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... würdest du sie dann lesen

... würdest du sie dann lesen

würdest du sie dann lesen? Mann Deine Rückkehr würde unzählige Geschichten durcheinanderbringen. André aufgebracht. Dann schreiben wir die halt neu! Mann Es wäre nicht fair dich zurückgehen zu lassen. André Nicht fair wem gegenüber? Mann Denjenigen, die auch zurückwollten. Die immer noch zurück wollen. Lucie zum Beispiel. André Lucie? Mann Was denkst du? Warum hat sie so hartnäckig versucht, dir dabei zu helfen, die Werkstatt zu finden? André Sie ist… Mann Tot, ja. Ist sie dir denn nicht bekannt vorgekommen? André Nein. Wieso? Wer ist sie? Lucie betritt die Bühne. Sie hat einen Eimer mit Straßenkreiden dabei. Behutsam setzt sie ihre Puppe auf den Boden, kniet sich ihr gegenüber hin und beginnt zu malen. Lucie Es war am Nachmittag. Bella und ich konnten endlich wieder draußen spielen. Das war schön, denn vorher konnten wir immer nur drinnen sein, weil es immer geregnet hat. Nach dem Mittagessen hat Papa mir die Kreiden geschenkt. Die könnt ihr jetzt gut gebrauchen, wenn die Straße wieder trocken ist. Es war richtig warm. Ich wollte meine kurzen Hosen anziehen, aber ich durfte nicht. Mama sagte, es wäre noch zu kalt. Ich musste die rote Hose mit dem Flicken auf dem Knie anziehen. Bella hat gelacht und gesagt, dass ich darin wie ein Clown aussehen würde. Sie sagte, ich solle den Papa spielen und sie sei die Mama. Wir haben angefangen unser Haus auf die Straße zu malen. Bella hat die Küche gemalt und ich das Wohnzimmer. Dann wollte ich noch die Garage und den Garten malen. Unser Haus wurde so groß, dass der Garten bis zur Einfahrt von Frau Peters reichte. Auch sie hatte einen schönen großen Garten mit großen Sonnenblumen und © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 47-

André Mann André Mann André Mann André Mann André Mann André Mann - 48- ab und zu kam ein Mann mit einem kleinen Lastwagen vorbei, der sich um ihre vielen Blumen kümmerte. Ich malte gerade die Sonnenblumen nach, als er mit seinem Lastwagen rückwärts auf die Straße fuhr. Ein Schrei. Lucie blickt auf ihre Zeichnung am Boden. Zwischen Sonnenblumen steht ein Grabstein mit der Inschrift: Lucie Hauser 3. APRIL 1998 – 28. März 2006. Die Hausers waren unsere Nachbarn. Lucie, die Puppe, Bella… Isabelle. Genau. Lucie, die beste Freundin deiner kleinen Schwester. Kurz vor ihrem achten Geburtstag von einem Lastwagen überfahren. Der Gärtner hatte sie nicht gesehen, weil sie auf dem Gehsteig kniete. Isabelle hat geschrien wie am Spieß. Danach hatte sie monatelang Albträume. Sie sagte, Lucie käme jede Nacht in ihr Zimmer. Am Anfang tat sie das auch. Sie hat ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Eltern und wegen Isabelle. Sie hat das Gefühl, sie im Stich gelassen zu haben, und das fesselt sie so sehr ans Leben, obwohl sie schon so lange nicht mehr dazugehört. Glaubt sie, sie könne mich begleiten, wenn ich zurückginge? Das nehme ich an, ja. Aber sie kann es nicht, oder? Nein. Sie ist tot. Seit der Kremation hat sie keinen Körper mehr, in den sie zurückkehren könnte. Ich könnte doch ihren Eltern eine Nachricht von ihr überbringen, wenn ich zurückginge. Oder Isabelle. Vielleicht würde es Lucie dann leichter fallen und… Ich glaube kaum, dass du das könntest. Was? Wieso nicht? Denk an den Preis, den du dem Mechaniker zahlen musst, damit du dein Motorrad wiederbekommst. Und das brauchst du, wenn du zurück willst. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

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