.-A. Zinnen | L

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    Villa | 53, chemin J.-A. Zinnen | L

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    in Konkurs. 7 Paul Pomes übernahm

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    Burg Fels | Larochette | Larochette

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    Burg Fels | Larochette | Larochette

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    Ringmauer mit ‚Verlorenkost’ |

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