Aufrufe
vor 2 Monaten

Polenliebchen11

Polenliebchen11

Madleen So.

Madleen So. Polenliebchen Martha So! Und nachäne? Madleen ...zweifle nicht. Martha Jaso. Martha als Stauffacherin. So zweifle nicht, dass ... Martha ... dass, was? Chum zeig. Sie nimmt das Blatt und liest. Madleen Wenn chunnd ändli de Vater wider hei? Martha Villicht chund er am ersten Augste. Chasch du eigentli die Reed vom Etter? Madleen Wotsch si ghöre? Martha Nachäne. Sie gibt ihren Text Madleen zurück. Martha als Stauffacherin. So höre meinen Rat! Du weisst, wie hier Zu Schwyz sich... Madleen ...alle... Martha als Stauffacherin. ...alle Redlichen beklagen. Ob dieses Landvogts Geiz und Wüterei. Madleen So. Martha als Stauffacherin. So zweifle nicht, Ihr seid auch Männer, wisset eure Axt Zu führen, und dem Mutigen hilft Gott! Martha Guet, he? Madleen Nid schlächt. Hesch eifach e halbi Siite übergumpet. Martha schickt Madleen aus der Werkstatt. Dann versteckt sie einen Schlauch und einen Pneu im Wäschekorb, währenddem man gleichzeitig Tadeusz hört (off), wie er laut und pathetisch den Tell übt. Tadeusz als Tell. Auf diese Bank von Stein will ich mich setzen, Dem Wanderer zur kurzen Ruh bereitet - Denn hier ist keine Heimat - Jeder treibt © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 57-

Sich an dem andern rasch und fremd vorüber Und fraget nicht nach seinem Schmerz - Hier geht Der sorgenvolle Kaufmann und der leicht Geschürzte Pilger - der andächt’ge Mönch, Der düstre Räuber und der heitre Spielmann, ... Im Schulzimmer. Fräulein Portmann öffnet einen Deckelkorb, dem sie die Kostüme für die „Tell“- Szenen entnimmt. Sie hängt die Kostüme auf und deklamiert dazu den Text Stauffachers. Sie spricht die Stauffacherin - mit anderer Stimme - auch mit. Frl. Portmann als Stauffacherin. Ertragen muss man, was der Himmel sendet. Unbilliges erträgt kein edles Herz. als Stauffacher. Dies Haus erfreut dich, das wir neu erbauten. Der Krieg, der ungeheure, brennt es nieder. als Stauffacherin. Wüsst’ ich mein Herz an zeitlich Gut gefesselt, Den Brand wärf’ ich hinein mit eigner Hand. als Stauffacher. Du glaubst an Menschlichkeit! Es schont der Krieg Auch nicht das zarte Kindlein in der Wiege. als Stauffacherin. Die Unschuld hat im Himmel einen Freund - Sieh vorwärts, Werner, und nicht hinter dich. als Stauffacher. Wir Männer können tapfer fechtend sterben. Welch Schicksal aber wird das eure sein? als Stauffacherin. Die letzte Wahl steht auch dem Schwächsten offen, Ein Sprung von dieser Brücke macht mich frei. als Stauffacher. Wer solch ein Herz an seinen Busen drückt, Der kann für Herd und Hof mit Freuden fechten, © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 58-