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WEKA-Kolumne "Eigenheim"

WEKA-Kolumne

STEUER- & FINANZRATGEBER FÜR UNTERNEHMEN KOLUMNE KOLUMNE FINANZEN & MÄRKTE Wohnen – Ist Eigentum günstiger als Miete? Von Marco Baur Die eidgenössische Volkszählung aus dem Jahr 2010 hat ergeben, dass in der Schweiz 37% der Bevölkerung Wohneigentum besitzt und mehr als 60% Mieter sind. Auf was ist zu achten, wenn zwischen Miete und Eigentum verglichen wird, und was ist letztlich günstiger? Die Miete Mieter haben den Vorteil, dass sie absolut flexibel den Wohnort bestimmen bzw. wechseln können. Allerdings «gehört» ihnen das Mietobjekt nicht, und sie müssen zudem dem Vermieter Monat für Monat Miete und Kosten zahlen, ohne dass sie diese Auslagen steuerlich berücksichtigen können. Die Anpassung von Mietzinsen erfolgt nach klaren Regeln und hängt im Wesentlichen von der aktuellen Zinsentwicklung ab. Mietzinssenkungen erfolgen – wenn überhaupt – immer sehr träge. Das Eigentum Wohneigentümer haben vor allem den Vorteil, dass ihnen das Haus oder die Wohnung gehört. Immobilien haben stark werterhaltenden Charakter und eignen sich daher ganz besonders als «sichere» Anlage. In der Regel finanziert der Eigentümer seinen Kauf mit Unterstützung einer Bank, welche ihm Hypotheken gewährt. Die Zinsen für die Hypotheken, wie auch übliche Unterhaltskosten, können von der Einkommenssteuer in Abzug gebracht werden. Allerdings benötigt ein Eigentümer für den Hauskauf Eigenkapital, da ihm die Bank nur einen Teil der Kaufkosten finanziert. Faustregel: 20% des Kaufpreises muss als Eigenkapital eingebracht werden. Zudem wird von der Bank auch die Tragbarkeit zwingend geprüft (Unterhaltskosten; grössere Investitionen; Anstieg der Hypo-Zinsen). Das heisst, der Eigentümer muss sich den Unterhalt auch langfristig leisten können. Der Vergleich Angesichts der seit Längerem sehr tiefen Hypo-Zinsen ist – das nötige Eigenkapital vorausgesetzt – Wohneigentum aktuell sehr attraktiv: Die Mieten wurden in den letzten Jahren nur moderat gesenkt, sodass Wohneigentum insgesamt günstiger ist; denn nicht nur die Steuervorteile wirken sich hier positiv auf das Haushaltsbudget aus, sondern auch die tieferen Wohnkosten bei Wohneigentum. Allerdings muss vor jedem Kauf einer Immobilie individuell berechnet und geprüft werden, wie sich die laufenden Steuervorteile und Kosten tatsächlich darstellen. Denn vor allem der sogenannte «Eigenmietwert», welcher einem Eigentümer steuerlich belastet wird, wird kantonal sehr unterschiedlich berechnet. Die indirekte Amortisation Wohneigentum und Vorsorge können kombiniert werden: Der Eigentümer vereinbart mit der Bank, dass er seine zweite Hypothek nicht kontinuierlich, sondern erst am Schluss der Vertragsdauer einmalig tilgt. Dafür schliesst er eine Lebensversicherung in der Höhe der zweiten Hypothek ab und verpfändet die Police der Bank. Wenn der Eigentümer stirbt bzw. die Hypothek zurückzahlen muss, ist das dafür notwendige Kapital vorhanden. Der Hinterbliebenenschutz sowie alle Steuervorteile bleiben so für die ganze Dauer der Hypothek in vollem Umfang erhalten. Marco Baur, Vorsitzender der Geschäftsleitung der SVAG Schweizer Vermögensberatung Aktiengesellschaft in Adliswil Impressum © WEKA Business Media AG, Zürich 2018 Verlag WEKA Business Media AG Layout/Satz Dimitri Gabriel Hermetschloostrasse 77 Publikation 10 × jährlich, Abonnement: CHF 98.– pro Jahr, CH-8048 Zürich Preise exkl. MWST und Versandkosten. www.weka.ch Herausgeber Redaktion Dr. iur. Bernhard Madörin Petra Schmutz Bildrechte Bestell-Nr. 9150 Autorenbilder: WEKA Business Media AG Bilder: www.istockphoto.com Urheber- und Verlagsrechte: Alle Rechte vorbehalten, Nachdruck sowie Wiedergaben, auch auszugsweise, sind nicht gestattet. Die Definitionen, Empfehlungen und rechtlichen Informationen sind von den Autoren und vom Verlag auf ihre Korrektheit in jeder Beziehung sorgfältig recherchiert und geprüft geworden. Trotz aller Sorgfalt kann eine Garantie für die Richtigkeit der Informationen nicht übernommen werden. Eine Haftung der Autoren bzw. des Verlags ist daher ausgeschlossen. Aus Platzgründen und zwecks besserer Lesbarkeit wurden meist die männlichen Formen verwendet. Die weiblichen Formen sind dabei selbstverständlich mitgemeint. 12 NEWSLETTER 03 • MÄRZ 2018

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