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Mittelegi Poker

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Selma Urs Selma Urs

Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma Mittelegi Poker Selma macht seinen Oberkörper frei und verarztet die Wunde. So macht man das. Mach nicht so ein Geschrei. So schnell stirbt keiner. Danke, meine Fee. Mir ist kalt. Ich habe Durst, bitte, gib mir zu trinken. Da hast du warmen Tee. Alain ist weg. Als wir ausruhten. Steinschlag, grosse Brocken. Ich ducke mich. Ein Schlag an meiner Schulter. Ich verliere den Halt, stürze gegen Alain. Er schreit auf, ist weg. Neben mir steht keiner mehr. Das Seil wickelt sich ab, ist auch weg. Im Leeren verschwunden. Verdammte Scheisse. Der Berg tut weh. Du musst Alarm auslösen. Alain! Wir kommen dir zu Hilfe... Jajaja. Schrei nicht so. Auf welcher Seite... ging er runter? Südseitig. Wo? Am Grossen Turm, zwei Drittel oben. Ein winziger Sims, ein Fuss breit, der Fels riss über uns. Der Stein traf dich, du fielst gegen Alain. Bergsteiger- Domino, der letzte fällt. Oder ganz anders: Ihr wart nicht korrekt am Seil, Alain rutschte aus, fiel ins Seil, der Ruck riss dir die Schulter weg und du gabst nach. Wie hast du das gemacht? Dass... du nicht mitgingst? Ich bin unschuldig! Selma, Selma, glaub nicht, dass ich... ich hab ihn nicht fallen lassen. Es war ein Steinschlag, ein Unfall, es war nicht... nichts anderes. Hallo? Bist du es, Adrian? Hier Selma auf Mittelegi. Ich habe einen Patienten. Er wird’s überleben, habe ihm die Schulter eingerenkt. – Ja, ich. Warum? Was Rosskur? – Da bleiben? – Aha. Ok, wenn du meinst. Hör zu, sein Kollege ist auf der Südseite runter © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 41-

Urs Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma Urs Selma gegangen, sie waren fast auf dem Grossen Turm. Steinschlag, möglicherweise. Ich meine, Steinschlag auf dem Grat... Es war Steinschlag, ich schwöre es! Ohne Seil, das heisst, samt Seil, aber ohne Sicherung. Was? - Schlechte Sicht, Böen? - Aha. Ok, sobald es möglich ist. - Verstanden. Tschüss Adrian, danke. - Sie versuchen eine Bergung vom Eismeerfenster der Jungfrau Bahn aus. Der Heli kann nicht fliegen. Die sind schon an einer halsbrecherischen Bergung in der Wand und müssen vielleicht abbrechen. Wenn das nur gut geht, bei dem Wetter. Es wird dauern, mit der Bahn. Wird wohl Abend, wenn nicht Nacht. Die müssen das Rettungsteam vielleicht mit der Bahn aus dem Tal hoch bringen. Vielleicht können sie auch bis auf die Scheidegg fliegen und von da einen Sonderzug zum Eismeerfenster nehmen. Horch: Der Sturm legt zu. Nichts zu machen. Jetzt erzähle mal in aller Ruhe. Wo sind die Frauen? Sie haben uns verlassen... wie abgemacht. Haben ein Felsband Richtung Wand gequert, kaum gesichert. Mit Pickeln und Steigeisen, ohne Seil... Ah... Was hast du? Das Herz. Das... hab ich ab und zu. Der Stress. Ruhig, Urs. Nach ein paar Minuten waren sie ausser Sichtweite. Wir haben uns an den Turm gemacht. Der verdammte Grat ist so schmal. Links... der Abrgund, rechts der Abgrund... vor dir steil der Fels, unter dir... das Nichts. Der Mittelegigrat ist kein Spaziergang. Es wurde kühler. Nebel... kaum Sicht. Auf dem Grat kannst du dich nicht verlaufen… nur eine Richtung. Eben. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 42-

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