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Polenliebchen11

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Hirt Martha Hirt Martha

Hirt Martha Hirt Martha Hirt Martha Hirt Hirt Polenliebchen Hat er sich verspekuliert. Das gibt sechs Monate Wauwilermoos. Und de Robi. Wird er bald heiliggsproche? S gid e korräkti Undersuechig. E Fall für s Militärgricht. Mer weiss jo, wies usechunnd. Sogar wenn d Emilie öppis würd säge, chönnt sich de Herr Lütnant bestimmt useschnore. Isch jo au e Zoller. Hirt hält Martha den inzwischen wieder kaputten Pneu von Tadeusz’ Velo hin. Villicht ghört dee Ine. Cha scho sii. Ich mälde de Vorfall. So öppis isch kei Chliinigkeit. So öppis isch Vaterlandsverrot. Die Frauen gehen zum Teich, ohne weiter den Männern zuzuhören. De Nationalrot Oberst Bircher hed Rächt: Mer sett dene Fraue, wo mit emen Internierte verwütscht werdid, d Hoor abhaue. Das mer s kännt! Szene 4 Am Teich formiert sich ein Trauerzug. Es sind die polnischen Musiker und die Frauen des Dorfes, die den toten Marek langsam und feierlich wegtragen. Martha und Fräulein Portmann schliessen sich dem Trauerzug an. Musik. Der Trauerzug singt. Die Frauen singen im polnischen Lied mit. Zuhinterst folgt Emilie. Sie trägt ihre schönsten Kleider. Wie wenn sie nicht nur von Marek, sondern auch von ihrem Leben Abschied nehmen wollte. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. Ende. - 89-

Ausgangspunkt für Polenliebchen waren die Berichte „Polen und die Schweiz. Ihre Beziehungen im Laufe der Jahrhunderte und während des 2. Weltkriegs“ und „Verbotene Beziehungen“ von May B. Broda sowie das Buch „Es war halt Krieg. Erinnerungen an den Alltag in der Schweiz 1939-1945“ von Simone Chiquet (Hg.). Dank Der Autor dankt Liliana Heimberg und Wolfram Kremer für ihre Mitarbeit an der Entstehung der Spielfassung. © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 90-