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Pfäfferwiiber

Pfäfferwiiber

Kaufmann Katharina Kathi

Kaufmann Katharina Kathi Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kathi Katharina Kathi Katharina Pfäfferwiiber Mauern. Du bist sonst für immer verloren. Heiligi Maria, Muetter Gottes. Er darf ned zgrund go. Schreibt weiter. klopft Ich bi‘s, de Melk. Ha öpper bii mer. Wie gsehsch au us, liebs Chind! D Apothekeri, die Giftnudle! Danke, Melk! Isch s Urteil scho dusse? No ned. Wenn nur bald anderi Zyte chömid. Wie goht‘s em? Er isch immer e nachdänkliche Gfangne gsi. Wenn gägen Obig chli Liecht i d Zälle cho isch, hed er gschribe. Er hed nie vil gseid. Du redsch als wär alles scho verbii. Wer, ich? Bleich hed er mi dunkt. Das sind s immer noch es paar Woche. Nimmsch es Kafi mit is? Kafi? Vom Muul abgschpart. Für bsunderi Aaläss. Bi zwor im Dienscht. Ich bruuch eine. Ungrächt, findsch ned? Die beede chönnd ned zämecho wäg de Politik, mer zwe hingäge... i settige Zyte... zu Kathi Do, nimm au es Kafi. Du manövriersch dich scho immer det äne wos chuutet und tuet. wütend Üches ewige Gschtürm mit em Steiger isch gschuld. De Moritz muess fort. Was? Will si Vater dich und alli Pfäfferwiiber ned cha schmöcke. Wärid ier ned so fräch... Aber... © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. – 51 –

Kathi Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina Kaufmann Katharina So wi‘s jetzt uusgsehd, chonnd der din Steiger niemeh under d Auge. ab Villicht hed si jo rächt. Da drüber hed glaub nor no de Himmel e Macht. nach längerem Schweigen Das han i au scho dänkt. De Himmel chan alles, wenn er wott. Lueg, do zmol bi de Grand‘ Armée uf em Rückzug. Z Fuess simmer a Beresina cho. Hinder üs d Russe. Kei Brugg meh ganz. Über Iisschölle hemmer ie müesse, s isch Novämber gsi, ich ha Fieber gha, eländ Hunger und Durscht, de Heiri im Delirium. Beresina scho bald rot vo Bluet und voll Liiche. Mier no di letschte, wo öberläbt hend. Ich ha nor immer eis gseid, ich lo ned zue, as mi umbringt. Und die da obe hend mi erhört. Mager und schwarz wie n i gsi bi! Und gschtonke han i we Gassen im Hochsommer. Und do: Pfrau vomen Oberscht. Was macht si? Si lohd mer es Bad richte, git mer sogar e Seifi... Muesch der vorschtelle, nach drü Mönet weder es heisses Bad. Ich ha vergässe, was Lavändelduft isch. Chasch mer's glaube, zwee Schtund han i mi i dem Zuber lo uufweiche, ha mi gräklet und iigseifet. Denn hed si mer neui Dessous gä, alles u s Siide, s isch mer gsässe wie aagosse und es subers Chleid, und ich ha wider uusgseh wie drüezwänzgi. Nie hed e Göttin sich wöhler gfühlt als ich arms Soldatewiib a dem Obig uf em Röckzog. E Göttin... Gsetzt de Fall, de Himmel hed Verbarme und macht au do mit bevor s z schpot isch... was meinsch, sett me nem ned e chli a d Hand goh? Wie meinsch das? De Steiger wird befreit, zom Biispeel. Bisch vo allne guete Geischter verloh, Kathrin? Schlo der das usem Chopf! Ich ha zu dene da obe di beschte Beziehige. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. – 52 –